SpookyNooky hat geschrieben:Wurmjunge hat geschrieben:Tun sie was immer sie möchten - das ist ja praktisch die Definition des Gegenteils von Rollenspiel
Ich wüsste nicht, dass es überhaupt eine Definition des Gegenteiles einer bestimmten Dinges gibt. Denn da ist es einfacher, Begriffe an sich zu definieren und einmalig den Begriff des "Gegenteiles".
"Tun Sie, was Sie möchten", sprich: Sei frei in deiner Handlungsweise, ist für mich und ich vermute für viele andere auch gerade
das wesentliche Merkmal des Rollenspieles. Das war ja das besondere an textbasierten Rollenspielen und Pen & Paper: Alles ist stufenlos, verhandelbar, theoretisch kann man sich vor einer "Leeroy-Jenkins"-Tat noch nackt ausziehen und 5 Kniebeugen machen. Die Freiheit, dies zu tun; das ist Rollenspiel.
Da hab ich zum einen meine Definition eines Rollenspiels als allegemeingültig vorrausgesetzt, was bestimmt Blödsinn ist, zum anderen habe ich mich auch noch ausgesprochen dämlich ausgedrückt, sehr aufmerksam, daß du mich darauf hingewiesen hast.
Aber Freiheit ist mMn nicht: "Die Welt ist ein Rummelplatz, tu was du willst!" - echte Freiheit bekommt ihren Wert erst durch die Verantwortung die mit ihr einhergeht.
Im "echten" Rollenspiel handelt man ja streng innerhalb selbst gesetzter Regeln, damit die Rolle/Figur vor einem selbst glaubwürdig wird und bleibt, meinetwegen auch nackig Kniebeugen machen, wenn es die Rolle hergibt, alles kein Thema.
Wir wollen schon frei sein im Denken wie im Handeln, aber wir wollen auch nicht in Sinn- und Bedeutungslosigkeit versinken.
Und noch so einen hoffnungslos überladenen Spielplatz ohne Tiefgang für die Generation Ritalin brauchts doch nicht wirklich, zumal es mir unsinnig erscheint, dafür ausgerechnet die stark satirisch und gesellschaftskritisch gefärbte Fallout-Franchise zu verwursten, die ja eigentlich selbsterklärend nicht so sehr massentauglich scheint.