bohni hat geschrieben:Die ganze "Welt" ist doch gar nicht im Speicher, sondern nur mehr oder weniger der sichtbare Bereich.
Das Hauptproblem ist das Streaming.
Ansonsten wären Open-World Games auf PS2 oder älter gar nicht möglich gewesen.
Und Physics / Ki / Effekte etc. sind kein spezifisches Open-World Problem, dass hat man sonst auch.
Aber nicht in der Quantität wie in einem Open World Spiel. Und schau dir doch mal die Open World Spiele von damals an. Die waren allesamt leer und hatten durchweg eine minderwertige Sichtreichtweite und sind völlig steril gewesen. Gutes Beispiel dafür sind die GTAs auf der PS2. Vergleich die mal mit den GTAs auf der PS3.
Je größer die Sichtreichweite aber wird und je lebendiger die Welt dargestellt werden soll durch Physik und KI, so schneller steigen die Anforderungen an die Hardware. Probleme, die sich Schlauchlevelspiele mit nicht in diesem Maße befassen müssen.
Uncharted ist in diesem Fall ein extrem gutes Beispiel. Es ist extrem schlauchig im Sinne von absolut linear. Die Entwickler wissen also ganz genau, wie der Spieler langlaufen wird und kann entsprechend das Streaming auf bestimmte Bereiche limitieren. Dazu kommt, dass das Streaming gut versteckt werden kann, weil man den Spieler durch langsame Duck-/Quetsch-/Schlauch-Passagen zwingt, während man dann in Ruhe das nächste Areal schon laden kann.
Das hast du bei einem Open World Spiel aber nicht. Nicht nur, dass die Menge an KI und Physik um ein vielfaches höher ist, auch muss die Engine fähig sein, schnell und reaktiv in jede Richtung streamen zu können.
Wenn du des Englischen mächtig bist, dann schau dir bitte dieses Video an:
https://www.youtube.com/watch?v=UfCbvnDg7-0
In dem wird so laienhaft wie möglich die Unterschiede zwischen einem Open World und einem Schlauchspiel erklärt.