Steam - Valve rudert zurück: Kostenpflichtige Mods werden abgeschafft

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Kajetan
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Re: Steam - Valve rudert zurück: Kostenpflichtige Mods werde

Beitrag von Kajetan »

Kirghiz hat geschrieben: Bitte nicht. Im Prinzip läuft es hier sowieso immer auf das Selbe hinaus, wie in vielen Diskussionen hier (Konzerne sind böse, Kapitalismus ist böse), wobei der Ton sogar noch halbwegs zivilisiert ist, im Gegensatz zu den Steam Foren.
Konzerne sind aber böse. Konzerne, bzw. die Vorstände der Konzerne und ihr Aufsichtsrat haben nur das Ziel im Sinn den eigenen Umsatz zu mehren, weil das den Aktienwert in die Höhe treibt und somit Boni, den Wert des eigenen Aktiendepots und etwaige Verkaufserlöse. Reiner, unverfälschter Eigennutz. Und zudem skrupelloser Eigennutz, weil der Staat, bzw. der Souverän, der Wähler, Vorstände und Aufsichtsräte zur Einhaltung von Sozialleistung, Arbeitsschutz und Umweltschutz zwingen (!) muss. Würde das nicht geschehen ... nun, in so einer Welt willst Du nicht leben. Nein, der Kapitalismus als solcher ist nicht böse. Er "ist" ja nicht, weil es nur eine Beschreibung für eine bestimmte Wirtschaftsform ist. Nur Menschen können böse sein. Aber das nur am Rande ...

Und ja, "Was darf Kunst kosten?", bzw. "Darf Kunst etwas kosten?" sind nicht ganz uninteressante Themen, weil hier auch Aspekte des sog. "Geistigen Eigentums" berührt werden, deren Definition und Behandlung man nicht alleine den phösen, phösen Konzernen ( :) ) überlassen sollte.
Kya
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Re: Steam - Valve rudert zurück: Kostenpflichtige Mods werde

Beitrag von Kya »

Kajetan hat geschrieben:
Kibato hat geschrieben:Leute die wegen solcher Lappalien Morddrohungen ausstoßen gehören weggesperrt und resozialisiert...
Schon mal an einem Stammtisch gesessen, wenn genug Bier geflossen ist? Man ignoriert das einfach. Halbstarkes Geschwätz von Halbstarken.
Also quasi wie bei Anita und der Wu? :wink:
Ich fand es auch recht befremdlich, wie hier auf Newells Statement mit Sprüchen über sein Aussehen gekontert wurde, wohingegen es bei A. und Wu das alleeeerrrrrschlimmste überhaupt war.

Also doch zweierlei Maß?
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Kajetan
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Re: Steam - Valve rudert zurück: Kostenpflichtige Mods werde

Beitrag von Kajetan »

Kya hat geschrieben: Also quasi wie bei Anita und der Wu? :wink:
Ich fand es auch recht befremdlich, wie hier auf Newells Statement mit Sprüchen über sein Aussehen gekontert wurde, wohingegen es bei A. und Wu das alleeeerrrrrschlimmste überhaupt war.
Also doch zweierlei Maß?
Stimmt. Aber auch nur dann, wenn es von den gleichen Personen stammt. Entweder beleidigt man beide gleichermaßen oder eben nicht :)
Kya
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Re: Steam - Valve rudert zurück: Kostenpflichtige Mods werde

Beitrag von Kya »

Kajetan hat geschrieben:
Kya hat geschrieben: Also quasi wie bei Anita und der Wu? :wink:
Ich fand es auch recht befremdlich, wie hier auf Newells Statement mit Sprüchen über sein Aussehen gekontert wurde, wohingegen es bei A. und Wu das alleeeerrrrrschlimmste überhaupt war.
Also doch zweierlei Maß?
Stimmt. Aber auch nur dann, wenn es von den gleichen Personen stammt. Entweder beleidigt man beide gleichermaßen oder eben nicht :)
Kam von den teils gleichen Personen, zumal bei Newell niemand verteidigend in die Bresche gesprungen ist.
Also doch alles whiteknights. :D
Grmpfant
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Re: Steam - Valve rudert zurück: Kostenpflichtige Mods werde

Beitrag von Grmpfant »

[edit] Formulierung
Sir Richfield hat geschrieben:
Grmpfant hat geschrieben:Wer ist denn Entwickler von Skyrim, und wer Publisher? Bethesda und - huch - Bethesda.
Ich sehe, du willst nicht verstehen.
Ok, fangen wir bei Null an, denn ich verstehe es wirklich nicht. Wenn ich Dich richtig verstehe, sagst Du:

Der Anteil an den Publisher am Mod-Umsatz ist ungerechtfertigt, weil der Publisher die vom Modder als Arbeitsbasis genutzte Leistung gar nicht selbst erbracht hat.

Stimmt das?

Wenn ja: ich widerspreche weiterhin. Der Publisher hat den Entwickler für die Entwicklung bezahlt. Wie genau die Verträge zwischen den Beiden aussehen, ist egal - vielleicht ist da ne Beteilung für Mehrverkäufe drin, vielleicht auch nicht. Auch die Modbarkeit und die Tools sind zwischen Publisher und Entwickler abgesprochen und der Mehraufwand dafür vom Publisher bezahlt worden. Demzufolge hat meiner Meinung nach auch der Publisher das Recht, dafür einen Anteil vom Umsatz zu verlangen, der mit Mods auf Basis seines Spiels gemacht wird. Er mag zwar nicht der Erschaffer sein, aber er ist der Rechteinhaber. Und er hat bereits dafür bezahlt, dass Mods überhaupt möglich sind und so extrem gefördert und unterstützt werden, wie das bei Skyrim passiert.

Irgendwie ist der Publisher immer der Böse. Zumindest nach Ansicht mancher Leute. Aber nach meiner Betrachtung leistet der Publisher einen riesengroßen Beitrag, ohne den es viele Spiele nicht geben würde: er übernimmt das wirtschaftliche Risiko. Sprich: er besorgt von irgendwoher zig Millionen Dollar/Euro/Kronkorken und gibt die dem Entwickler. Und wenn das Spiel dann nicht so toll ist oder nur Pech hat, kommt nicht genügend wieder rein, um die zig Millionen wieder da hin zurückzulegen, wo der Publisher so vorher geholt hat. Wenn das ne Bank war, wo die Millionen herkamen, dann wird's sehr schnell sehr hässlich. Woher also kommt dieses abfällige Bild vom Publisher als Vernichter von Existenzen und guten Spielen? Es sind sicher keine goldkackenden Altruisten, aber ohne sie gäbe es große Teile der Spielewelt nicht.
Zuletzt geändert von Grmpfant am 28.04.2015 13:47, insgesamt 1-mal geändert.
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Sir Richfield
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Re: Steam - Valve rudert zurück: Kostenpflichtige Mods werde

Beitrag von Sir Richfield »

Kirghiz hat geschrieben:Ich fands schon interessant, vor allem weil die Frage von einem, nach seinen Angaben, recht bekannten WC3 Modder aufgeworfen wurde. Wenn sich die Gesellschaft einig ist, warum gibt es Menschen die in diesem Punkt widesprechen? Naja, wenn wir mal diesen philosophischen Blödsinn auch weglassen ist deine Frage auch nicht so interessant für diejenigen die nicht in Deutschland leben.
Schon, nur mit anderen Worten.
US Amerikaner führen ähnliche rechtliche Debatten nur mit anderen Rahmenbedingungen. Da fällt dann öfter das Wort "Fair-use", ein Konzept, dass wir hier in Deutschland wenn überhaupt nur mit geringerem Gewicht haben.

Ich finde schon, dass wir nach all den Jahren Kapitalismus in verschiedenster Ausführung den Konsens erreicht haben, dass man Arbeitsleistung verkaufen kann.
Viele Gesellschaften würden sonst gar nicht mehr funktionieren.

Bliebe die Frage nach der Schöpfungshöhe, aber die genaue Auslegung ist eigentlich auch nur für Gerichte interessant, denn in "dem Markt" ist das unerheblich. Wenn jemand Preis X zahlt, dann zahlt der halt Preis X.
Gerade in der Kunst.
(Meine Meinung ist: Die wahre Kunst des Künstlers ist, sich und seine Werke verkaufen zu können. Technisches Können ist da fast unerheblich.)

In diesem Zusammenhang: Ein Modder darf natürlich nach Bezahlung seiner investierten Zeit fragen. Ob der gefragte Preis auch seinen Wert hat, entscheidet der Käufer.
Die Frage stellt sich ja spätestes seit der Pferdedecke.
Die Debatte bei DLC dreht sich ja im Kern auch eher um das Preis-Leistungsverhältnis.
Und da darf man sich die Frage stellen, warum diese Debatte so hitzig ist. Nicht kaufen sollte völlig reichen.

Bei Mods wäre das ähnlich, da habe ich als informierter Kunde (PC-Gaming Masterrace halt, wir sind alle Coder und Grafiker, wir können das ALLE beurteilen. /s ) auch die Wahl, den Aufwand zu bewerten und den Preis zu akzeptieren oder nicht.
MODs haben aber das Problem, dass sie zwangsweise auf der Arbeit anderer aufbauen. Da ist dann der Umfang der eigenen Leistung unerheblich, das ist ein rein rechtliches Problem.

Und eben dieses rechtliche Problem sah ich bei der Bethesda/Valve Konstellation nicht mal angekratzt.
Ich würde auch behaupten, dass genau das im Endeffekt Valve ins Gesicht explodiert ist.

Ich hätte es von einem Laienverständnis der Lage aus verstanden, wenn Bethesda über den Steam Workshop das Produkt "Skyrim" und seine Daten für die kommerzielle Nutzung lizensiert hätte.
Dann hätte ich immer noch den Preis kritisiert, aber halt auch nur noch den.
Es hat aber nach wie vor den Anschein (ich lasse mich mit Quellen überzeugen), dass dem nicht so war.
Für mich wirkt das so, als würde Bethesda sich die bisherige Duldung vergolden lassen wollen und sämtliche Probleme (auch und gerade rechtliche) auf Valve abwälzen.
(Weshalb ich an den obigen Punkt glaube, dass Valve das ins Gesicht und so...)
jack1112
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Re: Steam - Valve rudert zurück: Kostenpflichtige Mods werde

Beitrag von jack1112 »

valve weiss nie was die da machen siehe cs go schwachmaten
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old z3r0
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Re: Steam - Valve rudert zurück: Kostenpflichtige Mods werde

Beitrag von old z3r0 »

Grmpfant hat geschrieben:
Sir Richfield hat geschrieben:
Grmpfant hat geschrieben:Wer ist denn Entwickler von Skyrim, und wer Publisher? Bethesda und - huch - Bethesda.
Ich sehe, du willst nicht verstehen.
...
Nur kurz dazu.

Entwickler: Bethesda Game Studios
Publisher: Bethesda Softworks

Ist schon nen Unterschied vorhanden. Und darauf will auch Sir Richfield hinaus.

Der Publisher bekommt die 40% der Mod-Einnahmen. Die Entwickler, also die Mitarbeiter des Entwicklerstudios, die NICHT beim Publisher angestellt sind, bekommen davon nix.
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Lebensmittelspekulant
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Re: Steam - Valve rudert zurück: Kostenpflichtige Mods werde

Beitrag von Lebensmittelspekulant »

Protest bringt also nichts... *hust**hust* ;)

Diese Kehrtwende verlief noch um ein Vielfaches schneller als bei der 180-Konsole ^^

Ich bin dennoch nicht gegen die Idee Modder zu bezahlen. Man könnte doch einen Spendenknopf bei Steam einführen und lässt es ähnlich verlaufen wie Kickstarter. Den ursprünglichen Spielentwickler kann man für die Bereitstellung der Tools eine Minimalprovision zukommen lassen, im niedrigen einstelligen Prozentbereich.

Gäbe es dagegen Einwände?
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Wigggenz
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Re: Steam - Valve rudert zurück: Kostenpflichtige Mods werde

Beitrag von Wigggenz »

Lebensmittelspekulant hat geschrieben:Gäbe es dagegen Einwände?
Die Publisher gingen auf die Barrikaden...
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Kajetan
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Re: Steam - Valve rudert zurück: Kostenpflichtige Mods werde

Beitrag von Kajetan »

Lebensmittelspekulant hat geschrieben:Gäbe es dagegen Einwände?
Auf jeden Fall weniger als bei diesem Versuch.
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Jazzdude
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Re: Steam - Valve rudert zurück: Kostenpflichtige Mods werde

Beitrag von Jazzdude »

Die (mittlerweile zum guten Ton gehörenden und völlig normalen) Morddrohungen mal beiseite gelassen, wo sind die Marktschreier die sonst immer gleich Antanzen von wegen: Boykott, Petition und co. bringen nichts, man solle erwachsen werden, man soll sich nicht so haben?

Theoretisch hätte die Spielerschaft es auch in der Hand endlich MiniDLC und Seasion Pass abzuschießen.

Lobenswert. Ich hoffe, dass die Modder, die es für ihre Arbeit verdienen genug freiwillige Zahlungen bekommen!
Lebensmittelspekulant hat geschrieben:Man könnte doch einen Spendenknopf bei Steam einführen und lässt es ähnlich verlaufen wie Kickstarter.
Das wäre tatsächlich ideal mit einem Haken: Wenn Steam wieder den Moddern offiziell die Möglichkeit gibt, über ihre Plattform an Geld zu kommen, würde Steam sicherlich wieder seine 30 % wollen. Und dann wäre auch Bethesda mit ihren 45 % nicht weit. Und davon hätten die Modder dann wieder kaum etwas. Was sagt Bethesda da überhaupt zu der Entwicklung? Gibt es da irgendwelche Interviews?
Zuletzt geändert von Jazzdude am 28.04.2015 14:08, insgesamt 4-mal geändert.
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Exedus
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Re: Steam - Valve rudert zurück: Kostenpflichtige Mods werde

Beitrag von Exedus »

saxxon.de hat geschrieben:
saxxon.de hat geschrieben:Mal abwarten, wie sich das entwickelt. Valve experimentiert immer und überall. Egal ob bei Spielmechaniken, Distributionsmodellen oder sonstwas. Und wenn etwas nicht funktioniert oder angenommen wird, verschwindet es in der Regel auch so schnell wieder, wie es gekommen ist.
saxxon.de hat geschrieben: Das Abendland ist erst untergegangen, wenn es soweit ist. Bis dahin ist Valve immernoch eine Firma die dafür bekannt ist, Experimente zu machen und diese auch einfach zu verwerfen. Einfach mal abwarten, nichts wird so heiß gegessen wie es gekocht wird.
https://youtu.be/GNGc9zmpK5M?t=3s

Also sollte man deiner Meinung nach die schnauze halten weil die Publisher schon alleine drauf kommen das sie scheisse bauen?
Captain Obvious
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Re: Steam - Valve rudert zurück: Kostenpflichtige Mods werde

Beitrag von Captain Obvious »

Lebensmittelspekulant hat geschrieben:Ich bin dennoch nicht gegen die Idee Modder zu bezahlen. Man könnte doch einen Spendenknopf bei Steam einführen und lässt es ähnlich verlaufen wie Kickstarter. Den ursprünglichen Spielentwickler kann man für die Bereitstellung der Tools eine Minimalprovision zukommen lassen, im niedrigen einstelligen Prozentbereich.

Gäbe es dagegen Einwände?
Ja, vom Finanzamt. ;)
Grmpfant
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Re: Steam - Valve rudert zurück: Kostenpflichtige Mods werde

Beitrag von Grmpfant »

old z3r0 hat geschrieben:Nur kurz dazu.

Entwickler: Bethesda Game Studios
Publisher: Bethesda Softworks

Ist schon nen Unterschied vorhanden. Und darauf will auch Sir Richfield hinaus.

Der Publisher bekommt die 40% der Mod-Einnahmen. Die Entwickler, also die Mitarbeiter des Entwicklerstudios, die NICHT beim Publisher angestellt sind, bekommen davon nix.
Ich weiß schon. Ich halte nur den Unterschied nicht für relevant. Die Entwickler-Firma ist schon bezahlt worden. Und ob sie von zusätzlichen Einnahmen was abbekommt oder nicht, ist reine Verhandlungssache.

Auf rechtlicher Basis:
Der Rechteinhaber stellt eine Leistung zur Verfügung und erwartet dafür, dass er an Umsätzen beteiligt wird, die mit Werken auf Basis dieser Leistung erstellt werden. Finde ich ok.

Auf moralischer Basis:
Selbst wenn das Geld nicht an den Publisher, sondern an den Entwickler geht, landet es bei einer Firma und erreicht nicht direkt die Leute, die die Leistung geschaffen haben. Die sind nur Festangestellte oder Auftragsarbeiter. Also auch da macht es für mich keinen Unterschied.