Ich war über mehrere Jahre auch in der Lokalpolitik tätig, zu Beginn auch als Vorsitzender der Jugendorganisation.ZackeZells hat geschrieben:Will sagen es fehlen Persönlichkeiten in der deutschen Politiklandschaft.
Die es vermögen auch mal ein unbequemes Thema durchzudrücken und es dennoch als Heilmittel für alle verkaufen zu können.
" Persönlichkeiten " sind dort bisweilen nicht gerne gesehen wie ich selbst feststellen durfte, denn sie wecken die Eifersucht der Parteifreunde. Nicht umsonst geht die Auflistung Feind - Erzfeind - Parteifreund.
Der andere Punkt ist dass man mit einem gewissen - nennen wir es Charisma - und Qualifikation der Politik sehr schnell den Rücken kehrt und sich in den meisten Fällen der freien Wirtschaft oder anderen Bereichen zuwendet. Denn irgendwann ( und ich beziehe das folgende speziell auf mich ) hat man einfach keine Lust mehr auf lächerliche Ränkeschmiede in verrauchten Hinterzimmern von Kneipen oder dass Personen die absolut keine Ahnung von einem bestimmten Sachthema haben einen belehren wollen , gleichwohl man selbst in diesem Bereich sein Geld verdient.
Garniert wird dies dann mit den bereits erwähnten Kompromissen die natürlich Teil der Politik sind aber wenn man A) nur noch gut und gerne 20 % seiner eigenen Idee im endgültigen Vorschlag sieht oder B ) jemand anderes diese Idee als seine eigene ausgibt, hat man irgendwann genug.
Zudem ist die Geduld sich durch jene Niederungen zu kämpfen bis man an Positionen ist an denen man wirklich etwas bewegen kann, schnell erloschen.
Dies galt zumindest für mich und ich habe meine Entscheidung keine einzige Minute bereut.
