Capcom: Konzept für Remake von Resident Evil 2 vorgelegt

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L1Slayerx
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Re: Capcom: Konzept für Remake von Resident Evil 2 vorgelegt

Beitrag von L1Slayerx »

the curie-ous hat geschrieben:Das RE1-Re-Remake, was vor wenigen Monaten erschien, hat doch auch eine abgeänderte Steuerung bekommen. Das sah auf den Videos gar nicht mal so schlecht aus und war ein guter Kompromis zur originalen Steuerung.
Hat das mal einer getestet?
Bis auf das manche Animationen, aufgrund der Geschwindigkeit, merkwürdig aussehen oder hier und da mal eine Animationsstufe fehlt, funktioniert die Steuerung an sich ganz gut.
Aber genau das ist das Problem. RE1 ist so gruselig, wegen den festen Kamerapositionen und der trägen Charakterbewegung. Durch die neue Steuerung ist man sehr agil, was dem Spiel eben einen großen Teil des Horrors nimmt.
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Temeter 
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Re: Capcom: Konzept für Remake von Resident Evil 2 vorgelegt

Beitrag von Temeter  »

L1Slayerx hat geschrieben:
Temeter  hat geschrieben: Resident Evil hat über diese Gameplay funktioniert. Feste Kamerawinkel, und limitierte Steuerung waren ein zentrales Merkmal das Spiels. Wenn du ein Remake ohne diese Elemente machst, bekommst du ein anderes Spiel, welches die Faszination des Originals einfach nicht rüberbringen wird.

Folgend war RE4 auch kein klassisches Horrorspiel mehr, sondern eher atmosphärische Aktion mit einem ordentlichen Schuss Horror und massig kranken Ideen.
Das RE4 kein Horrorspiel mehr war hatte wohl ehr damit zutun, das es ursprünglich nicht mal ein RE werden sollte.
Man hätte aus Teil 4 sehr wohl ein richtiges Horrorspiel machen können. Die "Dead Space"-Reihe ist dafür ein ideales Beispiel.
Teil 1 ist bis heute eins der besten Horrorspiele. Leider haben sich die Entwickler, bzw. der Publisher, dazu entschlossen den Horroranteil konsequent in jedem weiteren Ableger zu senken. Teil 3 ist dann ähnlich wie RE4 nur noch ein atmosphärischer Shooter.
Was ich damit sagen will ist: Das Game Play bzw. die 3rd Person Ansicht ist nicht das Problem. Das Problem ist, ob der Publisher ein fettes Budget für ein Horrorspiel hinlegen möchte, wenn sich Actionspiele wie RE6 deutlich besser verkaufen. Und nicht zu vergessen: Idealerweise sollte dann auch jedes Jahr ein neues Spiel im Franchise erscheinen...

Mit der Aussage das ein anderes Gameplay zu einem anderen Erlebnis führt hast du schon Recht. Wie ich aber bereits geschrieben habe (Beispiel mit FF7), ist das ein notwendiger Kompromiss um ein Spiel wie Resi heutzutage noch einmal vermarkten zu können. Die Panzersteuerung mag die Gaminggeneration von heute eben nicht mehr. Und verübeln kann ich es ihnen auch nicht. Wenn ich mit Resi nicht aufgewachsen wäre, würde ich die Steuerung wohl auch zum kotzen finden.
Ich mag Dead Space, horrormäßig fand ich es allerdings nicht allzu prickelnd, das fällt für mich mehr oder weniger in die gleiche Kategorie wie Resident Evil 4. Das ganze Konzept von 'Feine torkeln aus sicherer Entfernung in hell beleuchteten Korridoren langsam auf dich zu' ist nicht gerade zutragend für den Survival Horror Ansatz. Der kam Imo eigentlich nur in der Szene wirklich durch, wo du mit einem unsterblichen Monster zu tun hast.

WIe gesagt, in älteren RE's waren die Kämpfe beklemmend, weil deine Munition immer so knapp war, weil die Steuerung deine Bewegungsfreiheit begrenzte, weil du eine klaustrophobische, miese Übersicht hattest. Die sollten gar nicht locker von der Hand gehen und Spaß machen, im Gegenteil. Die Kameraperspektiven ist sogar direkt von Horrorfilmen übernommen.

Generell sind spaßige Kämpfe selten zuträglich für ein Horrorspiel, weil es schwer ist, eine Power-Fantasie zu vermeiden und dich als Underdog darstehen zu lassen. Siehe z.B. Bioshock, ein Spiel, welches ziemlich offensichtlich einmal Survival Horror hätte sein können, allerdings dabei völlig auf die Nase fiel, weil die Entwickler mehr an Aktion interessiert waren. FEAR macht erst gar nicht den Versuch, Kämpfe direkt mit Horror zu mixen, sondern trennt die gruseligen Elemente und schöne Aktion mit seinem cleveren, wenn auch in der Mitte teils zähen, Pacing. Wobei die durchgeskriptete KI das ebenfalls etwas hektischer und bedrohlicher macht.
Das_lachende_Auge
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Re: Capcom: Konzept für Remake von Resident Evil 2 vorgelegt

Beitrag von Das_lachende_Auge »

muecke-the-lietz hat geschrieben:
Das_lachende_Auge hat geschrieben:Sorry aber ich vermisse hier irgendwie die News. Ist das Sommerloch ech zu riesig?
?

Vor kurzen gab es eine Andeutung, jetzt die Bestätigung eines der am meisten erwarteten Remakes der jüngeren Videospielgeschichte neben FF VII. Da ist jedes kleine Fitzelchen eine News wert. Zumal es sich ja um etwas offizielleres handelt.
Ok, ich dachte das wäre schon längst beschlossene Sache. Danke.
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muecke-the-lietz
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Re: Capcom: Konzept für Remake von Resident Evil 2 vorgelegt

Beitrag von muecke-the-lietz »

Temeter  hat geschrieben:
L1Slayerx hat geschrieben:
Temeter  hat geschrieben: Resident Evil hat über diese Gameplay funktioniert. Feste Kamerawinkel, und limitierte Steuerung waren ein zentrales Merkmal das Spiels. Wenn du ein Remake ohne diese Elemente machst, bekommst du ein anderes Spiel, welches die Faszination des Originals einfach nicht rüberbringen wird.

Folgend war RE4 auch kein klassisches Horrorspiel mehr, sondern eher atmosphärische Aktion mit einem ordentlichen Schuss Horror und massig kranken Ideen.
Das RE4 kein Horrorspiel mehr war hatte wohl ehr damit zutun, das es ursprünglich nicht mal ein RE werden sollte.
Man hätte aus Teil 4 sehr wohl ein richtiges Horrorspiel machen können. Die "Dead Space"-Reihe ist dafür ein ideales Beispiel.
Teil 1 ist bis heute eins der besten Horrorspiele. Leider haben sich die Entwickler, bzw. der Publisher, dazu entschlossen den Horroranteil konsequent in jedem weiteren Ableger zu senken. Teil 3 ist dann ähnlich wie RE4 nur noch ein atmosphärischer Shooter.
Was ich damit sagen will ist: Das Game Play bzw. die 3rd Person Ansicht ist nicht das Problem. Das Problem ist, ob der Publisher ein fettes Budget für ein Horrorspiel hinlegen möchte, wenn sich Actionspiele wie RE6 deutlich besser verkaufen. Und nicht zu vergessen: Idealerweise sollte dann auch jedes Jahr ein neues Spiel im Franchise erscheinen...

Mit der Aussage das ein anderes Gameplay zu einem anderen Erlebnis führt hast du schon Recht. Wie ich aber bereits geschrieben habe (Beispiel mit FF7), ist das ein notwendiger Kompromiss um ein Spiel wie Resi heutzutage noch einmal vermarkten zu können. Die Panzersteuerung mag die Gaminggeneration von heute eben nicht mehr. Und verübeln kann ich es ihnen auch nicht. Wenn ich mit Resi nicht aufgewachsen wäre, würde ich die Steuerung wohl auch zum kotzen finden.
Ich mag Dead Space, horrormäßig fand ich es allerdings nicht allzu prickelnd, das fällt für mich mehr oder weniger in die gleiche Kategorie wie Resident Evil 4. Das ganze Konzept von 'Feine torkeln aus sicherer Entfernung in hell beleuchteten Korridoren langsam auf dich zu' ist nicht gerade zutragend für den Survival Horror Ansatz. Der kam Imo eigentlich nur in der Szene wirklich durch, wo du mit einem unsterblichen Monster zu tun hast.

[...]
Ich glaube, wir haben zwei unterschiedliche Spiele gespielt. In meinem Dead Space gibt es extrem viele sehr dunkle Bereiche, eine extrem beklemmende Atmosphäre, eine lebensfeindliche Umgebung und auf Schwer auch eine permanente Munitionsknappheit, bzw. die Gefahr dieser, wenn man das Spiel nicht richtig angeht.

Dead Space 1 gehört wahrscheinlich immer noch zu den effektivsten Horrorspielen der Neuzeit, daran ändern auch Kommentare in 4p Foren nicht viel. Ganz egal, was danach aus der Reihe wurde (wobei ich den zweiten Teil auch immer noch klasse finde).
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Temeter 
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Re: Capcom: Konzept für Remake von Resident Evil 2 vorgelegt

Beitrag von Temeter  »

muecke-the-lietz hat geschrieben:Ich glaube, wir haben zwei unterschiedliche Spiele gespielt. In meinem Dead Space gibt es extrem viele sehr dunkle Bereiche, eine extrem beklemmende Atmosphäre, eine lebensfeindliche Umgebung und auf Schwer auch eine permanente Munitionsknappheit, bzw. die Gefahr dieser, wenn man das Spiel nicht richtig angeht.

Dead Space 1 gehört wahrscheinlich immer noch zu den effektivsten Horrorspielen der Neuzeit, daran ändern auch Kommentare in 4p Foren nicht viel. Ganz egal, was danach aus der Reihe wurde (wobei ich den zweiten Teil auch immer noch klasse finde).
Hell beleuchtet im Maße eines Horrorspiels, du hattest in den Kämpfen fast immer gute Übersicht. Ich sage nicht, dass es als Survival Horror vollkommen versagt, den Titel kann nur Dead Space 3 für sich beanspruchen. Eine große Leistung ist es in dem Bereich allerdings auch nicht.

Im Vergleich zu puren Horrorspielen Amnesia sollte eigentlich deutlich werden, dass Horror ein bischen mehr als nur schaurige Atmosphäre ist. Dagegen sieht ein Dead Space ziemlich blass aus. Allein deswegen ist es mit Sicherheit nicht das 'effektivste Horrorspiel der Neuzeit'.
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L1Slayerx
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Re: Capcom: Konzept für Remake von Resident Evil 2 vorgelegt

Beitrag von L1Slayerx »

@Temeter du hast mit einen Aussagen absolut Recht. Die Spiele die du nennst sind aber sehr gute Beispiele dafür, das Horror in anderen Arten sehr wohl funktionieren kann. Das Problem ist wohl aber eine Industrie die kein Risiko mit einem reinen Horrorspiel eingehen will. Actionspiele verkaufen sich weit besser als Horrorspiele, besonders in Hinblick auf eventuelle Nachfolger. Also gibt es leider oft den faulen Kompromiss.
Dread Out ist z.B. "nur" ein kleines Indie-Spiel, dafür aber ein sehr gutes Horrorspiel.

"Spiele" wie P.T. zeigen das es grundsätzlich möglich ist Horror in unterschiedlichen Formen zu vermitteln. Im AAA-Bereich will nur keiner sein Geld dafür bereitstellen.
Außerdem wird der Begriff "Horror" inzwischen für so viele Formen misshandelt. Meistens verwendet man Horror mehr im Bezug auf "Gore". P.T., Resi, Silent Hill, Dread Out, meinet wegen auch Five Nights at Freddys und Dead Space, das sind Horrorspiele für mich. Games wie The Evil within sind natürlich sehr gut gemacht, aber Horror war das nicht.

Dead Space ist aber ein gutes Beispiel dafür, das man nicht unbedingt jede Form von Horror mögen muss. Ebenso Amnesia. Die Penumbra-Reihe habe ich noch sehr gerne gespielt, Amnesia aber nicht mehr. Gleiches gilt für Outlast. Die fehlende Möglichkeit das ich mich irgendwie wehren kann, zerstört die Spiele für mich völlig. Bei der P.T.-Demo hat mich das wiederum nicht weiter gestört, weil es keinen richtigen und greifbaren Feind gab.
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Temeter 
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Re: Capcom: Konzept für Remake von Resident Evil 2 vorgelegt

Beitrag von Temeter  »

P.T. fand ich eigentlich recht klassisch, wenn auch verdammt talentiert, umgesetzt.^^
Die Konzentration auf die Umgebung, dich dort wie in einem Adventure rätseln zu lassen, das Wiederverwenden einer kleinen Räumlichkeit, alles im Halbschatten und Unklar zu lassen, das ist eigentlich nichts neues.

Auf die 'Verwässerung' des Horrorbegriffs wollte ich mehr oder weniger hinaus. Da ist einfach ein Unterschied zwischen einem Horrorspiel mit Survival Elementen, und einem Aktionspiel mit Survival und Horror-Elementen. Gerade mit RE4 sind die Begrifflichkeiten stark verschwommen.

Wie man ein Spiel wahrnimmt, kann bei Horror natürlich stark variieren, wohl noch mehr als bei anderen Genres. Der Horrorpart von FEAR hat damals z.B. auch sehr viel Eindruck auf mich gemacht, so dass es sich fast wie ein 'echtes' Horrorspiel anfühlte. Und das, obwohl es eher ein Shooter war.
Sowas ist subjektiv, in Horrorspielen schließlich um Psychologie.