Rise of the Tomb Raider: gamescom-Spielszenen

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Jim Panse
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Re: Rise of the Tomb Raider: gamescom-Spielszenen

Beitrag von Jim Panse »

leifman hat geschrieben:
Balmung hat geschrieben:Das Reboot hieß eigentlich nur, dass man TR Massen tauglicher macht und das heißt nun mal immer weichspülen, mehr Fokus auf Aktion und den Rest reduzieren.
ne, reboot heisst hier einfach einen bekannten namen nehmen und sich an spielmechaniken bedienen die woanders funktioniert haben.

wenn sie nicht in der lage waren die stärken eines tomb raider, der serie treubleibend, auszubauen, na dann sollen se den namen freigeben und eine x-beliebige, generische neue ip ins leben rufen, nur dann hätten wohl noch mehr von einem unchartedclon gesprochen.

finde es schade wenn man bei dem aktuellen video nicht weiss ob es uncharted, assassins creed oder doch tomb raider ist was man spielt, wobei letzteres noch am wenigsten in sinn kommt.

greetingz
Das is doch quatsch. Everything is a remix. Uncharted hat sich in seinen Kletter-Mechaniken auch nur an Assasins Creed bedient. Das hat sich wiederum ursprünglich mal von den ersten TombRaidern bedient. Wieso muss man denn immer drauf rum hacken, wenn Spiele gut funktionierende Spielmechaniken übernehmen? Da kannst du auch gleich so konsequent sein und jedem Genre-Vertreter vorhalten, dass es ja nur eine Kopie des ersten Genre-Vertreters ist.

Ums mal auf den Punkt zu bringen. Es ist absolut normal, dass ein funktionierendes Konzept kopiert wird. Das passiert quer durch die gesamte Kultur. Von Filmen bis hin zu uralter Kunst. Wahrscheinlich haben die Schlaumeier damals in der Renaissance auch gesagt, dass die Künstler ja nur alle diesen Stil kopieren.

Und für mich persönlich wirkt das immer wie ein virtueller Schwanzvergleich, wenn man sagt: "Das haben sie ja nur von XY kopiert!" Schau nur, was für alte Spiele ich kenne! Ich bin so Retro! Bewundere mich!
Man kann durchaus der Meinung sein, dass eine Spielmechanik einem selbst keinen Spaß macht. Die Argumente vom alten Sack z.B. sind durchaus nachvollziehbar. Man kann sagen, dass man alte Spielmechaniken vermisst oder Neue scheiße findet. Ich mag z.B. diesen CoD BF Einheitsbrei nicht mehr und das obwohl ich damals zu BF2-Zeiten recht weit oben in der ESL dabei war. *Schwanz auf den Tisch donnern lässt* ;)

Aber zurück zum Punkt. Ein einfaches: "Das haben sie doch nur kopiert." ist für mich einfach ne Null-Aussage.
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danke15jahre4p
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Re: Rise of the Tomb Raider: gamescom-Spielszenen

Beitrag von danke15jahre4p »

Jim Panse hat geschrieben:Das is doch quatsch. Everything is a remix. Uncharted hat sich in seinen Kletter-Mechaniken auch nur an Assasins Creed bedient. Das hat sich wiederum ursprünglich mal von den ersten TombRaidern bedient. Wieso muss man denn immer drauf rum hacken, wenn Spiele gut funktionierende Spielmechaniken übernehmen? Da kannst du auch gleich so konsequent sein und jedem Genre-Vertreter vorhalten, dass es ja nur eine Kopie des ersten Genre-Vertreters ist.
verstehst du den unterschied nicht? es macht einen unterschied ob du eine neue ip ins leben ruft die von mir aus fleissig sich ein paar etablierte spielmechaniken von anderen games zusammenschustert oder ob du eine bestehende serie so umgestaltest, dass diese sich dann eigentlich kaum mehr von bereits bestehendenen spielen unterscheidet und dabei sogar die eigenen mechaniken, welche die serie ausgemacht haben, reduziert.

es ist zwar schön wenn dir tomb raider mit der derzeitigen ausrichtung gefällt, nur muss sich crystal dynamic einfach vorwerfen lassen aus der tomb raider ip nicht mehr machen zu können als ein simpler uncharted, assassins creed, splinter cell clone.

schade um die ip.

greetingz
Nanimonai
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Re: Rise of the Tomb Raider: gamescom-Spielszenen

Beitrag von Nanimonai »

Balmung hat geschrieben:Gewinn maximieren und Risiko senken, darauf sind die großen Publisher immer aus und damit auch noch viel zu erfolgreich.
Ich sehe das noch nicht mal als Vorwurf oder etwas Negatives, sondern als Selbstverständlichkeit. Wer in einem Wirtschaftsunternehmen nicht nach diesen Aspekten handelt, wird seiner Funktion innerhalb des Unternehmens nicht gerecht.

Wir müssen uns einfach mal von der romantischen Idee verabschieden, dass Videospiele in erster Linie Kunst sind und dann vielleicht mit guter Kunst auch mal Geld verdient wird. So läuft das nicht in diesen Größendimensionen.
Videospiele sind vor allem erst mal ein Handwerk, um einigen tausend Leuten das Brot auf den Tisch zu bringen und einen Markt zu bedienen. Wer sich rein künstlerisch betätigen möchte (mit all den negativen Konsequenzen, die "brotlose" Kunst so mit sich bringt, man denke an Spitzwegs armen Poeten), wird das bei den Majors schwerer finden als bei Selfpublishing oder Publishern, die einem die nötigen Freiheiten lassen.

Kunst existiert um ihrer selbst Willen und schert sich nicht um einen Markt und seine potentiellen Käufer, Handwerk ist Auftragsarbeit und wird dem Markt, den durch Marktforschungen und -analysen erhobenen (angeblichen) Bedürfnissen der Kunden angepasst.
Sicherlich gibt es auch Korrelationen und Überschneidungen zwischen Handwerk und Kunst, aber der grundlegende Ansatz ist einfach ein anderer, daher ist es eben auch deutlich wahrscheinlicher, dass AAA Titel dem Kunstanspruch eher selten gerecht werden.

Und das gilt ja auch nicht nur für die Unterhaltungsindustrie, sondern eigentlich für sämtliche Bereiche des Lebens bis hin zur Evolutionslehre: Es wird kopiert, was Erfolg hat und sich den gegebenen Umständen am besten anpassen kann. Survival of the fittest in Reinkultur.
Böse sein kann man da niemanden, traurig finden darf man es trotzdem.
Nanimonai
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Re: Rise of the Tomb Raider: gamescom-Spielszenen

Beitrag von Nanimonai »

leifman hat geschrieben:es macht einen unterschied ob du eine neue ip ins leben ruft die von mir aus fleissig sich ein paar etablierte spielmechaniken von anderen games zusammenschustert oder ob du eine bestehende serie so umgestaltest, dass diese sich dann eigentlich kaum mehr von bereits bestehendenen spielen unterscheidet und dabei sogar die eigenen mechaniken, welche die serie ausgemacht haben, reduziert.
Das kann man in Frage stellen. Macht es einen Unterschied? Wirklich? Wäre der neue Tomb Raider Teil denn tatsächlich ein besseres Spiel, wenn die Protagonistin Amy Meyer heißen würde und Heldin der neuen IP Archaeologist Adventure wäre?
Jim Panse
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Re: Rise of the Tomb Raider: gamescom-Spielszenen

Beitrag von Jim Panse »

leifman hat geschrieben:verstehst du den unterschied nicht? es macht einen unterschied ob du eine neue ip ins leben ruft die von mir aus fleissig sich ein paar etablierte spielmechaniken von anderen games zusammenschustert oder ob du eine bestehende serie so umgestaltest, dass diese sich dann eigentlich kaum mehr von bereits bestehendenen spielen unterscheidet und dabei sogar die eigenen mechaniken, welche die serie ausgemacht haben, reduziert.
Das seh ich halt anders. Es gibt kein Gesetz, dass einer IP vorschreibt, dass sie ihre Spielmechaniken nicht weiter entwickeln darf. Oder sich eben an Vorbildern orientieren darf. Das ist so schon tausendfach geschehen.

Man kann diese Annäherung an die Spielmechaniken anderer IPs durchaus scheiße finden. Aber es ist weder ethisch oder sonstwie besser, wenn sie auf bestimmte Änderungen verzichten, weils nicht der IP treu bleibt. Am Ende wird gespielt was Spaß macht. Und das ist nun mal von Person zu Person sehr unterschiedlich. Wenn du also sagst, dir gefällt die neue Ausrichtung nicht, dann ist das legitim. Aber zu implizieren, dass sie es grundsätzlich nicht dürften, finde ich nicht richtig.
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danke15jahre4p
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Re: Rise of the Tomb Raider: gamescom-Spielszenen

Beitrag von danke15jahre4p »

Nanimonai hat geschrieben:Wäre der neue Tomb Raider Teil denn tatsächlich ein besseres Spiel, wenn die Protagonistin Amy Meyer heißen würde und Heldin der neuen IP Archaeologist Adventure wäre?
nö, wäre genau das gleiche spiel, nur benützt man nicht den namen einer bekannten serie um zusätzlich umsatz zu genenieren und im gleichen atemzug, reduziert man das was ein tomb raider ausgemacht hat auf ein minimum.

ich habe nichts gegen die überarbeitung der mechaniken bei tomb raider, ganz im gegenteil, das klettern war ausbaufähig weil zu oft logikfehler und das gunplay war auch eher nicht gut, nur muss man sich dann ernsthaft an assassins creed was das klettern und uncharted was die gegnermassen anbelangt orientieren?

war es crystal dynamic nicht in der lage die stärken eines tomb raiders in den vordergrund zu stellen und dabei nicht ein offensichtlichen clon von uncharted zu fabrizieren? warum müssen auf einmal soviele abgeballert werden? warum ist kaum noch was mit erforschung und rätseln vertreten?

ist doch einfach schade. da hätte man doch lieber wirklich eine neue ip schaffen können aber tomb raider in seinen wurzeln nicht verraten müssen.
Jim Panse hat geschrieben:Das seh ich halt anders. Es gibt kein Gesetz, dass einer IP vorschreibt, dass sie ihre Spielmechaniken nicht weiter entwickeln darf. Oder sich eben an Vorbildern orientieren darf. Das ist so schon tausendfach geschehen.
wenn sich das nächste hitman scheisse verkauft wirft man die ip übern haufen in dem man sich an call of duty anbiedert? weil cod verkauft sich doch super, warum also nicht hitman als namen nehmen und nen multiplayer cod like basteln, ist doch die evoulution des geldes... sorry, die evolution der serie, oder?

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Jim Panse
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Re: Rise of the Tomb Raider: gamescom-Spielszenen

Beitrag von Jim Panse »

leifman hat geschrieben:wenn sich das nächste hitman scheisse verkauft wirft man die ip übern haufen in dem man sich an call of duty anbiedert?
Naja, wenns mir dann mehr Spaß macht... ;)

Ich versteh doch was du meinst. Du solltest nur nicht so generalisieren. Es ist nicht prinzipiell schlecht wenn sich eine IP "neu erfindet" indem sie bewährte Konzepte kopiert. Wobei "neu erfindet" da vielleicht etwas unpassend gewählt ist.

Am Ende steht die Frage obs einem Spaß macht oder nicht. Mehr nicht.
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danke15jahre4p
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Re: Rise of the Tomb Raider: gamescom-Spielszenen

Beitrag von danke15jahre4p »

Jim Panse hat geschrieben:Es ist nicht prinzipiell schlecht wenn sich eine IP "neu erfindet" indem sie bewährte Konzepte kopiert. Wobei "neu erfindet" da vielleicht etwas unpassend gewählt ist.
ja, weil es unnötig ist eine bestehende ip dafür zu verwenden.
Am Ende steht die Frage obs einem Spaß macht oder nicht. Mehr nicht.
hätte dir das gleich spiel, um bei nanimonais beispiel zu bleiben, weniger spass gemacht, wenn die protagonistin Amy Meyer heissen würde?

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Nanimonai
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Re: Rise of the Tomb Raider: gamescom-Spielszenen

Beitrag von Nanimonai »

leifman hat geschrieben:wenn sich das nächste hitman scheisse verkauft wirft man die ip übern haufen in dem man sich an call of duty anbiedert? weil cod verkauft sich doch super, warum also nicht hitman als namen nehmen und nen multiplayer cod like basteln, ist doch die evoulution des geldes... sorry, die evolution der serie, oder?
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Ich denke, es macht für die IP keinen Unterschied. Wenn sich der letzte Teil mit "alter" Spielphilosophie beschissen verkauft, ist die IP tot. Jedenfalls die alte. Es wird dann kein Aufleben der alten Tugenden mehr geben. Also entweder lässt man die geliebte IP in Frieden ruhen und macht eine neue IP mit den erfolgversprechenden Änderungen, oder man bedient sich des Namens, um die Erfolgsaussichten zu erhöhen.
So oder so, die geliebte IP ist tot, ganz egal, wie man sie nennt.
Das einzige, was einen dann eben aufregt, ist schnöde Nostalgie. Und das ist eine völlig überflüssige und eigentlich nur Ärger machende Empfindung, von der man sich grundsätzlich lösen sollte.
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Re: Rise of the Tomb Raider: gamescom-Spielszenen

Beitrag von Jim Panse »

Ich hätte es wahrscheinlich nicht gekauft. Der Name hat mich überhaupt erst drauf aufmerksam werden lassen. Die Bewertungen dann überzeugt.

Es ist doch utopisch von einem Publisher zu verlangen, eine IP ungenutzt zu lassen und damit Mehreinnahmen zu verschenken um... ja um was zu erreichen? Um ethisch vertretbar zu handeln? Oder was für einen Grund gibt es, die IP nicht zu verwenden?
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danke15jahre4p
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Re: Rise of the Tomb Raider: gamescom-Spielszenen

Beitrag von danke15jahre4p »

Nanimonai hat geschrieben:Das einzige, was einen dann eben aufregt, ist schnöde Nostalgie. Und das ist eine völlig überflüssige und eigentlich nur Ärger machende Empfindung, von der man sich grundsätzlich lösen sollte.
nö, wer nicht kritisiert muss sich nicht wundern wenn man nurnoch einheitsbrei bekommt, name der ip, scheiss egal, hauptsache es spielt sich so wie der aktuelle branchenprimus um die massen zu erreichen.

und btw., wenn es doch keinen unterschied macht wie eine ip zu tode getragen wird, ob entweder durch neuausrichtung oder durch nicht mehr bedienen, wieso ist es dann erst recht verkehrt nicht einfach eine neue ip ins leben zu rufen?

auf die frage habe ich noch keine antwort bekommen.
Jim Panse hat geschrieben:Es ist doch utopisch von einem Publisher zu verlangen, eine IP ungenutzt zu lassen und damit Mehreinnahmen zu verschenken um... ja um was zu erreichen? Um ethisch vertretbar zu handeln? Oder was für einen Grund gibt es, die IP nicht zu verwenden?
weil diversität für mich ein wichtiger stützpfeiler im gamingbereich ist. kein bock auf einheitsbrei wo sich fast jedes spiel gleich anfühlt und das unabhängig von der ip oder noch schlimmer fernab von dem für was die ip einmal stand.

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Nanimonai
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Re: Rise of the Tomb Raider: gamescom-Spielszenen

Beitrag von Nanimonai »

leifman hat geschrieben:nö, wer nicht kritisiert muss sich nicht wundern wenn man nurnoch einheitsbrei bekommt, name der ip, scheiss egal, hauptsache es spielt sich so wie der aktuelle branchenprimus um die massen zu erreichen.
Die Kritik ist doch aber unabhängig und losgelöst von jeglicher IP.
leifman hat geschrieben: und btw., wenn es doch keinen unterschied macht wie eine ip zu tode getragen wird, ob entweder durch neuausrichtung oder duch nicht mehr bedienen, wieso ist es dann erst recht verkehrt nicht einfach eine neue ip ins leben zu rufen?

auf die frage habe ich noch keine antwort bekommen.
Das wurde doch beantwortet. Neue IP bedeutet immer höheres Risiko des Investments.
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Re: Rise of the Tomb Raider: gamescom-Spielszenen

Beitrag von Jim Panse »

leifman hat geschrieben:weil diversität für mich ein wichtiger stützpfeiler im gamingbereich ist. kein bock auf einheitsbrei wo sich fast jedes spiel gleich anfühlt und das unabhängig von der ip oder noch schlimmer für was die ip einmal stand.
Da geh ich ja auch total mit. Voll deiner Meinung. Das beantwortet aber die Frage nicht. Die Frage ist übrigens auch gleichzeitig die Antwort auf deine Frage, warum der Publisher nicht einfach ne neue IP gründet. Game Development ist eine Industrie. Da geht es um Geld. Und ein bekannter Name bringt nun mal mehr Einnahmen. Warum die also verschenken? Ist es unethisch, bzw. Kundentäuschung weil nicht drin ist, was drauf steht? Wer Spiele blind nur nach Namen kauft hats doch eh nicht anders verdient.
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danke15jahre4p
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Re: Rise of the Tomb Raider: gamescom-Spielszenen

Beitrag von danke15jahre4p »

Nanimonai hat geschrieben:Die Kritik ist doch aber unabhängig und losgelöst von jeglicher IP.
nein, eben nicht. krasses beispiel: weil jetzt grade kavier "in" ist, will ich nicht bei der pommesbude um die ecke pommes die nach kaviar schmecken. kann sein, dass die masse darauf abfährt, nur ist mir das recht latte und ich kritisiere es.

sind dann da halt wohl verschieden.
Das wurde doch beantwortet. Neue IP bedeutet immer höheres Risiko des Investments.
sorry, aber mir als gamer ist es recht egal welche risiken ein multi aaa publisher eingeht oder nicht, nur wenn er nicht eingeht und lieber eine marke verhurt, dann gibts kritik.

so schwer ist das doch eigentlich nicht nachzuvollziehen.
Jim Panse hat geschrieben:Da geh ich ja auch total mit. Voll deiner Meinung. Das beantwortet aber die Frage nicht. Die Frage ist übrigens auch gleichzeitig die Antwort auf deine Frage, warum der Publisher nicht einfach ne neue IP gründet. Game Development ist eine Industrie. Da geht es um Geld. Und ein bekannter Name bringt nun mal mehr Einnahmen.
siehe oben, das interessiert mich als spieler nicht, mich als spieler interessieren die ip's und serien und für was die stehen. wenn du damit einhergehst darauf keine rücksichtzunehmen und dem publisher zuliebe ihm es zugestehst alte serien zu "verwuschteln" damit er jaaaa nicht zuviel risiko hat, dann ist das okay. ich würde es begrüßen wenn man wiegesagt noch in 10 jahren erkennt was eine serie mal ausgemacht hat und nicht einfach nurnoch die gleiche mechanik hat nur mit anderem namen im titel.

warum soll ich für den publisher argumentieren? sehe das aus spielersicht halt anders als ihr, ist ja kein problem.

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Nanimonai
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Re: Rise of the Tomb Raider: gamescom-Spielszenen

Beitrag von Nanimonai »

leifman hat geschrieben:weil diversität für mich ein wichtiger stützpfeiler im gamingbereich ist. kein bock auf einheitsbrei wo sich fast jedes spiel gleich anfühlt und das unabhängig von der ip oder noch schlimmer fernab von dem für was die ip einmal stand.
Diese Diversität hast du aber auch nicht, wenn man dem Kind einfach einen anderen Namen gibt. Wie gesagt, völlig egal ob Lara Croft oder Amy Meyer.
Es ändert sich doch nichts für dich als Spieler. Es werden nur deine nostalgischen Gefühle verletzt.

Deine Argumentation bzw. Meinung ist ja eigentlich gar nicht diskussionswürdig, weil doch wirklich jeder diese Meinung teilt. Niemand, wirklich niemand möchte Einheitsbrei. Jeder möchte Diversität. Alle wollen aber auch immer mehr von dem, was sie mögen. Darüber müssen wir nicht diskutieren.

Die Realität ist aber nun mal, das kostspielige Produktionen nur deswegen kostspielig sein können, weil sie einen aussichtsreichen ROI versprechen. Man muss halt etwas vorweisen können, sei es eine Marke, sei es ein guter Ruf, der auf Vergangenem basiert. Also ist es doch nur logisch und nachvollziehbar, dass man bekannte und damals erfolgreiche IP´s zu neuem Leben erweckt, um damit Geld zu verdienen. Oder nenne es Ausschlachten. So funktioniert die Welt.

Spieler wollen aber das beste aus beiden Welten: Es sollen innovative, nie da gewesene und künstlerisch anspruchsvolle Spiele sein, aber bitte auch mit dem Budget eines Blockbusters verwirklicht, damit es auch entsprechend umfangreich ist und toll aussieht. Sonst sind es halt nur kleine, nette Spielchen, für die man aber eigentlich kein Geld ausgeben oder maximal im Sale kaufen möchte.
Hin und wieder gibt es ja auch mal diese Ausreißer wie Minecraft, die aus Nichts Alles gemacht haben, aber das ist eben eine Ausnahme.

Das Grundproblem ist aber meiner Meinung nach trotzdem Nostalgie. Ich möchte auch das Gefühl und die Begeisterung zurück, die ich damals bei den ersten Spielen empfunden habe. Alles war neu, alles war anders, alles war unbekannt, es gab noch gar keine Genres. Tjo, das war mal. Und wird nie mehr so sein. Gewöhnen wir uns daran.