Tropes vs. Women: Anita Sarkeesian über "Frauen als Belohnung" in Videospielen

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Plor
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Re: Tropes vs. Women: Anita Sarkeesian über "Frauen als Belohnung" in Videospielen

Beitrag von Plor »

Scipione hat geschrieben:

Es ist völlig wurscht was sonst irgendeiner aus irgendwelchen eigenen Gründen sagt oder tut. Die werden ihre eigenen berechtigten oder unberechtigten Gründe haben. Interessiert schlicht nicht.
Vielleicht sollte es dir nicht ganz wurscht sein. Die Frage "Warum teilen so viele rechte bis rechtsextreme Gruppierungen meine Position?" kann durchaus ein relevanter Faktor sein, diese Position noch einmal zu überdenken.
Du bist zu sehr in diesem Schubladen-Denken gefangen.
Ich kann es nur noch einmal wiederholen. Es geht mir nicht um Schubladen sondern bestimmte politische Spektren. Verortungen in diesen betreiben die Politikwissenschaft und Soziologie schon ewig. Ohne diesen wären kaum Studien zu bestimmten politischen Phänomenen und Gruppendynamiken möglich. Natürlich muss man sich auch immer ins Bewusstsein rufen, dass dahinter Individuen stehen. Aber diese sind natürlich von gesellschaftlichen Dynamiken beeinflusst und lassen sich in diesen auch in Spektren einordnen. Natürlich besteht Gamergate aus Individuen, natürlich haben da auch Libertäre mitgemischt, ebenso wütende pubertäre Teens, angepisste Gamer, Maskulinisten, Antifeministen, PUAs, Trolle, wahrscheinlich hier und da auch ein paar Linke (oder zumindest welche, die sich links im politischen Spektrum verorten).

Die Themen waren aber klar rechte Themen: Feminismuskritik, Genderkritik, extreme Ablehnung der unabhängigen Presse, Kritik an Political Correctness. Das sind nunmal Themen, die im rechten Spektrum zu Hause sind. So etwas findet man weder auf dem Parteitag der Linken, noch in Diskussionsrunden von Attac oder Amnesty International... Und das hat ja auch inhaltliche Gründe. Der Antifeminismus hat eine Tradition als Backlash gegen Emanzipation und Feminismus, die im Zeichen des Linksliberalismus, Sozialismus und der Sozialdemokratie geboren wurden. Gender Studies ist eine progressive Wissenschaft, die sich kritisch mit dem gesellschaftlichen Status Quo auseinandersetzt und dabei auch viele Traditionen in Frage stellt (die der Konservatismus wahren will). Political Correctness (oder wie auch immer man es nennen will) ist im Prinzip die universellere Schwester dieses Ansatzes und als Reaktion auf rassistische, homophobe, transphobe Traditionen entstanden, die bestimmte Machtgefüge mitstabilisieren. Auch die Ablehnung dieser allgemeinen (btw. ebenfalls ziemlich heterogenen) Bewegung findet ihren Ursprung v.a. in politischen Richtungen, die den Status Quo wahren wollen, unabhängig davon ob durch Repression (Die konservative Rechte) oder der Ablehnung jeglicher staatlicher/wissenschaftlicher/sozialer Bemühung um Gleichberechtigung bzw. Gleichstellung (die libertäre Rechte)...
Wie gesagt, es geht nicht um Verallgemeinerung, aber zumindest ein bisschen sollte man schon den Gedanken über politische Spektren zulassen, wenn man politische/soziale Prozesse verstehen will. Und dann ist ziemlich eindeutig, wo sich Gamergate verorten lässt.
Genauso wie diese Leute, die Flüchtlingsheime anzünden. Für die gibts auch nur: hier sind wir, und das sind die. Kein Verständnis für die komplexe Realität und dass Menschen Individuen sind.
Ich nehme das dann einfach mal als Polemik von jemandem hin, der sich durch meinen Post sehr angegriffen gefühlt hat.^^
Ausserdem wäre es mir unbekannt, dass ein Pegida tausende Euro zur Unterstützung von Muslimen, oder amerik. Rassisten/KKK tausende Dollar zur Unterstützung von Schwarzen gesammelt hätte.
Oh, da zerbricht dein Vergleich schon :?
Ich dachte Gamergate sei keine homogene Bewegung. Jetzt bin ich verwirrt. :Häschen:
Anmerkung 2: Die PI-News haben sich auch wunderbar israelsolidarisch gezeigt (woraufhin der Zentralrat der Juden ziemlich deutlich gesagt hat, dass sie mit dem antimuslimischen Abschaum nichts zu tun haben wollen). Und die Endgamer haben versucht, das Zentrum für politische Schönheit für sich zu vereinnahmen (woraufhin die gesagt haben, dass sie mit dem antisemitischen Abschaum nichts zu tun haben wollen). Nur weil Querfront-Gruppen versuchen sich an linke Gruppen/Meinungsmacher anzubiedern, heißt das noch lange nicht, dass sie plötzlich auf der linken Seite stehen
Aber ich kann sowas natürlich auch machen... Dann hast du auf der anderen Seite nämlich die white privileged SJWs, die nie wirklich erwachsen geworden sind, mit der emotionalen Reife von Kindern, die ständig rumplärren und sich von allem angegriffen fühlen, deren Eltern Mitglieder in Country Clubs sind, die sich deshalb leisten können solche Häkeltanten-Studiengänge wie Cultural, Communication oder Gender Studies zu wählen, oder weil der IQ und die Faulheit nicht für STEM fields reicht, die sich hauptsächlich von Frappuccinos ernähren und den ganzen Tag von ihren jeweils aktuellsten iphones und Co. tweeten wie ungerecht die Welt doch ist, während sie sich von useful idiots Spenden zukommen lassen, von den jeder Cent in der Hand der meisten Hispanics, oder generell von echten Hilfsbedürftigen besser aufgehoben wäre. Aber der nächste Frappuccino, die übergrosse Hornbrille oder die blaue Haarfärbung muss natürlich bezahlt werden.... :3
Da war meine Zuordnung doch etwas fundierter und (trotz ein bisschen Polemik) sachlicher. Ich nehme auch dieses Zitat mal als Polemik von jemandem hin, der sich gerade sehr angegriffen fühlt.
Es gibt konkrete, legitime und für einen normalen Menschenverstand nachvollziehbare Gründe, wieso GG gegen eine bestimmte Art von Feminismus, Gender Studies und SJW Idiotie auftritt.
Für Gamergater auf jeden Fall. Es gibt auch für Pegidisten und AFDler in ihrem Weltbild legitime Gründe, warum sie gegen "eine bestimmte Art von Feminismus, Gender Studies und SJW Idiotie" auftreten.
Gegen Heuchelei, Rassismus, Sexismus, Lynchmob-Mentalität, unbeabsichtigte Inkompetenz, oder gezielte Hetze, Intelligenz mindernde Echo Chambers, Sekten-Mentalität, Angriffe auf Rechtsstaatlichkeit und elementare Menschenrechte wie die Unschuldsvermutung etc...
Sag mal, was genau hälst du davon für so verteidigungswürdig?
Das grundsätzliche Problem der #Gamergate-Bewegung war, dass sie irgendwann - als sie massiv Widerstand erhielt von der politischen Linken, Feministinnen, Journalisten, Kabarettisten, Wissenschaftlern, Koryphäen der Gaming-Szene, Entwicklern, Publishern Stephen Colbert und Angry fucking Joe - damit anfingen Anti-Gamergate zu konstruieren und nach dessen Fehlverhalten zu suchen, während die vermeintlichen Anti-Gamergate einfach (um nochmal die Innuendo Studios zu zitieren) "really just the entire rest of the world" waren.
http://innuendostudios.tumblr.com/post/ ... is-one-was

- Feministinnen, die einen Generalverdacht gegen alle Männer ausssprechen? Von welcher Seite kommt sowas üblicherweise?
- Gender Studies, die Mittel und den Namen der Wissenschaftlichkeit für ihre Agenda missbrauchen? Wer in der Geschichte hat das noch getan?
- SJWs, die sich allem schuldig machen, was sie anderen vorwerfen? Von doxxing, über death, rape und bomb threats, zu swatting und Leute mit perfiden Mitteln aus ihrem Beruf treiben...
Ich weiß vor allem, wer außer Gamergatern dieses Narrativ von Feminismus, Political Correctness und Gender Studies noch pflegt. Und dann sind wir wieder bei der politischen Rechten. Sorry. Aber isso.
Und apropos Lügenpresse.... du kannst natürlich wieder einmal diesen groben, schwammigen Begriff benutzen, um mangels echter Argumente, irgendwelche ominösen Verbindungen herbeizufantasieren, Fakt ist aber leider, dass es konkrete Fälle von Lügen gibt und auf die wird jeweils konkret mit dem Finger gezeigt, one by one.
Lügen, Lügen, Lügen... Warum muss der Diskussionsgegner immer gleich der Lüge überführt werden? Damit verhindert man doch effektiv jeden Diskurs. Nicht falsche Meinung, nicht schlechte Recherche. Immer gleich Lügen, Lügen, Lügen. Sarkeesian lügt, Quinn lügt, Kotaku lügt... dass die einfach andere Ansichten haben könnten oder durch eine Bias schlecht/falsch/einseitig recherchiert haben, wird nicht einmal in Betracht gezogen. Stattdessen müssen sie der Lüge überführt und damit als "böse" markiert werden. Das nervt so tierisch.

Und unabhängig davon: Natürlich! Nur auf konkrete Fälle zeigen! Das machen die 9/11-Truther und Reichsbürger auch immer ganz schön... Das Problem ist, dieses auf Einzelfall-Zeigen wird immer zur Basis des großen Narrativs, wird immer in einen Gesamtzusammenhang eingebettet, indem DIE bösen Verschwörer gebranntmarkt werden sollen. Erinnere mich noch gut an die Gamergate-Hochzeiten, als irrwitzige Grafiken erstellt wurden, um nachzuweisen, wer mit wem (transmitting and literally) in die Kiste gestiegen ist, um ein böses Netzwerk von Gamerhassern herbeizureden, dass gemeinsam mit Feministinnen nur ein Ziel hat: Die Gamerwelt zu zerstören. Das ist 1a verschwörungstheoretisches Denken und das ist nunmal auch sowohl inhaltlich als auch methodisch primär im rechten Spektrum zu Hause.
(Und bevor jetzt wieder das Tu Quoque kommt: NEIN, ich charakterisiere #Gamergate nicht so als große Verschwörung weniger, wie Gamergate dies mit seinen Gegner tut. Und NEIN; Sarkeesian charakterisiert sexistische Strukturen nicht so als Verschwörung weniger, wie du es ihr vielleicht gleich vorwerfen möchtest)
Aus deinem ständigen, ironischen und völlig undifferenzierten "Lügenpresse" Geschrei, kann man ja nur schliessen, dass du vor 80 Jahren genauso Den Stürmer verteidigt hättest.
Sorry, letzter Querschlag. Aber, der Stürmer und seine Freunde, die haben damals am lautesten "Lügenpresse!" geschrien.
(...)
Oh, bitte! Keine schlecht aufgelösten Screenshots mehr von angeblichen Verfehlungen der SJWs. Ich kann es nicht mehr sehen. Wurde damit im Herbst 2014 oft genug bombardiert... und es hat damals schon genervt und war kein sinnvoller Diskussionsbeitrag. Gott sei dank ist diese ganze Gamergate-Aufdeckungschose genau das: So voll 2014. Gamergate ist ziemlich tot... und schlecht gerochen hat es schon damals.
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3nfant 7errible
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Re: Tropes vs. Women: Anita Sarkeesian über "Frauen als Belohnung" in Videospielen

Beitrag von 3nfant 7errible »

ChrisJumper hat geschrieben:
Ich finde Teile ihrer Videos wirklich interessant. Doch was hätte sie besser machen können? Eine Talkshow daraus.. wobei nein, ich meine einen Diskussionszirkel. Der dann mit und mit auch auf ausgewählte Zuschauerfragen eingeht. Das hätte dieser ganzen Diskussion und der ganzen Bewegung viel besser getan.

Sowas gabs kürzlich. SPJ Airplay. Eine von der Society of Professional Journalists moderierte Diskussionsrunde zu der GamerGater und die Gegenseite eingeladen war. Leider ist von der Gegenseite niemand erschienen. Das wiederspricht den Geboten der Sekte, sich kritischen Fragen unabhängiger und einer offenen Diskussion zu stellen. Dafür haben sie netter- und terroristischerweise aber zumindest Bomben-Drohungen geschickt, so dass die Aktion nach ca 3 Stunden unterbrochen werden musste.

Immerhin genug Zeit für die investigative Journalistin, Emmy Preisträgerin und Mitglied des ethics commitees Lynn Walsh zu folgendem Schluss zu kommen... :Häschen:

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Imperator Palpatine
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Re: Tropes vs. Women: Anita Sarkeesian über "Frauen als Belohnung" in Videospielen

Beitrag von Imperator Palpatine »

Plor hat geschrieben:
Scipione hat geschrieben:

Es ist völlig wurscht was sonst irgendeiner aus irgendwelchen eigenen Gründen sagt oder tut. Die werden ihre eigenen berechtigten oder unberechtigten Gründe haben. Interessiert schlicht nicht.
Vielleicht sollte es dir nicht ganz wurscht sein. Die Frage "Warum teilen so viele rechte bis rechtsextreme Gruppierungen meine Position?" kann durchaus ein relevanter Faktor sein, diese Position noch einmal zu überdenken.
Nur zum allgemeinen Verständnis. Warum sollte man seine eigene - rechte - Position überdenken, wenn du auf Seite 16 gesagt hast :
" Plor hat geschrieben:
Das rechts nicht zwingend Nationalsozialismus und Rassismus bedeutet, habe ich dabei mal als Wissen vorausgesetzt. "

Es ist dann also legitim eine rechte Position inne zu haben, eben so wie eine linke. Wenn dann solltest du schon so genau sein und rechts von rechtsextrem bzw. die Distanzierung zum letzteren, trennen.

Und ganz allgemein stört mich persönlich eine wenig deine Aufteilung der Feministinnen und der ihnen nahestehenden Organisationen und Bewegungen als die fortschrittlichen, progressiven quasi frisch in die Zukunft schreitenden jungen Menschen während auf der anderen Seite, die verbitterten, geistig und körperlich Alten sitzen die sich verzweifelt an ihre verstaubten, nutzlosen Werte klammern.

Möglicherweise fehlt mir das entsprechende Material aber Szenen wie diese hier:

https://www.youtube.com/watch?v=-jEQYHA ... 5tgXkhlokA

und westliche männliche Universitätsdozenten die Frauen als minderwertig darstellen habe ich von der organisierten " maskulinistischen " konservativen Gegenseite nicht vernommen. Umgekehrt jedoch ist dies mittlerweile salonfähig.

Wie gesagt wenn es sie gibt würde ich sie gerne sehen und dass meine ich ohne Sarkasmus.
Und damit meine ich mehr als E-Mails von geistig minderbemittelten die Gott weiss was schreiben.
Zuletzt geändert von Imperator Palpatine am 02.09.2015 23:21, insgesamt 5-mal geändert.
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Re: Tropes vs. Women: Anita Sarkeesian über "Frauen als Belohnung" in Videospielen

Beitrag von Plor »

"kann durchaus ein relevanter Faktor sein"

...war wieder genau so so gemeint, wie es geschrieben wurde ("kann" (!), "durchaus" (!), meine Relativierungen sind immer ernst gemeint ). Und es war natürlich v.a. eine Antwort an Scipione, dem es - wenn ich mich recht erinnere - ziemlich wichtig war, Gamergate links und den Feminismus rechts zu verorten. Wenn du generell politisch rechte Ansichten hast, ist es durchaus folgerichtig, dass du dich bei Gamergate wohl fühlst (recht hast du mit deiner Haltung dann aber noch lange nicht ;-) )
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Imperator Palpatine
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Re: Tropes vs. Women: Anita Sarkeesian über "Frauen als Belohnung" in Videospielen

Beitrag von Imperator Palpatine »

Plor hat geschrieben:"kann durchaus ein relevanter Faktor sein"

...war wieder genau so so gemeint, wie es geschrieben wurde ("kann" (!), "durchaus" (!), meine Relativierungen sind immer ernst gemeint ). Und es war natürlich v.a. eine Antwort an Scipione, dem es - wenn ich mich recht erinnere - ziemlich wichtig war, Gamergate links und den Feminismus rechts zu verorten. Wenn du generell politisch rechte Ansichten hast, ist es durchaus folgerichtig, dass du dich bei Gamergate wohl fühlst (recht hast du mit deiner Haltung dann aber noch lange nicht ;-) )
Falls du mich jetzt damit gemeint hast.
Ich habe/hatte mit Gamergate in dem Sinne " gar nichts am Hut " weil ich mich weder grossartig über die Meldungen in diesem Board hinaus damit beschäftigt habe, noch irgendeine Zielsetzung dahinter erkennen konnte oder kann.

Meine politische Haltung ist also davon völlig unberührt.
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dx1
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Re: Tropes vs. Women: Anita Sarkeesian über "Frauen als Belohnung" in Videospielen

Beitrag von dx1 »

Scipione hat geschrieben:
ChrisJumper hat geschrieben:Ich finde Teile ihrer Videos wirklich interessant. Doch was hätte sie besser machen können? Eine Talkshow daraus.. wobei nein, ich meine einen Diskussionszirkel. Der dann mit und mit auch auf ausgewählte Zuschauerfragen eingeht. Das hätte dieser ganzen Diskussion und der ganzen Bewegung viel besser getan.
Sowas gabs kürzlich. SPJ Airplay. Eine von der Society of Professional Journalists moderierte Diskussionsrunde zu der GamerGater und die Gegenseite eingeladen war. Leider ist von der Gegenseite niemand erschienen. Das wiederspricht den Geboten der Sekte, sich kritischen Fragen unabhängiger und einer offenen Diskussion zu stellen. Dafür haben sie netter- und terroristischerweise aber zumindest Bomben-Drohungen geschickt, so dass die Aktion nach ca 3 Stunden unterbrochen werden musste.

Immerhin genug Zeit für die investigative Journalistin, Emmy Preisträgerin und Mitglied des ethics commitees Lynn Walsh zu folgendem Schluss zu kommen... :Häschen:

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Immer wenn ich "GamerGate" lese, muss ich aufs Neue nachdenken, was das eigentlich ist, bzw. war. Ich google dann dazu und stoße jedesmal auf eine hasserfüllte Schmutzkampagne von anonymen Personen, die behaupten, sie sprächen für mich, den Gamer.

Und während ich bei Twitter ohne Probleme "GamerGate is a great idea." als Tweet von Lynn Walsh finde, sieht es mit dem zweiten Satz "I think what you're doing, exposing them, is fine." schon ganz anders aus. Geschweige denn, dass ich beide Sätze hintereinander nicht als Originalaussage finden kann.

Aber egal. Ich habe aufgegeben, GamerGate verstehen zu wollen. Für mich spielt es keine Rolle, was eine "Bewegung" beabsichtigt, wenn sie ihre Ziele mit Gewaltandrohungen umrahmt.
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Dominius
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Re: Tropes vs. Women: Anita Sarkeesian über "Frauen als Belohnung" in Videospielen

Beitrag von Dominius »

Scipione hat geschrieben: Sowas gabs kürzlich. SPJ Airplay. Eine von der Society of Professional Journalists moderierte Diskussionsrunde zu der GamerGater und die Gegenseite eingeladen war. Leider ist von der Gegenseite niemand erschienen. Das wiederspricht den Geboten der Sekte, sich kritischen Fragen unabhängiger und einer offenen Diskussion zu stellen. Dafür haben sie netter- und terroristischerweise aber zumindest Bomben-Drohungen geschickt, so dass die Aktion nach ca 3 Stunden unterbrochen werden musste.
Das ist halt das klassische GaGa-Narrativ. GaGa hat einfach bis heute nicht verstanden, dass es nicht wirklich ein "Anti-Gamergate" gibt. Es gibt die "Ziele" von GaGa, also konkrete Personen, die angegriffen werden und die werden gerne zu Ikonen einer imaginierten Gegenseite stilisiert, die sie aber nicht sind.

Wer sollte denn für die Antis sprechen? Ich? Ich bin doch dazu genauso legitimiert wie jede andere Person auf der Welt, die sich nicht mit GaGa identifiziert.

Und SIE haben eine Bombendrohung geschickt? Wer soll das denn sein? Tut mir Leid, aber ich meine langen Beschäftigung mit dem Thema bin ich durchaus zu dem Schluss gekommen, dass GaGa selbst wesentlich homogener ist als jegliche imaginierte Gegenbewegung. "Leute, die gegen GamerGate sind" ist einfach keine fassbare Gruppe.
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Re: Tropes vs. Women: Anita Sarkeesian über "Frauen als Belohnung" in Videospielen

Beitrag von Nanimonai »

Doc Angelo hat geschrieben:Du sagst, das Achievements letztendlich nichts anderes als Erziehung sind. Da bin ich anderer Meinung. Kannst Du mir ein Beispiel nennen, in welcher Richtung die Erziehung durch Achievements geht? Zu genau was soll der Spieler konditioniert werden?
Das hat eigentlich mit Meinung wenig zu tun, das ist eine Tatsache und wurde in unzähligen Studien (u.a. zur Spielsucht) belegt.
Ein Achievement ist erst mal nichts weiter als ein Stimulus für das Belohnungszentrum, Dopamin wird ausgeschüttet, wir freuen uns und sind glücklich. Ob das nun das Aufploppen eines Achievements ist, ein schönes "Pling" mit vielen blinkenden Lichtern am Glücksspielautomat oder die neue Waffe, die mit Erledigen von Gegner X erlangt wird, spielt keine Rolle. Das Prinzip ist das Gleiche.
Man macht etwas und wird dafür belohnt. Die Konditionierung besteht darin, dass irgendwann alleine das Machen schon ausreicht, um das Glücksgefühl auszulösen, es also losgelöst von der eigentlichen Belohnung funktioniert (siehe Pawlow).
Das ist Belohnung, Konditionierung, letztendlich Erziehung. Erlerntes Verhalten wird wiederholt abgerufen und man fühlt sich gut dabei.
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Re: Tropes vs. Women: Anita Sarkeesian über "Frauen als Belohnung" in Videospielen

Beitrag von Nanimonai »

douggy hat geschrieben:
ChrisJumper hat geschrieben: Ich finde Teile ihrer Videos wirklich interessant. Doch was hätte sie besser machen können? Eine Talkshow daraus.. wobei nein, ich meine einen Diskussionszirkel. Der dann mit und mit auch auf ausgewählte Zuschauerfragen eingeht. Das hätte dieser ganzen Diskussion und der ganzen Bewegung viel besser getan.
Das hatte ich auch schon mal in einen der anderen früheren AS Threads gesagt.

Für mich ist die Gutste zu sehr in ihrer Komfortzone.
Wenn sie da raus kommt und sich angreifbar macht (durch Kritik) und vllt. einiges im Dialog klargestellt wird, kann sie Vertrauen und Respekt erhalten.
Sie macht das ja. Wie ich bereits erwähnt habe, hält sie Vorträge, gibt Interviews, macht Podiumsdiskussionen an Unis mit anschliessendem Q&A... das ist nur alles nicht sonderlich medienwirksam, wenn man einen Hörsaal mit einer statischen Kamera filmt und da ein paar Leute quatschen.
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Re: Tropes vs. Women: Anita Sarkeesian über "Frauen als Belohnung" in Videospielen

Beitrag von johndoe527990 »

Nanimonai hat geschrieben:
Doc Angelo hat geschrieben:Du sagst, das Achievements letztendlich nichts anderes als Erziehung sind. Da bin ich anderer Meinung. Kannst Du mir ein Beispiel nennen, in welcher Richtung die Erziehung durch Achievements geht? Zu genau was soll der Spieler konditioniert werden?
Das hat eigentlich mit Meinung wenig zu tun, das ist eine Tatsache und wurde in unzähligen Studien (u.a. zur Spielsucht) belegt.
Ein Achievement ist erst mal nichts weiter als ein Stimulus für das Belohnungszentrum, Dopamin wird ausgeschüttet, wir freuen uns und sind glücklich. Ob das nun das Aufploppen eines Achievements ist, ein schönes "Pling" mit vielen blinkenden Lichtern am Glücksspielautomat oder die neue Waffe, die mit Erledigen von Gegner X erlangt wird, spielt keine Rolle. Das Prinzip ist das Gleiche.
Man macht etwas und wird dafür belohnt. Die Konditionierung besteht darin, dass irgendwann alleine das Machen schon ausreicht, um das Glücksgefühl auszulösen, es also losgelöst von der eigentlichen Belohnung funktioniert (siehe Pawlow).
Das ist Belohnung, Konditionierung, letztendlich Erziehung. Erlerntes Verhalten wird wiederholt abgerufen und man fühlt sich gut dabei.
Kannst du Studien angeben, die Achievements erwähnen?
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Raksoris
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Re: Tropes vs. Women: Anita Sarkeesian über "Frauen als Belohnung" in Videospielen

Beitrag von Raksoris »

Seite 24.
Schon wieder.
Ihr werdet es nie lernen. :(
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Re: Tropes vs. Women: Anita Sarkeesian über "Frauen als Belohnung" in Videospielen

Beitrag von CritsJumper »

dx1 hat geschrieben: Aber egal. Ich habe aufgegeben, GamerGate verstehen zu wollen. Für mich spielt es keine Rolle, was eine "Bewegung" beabsichtigt, wenn sie ihre Ziele mit Gewaltandrohungen umrahmt.
Die Gewaltandrohungen kommen aber doch von den Gegnern des GamerGate? Nun egal. Ich verwechsle hier auch immer beide Seiten und blende die fanatischen Verrückten dabei aus. Nicht desto trotz ist Gleichberechtigung und so weiter ein wichtiger Punkt.

Darüber sollte man sprechen, nicht über den Konflikt oder die Selbstdarstellung einiger Individuen. Genauso ist mir Mittlerweile die Zeit zu schaden solche Schlammkämpfe nach interessanten Informationen zu durchforsten. Obwohl es die auf beiden Seiten durchaus immer wieder mal gibt.
Nanimonai hat geschrieben:Sie macht das ja. Wie ich bereits erwähnt habe, hält sie Vorträge, gibt Interviews, macht Podiumsdiskussionen an Unis mit anschliessendem Q&A... das ist nur alles nicht sonderlich medienwirksam, wenn man einen Hörsaal mit einer statischen Kamera filmt und da ein paar Leute quatschen.
Ich überlege jetzt welchen Vortrag ich gesehen hatte.. ich glaube aber das war auch eine Einladung auf der Pax oder ähnliches, es wirkte nicht sehr nach Universität. Da fand ich das ganze aber auch nicht sonderlich interessant. Da ist Alice Schwarzer wesentlich interessanter. Aber dabei muss man sich immer die Zeitreise vor Augen halten was sich in den letzten 200 Jahren in unserer Gesellschaft verändert hat. Sich vorzustellen wie zuvor ein Alltag in unterschiedlichen Einkommensklassen/Familien war ist ja schon recht umfangreich.

Es bringt aber wesentlich mehr als aktuelle Punkte der Gender-Debatten zu betrachten. Ich fasse mir da wirklich oft an den Kopf und frage mich ob es am Internet lag/liegt das so viele Punkte sich so seltsam entwickelt haben. Oh. Jetzt fällt mir auf das Alice Schwarzer und Anita Sarkeesian die selben Initialen haben.

Wieso bleibt den eigentlich der Eindruck hängen das sie selber nie Spiele gespielt hat, sondern nur diese Teile heraus pickt, welche sie stört und im Internet findet? Das sich jeder Spieler von ihrer Kampagne bedroht fühlt ist aber klar, eben weil es sehr viele Gesetzesänderungen in der Vergangenheit gab die solche Medien beschnitten haben. Die meisten befürchten wie bei der Debatte um Killerspiele und die Auswirkungen von Gewalt eine gewisse Zensur bei den Entwicklern, oder durch Gesetze.

Ich bin und bleibe bei dieser Diskussion wahrscheinlich immer hin und hergerissen bei meiner Meinung zu Sarkeesian.
Doc Angelo
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Re: Tropes vs. Women: Anita Sarkeesian über "Frauen als Belohnung" in Videospielen

Beitrag von Doc Angelo »

Nanimonai hat geschrieben:Das hat eigentlich mit Meinung wenig zu tun, das ist eine Tatsache und wurde in unzähligen Studien (u.a. zur Spielsucht) belegt.
Ein Achievement ist erst mal nichts weiter als ein Stimulus für das Belohnungszentrum, Dopamin wird ausgeschüttet, wir freuen uns und sind glücklich. Ob das nun das Aufploppen eines Achievements ist, ein schönes "Pling" mit vielen blinkenden Lichtern am Glücksspielautomat oder die neue Waffe, die mit Erledigen von Gegner X erlangt wird, spielt keine Rolle. Das Prinzip ist das Gleiche.
Man macht etwas und wird dafür belohnt. Die Konditionierung besteht darin, dass irgendwann alleine das Machen schon ausreicht, um das Glücksgefühl auszulösen, es also losgelöst von der eigentlichen Belohnung funktioniert (siehe Pawlow).
Das ist Belohnung, Konditionierung, letztendlich Erziehung. Erlerntes Verhalten wird wiederholt abgerufen und man fühlt sich gut dabei.
Das Achievements einen Sinn haben, davon ist auszugehen. Du nennst Spielsucht. Wenn Du damit sagen willst, das Achievements einen bei der Stange halten sollen, damit man länger spielt, dann würde ich diese Aussage unterschreiben. Es ist anzunehmen, das Achievements eine Art von Marketing sind. Je länger jemand etwas spielt, desto länger redet er auch darüber mit Freunden und Bekannten. Außerdem wird er über einen längeren Zeitraum sein Status "XXX spielt gerade YYY" angezeigt in der jeweiligen Online-Community. Mehr Sichtbarkeit des Spielenamens führen auch zu mehr verkäufen. Zumindest vermute ich das. Aber das ist ja eigentlich das Thema dieser Diskussion.

Der pawlowsche Hund erwartet Futter, wenn er die Glocke hört. Der Computer-Spieler erwartet _________ , wenn er ________ . Ich hätte keine Ahnung, was ich da jetzt eintragen sollte. Ich kann nicht nachvollziehen, in wie fern Du den pawlowschen Effekt auf Achievements in Spielen beziehst. Wenn Du da ein Beispiel hättest, dann wäre mir sehr geholfen.

(Nebenbei angemerkt: Dein Beispiel, das man eine neue Waffe erhält, wenn man Gegner X erledigt, ist kein Achievement in diesem Sinne. Achievements sind komplett von der Spielewelt losgelöst. Sie ändern an dieser nichts. Sie sind für das Spiel selbst nicht von Bedeutung. Achievements können sogar bei Steam/XBox/PlayStation hinzugefügt werden, ohne den Spielcode auch nur anzufassen. Achievements gehören zur Plattform, nicht zum Spiel. Natürlich werden sie trotzdem meist vom Spieleentwickler festgelegt.)
Zuletzt geändert von Doc Angelo am 03.09.2015 00:24, insgesamt 1-mal geändert.
CritsJumper
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Re: Tropes vs. Women: Anita Sarkeesian über "Frauen als Belohnung" in Videospielen

Beitrag von CritsJumper »

douggy hat geschrieben: Kannst du Studien angeben, die Achievements erwähnen?
Na das ist intuitive, eigentlich leicht Nachvollziehbar. Zwar hat Sarkeesian die Archivements definitive missverstanden, aber so ganz kann man diese Punkte nicht leugnen.

Das erscheinen am Bildschirmrand von so einer Errungenschaft signalisiert dem Spieler natürlich eine Leistung oder einen Erfolg. Dadurch reagiert man anders. Aber es ist letztlich genau gleich, als schafft man nach mehreren Versuchen einen Bossfight. Schafft es bei Mega Man einen Boss zu bezwingen und so weiter.

Ich für meinen Teil fühle mich durch diese Errungenschaften eher unangenehm beobachtet, ändere dadurch aber auch mein Verhalten oder schalte diese ab. Es ist wie bei einer Gemeinschaftlichen Straßenverkehrs-Blitze-mit-Geschwindigkeitsanzeige. Diese Dinger sozialisieren und fordern von dir das du dich an bestimmte Konventionen hältst oder neue akzeptierst. Insofern finde ich eine bestimmte Prägung auch nicht aus der Luft gegriffen.

Generell kann man das aber auch alles nicht so Ernst nehmen und trotzdem gut damit umgehen.
doc Angelo hat geschrieben:chievements sind komplett von der Spielewelt losgelöst. Sie ändern an dieser nichts. Sie sind für das Spiel selbst nicht von Bedeutung.
Das ist zu kurz gedacht. Es verändert die Feedbackschleife des Spielers. Damit letztlich, sehr wohl. Auch das Spiel. Das bei der Stange halte, oder man Spricht mit freunden drüber und will das selber schaffen etc. Es sind Punkte die nicht bei jedem Zünden aber es verändert das Spiel definitiv. Reine Singeleplayer-Games wohl weniger, aber bei jedem Coop- oder Multiplayer-Spiel oder MMO. Hast du ganz schnell eine direkte Spielbeeinflussung wo deine Mitspieler für andere Spieler zum Spiel gehören. Letztlich beeinflusst es Mitspieler "verdammt stehen heute viele für das Quest mit dem Drachen da, vor den Archivements war hier immer tote Hose.".
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3nfant 7errible
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Re: Tropes vs. Women: Anita Sarkeesian über "Frauen als Belohnung" in Videospielen

Beitrag von 3nfant 7errible »

Plor hat geschrieben:


Vielleicht sollte es dir nicht ganz wurscht sein. Die Frage "Warum teilen so viele rechte bis rechtsextreme Gruppierungen meine Position?" kann durchaus ein relevanter Faktor sein, diese Position noch einmal zu überdenken.
Machst du das auch?


Ich kann es nur noch einmal wiederholen. Es geht mir nicht um Schubladen sondern bestimmte politische Spektren. Verortungen in diesen betreiben die Politikwissenschaft und Soziologie schon ewig. Ohne diesen wären kaum Studien zu bestimmten politischen Phänomenen und Gruppendynamiken möglich. Natürlich muss man sich auch immer ins Bewusstsein rufen, dass dahinter Individuen stehen. Aber diese sind natürlich von gesellschaftlichen Dynamiken beeinflusst und lassen sich in diesen auch in Spektren einordnen. Natürlich besteht Gamergate aus Individuen, natürlich haben da auch Libertäre mitgemischt, ebenso wütende pubertäre Teens, angepisste Gamer, Maskulinisten, Antifeministen, PUAs, Trolle, wahrscheinlich hier und da auch ein paar Linke (oder zumindest welche, die sich links im politischen Spektrum verorten).
Gibts alles auch auf der Gegenseite mit teils entsprechend umgekehrtem Vorzeichen. Was PUAs zB machen, steht schon seit Jahrzehnten in Frauenzeitschriften. Your point?

Die Themen waren aber klar rechte Themen: Feminismuskritik, Genderkritik, extreme Ablehnung der unabhängigen Presse, Kritik an Political Correctness.
Welche "unabhängige Presse" soll das sein? Eine die unkritisch von Gawker und Co abschreibt, die selber und direkt an dem Konflikt beteiligt sind?
Eine Presse, die nur eine Seite der Geschichte anhört? Die keine kritischen Fragen stellt? :Blauesauge:

Und zu der offensichtlich berechtigten Kritik hatte ich schon was geschrieben.

Das sind nunmal Themen, die im rechten Spektrum zu Hause sind. So etwas findet man weder auf dem Parteitag der Linken, noch in Diskussionsrunden von Attac oder Amnesty International...
Ich glaube nicht, dass AI Fans von Angriffen auf grundlegende Menschenrechte ist
Und das hat ja auch inhaltliche Gründe. Der Antifeminismus hat eine Tradition als Backlash gegen Emanzipation und Feminismus, die im Zeichen des Linksliberalismus, Sozialismus und der Sozialdemokratie geboren wurden. Gender Studies ist eine progressive Wissenschaft, die sich kritisch mit dem gesellschaftlichen Status Quo auseinandersetzt und dabei auch viele Traditionen in Frage stellt (die der Konservatismus wahren will). Political Correctness (oder wie auch immer man es nennen will) ist im Prinzip die universellere Schwester dieses Ansatzes und als Reaktion auf rassistische, homophobe, transphobe Traditionen entstanden, die bestimmte Machtgefüge mitstabilisieren. Auch die Ablehnung dieser allgemeinen (btw. ebenfalls ziemlich heterogenen) Bewegung findet ihren Ursprung v.a. in politischen Richtungen, die den Status Quo wahren wollen, unabhängig davon ob durch Repression (Die konservative Rechte) oder der Ablehnung jeglicher staatlicher/wissenschaftlicher/sozialer Bemühung um Gleichberechtigung bzw. Gleichstellung (die libertäre Rechte)...
Wie gesagt, es geht nicht um Verallgemeinerung, aber zumindest ein bisschen sollte man schon den Gedanken über politische Spektren zulassen, wenn man politische/soziale Prozesse verstehen will. Und dann ist ziemlich eindeutig, wo sich Gamergate verorten lässt.
Sorry, ich weiss nicht was an Rassismus und Sexismus so political correct oder progressiv sein soll. Diese Leute, die GG kritisiert, sind genau dessen schuldig. Insofern ergibt das alles überhaupt kein Sinn was du da erzählst. Die Rollen sind komplett vertauscht. Dass man an einem Label festhält ändert überhaupt nichts, wenn der Inhalt nichts mehr mit dem zu tun hat wofür das Label einst stand.

Ich nehme das dann einfach mal als Polemik von jemandem hin, der sich durch meinen Post sehr angegriffen gefühlt hat.^^
Nö, es hat schon seinen Grund wieso ich zB auch noch nie ein Fan von (übermässigem) Nationalstolz war. Schon von kleinauf, oder zumindest solange ich mich erinnern kann. Es ergibt 1. keinen Sinn, ist total unlogisch auf etwas stolz zu sein was man selber nicht erreicht hat. Und 2. ist es völlig unnötig Grüppchen und damit auch unnötig Konflikte bildend. Das haben Nationalisten und Feministinnen unbestreitbar gemein. Hier ist Gruppe A und da Gruppe B. Team Blau und Team Rot. Dieses Konzept erlaubt ja nichtmal die Realität korrekt abzubilden, bzw echte soziale Gerechtigkeit. Ein Geschwisterpaar, Junge und Mädchen, dass in einem upper class Elternhaus aufwächst, die besten Schulen und Ausbildungen geniesst, hat trotz unterschiedlichen Geschlechts einen ähnlicheren sozialen Status, als der Junge verglichen mit einem anderen Jungen, der in einem Meth versifften Trailer-Park aufwächst, trotz gleichen Geschlechts. Trotzdem wird er sich anhören müssen, dass er ein "privileged white man" ist.
social justice made by nutjobs....



Für Gamergater auf jeden Fall. Es gibt auch für Pegidisten und AFDler in ihrem Weltbild legitime Gründe, warum sie gegen "eine bestimmte Art von Feminismus, Gender Studies und SJW Idiotie" auftreten.
Also keine richtige Antwort? Nur der selbe lahme Strohmann?

Ich weiß vor allem, wer außer Gamergatern dieses Narrativ von Feminismus, Political Correctness und Gender Studies noch pflegt. Und dann sind wir wieder bei der politischen Rechten. Sorry. Aber isso.
Und schon wieder ^^

isso..... das "Argument" der "intellektuellen Elite" :Blauesauge:



Lügen, Lügen, Lügen... Warum muss der Diskussionsgegner immer gleich der Lüge überführt werden? Damit verhindert man doch effektiv jeden Diskurs. Nicht falsche Meinung, nicht schlechte Recherche. Immer gleich Lügen, Lügen, Lügen. Sarkeesian lügt, Quinn lügt, Kotaku lügt... dass die einfach andere Ansichten haben könnten oder durch eine Bias schlecht/falsch/einseitig recherchiert haben, wird nicht einmal in Betracht gezogen. Stattdessen müssen sie der Lüge überführt und damit als "böse" markiert werden. Das nervt so tierisch.
ähm... weil das hier keine falsche Meinung ist, und auch keine schlechte Recherche. Wobei man selbstverständlich auch das Ergebnis einer schlechten Recherche als Lüge bezeichnen kann. Vor allem wenn versucht wird sie bis zur allerletzten Sekunde aufrecht zu erhalten, bis es dann wirklich nicht mehr geht und das Kartenhaus zusammenstürzt.
Mit als "böse" markieren kennst du dich auch bestens aus ; )

Aber ja, ich merke natürlich so langsam wie dir alle Felle davon schwimmen und sowas deine Antworten darstellen sollen. Das nervt bestimmt tierisch :Katze:

Und unabhängig davon: Natürlich! Nur auf konkrete Fälle zeigen!
Jap. Könntest dir mal ein Beispiel dran nehmen, statt alle 2 Sekunden den McCarthy Geist zu beschwören.


Sorry, letzter Querschlag. Aber, der Stürmer und seine Freunde, die haben damals am lautesten "Lügenpresse!" geschrien.
Das ändert ja nun nichts. Es steht in der Zeitung, also ist es wahr. Oder nur ein kleines Fehlerchen. Aber niemals steht da was falsches, schon gar nicht absichtlich, nicht wahr?
Ich nehme mal an du bist dann zb auch ein grosser Fan von Breitbart und Milo Yiannopolis? Oder ist das dann plötzlich die "Lügenpresse"?

Oh, bitte! Keine schlecht aufgelösten Screenshots mehr von angeblichen Verfehlungen der SJWs. Ich kann es nicht mehr sehen. Wurde damit im Herbst 2014 oft genug bombardiert... und es hat damals schon genervt und war kein sinnvoller Diskussionsbeitrag. Gott sei dank ist diese ganze Gamergate-Aufdeckungschose genau das: So voll 2014. Gamergate ist ziemlich tot... und schlecht gerochen hat es schon damals.

huh? Was ist los? Gefällt dir das Spiel plötzlich nicht mehr? Nur weil ich ne Pasch 6 gewürfelt habe?

Eben hat dir das doch noch so viel Spass gemacht.....
Weiss du nicht mehr? Als du so viele lustige Schnittmengen gebildet hast und angedeutet hast, wenn ein Element x in Menge A und in Menge B vorkommt, dann ist A=B und so....

achso ok, du bist sauer und es nervt dich.... nagut, dann steck dir wieder die Finger in die Ohren und singe lalalalalala

aber nur mal so, die Dinge verschwinden dadurch nicht, da kannst du so laut singen wie du willst :)
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