nexttothemoon hat geschrieben:Sir Richfield hat geschrieben:
Jupp, Kino bringt den Motion Blur Trick schon seit Anno Tobak.
Du hast wirklich von Tuten und Blasen keine Ahnung. Motion blur ist im Kino kein "Trick", sondern eine unvermeidliche Eigenschaft der Kameras.
Hmm, welchen der Transformer haben sie denn gefilmt? Optimus? Bumblebee?
Oder die letzten Godzillas... wie war denn da die Belichtungszeit der Kamera?
JA, die Bilder im Kino sind verwaschen, weil die mit einer relativ hohen Belichtungszeit filmen.
Je nach Ausleuchtung der Szene und inzwischen wäre das nicht nötig.
Du könntest 24 gestochen scharfe Bilder die Sekunde aufnehmen.
Problem: Dein Hirn würde bemerken, dass da was nicht stimmt, weil es 24 gestochen scharfe Bilder nicht mehr als flüssige Bewegung wahrnimmt.
Ich hatte im ersten Post schon bemerkt, dass es Unschärfe tatsächlich gibt, ab einer gewissen Geschwindigkeit (Deiner oder des zu betrachtenden Objekts) nimmst du Dinge nicht mehr scharf wahr.
Das liegt aber weniger an Mechanismen im Auge, sondern an dem, was dein Kopf aus den Informationen macht.
Damit das gestochen scharfe Kino Bild für dich wieder flüssig wahrgenommen wird, muss man die Anzahl der Bilder pro Sekunde erhöhen - wie bei den Hobbits halt.
Dann kann dein Hirn wieder schön die Bilder selber verwerfen, die es nicht braucht.
ÄHNLICH ist das auch bei 30/60 FPS, wobei das eigentlich nur (oder: stärker) bei schnellen Spielen bemerkbar ist.
Ein Wimmelbildspiel kannst du auch mit 10 FPS spielen (Auch nicht, weil dein Mauszeiger ruckeln würde).
Bei einem schnellen Shooter oder einem Rennspiel (und wenn man - wie ich - am PC sitzt) merkt man den Unterschied eher.
Ich sage ähnlich, weil - wie oben dargestellt - da fließen noch ein paar mehr Sachen mit rein.
Augen "werfen" keine Bilder? Was glaubst Du denn, was da passiert? Da fliegen Photonen auf hochempfindliche Sehzellen, die Frequenzunterschiede im Nanometerbereich ausmachen können -- eigentlich abgefahren, wenn man sich das mal überlegt. Aber das kann auch jede Stubenfliege. Wir vermuten sogar, daß das Bild auf dem Kopf und spiegelverkehrt in unser Gehirn gelangt, wir aber nicht anders können, als das umzurechnen. Das ist nicht viel anders als bei einer Kamera.
Wir vermuten das nicht, wir wissen dass, da das Auge vorne eine Linse hat und einfache Physik sagt, wie die "Strahlen" dann umgelenkt werden.
Und dass wir das "umrechnen" können, läßt sich supereinfach mit einer Brille beweisen, die das Bild auf den Kopf dreht. Man hat sich nach einiger Zeit dran gewöhnt und sieht die Dinge nach dem Abnehmen auch wieder "auf dem Kopf".
Ich werde langsam Müde, mich eigentlich nur über Begriffe und Begrifflichkeiten zu streiten, statt über das Wesentliche zu philosophieren.
Du hast sehr korrekt gesagt, was die Stäbchen und Zäpfchen im Auge tun, wie kommst du da auf den Begriff "Werfen"???
Zum "Werfen" muss man Energie in etwas stecken, die Augen reagieren auf diese.
Man "wirft" ein Bild mit einem Beamer an die Wand, aber niemand sagt, dass eine Kamera ein Bild auf den Film wirft...
Wenn du sagst, das Auge wirft ein Bild, dann klingt das so wie der uralte Glaube, das Auge würde, wie ein Raytracer, Strahlen aussehenden und die Reflektion als Bild wahrnehmen.