Kirghiz hat geschrieben:Ich fands schon interessant, vor allem weil die Frage von einem, nach seinen Angaben, recht bekannten WC3 Modder aufgeworfen wurde. Wenn sich die Gesellschaft einig ist, warum gibt es Menschen die in diesem Punkt widesprechen? Naja, wenn wir mal diesen philosophischen Blödsinn auch weglassen ist deine Frage auch nicht so interessant für diejenigen die nicht in Deutschland leben.
Schon, nur mit anderen Worten.
US Amerikaner führen ähnliche rechtliche Debatten nur mit anderen Rahmenbedingungen. Da fällt dann öfter das Wort "Fair-use", ein Konzept, dass wir hier in Deutschland wenn überhaupt nur mit geringerem Gewicht haben.
Ich finde schon, dass wir nach all den Jahren Kapitalismus in verschiedenster Ausführung den Konsens erreicht haben, dass man Arbeitsleistung verkaufen kann.
Viele Gesellschaften würden sonst gar nicht mehr funktionieren.
Bliebe die Frage nach der Schöpfungshöhe, aber die genaue Auslegung ist eigentlich auch nur für Gerichte interessant, denn in "dem Markt" ist das unerheblich. Wenn jemand Preis X zahlt, dann zahlt der halt Preis X.
Gerade in der Kunst.
(Meine Meinung ist: Die wahre Kunst des Künstlers ist, sich und seine Werke verkaufen zu können. Technisches Können ist da fast unerheblich.)
In diesem Zusammenhang: Ein Modder darf natürlich nach Bezahlung seiner investierten Zeit fragen. Ob der gefragte Preis auch seinen Wert hat, entscheidet der Käufer.
Die Frage stellt sich ja spätestes seit der Pferdedecke.
Die Debatte bei DLC dreht sich ja im Kern auch eher um das Preis-Leistungsverhältnis.
Und da darf man sich die Frage stellen, warum diese Debatte so hitzig ist. Nicht kaufen sollte völlig reichen.
Bei Mods wäre das ähnlich, da habe ich als informierter Kunde (PC-Gaming Masterrace halt, wir sind alle Coder und Grafiker, wir können das ALLE beurteilen. /s ) auch die Wahl, den Aufwand zu bewerten und den Preis zu akzeptieren oder nicht.
MODs haben aber das Problem, dass sie zwangsweise auf der Arbeit anderer aufbauen. Da ist dann der Umfang der eigenen Leistung unerheblich, das ist ein rein rechtliches Problem.
Und eben dieses rechtliche Problem sah ich bei der Bethesda/Valve Konstellation nicht mal angekratzt.
Ich würde auch behaupten, dass genau das im Endeffekt Valve ins Gesicht explodiert ist.
Ich hätte es von einem Laienverständnis der Lage aus verstanden, wenn Bethesda über den Steam Workshop das Produkt "Skyrim" und seine Daten für die kommerzielle Nutzung lizensiert hätte.
Dann hätte ich immer noch den Preis kritisiert, aber halt auch nur noch den.
Es hat aber nach wie vor den Anschein (ich lasse mich mit Quellen überzeugen), dass dem nicht so war.
Für mich wirkt das so, als würde Bethesda sich die bisherige Duldung vergolden lassen wollen und sämtliche Probleme (auch und gerade rechtliche) auf Valve abwälzen.
(Weshalb ich an den obigen Punkt glaube, dass Valve das ins Gesicht und so...)