Veldrin hat geschrieben:
Im Fußball gehts nicht nur ums Sprinten...
Den direkten Vergleich verlieren wohl die Frauen. Aber ansehnlich kann beides sein. Gerade weil die Frauen langsamer sind, kann es sogar NOCH technisch schöner werden als Porsche, als das mit einem ICE oder Formelwagen möglich ist
Gern genommenes Argument um etwa auch den langsamen, körperlosen Fußball der 60er und 70er zu verklären, ist aber Quatsch.
Das Spieltempo ist bei den Männern so hoch, gerade weil sie auch über eine versiertere Technik als die Frauen verfügen. Wie glaubst du denn, kommen die im modernen Fußball üblich gewordenen Spielweisen zustande, dass eigentlich fast nur noch mit ein bis zwei Ballkontakten pro Station nach vorne gespielt wird. Versuch das mal selbst und du wirst sehen, dass das einiges an Körperbeherrschung und Ballgefühl erfordert. Und guck dir mal an, wie oft bei Welt- und Europameisterschaften der Damen eben solche "One-Touch-Spielzüge" nach spätestens der dritten Station irgendwo im Nirgendwo enden... Und das meine ich jetzt ohne Polemik, denn ich bin dem Frauenfußball nicht abgeneigt; ganz im Gegenteil. Aber man muss schon realistisch bleiben.
Und das führt mich @ FuerstderSchatten
Geld hat nur die Auswirkung, dass die Sportler bei ausreichender Bezahlung auch mehr Zeit in Training investieren können. Das ist im Frauenfußball aber auch schon seit etlichen Jahren hierzulande auf dem Vormarsch; der DFB ist da nicht unbemüht, ein Vollprofitum zu etablieren. Bislang scheitert es an den zu geringen Zuschauerzahlen in der Frauenbundesliga.
Der Vorwurf, keiner würde mehr gut kicken, gäb es nicht die Kohle, stellt ja quasi jedem Menschen pauschal nen ziemlich miesen Charakter aus. Glaubst du wirklich, die kleinen Bubis gehen alle nur auf den Bolzplatz, um mal die Millionen zu verdienen? Solche gibt es, die kommen aber in der Regel nie dahin, weil, wenn das ihre einzige Motivation ist, werden sie nie den Aufwand zu betreiben bereit sein, den es braucht, um auf ein solches Leistungslevel zu kommen. Die kommen nie im Dorfverein über die Rolle des Bankwärmers hinaus und schmeißen rasch die Flinte ins Korn.
Aber auch wenn Frauen Sport als Hauptberuf betreiben, kommen sie nie auf ein Level, wie Männner mit vergleichbaren Voraussetzungen. Gerade dein Beispiel mit den gemischten Doppeln beim Tennis ist da alles andere als ein Beleg, dass dies erreichbar wäre. Vielmehr zerlegt es sich an sich selbst.
Erstens werden gemischte Doppel nur bei Show-Events gespielt. Bei wirklichen Wettbewerben werden auch beim Tennis Frauen und Männer strikt getrennt, weil die Frauen schlicht keine Chance hätten; spätesntens ab dem Viertelfinale wären die Männer unter sich...
Zweitens spielen auch bei gemischten Doppeln immer ein Mann und eine Frau gegen ein ebenso zusammengestelltes Team. Beide Teams sind potentiell ausgeglichen, weil beide denselben Malus bzw. Bonus haben, je nachdem, aus welcher Perspektive man es sehen will. Schaut man sich dann noch das mal genauer an, erkennt man, das selbst da auf die Unterschiede in der Leistungsfähigkeit Rücksicht genommen wird. Warum glaubst du, stehen sich beim Aufschlag immer die Männer und Frauen beider Teams diagonal gegenüber? Ganz einfach, damit, wenn ein Mann aufschlägt, im diagonal gegenüberliegenden Feldbereich, also da, wo der Aufschlag hingehen muss, der männliche Part des anderen Teams zum Retournieren bereit steht. Warum? Weil Männer ihre ersten Aufschläge mit etwa 20 bis 40 Kilometern in der Stunde schneller servieren als Frauen. Die Frau hätte aus ihrem Sportalltag gar keine Erfahrungswerte mit solch harten Aufschlägen.
Kurzum: es gibt physische Unterschiede zwischen Männern und Frauen, die sich gerade im Sport sehr deutlich zeigen und auch nie ganz nivelliert werden können, egal wie sehr man Frauen in den unterschiedlichen Sportarten fördert. Und das mit teils schon ziemlich an den Haaren herbeigezogenen Argumenten weg- oder zumindest kleindiskutieren zu wollen, ist einfach von vornherein zum Scheitern verurteilt. Ich meine - Hallo! - sogar die krassesten Gender-Mainstreamer reden ausdrücklich immer nur davon, dass alle
nicht körperlichen Unterschiede aus gesellschaftlichen Konventionen erwachsen. Wollt ihr hier echt noch Gender-Mainstreamiger werden als Gender-Mainstreamer???

:wink: