Kajetan hat geschrieben:AtzenMiro hat geschrieben:
Und trotzdem ist Hearthstone das mit am meisten gespielte TCG aktuell und unterhält mehr Spieler, als alle anderen TCGs zusammen, selbst Yugi-Oh hat es seiner Zeit nicht mal geschafft. Aber natürlich, völlig überfluteter Markt. Merkt man voll.
Was daran liegt, dass es Blizzard geschafft hat über seine Bekanntheit (und das entsprechende Marketing-Budget) enorm viele Leute anzusprechen. Was der Konkurrenz nicht möglich ist. Dort, in der klassischen TCG-Nische, ist der Markt dicht. Blizzard hat es geschafft dieses Genre aus der Nische zu holen, so wie man es mit WoW geschafft hat das MMO zu ent-nerden und zu einer Freizeitgestaltung für alle zu machen.
Was heißt der Konkurrenz nicht möglich? Die Konkurrenz hat es ja nicht ein mal versucht. Keine Sau kennt Duels of the Planeswalkers. Blizzard hatte quasi null Konkurrenz, was den Vorwurf der Überfüllung an TCGs nur noch lächerlicher macht.
Mal davon abgesehen sind TCGs in digitaler Form schon die "entnerdete" Form schlecht hin. WoW hingegen hat ein Genre "entnerdet" (manche würden das nach heutigem Maßstab sicherlich nicht mehr so nennen), dass auch in digitaler Form einfach viel zu viele Hürden für den Durchschnittsspieler damals hatte. Aber ein Magic The Gathering? Sorry, aber soviel komplexer (naja, eher umfangreicher, Komplexität ist dann eher was anderes) als Hearthstone ein Magic-Spiel auch sein möchte, von Einsteigerunfreundlich ist es noch immer Meilen entfernt.
Die Schwierigkeit von TCGs lag eher darin, die richtigen Karten zu haben, wofür man halt viel Geld ausgeben musste. In digitaler Form ist das aber passé. Null Einstiegshürden, keine Nerd-Exklusivität. Das einzige Problem ist gewesen, dass keine Sau es kannte, bzw. noch immer nicht kennt. Aber es wurde auch nie versucht, was daran zu ändern. Man wollte mit den Magic-Spielen auf dem PC auch immer nur die Magic-Spieler selber ansprechen, nie den Durchschnittsspieler, oder gar den neu-typischen "Casual-Gamer".