Tropes vs. Women - Anita Sarkeesian über die positiven Darstellung von weiblichen Charakteren in Superbrothers: Sword & Sworcery

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Wulgaru
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Re: Tropes vs. Women - Anita Sarkeesian über die positiven D

Beitrag von Wulgaru »

billy coen 80 hat geschrieben:Ich glaube du missverstehst mich; wahrscheinlich habe ich, wie befürchtet, doch etwas zu sehr changiert.

Mein ganzes Geschwätz drehte sich mehrheitlich gar nicht explizit um Gender-Studies. Ich will auch nicht implizieren, dass es sich bei denen vorrangig um derlei Auswüchse handelt; habe sogar schon durchaus positives über die eine oder andere Veranstaltung gehört.

Mir ging es mehr um das ganze Drumherum, um Dinge, die mich persönlich sehr stören am aktuellen Feminismus oder besser an dessen Begleitgeräuschen, auf welche ich die ganze Bewegung nicht dergestalt runterbrechen möchte, wie es teils getan wird, aber die man, meines Erachtens auch nicht so sehr ausblenden darf, wie es eben, je nach Sichtweise, ebenso gerne gemacht wird.
Ich kann nicht sagen das mich Auswüchse von Feminismus stören. Ich finde sie amüsant bis egal. Mich stört auf der Gegenseite diese zusehends reaktionäre Strömung, die man eventuelle gerade im Internet am deutlichsten sieht, weil die Leute dabei gleichsam am ehrlichsten und am hysterischsten sind. Ich verfolge verschiedene zugegebenermaßen recht liberale politische Youtubekanäle und Podcasts die mehr oder weniger die politische Stimmung kommentieren. Es ist für mich recht auffällig, wann immer Frauen zur Sprache kommen und natürlich passiert so wie Nachrichten funktionieren häufig anhand von den üblichen Themen ala Rape oder Feminism, manchmal aber eben auch konkrete Politiken wie wage gap usw....wann immer das zur Sprache kommt, verändert sich die Atmosphäre in den Kommentaren völlig und man kann sich sicher sein das dieses Video eine entsprechend negative Bewertung bekommen wird.

Ich glaube du wirst wissen was ich meine und ich will das auch gar nicht als bewusste Frauenfeindlichkeit hinstellen sondern eher als dieses bewusste wegwischen und kleinreden bestimmter offensichtlich vorhandener Problematiken die ich persönlich nicht haben kann. Ähnlich wie dich verrückte Auswüchse und vielleicht auch die scheinbare Grundstimmung bei solchen Problematiken aufregt, nervt mich diese Ablehnung von Thematiken die häufig hart an der Grenze zu etwas ganz anderem surft, was dann aber unerhlicherweise nicht ausgesprochen wird.

Das kann man gerade wieder schön an dem Desaster von Rolling Stone beobachten, die so einen kolossalen Mist gebaut haben das man es nicht in Worte fassen kann...aber was man dann zu hunderten unter den entsprechenden Berichterstattungen lesen kann: ich habs ja immer gesagt, die lügen alle....und genau das finde ich furchtbar und sehr viel schlimmer als ein paar bekloppte Gendertheorien....denn sind keine Meinungen von 70jährigen Reaktionären sondern unserer Generation. Ich kann mich damit nicht identifizieren.
billy coen 80
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Re: Tropes vs. Women - Anita Sarkeesian über die positiven D

Beitrag von billy coen 80 »

Nanimonai hat geschrieben:
Scipione hat geschrieben:Was ist, wenn in einem Wald ein Baum umfällt, und niemand sieht es? Ist er dann wirklich umgefallen, oder erst dann wenn ein Mensch sagt, dass er umgefallen ist?
Wenn du schon eine der Grundthesen des radikalen Konstruktivismus hernimmst, dann stelle die Frage auch richtig. Die Frage lautet nicht, ob der Baum wirklich umgefallen ist, sondern ob es ein Geräusch gab, auch wenn niemand da ist, der es hören konnte. Und ja, diese Frage ist beantwortet.
Konstruktivismus???

Stammt diese Frage nicht aus der fernöstlichen Philosophie und zielt eben auf die infrage Stellung des vermeintlich unanfechtbar Realen ab?

Und ich denke so leicht lässt sich die Frage nicht beantworten, denn es steckt auch die Definition dahinter, was man als Geräusch definiert. Benennt man die in Schwingung versetzte Luft bereits als Geräusch, ist dies natürlich klar zu beantworten: ja, es gibt ein Geräusch.

Definiert man aber Geräusch als das, was unser Gehirn aus den vom Gehör aufgenommenen Luftschwingungen macht, muss man diese Frage verneinen, denn dann entstehen beim Umstürzen eines Baumes tatsächlich nur Luftschwingungen und keine Geräusche, solange sich kein Gehör mit dahinter geschaltetem Gehirn in der Nähe befindet.

@ Wulgaru

Ich versteh dich voll und ganz, hätte dein Beispiel auch nicht als den Versuch empfunden, pauschal Frauenfeindlichkeit konstruieren zu wollen.

Ich denke im Kern sind wir beide nicht wirklich weit auseinander sondern argumentieren lediglich von unterchiedlichen Wahrnehmungen ausgehend; eben auf Basis dessen, was wen mehr nervt...

In diesem Sinne: :wink:

Ach und PS: Reaktionäres Gebaren nervt mich im Übrigen auch und ist nichts mit dem ich mich identifizieren möchte. Oder das auch in diesem Thread einige Male getätigte "Argumentierens" gegen Anita, indem man sich irgendwie auf ihr Aussehen und ihre Aufmachung stürzt. Ist in meinen Augen eine der dümmsten Arten der Diskussionsführung. Ist ungefähr so clever, wie die Leute, die z. B. einen Links-Fraktionär als unglaubwürdig abstempeln wollen, indem sie aufzeigen, in was für einem schicken Haus der wohnt und was für ein teures Auto der fährt... :roll:
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Imperator Palpatine
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Re: Tropes vs. Women - Anita Sarkeesian über die positiven D

Beitrag von Imperator Palpatine »

Nanimonai hat geschrieben:
Imperator Palpatine hat geschrieben:Welcher dieser anderen Studiengänge drängt derart aggressiv und dogmatisch in das öffentliche , nicht- universitäre Leben bis hin zur Einflussnahme auf Regierungen ?! Und ist gleichzeitig derart unwissenschaftlich ?
Spielt das eine Rolle? Doch nur für deine persönliche Gemütslage.
Abgesehen davon ist es doch ein wenig paradox, den Gender Studies einerseits jegliche gesellschaftliche Relevanz abzusprechen und sie andererseits als großen Einflussnehmer zu betrachten.
Daran ist gar nichts paradox.
Es handelt sich um ein Wohlstandsphänomen dass nur möglich ist weil jene die von den Gender Studies als das Übel der Welt gesehen werden eben jenen Wohlstand, Technologie, Freiheit erschaffen haben.

Und natürlich spielt es eine Rolle ob eine unwissenschaftliche Ideologie derart massiv Einfluss auf Regierende und die Gesetzesbildung nimmt. Das hat nichts mit meiner Gemütslage zu tun .
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Imperator Palpatine
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Re: Tropes vs. Women - Anita Sarkeesian über die positiven D

Beitrag von Imperator Palpatine »

Wulgaru hat geschrieben:
billy coen 80 hat geschrieben:Ich glaube du missverstehst mich; wahrscheinlich habe ich, wie befürchtet, doch etwas zu sehr changiert.

Mein ganzes Geschwätz drehte sich mehrheitlich gar nicht explizit um Gender-Studies. Ich will auch nicht implizieren, dass es sich bei denen vorrangig um derlei Auswüchse handelt; habe sogar schon durchaus positives über die eine oder andere Veranstaltung gehört.

Mir ging es mehr um das ganze Drumherum, um Dinge, die mich persönlich sehr stören am aktuellen Feminismus oder besser an dessen Begleitgeräuschen, auf welche ich die ganze Bewegung nicht dergestalt runterbrechen möchte, wie es teils getan wird, aber die man, meines Erachtens auch nicht so sehr ausblenden darf, wie es eben, je nach Sichtweise, ebenso gerne gemacht wird.
Ich kann nicht sagen das mich Auswüchse von Feminismus stören. Ich finde sie amüsant bis egal. Mich stört auf der Gegenseite diese zusehends reaktionäre Strömung, die man eventuelle gerade im Internet am deutlichsten sieht, weil die Leute dabei gleichsam am ehrlichsten und am hysterischsten sind. Ich verfolge verschiedene zugegebenermaßen recht liberale politische Youtubekanäle und Podcasts die mehr oder weniger die politische Stimmung kommentieren. Es ist für mich recht auffällig, wann immer Frauen zur Sprache kommen und natürlich passiert so wie Nachrichten funktionieren häufig anhand von den üblichen Themen ala Rape oder Feminism, manchmal aber eben auch konkrete Politiken wie wage gap usw....wann immer das zur Sprache kommt, verändert sich die Atmosphäre in den Kommentaren völlig und man kann sich sicher sein das dieses Video eine entsprechend negative Bewertung bekommen wird.

Ich glaube du wirst wissen was ich meine und ich will das auch gar nicht als bewusste Frauenfeindlichkeit hinstellen sondern eher als dieses bewusste wegwischen und kleinreden bestimmter offensichtlich vorhandener Problematiken die ich persönlich nicht haben kann. Ähnlich wie dich verrückte Auswüchse und vielleicht auch die scheinbare Grundstimmung bei solchen Problematiken aufregt, nervt mich diese Ablehnung von Thematiken die häufig hart an der Grenze zu etwas ganz anderem surft, was dann aber unerhlicherweise nicht ausgesprochen wird.

Das kann man gerade wieder schön an dem Desaster von Rolling Stone beobachten, die so einen kolossalen Mist gebaut haben das man es nicht in Worte fassen kann...aber was man dann zu hunderten unter den entsprechenden Berichterstattungen lesen kann: ich habs ja immer gesagt, die lügen alle....und genau das finde ich furchtbar und sehr viel schlimmer als ein paar bekloppte Gendertheorien....denn sind keine Meinungen von 70jährigen Reaktionären sondern unserer Generation. Ich kann mich damit nicht identifizieren.
Kennst du die Geschichte vom Hirtenjungen und dem Wolf ?

So etwas passiert dann nun einmal wenn zum einen gewisse Kreise hysterisch aus Mücken Elefanten machen und zum anderen im Zweifelsfall Lügen die sogar Menschenleben zerstören erfinden nur um ihr Gedankenkonstrukt zu verteidigen.
Kollosaler Mist ist dabei bezüglich dessen was da passiert ist noch eine nettformulierte Untertreibung.

Und das Ende ist eine vergiftete Diskussionskultur bei der man auch die leisen Zwischentöne nicht mehr hören will.
Nicht schön aber teilweise nachvollziehbar. Und dann sollte man sich vielleicht mit dem Gedanken anfreunden das deswegen gerade unsere bzw. die nachfolgende Generation viel extremer darauf reagiert. Und dass es weit mehr sind als man sich eingestehen mag.
johndoe981765
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Re: Tropes vs. Women - Anita Sarkeesian über die positiven D

Beitrag von johndoe981765 »

Passend zum PC-, Gender- und Femenirrsinn

http://diepresse.com/home/meinung/margi ... e/index.do


:)
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3nfant 7errible
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Re: Tropes vs. Women - Anita Sarkeesian über die positiven D

Beitrag von 3nfant 7errible »

billy coen 80 hat geschrieben:Ich schätze mal, du spielst da auf den Bereich der Philosophie an mit deinem Beispiel und ja, auch meines Erachtens wird in diesem Bereich, neben durchaus sinnvollen und interessanten Thesen gerne auch ziemlicher Quark produziert.

Die Sache mit dem "es gibt keine Wahrheit" finde ich vor diesem Hintergrund aber gar nicht mal so lächerlich, solange man es nicht so dogmatisch umsetzt, wie du es in deinen "Real Life"-Beispielen ins Absurde zu ziehen versucht hast.

Gerade im Bereich sozialer Fragen finde ich diese Grundhaltung, wie gesagt rein philosophisch, nicht verkehrt, genau wie auch einige Punkte aus dem Genderbereich. Vergleichbar etwa das vermeintliche Credo der Assassinen in der gleichnamigen Spielereihe: „Nichts ist wahr und alles ist erlaubt.“, womit man sich vor allen Dingen von religiösen Dogmata lossagen wollte, was die Assassinen im Spiel quasi zu atheistischen Freigeistern verklärt, obwohl ihre historischen Vorbilder eigentlich das exakte Gegenteil davon waren: fundamentalistisch religiöse Attentäter, die es auf jeden abgesehen hatten, der nach ihrer Auffassung ein unredliches Leben führte. Nach neuzeitlicher Auffassung wären sie wohl Terroristen.

Die grundsätzliche Geisteshaltung, dass nichts wahr ist, soll so eher dazu führen, dass man sich bei Auseinandersetzungen mit etwa sozialen Themen von bestehenden Gegebenheiten löst um sie unbefangener hinterfragen zu können. Sie sollte aber natürlich nicht dazu führen, dass man sehenden Auges vor den nächsten Bus läuft und sich wundert, wenn man dann auf einmal tot ist, wo man selbst doch erst zuvor den Bus als irreal eingestuft hat. Aber so ist dieses Mantra wohl auch nicht gemeint.

Was man da aber feststellen muss, mal zur Verteidigung der Philosophen, so schrullig und verkopft sie einem manchmal erscheinen mögen, sie versenden, zumindest meines Wissens, keine Mails oder Memos an etwa Physiker oder Biologen, mit der freundlich formulierten Aufforderung, bei der Beurteilung der nächsten Klausuren ihrer Studenten stets das nicht vorhanden Sein einer Wahrheit zu berücksichtigen... :D
Soweit ich weiss verlangt auch nicht jeder Philosoph eine praktische Anwendung jeglich erdachtem Rumgespinnes. Tatsächlich stossen sie immer wieder an die Grenzen ihrer eigenen Logik, da sie einsehen müssen, dass sie selbst keine über allem stehende Götter, sondern ebenfalls nur Menschen, Teil des Systems und jeglicher Befangenheit sind, die sie eigentlich nur gern bei anderen sehen würden. Wobei die besseren das gleich offen zugeben, die etwas schlechteren es irgendwo als kleine Randbemerkung erwähnen, und nur die ganz Bekloppten sich wirklich für Götter halten, eine praktische Anwendung fordern, durchführen und die Welt nach ihren eigenen wahnsinnigen Vorstellungen gestalten wollen.

An der Realität ändert all das sowieso nichts, das Universum hat lange vor uns existiert und wird auch lange nach uns fortbestehen. Es benötigt nicht der Wahrnehmung eines Menschen, damit Physik und Chemie funktionieren, genauso wie es Moleküle und Atome schon gab bevor wir wussten, dass es sie gibt und ihnen einen Namen gaben.

Dieses immer geforderte Nachdenken, Reflektieren, in Frage stellen, hört sich auch immer so vernünftig an und ich stimme dem ja auch voll zu. Das Problem ist nur, es bleibt lediglich bei dieser Aufforderung, wirklich nachdenken will man aber nicht, bzw nur soweit wie es der eigenen Vorstellung entspricht. Unangenehme Fragen, Kritik und Hinweise werden rigoros geblockt, weil man von vornherein auf ein bestimmtes Ergebnis kommen will. Dieses Nachdenken ist heute nichts weiter als eine mobile Echo Chamber, bei der man nur die eigenen Gedanken bestätigt haben möchte. Von Scheuklappen zu reden ist da noch eine Untertreibung. Der Kopf wird fest arretiert und in 2m Entfernung wird eine Barriere aufgebaut. Nur bis dahin darf gedacht werden und keinen cm weiter.
Wenn du schon irgendwo das Wörtchen Relativierung hörst, dann weisst du schon, hier will jemand alles andere als nachdenken. Hier will jemand absichtlich dumm bleiben.

Bei kultureller Toleranz verhält es sich nicht anders. Hört sich auch erstmal schön, nett und freundlich an. Bei genauerem Hinsehen wird aber absolut nichts toleriert, was nicht haargenau den eigenen Vorstellungen entspricht.

Das was heute als social justice oder political correctness bezeichnet wird, ist häufig nichts weiter als ein umgekehrter Rassismus oder Sexismus. Eine Diskriminierung bei dem einen als etwas schlechtes und bei dem anderen als etwas gutes zu Empfinden, ist Rassismus/Seximus in seiner reinsten Form.

Darüber wollen unsere fleissigen "Nachdenker" aber nicht nachdenken :Blauesauge:
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Imperator Palpatine
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Re: Tropes vs. Women - Anita Sarkeesian über die positiven D

Beitrag von Imperator Palpatine »

BattleIsle hat geschrieben:Passend zum PC-, Gender- und Femenirrsinn

http://diepresse.com/home/meinung/margi ... e/index.do


:)
Zitat aus dem Artikel:
" Eine Theatergruppe am Mount Holyoke College in Massachusetts beispielsweise führt Eve Enslers „Vagina-Monologe“ nicht mehr auf, weil dieses Stück Frauen ohne Vagina diskriminiere "

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Wulgaru
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Re: Tropes vs. Women - Anita Sarkeesian über die positiven D

Beitrag von Wulgaru »

Imperator Palpatine hat geschrieben: Kennst du die Geschichte vom Hirtenjungen und dem Wolf ?

So etwas passiert dann nun einmal wenn zum einen gewisse Kreise hysterisch aus Mücken Elefanten machen und zum anderen im Zweifelsfall Lügen die sogar Menschenleben zerstören erfinden nur um ihr Gedankenkonstrukt zu verteidigen.
Kollosaler Mist ist dabei bezüglich dessen was da passiert ist noch eine nettformulierte Untertreibung.

Und das Ende ist eine vergiftete Diskussionskultur bei der man auch die leisen Zwischentöne nicht mehr hören will.
Nicht schön aber teilweise nachvollziehbar. Und dann sollte man sich vielleicht mit dem Gedanken anfreunden das deswegen gerade unsere bzw. die nachfolgende Generation viel extremer darauf reagiert. Und dass es weit mehr sind als man sich eingestehen mag.
Oh, ich wollte damit gar nicht verteidigen was Magazine wie der Rolling Stone machen der gar andere Personen die aus welchen Gründen und Agenden Lügengeschichten erfinden die das Leben von Unschuldigen nachhhaltig zerstören könnten.

Das Problem an deinem Vergleich ist leider das es wirklich Wölfe gibt und das der Hirtenjunge der letztendlich vom Wolf gerissen wird, in diesem Beispiel nicht zwangsläufig oder in nahezu allen Fällen wohl keine Person sein wird die vorher politisch agitiert hat (bzw. auch wenn sie das getan hätte, würde, wäre das ja jetzt ja kein Freifahrtsschein für ein Verbrechen). Und das ist mein ganzes Problem. Opfer werden dadurch nun nachhaltig diskreditiert, da Rolling Stone im Grunde gar nichts beweist außer das es solche Lügengeschichten gibt, du aber suggerierst das es repräsentativ ist. Sag einem Opfer doch bitte im Zweifelsfalle das du ihnen deswegen nicht glaubst, hältst du diese Denkweise nicht für ein bisschen unfair?
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Re: Tropes vs. Women - Anita Sarkeesian über die positiven D

Beitrag von 3nfant 7errible »

Wulgaru hat geschrieben:
Imperator Palpatine hat geschrieben: Kennst du die Geschichte vom Hirtenjungen und dem Wolf ?

So etwas passiert dann nun einmal wenn zum einen gewisse Kreise hysterisch aus Mücken Elefanten machen und zum anderen im Zweifelsfall Lügen die sogar Menschenleben zerstören erfinden nur um ihr Gedankenkonstrukt zu verteidigen.
Kollosaler Mist ist dabei bezüglich dessen was da passiert ist noch eine nettformulierte Untertreibung.

Und das Ende ist eine vergiftete Diskussionskultur bei der man auch die leisen Zwischentöne nicht mehr hören will.
Nicht schön aber teilweise nachvollziehbar. Und dann sollte man sich vielleicht mit dem Gedanken anfreunden das deswegen gerade unsere bzw. die nachfolgende Generation viel extremer darauf reagiert. Und dass es weit mehr sind als man sich eingestehen mag.
Oh, ich wollte damit gar nicht verteidigen was Magazine wie der Rolling Stone machen der gar andere Personen die aus welchen Gründen und Agenden Lügengeschichten erfinden die das Leben von Unschuldigen nachhhaltig zerstören könnten.

Das Problem an deinem Vergleich ist leider das es wirklich Wölfe gibt und das der Hirtenjunge der letztendlich vom Wolf gerissen wird, in diesem Beispiel nicht zwangsläufig oder in nahezu allen Fällen wohl keine Person sein wird die vorher politisch agitiert hat (bzw. auch wenn sie das getan hätte, würde, wäre das ja jetzt ja kein Freifahrtsschein für ein Verbrechen). Und das ist mein ganzes Problem. Opfer werden dadurch nun nachhaltig diskreditiert, da Rolling Stone im Grunde gar nichts beweist außer das es solche Lügengeschichten gibt, du aber suggerierst das es repräsentativ ist. Sag einem Opfer doch bitte im Zweifelsfalle das du ihnen deswegen nicht glaubst, hältst du diese Denkweise nicht für ein bisschen unfair?
Und Feministinnen fanden den Artikel ganz toll. Sogar nachdem er als Lüge offenbart wurde. Ein echtes Opfer interessiert hier offensichtlich doch sowieso niemand. Hauptsache der ausgemachte Feind wird mit allen Mitteln dämonisiert. Sowohl echte weibl. Opfer und zu Unrecht beschuldigte Jungs, und damit auch Opfer, werden da gerne in Kauf genommen.

Und zu dem letzten Satz: Das einzige was ungerecht wäre, wäre einfach zu glauben. Zuhören ja, untersuchen ja. Aber ganz bestimmt nicht glauben und den Beschuldigten vorverurteilen.
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Wulgaru
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Re: Tropes vs. Women - Anita Sarkeesian über die positiven D

Beitrag von Wulgaru »

Scipione hat geschrieben:
Und zu dem letzten Satz: Das einzige was ungerecht wäre, wäre einfach zu glauben. Zuhören ja, untersuchen ja. Aber ganz bestimmt nicht glauben und den Beschuldigten vorverurteilen.
Richtig. Nur fehlt mir der Glaube das die härtesten Kritiker der bösen Feministinnen die sind die zuhören würden. Man sollte sich hier nicht einreden das keine Denke dabei ist, die glaubt das die Mehrzahl aller Fälle erfunden ist und diese Denke keinerlei Beweisgrundlage hat, aber zu einer Weltsicht führt die keineswegs auch nur im Ansatz kritischer oder objektiver ist als die der seltsamsten Femnazis...sondern die andere Seite der Medaille darstellt.
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Imperator Palpatine
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Re: Tropes vs. Women - Anita Sarkeesian über die positiven D

Beitrag von Imperator Palpatine »

Wulgaru hat geschrieben:
Scipione hat geschrieben:
Und zu dem letzten Satz: Das einzige was ungerecht wäre, wäre einfach zu glauben. Zuhören ja, untersuchen ja. Aber ganz bestimmt nicht glauben und den Beschuldigten vorverurteilen.
Richtig. Nur fehlt mir der Glaube das die härtesten Kritiker der bösen Feministinnen die sind die zuhören würden. Man sollte sich hier nicht einreden das keine Denke dabei ist, die glaubt das die Mehrzahl aller Fälle erfunden ist und diese Denke keinerlei Beweisgrundlage hat, aber zu einer Weltsicht führt die keineswegs auch nur im Ansatz kritischer oder objektiver ist als die der seltsamsten Femnazis...sondern die andere Seite der Medaille darstellt.
Vielleicht liegt es daran dass ich aufgrund meiner Grippe nicht ganz auf der Höhe bin aber ich kann mich nicht des Eindruckes verwehren das du hier ganz Flugs eine Schuldumkehr betreiben möchtest.
Getreu dem motto " Ja schlimm die Sache mit dem Rolling Stones Magazine ABER diese Kritiker.....

( Bitte korrigiere mich falls ich falsch liege..... )

Insbesondere da es massive Stimmen aus dem feministischen Lager gab die in dem Artikel nicht das geringste Problem gesehen haben. Im Gegenteil. Und so zeigen wessen Geistes Kind sie sind.

Der Rolling Stones Artikel ist nur die bisherige Spitze einer Entwicklung die insbesondere an nordamerikanischen Universitäten völlig aus dem Ruder gelaufen ist. Von kompletten Verträgen für Dates bis hin zu der Dame die mit einer Matratze durch die Unis tourte um auf ihre Vergewaltigung aufmerksam zu amchen. Die sich ebenfalls als Lügengeschichte entpuppt hat.
Und es liegt nun einmal in der menschlichen Natur dass man nach dem x-ten vergewaltigungsmärchen nicht mehr genau hinhört.

Die Leute die sich solche Geschichten erfinden sollten im Zweifelsfall zu einem Vergewaltigungsopfer gehen und erklären warum sie sich so etwas im Namen des Feminismus und der Mediengeilheit ausdenken !
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Re: Tropes vs. Women - Anita Sarkeesian über die positiven D

Beitrag von 3nfant 7errible »

Wulgaru hat geschrieben:
Scipione hat geschrieben:
Und zu dem letzten Satz: Das einzige was ungerecht wäre, wäre einfach zu glauben. Zuhören ja, untersuchen ja. Aber ganz bestimmt nicht glauben und den Beschuldigten vorverurteilen.
Richtig. Nur fehlt mir der Glaube das die härtesten Kritiker der bösen Feministinnen die sind die zuhören würden. Man sollte sich hier nicht einreden das keine Denke dabei ist, die glaubt das die Mehrzahl aller Fälle erfunden ist und diese Denke keinerlei Beweisgrundlage hat, aber zu einer Weltsicht führt die keineswegs auch nur im Ansatz kritischer oder objektiver ist als die der seltsamsten Femnazis...sondern die andere Seite der Medaille darstellt.
Ehrlich gesagt ist es vollkommen egal was irgendwelche Kritiker glauben oder nicht. Solange die Polizei bzw die zuständigen Behörden ihren Job richtig machen, und das hiesse in diesem Fall zuhören, untersuchen, aber nicht blind glauben, läuft doch alles wie es muss. Würden Journalisten auch ihren Job richtig machen und keine Stories erfinden, würden Aktivisten da Ungerechtigkeiten bekämpfen wo sie wirklich existieren, statt welche zu erschaffen wo es keine gab, dann gäbe es generell weniger Probleme, Konflikte und Opfer von Ungerechtigkeiten. Und damit auch keine Kritiker.

Und mal so nebenbei: man kann das hier eigentlich kaum hart genug kritisieren. Dieses Rape Culture Gedöns ist heutzutage so gut wie immer mit einem Angriff auf die Rechtstaatlichkeit verbunden, und damit mit einem Angriff auf elementare Menschenrechte.
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James Dean
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Re: Tropes vs. Women - Anita Sarkeesian über die positiven D

Beitrag von James Dean »

Haben diese Feministinnen drüben nichts besseres zu tun? Boko Haram tötet die ganze Zeit Frauen, ISIS verkauft Sklavinnen, in Indien werden immer wieder Frauen brutal vergewaltigt, in Afrika gibt's weibliche Beschneidung. Aber warum sich auf so etwas fokussieren, wenn man doch Videospiele hat? Bin ich froh, dass es DIE Art von Feministinnen nicht in solcher Lautstärke hier in Deutschland gibt. Zwar kriegt man ab und zu etwas mit, wie die Olle von der Emma-Zeitung, die behauptet hat, dass nur Männer sich umbringen und Frauen niemals Suizid begehen würden und es deswegen mehr Pilotinnen geben sollte. Oder Leute, die Fefe haten, nur weil er damals dieses Thesenpapier von Herrn Lann Dingenskirchen veröffentlicht hat. Aber noch hält es sich in Grenzen.
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Re: Tropes vs. Women - Anita Sarkeesian über die positiven D

Beitrag von tr1on »

Imperator Palpatine hat geschrieben: Daran ist gar nichts paradox.
Es handelt sich um ein Wohlstandsphänomen dass nur möglich ist weil jene die von den Gender Studies als das Übel der Welt gesehen werden eben jenen Wohlstand, Technologie, Freiheit erschaffen haben.

Und natürlich spielt es eine Rolle ob eine unwissenschaftliche Ideologie derart massiv Einfluss auf Regierende und die Gesetzesbildung nimmt. Das hat nichts mit meiner Gemütslage zu tun .
Das hat du sehr gut zusammengefasst. Allgemein ist in den letzten Jahren zu beobachten, dass vieles, was gestern und vorgestern richtig war, nun als "nicht (mehr) zeitgemäß" verteufelt und diffamiert wird.

kein Wunder, dass sich Widerstand hegt, wenn man versucht den Menschen ein X für ein U vorzumachen.
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Re: Tropes vs. Women - Anita Sarkeesian über die positiven D

Beitrag von tr1on »

James Dean hat geschrieben:Haben diese Feministinnen drüben nichts besseres zu tun? Boko Haram tötet die ganze Zeit Frauen, ISIS verkauft Sklavinnen, in Indien werden immer wieder Frauen brutal vergewaltigt, in Afrika gibt's weibliche Beschneidung. Aber warum sich auf so etwas fokussieren, wenn man doch Videospiele hat? Bin ich froh, dass es DIE Art von Feministinnen nicht in solcher Lautstärke hier in Deutschland gibt. Zwar kriegt man ab und zu etwas mit, wie die Olle von der Emma-Zeitung, die behauptet hat, dass nur Männer sich umbringen und Frauen niemals Suizid begehen würden und es deswegen mehr Pilotinnen geben sollte. Oder Leute, die Fefe haten, nur weil er damals dieses Thesenpapier von Herrn Lann Dingenskirchen veröffentlicht hat. Aber noch hält es sich in Grenzen.
Das liegt aber vor allem daran, dass der Ami an sich noch nicht so weichgekocht ist wie viele Deutsche, die alles schlucken, was ihnen ihre Blockparteien- und medien predigen.