L1Slayerx hat geschrieben:Temeter hat geschrieben:
Resident Evil hat über diese Gameplay funktioniert. Feste Kamerawinkel, und limitierte Steuerung waren ein zentrales Merkmal das Spiels. Wenn du ein Remake ohne diese Elemente machst, bekommst du ein anderes Spiel, welches die Faszination des Originals einfach nicht rüberbringen wird.
Folgend war RE4 auch kein klassisches Horrorspiel mehr, sondern eher atmosphärische Aktion mit einem ordentlichen Schuss Horror und massig kranken Ideen.
Das RE4 kein Horrorspiel mehr war hatte wohl ehr damit zutun, das es ursprünglich nicht mal ein RE werden sollte.
Man hätte aus Teil 4 sehr wohl ein richtiges Horrorspiel machen können. Die "Dead Space"-Reihe ist dafür ein ideales Beispiel.
Teil 1 ist bis heute eins der besten Horrorspiele. Leider haben sich die Entwickler, bzw. der Publisher, dazu entschlossen den Horroranteil konsequent in jedem weiteren Ableger zu senken. Teil 3 ist dann ähnlich wie RE4 nur noch ein atmosphärischer Shooter.
Was ich damit sagen will ist: Das Game Play bzw. die 3rd Person Ansicht ist nicht das Problem. Das Problem ist, ob der Publisher ein fettes Budget für ein Horrorspiel hinlegen möchte, wenn sich Actionspiele wie RE6 deutlich besser verkaufen. Und nicht zu vergessen: Idealerweise sollte dann auch jedes Jahr ein neues Spiel im Franchise erscheinen...
Mit der Aussage das ein anderes Gameplay zu einem anderen Erlebnis führt hast du schon Recht. Wie ich aber bereits geschrieben habe (Beispiel mit FF7), ist das ein notwendiger Kompromiss um ein Spiel wie Resi heutzutage noch einmal vermarkten zu können. Die Panzersteuerung mag die Gaminggeneration von heute eben nicht mehr. Und verübeln kann ich es ihnen auch nicht. Wenn ich mit Resi nicht aufgewachsen wäre, würde ich die Steuerung wohl auch zum kotzen finden.
Ich mag Dead Space, horrormäßig fand ich es allerdings nicht allzu prickelnd, das fällt für mich mehr oder weniger in die gleiche Kategorie wie Resident Evil 4. Das ganze Konzept von 'Feine torkeln aus sicherer Entfernung in hell beleuchteten Korridoren langsam auf dich zu' ist nicht gerade zutragend für den Survival Horror Ansatz. Der kam Imo eigentlich nur in der Szene wirklich durch, wo du mit einem unsterblichen Monster zu tun hast.
WIe gesagt, in älteren RE's waren die Kämpfe beklemmend, weil deine Munition immer so knapp war, weil die Steuerung deine Bewegungsfreiheit begrenzte, weil du eine klaustrophobische, miese Übersicht hattest. Die sollten gar nicht locker von der Hand gehen und Spaß machen, im Gegenteil. Die Kameraperspektiven ist sogar direkt von Horrorfilmen übernommen.
Generell sind spaßige Kämpfe selten zuträglich für ein Horrorspiel, weil es schwer ist, eine Power-Fantasie zu vermeiden und dich als Underdog darstehen zu lassen. Siehe z.B. Bioshock, ein Spiel, welches ziemlich offensichtlich einmal Survival Horror hätte sein können, allerdings dabei völlig auf die Nase fiel, weil die Entwickler mehr an Aktion interessiert waren. FEAR macht erst gar nicht den Versuch, Kämpfe direkt mit Horror zu mixen, sondern trennt die gruseligen Elemente und schöne Aktion mit seinem cleveren, wenn auch in der Mitte teils zähen, Pacing. Wobei die durchgeskriptete KI das ebenfalls etwas hektischer und bedrohlicher macht.