Spielkultur: Virtual Reality ist laut Warren Spector nur eine Modeerscheinung

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AkaSuzaku
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Re: Spielkultur: Virtual Reality ist laut Warren Spector nur

Beitrag von AkaSuzaku »

BigEl_nobody hat geschrieben:
drfontaine92 hat geschrieben:Dem kann ich im Großen und Ganzen schon zustimmen. Mir ist es auch ein Rätsel, wie man sich so ein Teil auf den Kopf setzen kann (nicht weil es dämlich aussieht) und dann völlig abgeschottet vom echten Leben in eine virtuelle Welt eintaucht. [...]
Dem würde ich zustimmen. Ich bin schon kein Freund von 3D, weil der Effekt so unfassbar aufdringlich ist und je nach Intensität und eigenem Zustand heftige Kopfschmerzen verursachen kann. VR ist für mich ein Schritt zu weit, ich habe keine Interesse daran mir den Klotz aufzusetzen und komplett abzutauchen.
Ist das nicht der Sinn und Zweck von Videospielen? Letztendlich verfolgt fast jedes Hobby das Ziel des "Abschaltens". VR ist dabei für mich eine Art Spiele wahrzunehmen, wie es auch herkömmliche Monitore sind. Eine größere Bedeutung würde ich den Brillen gar nicht zumaßen wollen.

Zumal es so oder so völlig überzogen ist von Abschottung zu reden. Die Bedeutung des Sehsinns für eine Konversation würde ich jedenfalls nicht zu hoch hängen. :wink:
Ich frage mich ohnehin, was ihr alle für einen Menschenandrang im Haus habt, wenn ihr einen Singleplayer spielt.
unknown_18
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Re: Spielkultur: Virtual Reality ist laut Warren Spector nur

Beitrag von unknown_18 »

8stellig, also 10.000.000+, wird vermutlich doch eine gewisse Zeit dauern, aber das ist normal bei neuer Technik.

Nochmal: neue Technik verkauft sicher IMMER erst mal nur an Enthusiasten und dann erst nach und nach immer mehr an die breite Masse und da reden wir von einem Zeitraum von meist mehreren Jahren.
Liesel Weppen
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Re: Spielkultur: Virtual Reality ist laut Warren Spector nur

Beitrag von Liesel Weppen »

Balmung hat geschrieben:8stellig, also 10.000.000+, wird vermutlich doch eine gewisse Zeit dauern, aber das ist normal bei neuer Technik.
Oh, achtstellig. Ich war irgendwie bei sechsstellig. :D
Balmung hat geschrieben:Nochmal: neue Technik verkauft sicher IMMER erst mal nur an Enthusiasten und dann erst nach und nach immer mehr an die breite Masse und da reden wir von einem Zeitraum von meist mehreren Jahren.
Vorallem das berühmte anfängliche Henne-Ei-Problem, wie man es von DVD und BD auch schon kennengelernt hat.
Nur wenige Hersteller machen Software für VR, weil ja eh kaum jemand ein VR-Headset hat, und die Leute kaufen keine VR-Headsets, weil es ja keine Software dafür gibt...
unknown_18
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Re: Spielkultur: Virtual Reality ist laut Warren Spector nur

Beitrag von unknown_18 »

Es braucht aber nicht erst das Henne-Ei Problem für diese Entwicklung. Wie viele Jahre haben zum Beispiel SSD Festplatten gebraucht, bis sie endlich am Massenmarkt ankamen? Auch bei den SSD Platten sagte ich von Anfang an, dass diese sich auf jeden Fall durchsetzen werden und für mich ist VR ganz genauso so eine Technologie für die es für mich gar keine Frage gibt ob sie sich durchsetzen, sondern nur wie lange sie dafür brauchen werden. VR hat eben nun ein paar Anläufe gebraucht und dieses mal müsste es schon mit dem Teufel zugehen, wenn es nicht klappen sollte.
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Kobba
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Re: Spielkultur: Virtual Reality ist laut Warren Spector nur

Beitrag von Kobba »

Soso, der Warren meint also es wäre nur ne Modeerscheinung.
Marv denkt Autos sehen aus wie elektrische Rasierapparte und die Menschheit
hielt Digitaluhren mal für eine unwahrscheinlich tolle Erfindung.

Dabei is doch nur interessant was Analysten dazu zu sagen haben.
Liesel Weppen
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Re: Spielkultur: Virtual Reality ist laut Warren Spector nur

Beitrag von Liesel Weppen »

Ich hab ja nicht gesagt, dass es bei jedem Produkt ein Henne-Ei-Problem gibt. Bei VR hat man aber die Hardware->Software-Abhängigkeit. Wenns keine Software gibt, kann man mit der Hardware nicht so wirklich viel anfangen und wenn man mit der Hardware nicht wirklich viel anfangen kann, kaufen sie halt die wenigsten.
Ich hab halt mit der Oculus DK1 auch schon gemerkt, dass so ziemlich jede Anwendung halt wirklich nur Demos sind und dementsprechend durchaus erstmal beeindruckend, aber nach ner halben Stunde auch schon wieder langweilig werden.

Ich denke aber auch, dass es VR diesmal packt. Aber das kommt jetzt erstmal langsam ins Rollen, wenn die ersten Consumergeräte auf den Markt kommen. Betonung auf "langsam". ;)
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Sir Richfield
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Re: Spielkultur: Virtual Reality ist laut Warren Spector nur

Beitrag von Sir Richfield »

Liesel Weppen hat geschrieben:Also ich will NICHT mit einem VR-Headset meine Monitore ersetzen.
Ich könnte mir das langfristig vorstellen.
Vor allem, wie unaufgeräumt mein unendlich großer "Desktop" dann sein wird. ;)
unknown_18
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Re: Spielkultur: Virtual Reality ist laut Warren Spector nur

Beitrag von unknown_18 »

Richtig, mit VR könnte dein virtueller Desktop unendlich groß sein, mit einer schier unendlich großen Arbeitsfläche. Aber dazu müssten die VR Brillen erst mal eine ausreichend hohe Auflösung haben und da weiß ich nicht ob das bei der ersten Generation schon ausreicht. Mein 4K Monitor wird daher sowieso so schnell nicht ersetzt werden. Aber vorstellen direkt in der VR mit dem PC zu "arbeiten" kann ich mir durchaus. Geht ja auch schon mit dem DK2 dank der Software VRDesktop. http://www.vrdesktop.net/
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Wizz
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Re: Spielkultur: Virtual Reality ist laut Warren Spector nur

Beitrag von Wizz »

Videospiele sind imo halt ein so banaler Anwendungsbereich, das ist als wöllte man einen Gedankenlesehelm bauen, nur um beim Schiffeversenken schummeln zu können. Ein Gimmick.
Wenn ich an die volle Potentialausnutzung dieser Technologie denke, dann denke ich an eine Zeit in der ein VR-Interface zu den Alltagsgegenständen gehört wie jetzt Bekleidung.

Man fährt mit dem Auto? Straßenschilder, Ampeln und Fahrbahnbegrenzungen können komplett digitalisiert/eingespart werden. Mit Echtzeitanpassungen für Baustellen/Unfälle/Whatever.
Tourismus? Virtuelle Reiseführer sind genauso denkbar wie komplette virtuelle Reisen. Du könntest dir eine verdammte Demo für deinen Sommerurlaub ziehen.
Mir fällt kein Berufsbereich ein welcher nicht davon profitieren würde alle wissenswerten Informationen für die momentane Arbeit direkt in den Sichtbereich projiziert zu bekommen.
Ein Chirurg der jederzeit alle vitalen Daten des Patienten im Blick hat, bei Bedarf die Eingriffsstelle 100% vergrößern kann, auf sämtliche Gefahrenquellen in Echtzeit hingewiesen werden kann, bei Komplikationen sofort mit einer medizinischen Datenbank abgeglichen wird und effektive Behandlungen vorgeschlagen werden.
Wozu einen Fernseher kaufen wenn du jede beliebige Wand in eine Leinwand verwandeln kannst, einfach durch Starten einer App. Du könntest deine gesamte Inneneinrichtung genauso fix ändern wie jetzt einen Desktophintergrund wenn dir dannach ist.
Das Ende aller Smartphones. Weil freihändig ist einfach besser.
Die Vorstellungskraft ist das Limit. Naja eigentlich alles was physische Funktionen braucht.

Das ist allerdings zu großen Teilen noch etwas für die Kategorie Sci-Fi und wohl nix was irgendwer hier noch erleben wird. Eine so flächendeckende Verbreitung wie dafür notwendig wäre, wird noch einige Jahrzehnte auf sich warten lassen.
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Jondoan
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Re: Spielkultur: Virtual Reality ist laut Warren Spector nur

Beitrag von Jondoan »

Gott, kann eigentlich nicht mal einer sagen "VR hat sicherlich interessante Aspekte, aber aus diesen und diesen Gründen werden wir nicht in diese Richtung gehen", einfach und objektiv geschildert?

Nein, stattdessen kommt "Virtual Reality lässt die Leute doch doof aussehen, das will doch keiner". was kommt als nächstes? "Ich denke nicht, dass Brillenträger extra ihre Brille absetzen wollen - das will doch keiner!"
Der Zeuge Gameovahs
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Re: Spielkultur: Virtual Reality ist laut Warren Spector nur

Beitrag von Der Zeuge Gameovahs »

Sir Richfield hat geschrieben:
Balmung hat geschrieben:Das hat man in den 80ern auch von mobilen Telefonen gesagt, die damals noch so groß wie Backsteine waren. ;)
Sorry, aber du bietest einfach die zitierfähigsten Sätze. ;)

Was ich daran - und American McGee stößt im ersten Absatz ins gleiche Horn - besonders lustig finde:
Alle haben sich lustig gemacht, dass man sich einen Backstein ans Ohr hielt, dann haben alle gelacht, wie sie mal so Backsteine ans Ohr halten mussten, jetzt sind die Dinger ja so genial klein.
Und JETZT halten sich die Leute TABLETS ans Ohr*, hinter denen man locker drei ehem. Backsteine verstecken kann.
WTF?

*Bzw. halten die vor sich auf der flachen Hand, Kellnerstyle. Mir fällt zu dieser Haltung kein Grund ein, ausser sich das Ding besser klauen zu lassen. (Auch, damit auch alle BEIDE Seiten des Gespräches mitbekommen, steht ja dann auf Lautsprecher...)
Hahaha das erinnert mich an das
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VanRay
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Re: Spielkultur: Virtual Reality ist laut Warren Spector nur

Beitrag von VanRay »

Ist eine ziemlich rückwärtsgewandte Einstellung von Spector. Je angenehmer VR zu benutzen ist, desto stärker bzw. schneller wird es sich auch durchsetzen, aber die grundsätzlichen Möglichkeiten sind gigantisch.

3D ist da nicht die richtige Parallele und ich denke auch bei 3D, dass wir da nicht am Ende der Fahnenstange angekommen sind.3D ist ja schließlich immer noch unangenehm anzuwenden, da man auf die Brille angewiesen ist. Wenn der Effekt irgendwann mal ohne Brille genutzt werden kann, wird es im TV-Bereich wahrscheinlich gar nichts anderes mehr geben als 3D.
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MrLetiso
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Re: Spielkultur: Virtual Reality ist laut Warren Spector nur

Beitrag von MrLetiso »

Jondoan hat geschrieben:was kommt als nächstes? "Ich denke nicht, dass Brillenträger extra ihre Brille absetzen wollen - das will doch keiner!"
Interessanter Punkt. Ich könnte seit Jahren mal wieder ohne Brille ein Spiel spielen. Also zumindest ohne Sehhilfe-Brille :Blauesauge:
unknown_18
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Re: Spielkultur: Virtual Reality ist laut Warren Spector nur

Beitrag von unknown_18 »

Bisher kann man glaub bei allen VR Brillen die eigene Brille auflassen, so lange es kein übergroß designte Sehhilfe ist. Sind ja genug der VR Entwickler selbst Brillenträger.
Wizz hat geschrieben:Man fährt mit dem Auto? Straßenschilder, Ampeln und Fahrbahnbegrenzungen können komplett digitalisiert/eingespart werden. Mit Echtzeitanpassungen für Baustellen/Unfälle/Whatever.
Da setze ich doch lieber auf AR statt VR. ;) Ansonsten wird man mit VR eh weniger Auto fahren. In vielen Berufen kann man es sich dann sparen zur Arbeit zu fahren, weil man von zu Hause aus im virtuellen Büro mit den anderen Angestellten zusammen arbeiten kann. Spart der Firma Büroräume und dir Fahrkosten und Zeit.
Tourismus? Virtuelle Reiseführer sind genauso denkbar wie komplette virtuelle Reisen. Du könntest dir eine verdammte Demo für deinen Sommerurlaub ziehen.
Richtig, gerade virtueller Urlaub wird sich definitiv durchsetzen, weil für den Stressabbau gibt es nichts entspannenderes als am virtuellen Strand zu liegen. Ein virtuelles Konzert zu besuchen etc.
Mir fällt kein Berufsbereich ein welcher nicht davon profitieren würde alle wissenswerten Informationen für die momentane Arbeit direkt in den Sichtbereich projiziert zu bekommen.
Ein Chirurg der jederzeit alle vitalen Daten des Patienten im Blick hat, bei Bedarf die Eingriffsstelle 100% vergrößern kann, auf sämtliche Gefahrenquellen in Echtzeit hingewiesen werden kann, bei Komplikationen sofort mit einer medizinischen Datenbank abgeglichen wird und effektive Behandlungen vorgeschlagen werden.
Du wirfst hier aber gehörig AR und VR durcheinander. ;)
Wozu einen Fernseher kaufen wenn du jede beliebige Wand in eine Leinwand verwandeln kannst, einfach durch Starten einer App. Du könntest deine gesamte Inneneinrichtung genauso fix ändern wie jetzt einen Desktophintergrund wenn dir dannach ist.
Auch das ist wieder AR, nicht VR. ^^
Das Ende aller Smartphones. Weil freihändig ist einfach besser.
Die Vorstellungskraft ist das Limit. Naja eigentlich alles was physische Funktionen braucht.

Das ist allerdings zu großen Teilen noch etwas für die Kategorie Sci-Fi und wohl nix was irgendwer hier noch erleben wird.
Ja, da braucht es noch etwas mehr Technik.
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Wizz
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Re: Spielkultur: Virtual Reality ist laut Warren Spector nur

Beitrag von Wizz »

Für mich sind VR und AR untrennbar miteinander verwoben.
Das eine wird sich (mMn) nur durchsetzen wenn das andere mitzieht.
Ab einem gewissen Grad der Augmentierung verwischt einfach die Grenze.