ChrisJumper hat geschrieben:Im reimen bin ich sehr schlecht, das sind alles die Beobachtungen. Ich wette mit dir das sich Final Fantasy auf dem PC schlechter verkauft als auf der PS4, trotz theoretisch besserem Preis Leistungs-Verhältnis und theoretisch größerer Verbreitung.
Es ist ein PSP-Remaster, welches auf dem PC ein halbes Jahr später rauskommt. Wenn es sich auf der PS4 besser verkauft, dann deswegen.
Der besseren Preise sind unter anderem mit dem Preisverfall zu erklären, aber auch dadurch, dass eben die recht massiven Abgaben (20 bis 30% oder so?) an den Konsolenhersteller ausfallen. Natürlich ist die Downloadrate parallel am PC sehr viel höher, also fällt mehr ab als beim immer noch retail-dominierten Konsolenmarkt,
Es geht weniger an Zwischenhändler und Spiele verkaufen sich in Stores wie Steam über einen längeren Zeitraum. Ich hasse Steam zwar für sein DRM, aber es hat durchaus seine Vorteile für Entwickler, und damit auch Kunden.
Was die Qualität betrifft sind wir wohl einfach unterschiedlicher Auffassung. Für mich bedeutet eine hohe Qualität von einem Port das sie auch die aktuelle Hardware bei annehmbaren FPS/Resolution/Texturen darstellen. Ich würde mal gerne wissen wie viele Arbeiter an dem Port gearbeitet haben und was verbessert wurde, das alleine gibt dann schon genug Auskunft darüber wie viel es dem Publisher/Entwickler wert ist und wie die Verkaufszahlen eingeschätzt wurden/werden.
Für gewöhnlich sind Auflösung, Framerate (sofern möglich) und Steuerung wichtige Punkte eines Ports. Falls die Physik zwangsweise an FPS gebunden ist, muss man das eben hinnehmen, allerdings zeigt z.B. Dark Souls, dass es desöfteren durchaus nicht so kompliziert ist. Wenn man nicht einmal den Mauscourser ausblenden kann, dann ist das schon ein bischen arm. Und der immersion durchaus schädlich.
Von Spielen die einfach bis ins Unendliche "hoch skalieren" und generell einfach auf jeder Hardware laufen träume ich schon nicht mehr, das war mal zu einer Zeit wo Programme nicht hochgradig ineffizient an Hardware angepasst wurden. Natürlich lobe ich diese Anpassung an anderer Stelle, je nach Sichtpunkt. Doch warum keine Software erstellen die sich auch in 5 Jahren relativ günstig anpassen lässt und mit den Hardwareanforderungen wächst?
Bei erfahreneren Konsolenentwickler laufen die Ports auch so, gerade bei welchen mit jahrelangem Portfoilio im PC Bereich. Raven Software zum Beispiel ist ein praktisch berühmter PC-Entwickler, also haben sie ihr Konsolenspiel auch verdammt sauber auf den Rechner gebracht!
Ansonsten scheint es einfach Gewohnheit zu sein. Viele Konsolenentwickler arbeiten einfach mit gelockten Frames, selbst, wenn es eigentlich eher nachteilig ist. Siehste ja selbst bei Spielen wie Dark Souls, wo die Physik verrückt spielt, sobald es einen Slowdown auf der Konsole gibt.
Wieso muss man denn eigentlich Geld sparen, wenn es sich angeblich rechnet? Warum ist der Preis für den PC direkt so super billig?
Gier. Versuch das mal zu erklären. Du siehst bei PC-Spielen wie Dark Souls, Human Revolution, Valkyria Chronicles und XCOM, dass sich Ports wunderbar verkaufen können.
Schau dir einfach an, wie viele miese Ports einfach aus den Umständen resultieren: Wie gesagt, der Port von Shadow of Mordor wurde von einem Studio gemacht, dass sehr viel Erfahrung mit dem PC hatte, also war der Port generell sehr gut. Ganz anders schaut es bei Arkham aus, wo der miserable Port von einem externen Studio mit fragwürdigen Portfolio und zu wenig Zeit dahingeschludert wurde.
Aktuell lassen sich zahllose schlechte Ports lässt sich auf Zeitdruck, mangelnde Erfahrung oder fragwürdige externe Studios zurückführen.
Sprich, die Professinalität der Publisher ist bei Portierungen generell arg zweifelhaft und wenig durchkalkuliert. Wenn alleine schon der Zufall einen Port ruinieren kann, dann sollte Gier eigentlich keine Überraschung mehr darstellen...