Alter Sack hat geschrieben:Die beste Trivialliteratur in dem Bereich macht für mich eh R. A. Salvatore. Eine Umsetzung der Dunkelelf-Saga fänd ich mal klasse. Das wär was.
Wat?!
Salvatore ist als wie so viele Autor mit seinen späteren Werken reifer geworden, das merkt man bei den Drizzt-Büchern recht extrem, aber das Ganze ist dann doch fern von schönem Stil. Drizzt Origins-Geschichte (später geschrieben) liest sich ganz passabel und hat mich als schneller Snack für Bahnfahrten gut unterhalten - aber wenn man dann einmal zu den ersten Büchern der Reihe kommt (die dem Zeitstrahl folgend als nächstes an der Reihe sind), stößt man plötzlich auf grauenvolle Stilblüten, eindimensionale Charaktere und kitschigen Pathos. Hat mich an schlechte fan-fiction eines 16-jährigen erinnert und damit war es dann auch vorbei mit der Geschichte. Ich glaube, dass viele diese Bücher einfach vor vielen, vielen Jahren gelesen haben und die Erinnerung entsprechend verblasst ist

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Mit dem Witcher ist es übrigens relativ ähnlich: Das erste Buch hat seine Höhen und Tiefen (gerade das - witzigerweise später extrem wichtige - Kapitel auf den Skelligen ist sehr langatmig geschrieben), Sapkowski steigert sich aber im späteren Verlauf immer mehr. Was er dabei aber vor allem kann ist die Figurenzeichnung, die von vornherein extrem vielschichtig angelegt ist und kein schwarz oder weiß kennt.
Wer wirklich unfassbar gut geschriebene Fantasy lesen möchte, dem kann ich trotz des etwas flachen Titels nur die Kingkiller-Chronicles ans Herz legen. Ein Schreibstil zum Reinlegen und Mitreißen lassen.. klanglich schön, nuancen- und wortreich (z.B. der entsprechenden Stimmung, Umgebung, etc. in der Wortmelodie angepasst). Die mit Abstand bestgeschriebene Fantasy, die bisher in meine Finger gekommen ist. Keine Ahnung wie die Übersetzung ist, meine Empfehlung gilt nur für das Original.