Tropes vs. Women - Anita Sarkeesian über die positiven Darstellung von weiblichen Charakteren in Superbrothers: Sword & Sworcery

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Nanimonai
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Re: Tropes vs. Women - Anita Sarkeesian über die positiven D

Beitrag von Nanimonai »

Imperator Palpatine hat geschrieben: Es geht mir nicht um Forschung = Profit. Bereiche wie Geschichte, Philosophie und andere haben zu Recht ihren Platz an unseren Universitäten und sollen weiterhin gefördert werden.

Aber ihr ( nichtmonetärer ) Nutzen oder sagen wir besser Sinn und Zweck für die Gesellschaft, ihre Rolle, ist unbestreitbar.
Wo ist dies für Gender Studies ausser als ABM Massnahme für Kreise denen wissenschaftlichkeit und kritisches Denken nicht unbedingt nahe liegen ?
Und selbst wenn? Selbst wenn Gender Studies keinen noch so geringen Effekt auf die Gesellschaft haben, völlig unwissenschaftlich und unwirtschaftlich sind und nur eine Art ABM Maßnahme für Menschen sind, die mit ihrer Zeit nichts besseres anzufangen wissen?
Zum Einen kann man das von sehr vielen Studiengängen an Universitäten behaupten (je nach dem, wen man fragt), zum Anderen haben weder du noch ich darüber zu bestimmen, womit sich andere Menschen in ihren Leben beschäftigen wollen und was es "wert" ist, ein Studiengang an einer Universität zu sein oder nicht.
Nanimonai
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Re: Tropes vs. Women - Anita Sarkeesian über die positiven D

Beitrag von Nanimonai »

Imperator Palpatine hat geschrieben:Ich weiss nicht wer " diese (sic) Leute " sind aber ich bin jemand der der Meinung ist das die Probleme von Personen die ca. 0, 3 % der Bevölkerung ausmachen nicht der Maßstab für den Rest der Bevölkerung sind. Punkt. Irgendwo ist nun einmal eine Grenze erreicht.
Demnach sollten auch sämtliche Forschungen in Bereichen eingestellt werden, die nur einen von dir festgelegten, geringen Prozentteil der Bevölkerung betreffen?
billy coen 80
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Re: Tropes vs. Women - Anita Sarkeesian über die positiven D

Beitrag von billy coen 80 »

Och Wulgaru, ich habe in meinen letzten beiden Kommentaren doch gar nix über Gender Studies geschrieben. Vielmehr habe ich doch gerade erst hier im Thread der Gender-Ideologie durchaus zugestanden, dass sie auf rein philosophischer Ebene gar nicht so grundsätzlich verkehrt sein muss; um mal so das eine oder andere zu hinterfragen. Es ging mir in den letzten beiden Posts ausschließlich um Plors Grabenkampfrhetorik, in der er wiederholt irgendeine nicht definierte, weil wohl auch kaum explizit definierbare „andere Seite“ pauschal anhand irgendwelcher Extreme zu diskreditieren suchte und gleichzeitig, wie üblich, auf den Femi- / Gendersektor ein Loblied sang und jegliche diesen begleitenden, nicht ganz so unproblematischen Auswüchse beiseiteschob.

Dass ich als Negativbeispiel den Unisektor in Nordamerika heranzog, ist hierbei eben nicht als Kritik direkt an Gender-Studies zu sehen. Diese sind eh viel eher Symptom als Ursache. Die Ursache ist die grundlegende Ideologie dahinter. Und Grund ist das Bedürfnis, diese Ideologie, aus der Überzeugung heraus, diese stelle eine prinzipiell und ausschließlich gute Sache dar, zu verbreiten (Stichwort gesellschaftliche Konditionierung). Würde ich versuchen wollen, meine Weltanschauung irgendwie unters Volk zu bringen, wäre der Wissenschafts- und Bildungsbereich auch einer der ersten, den ich mir krallen würde…

Und was mir bei dieser Ideologie immer wieder ein Wenig Bauchschmerzen bereitet, ist die, wie auch schon von Last Splash angesprochen, teils enorme Heuchelei und Doppelmoral dahinter. Ein wunderbares Beispiel dafür kam zum Beispiel aus den Reihen der Gleichstellungsbeauftragten, die Zeter und Mordio schrien, als in einer noch etwas früheren Phase der Quotenplanungen eine geschlechterneutrale Quote für den öffentlichen Dienst angedacht wurde. Diese hätte unter anderem gerade auf den Bereich der Gleichstellungsbeauftragten massive Auswirkungen gehabt, denn diese Stellen werden zu 75 – 80 % von Frauen besetzt. Dort entblödete man sich tatsächlich, ausdrücklich und wortwörtlich vor einer „Männerquote“ zu warnen und sah darin eine potentielle Verwässerung der so wichtigen Frauenquoten. Dort haben offensichtlich Leute ihre Aufgabe mal so richtig gut verstanden. Eine zu hundert Prozent verfassungskonforme, geschlechtsneutrale Quotenregelung wird angegangen, weil man durch sie, warum auch immer, eine mit Artikel 3 Abs. 3 des Grundgesetzes nur schwer in Einklang zu bringende, nur für ein Geschlecht festgelegte Quote in Gefahr gebracht zu sehen meinte.

Es ist leider immer wieder die irrige Annahme etwaiger Aktivistengruppen, dass man reale oder auch nur vermeintliche Diskriminierungen mit Förderungsgesetzen ausgleichen müsse. Diese Einstellung widerspricht aber ganz klar dem Grundgesetz. Man meint dies immer aus Abs. 2 des 3. Artikels ableiten zu können, wo geschrieben steht, der Staat solle auf die Gleichberechtigung von etwa Mann und Frau hinwirken, dass damit aber keine geschlechterspezifisch formulierten Fördergesetze gemeint sein können, ergibt sich ganz klar aus Abs. 3 desselben Artikels, welcher aber gerne von besagten Aktivisten ausgeblendet wird.

Der Staat hat seinen Teil dazu beigetragen, so wie er vom Grundgesetz vorgesehen ist. Erstens gibt es überhaupt ein Grundgesetz, welches ausdrücklich unter anderem auch die Geschlechter als gleichberechtigt feststellt und außerdem gibt es, um dies auch im Berufsleben greifbarer zu machen, das europäische Antidiskriminierungsgesetz, welches, wenn auch, wie üblich, mit mehreren Jahren Verspätung und auf den letzten Drücker, von der Bundesregierung in Form des AGGs ratifiziert wurde.

Das alles reicht aber natürlich nicht aus. Wie sollte es auch; es wird nie ausreichen, denn würde es ausreichen, gäbe es ja am Ende für so manch einen keinen Anlass mehr, sich im Internet darüber zu echauffieren, dass es noch lange nicht reicht.

Die Crux am AGG ist z. B., dass man nur eine darauf begründete Klage erfolgreich durchführen kann, wenn man auch belegen kann, dass eine Ungleichbehandlung aufgrund etwa des Geschlechtes vorliegt. Das heißt, es reicht nicht die Mutmaßung aus, dass Frau Schulz deshalb weniger verdient als Herr Schmidt, weil sie eine Frau ist. Es muss bewiesen werden, was in aller Regel schwer ist, denn entweder liegen Sachgründe vor, warum Herr Schmidt mehr verdient als Frau Schulz (irgendeine spezielle Qualifikation, irgendeine gesonderte Tätigkeit, welche Frau Schulz nicht verrichtet, längere Betriebszugehörigkeit, etc., etc., etc.). Und wenn alle Stricke reißen, kann der Arbeitgeber sich am Ende immer noch auf die Tarifautonomie berufen, wegen der grundsätzlich Gehälter individuelle Verhandlungssache sind.

Dies mag Fluch sein, ist aber gleichzeitig auch Segen dieser Gesetze, denn sie können so auch nicht so ohne weiteres genutzt werden, um sich auf dem Klageweg Privilegien erstreiten zu können. Es ist gut so und sollte auch weiterhin so sein, dass in unserer Rechtsprechung der Begriff der Diskriminierung recht hoch hängt und nicht pauschal schon als gegeben hingenommen wird, sobald sich irgendjemand diskriminiert fühlt, vorausgesetzt er gehört irgendeiner diesbezüglich vermeintlich vorbelasteten Gesellschaftsschicht an.

Aber genau da sollte der Zug hingehen, ginge es nach dem Kopf von empörten Aktivisten. All diese ganzen neutral formulierten Gesetze sind nix wert; wir brauchen Gesetze die ausdrücklich, auf dieses Thema bezogen, Frauen fördern. Und da sind wir wieder im Bereich der Verfassungswidrigkeit. Und diese seltsamen, doppelmoralischen Vorstellungen finden sich in einigen Ebenen dieser ganzen Ideologie immer wieder. Wie auch die bekannten, immer wieder mal postulierten Forderungen danach, man müsse Frauen grundsätzlich erst einmal glauben, wenn sie eine Vergewaltigung anzeigen. Nein, muss man nicht. Besser gesagt: darf man nicht. Genauso wie man auch mit jedem anderen vermeintlichen Opfer einer Straftat verfährt, muss man auch weiterhin mit Vergewaltigungsopfern verfahren. Man muss die Klage unvoreingenommen aufnehmen, Beweise sammeln und dann mit derselben Unvoreingenommenheit gegen den benannten Täter, welcher dann erst einmal als Hauptverdächtiger gilt, zu ermitteln. Es gilt dasselbe also, wie auch bei etwa einer Körperverletzung. Es werden Aussagen aufgenommen, die Verletzungen werden dokumentiert und dann wird geprüft, ob erstens die Verletzungsmuster zum beschriebenen Tathergang passen und ob der benannte Täter tatsächlich auch als Täter in Frage käme. All das erscheint in diesem Falle auch dem Opfer einer Körperverletzung zunächst schnell so, als würde man ihm nicht glauben, ist aber zwingender Bestandteil der Ermittlungsarbeit um die Grundsätze unseres Rechtsstaates zu wahren: Jeder einer Straftat Bezichtigte gilt zunächst als unschuldig bis zum Beweis seiner Schuld. Dieser Grundsatz hat gewahrt zu bleiben, unabhängig davon, um welche vermeintliche Straftat es sich handelt und vor allen Dingen ungeachtet dessen, welches Geschlecht das vermeintliche Opfer hat. Derlei Forderungen sind aber nichts anderes, als eine Umkehr dieses Grundsatzes. Es gilt nicht mehr, dass die Anklage dem Täter die Schuld nachweisen muss, was sich gerade bei Vergewaltigungsdelikten aufgrund etlicher Rahmenbedingungen nicht selten als schwer herausstellt, der Angeklagte wird dazu verdonnert, seine Unschuld zu beweisen, was allerdings ebenso schwierig sein dürfte. Und, vor dem Hintergrund einer ihm somit quasi in dem Moment der ausgesprochenen Anklage entsprechend schon fast sicheren Haftstrafe, sollte sich jedem Menschen mit nur etwas Restverstand erschließen, warum das so herum einfach nicht funktionieren kann.

Sorry für die Wall of Text und das ständigen Changieren zwischen unterschiedlichen Themengebieten, aber irgendwie ist es ein Wenig mit mir durchgegangen… :Blauesauge:

Und abschließend: Nein, ich will nicht die ganze feministische Bewegung runterbrechen auf eben und in anderen Posts umrissene Extreme. Aber man sollte diese auch nicht permanent derart negieren, wie es teils von den Femi- / Genderbefürwortern getan wird. Denn es sind nicht selten die Extremen in einer ideologischen Bewegung, die sich schnell mal durchsetzen und das hat selten gute Folgen, sowohl für eine Bewegung an sich als auch für die Gesellschaft als Ganzes…
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3nfant 7errible
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Re: Tropes vs. Women - Anita Sarkeesian über die positiven D

Beitrag von 3nfant 7errible »

LastSplash hat geschrieben:
Imperator Palpatine hat geschrieben:
LastSplash hat geschrieben:
Richtig, bekanntlicherweise haben hauptsächlich männl. Studenten auf die Fresse bekommen, oder?
Und irgendwie auch zu dumm das Gleichberechtigung heute durch fast schon abstrakt lächerliche Frauenquoten (das Opfergeschlecht bekommt aber auch nix selbst auf die Reihe) mal eben und gegen unsere Verfassung abgeschafft wurde. Art. 3 sagt dir was? Aber klar das Patriarchat, gell.

Urteile wie diese hier sind Fremdschämen auf allerhöchsten Niveau:

http://mobil.derstandard.at/20000074006 ... ngskonform
Das muss man sich mal auf der Zunge zergehen lassen. Dieselben Personen die behaupten zwischen Männer und Frauen gebe es keine biologischen Unterschiede ( und im Bereich der Intelligenz ist dies auch absolut zutreffend ) setzen sich für Quoten ein bei denen Frauen mit weniger Leistung ! aka Punkte das selbe Ziel erreichen wie die Männer.
Unglaublich !
Das komplette Konstrukt "Genderismus-Feminismus" ist ausschließlich und auf einer schier unglaublichen Doppelmoral aufgebaut, alles was jemals erreicht wurde wird heute mit Füssen getreten.
Staatlicher! Sexismus par excellence, Beispiele dafür gibt es mittlerweile genügend.
b...bu.... but teh patriarchy.... and teh mael privilege :?


Ist schon lustig wie Standards gesenkt und selbst die ungeheuerlichsten Fehler entschuldigt werden, so wie hier:

http://www.nytimes.com/2015/04/06/busin ... .html?_r=1

Eine Journalistin wollte eine Geschichte über die pöhse Rape Culture an amerik. Universitäten erzählen, und weil sie nichts finden konnte, hat sie einfach eine erfunden. Alles um diesen Artikel war von Anfang an schlechte journalistische Arbeit und unmoralisch. Es gab dazu auch einen ziemlichen Shitstorm letztes Jahr.
Allerdings nicht von Feministinnen. Man sollte meinen, sie würden der Journalistin vorwerfen, echten Vergewaltigungsopfern damit einen Bärendienst erwiesen zu haben. Aber nein, der Tenor war eher "Eine gefakte Rape-Story ist besser als gar keine".
Nun, ich denke mal Unschuldige eines Verbrechens zu beschuldigen, ist immer nur solange lustig wie es einen selbst nicht betrifft.
Achja.... und Journalisten lügen natürlich nie. neeeeeeeeeeeiiiiiiiin ^^

Nanimonai hat geschrieben: Zum Einen kann man das von sehr vielen Studiengängen an Universitäten behaupten (je nach dem, wen man fragt), zum Anderen haben weder du noch ich darüber zu bestimmen, womit sich andere Menschen in ihren Leben beschäftigen wollen und was es "wert" ist, ein Studiengang an einer Universität zu sein oder nicht.
Und das in einem Anita-Thread.... :lol:

oh mann, oh mann, ihr merkts echt schon nicht mehr, oder? :lol:



Und was sind eigentlich diese ominösen anderen Studiengänge, "die auch nicht besser sind"?? (Übrigens eine tolle Argumentation ^^ Die anderen da drüben sind doof, also dürfen Gender Studies ruhig auch bekloppt sein). Kann ja nur all dieses andere Laberzeugs sein, das ebenfalls von Leuten studiert wird, die sonst nix draufhaben, aber unbedingt Student spielen wollen.
In naturwissenschaftlichen Fachgebieten oder Ingenieurswissenschaften dagegen können Professoren so menschlich schrullig sein wie sie wollen, sie lehren trotzdem keinen willkürlichen Hokuspokus, sonst würde morgen unsere Welt wie wir sie kennen nicht mehr funktionieren. Du bist tagtäglich und in den meisten Dingen, die du tust, Nutzniesser davon, dass andere Menschen exakt und wissenschaftlich arbeiten. Also stell das doch bitte nicht auf eine Stufe mit diesem Wischi-Waschi Gedöns, und wo genauso gearbeitet wird wie im Scientology Headquarter
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Wulgaru
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Re: Tropes vs. Women - Anita Sarkeesian über die positiven D

Beitrag von Wulgaru »

billy coen 80 hat geschrieben:Wall of Text
Und abschließend: Nein, ich will nicht die ganze feministische Bewegung runterbrechen auf eben und in anderen Posts umrissene Extreme. Aber man sollte diese auch nicht permanent derart negieren, wie es teils von den Femi- / Genderbefürwortern getan wird. Denn es sind nicht selten die Extremen in einer ideologischen Bewegung, die sich schnell mal durchsetzen und das hat selten gute Folgen, sowohl für eine Bewegung an sich als auch für die Gesellschaft als Ganzes…

Nichts für ungut, aber brichst du nicht alles darauf hinunter wenn du sagst das das Problem die Ideologie dahinter ist, wo ich mich frage was damit genau gemeint ist, weil es impliziert das ein Studiengang Gender Studies grundsätzlich so ist wie das was du hier darstellst, was ich eben als einseitig kritisiert habe. In deiner Zeichnung des ganzen haben wir es in der Tat mit Sektierern, Kultisten, Meinungsfaschisten zu tun...aber die Beweisführung ist eben immer anhand von so Beispielen wo erkennbar durchgeknallte Sachen passieren, meistens in den USA (was man auch wenn Internet es suggeriert eben nochmal ne völlig andere Kategorie von Feminismus ist), die aber wenig mit dem großen und ganzen zu tun haben.

Kannst du mir irgendwas über den Ablauf an deutschen Unis sagen was darüber hinausgeht das du diesen Studiengang komisch findest und Leute kennst die das machen und völlig durchgeknallt sind? Wie gesagt habe ich genau aus diesen Gründen BWL angeführt. Nicht weil ich diesen Studiengang im gleichen Maße kritisieren wollen würde wie du es hier mit anderen Studiengängen tust, sondern wegen dieser Einzelfallbeweisführung...ich könnte dir da Leute zeigen, glaubste nich :wink: . Verrückte gibt es überall. Die Überflüssigkeit beweist es allerdings nicht. Wer zudem glaubt das die Familienpolitik der letzten 30 Jahre nicht praktisch von Ideen aus diesem Umfeld beeinflusst ist (und nicht in diesem MRA-Weltbild gefangen ist das früher auch für Frauen alles besser war), hat meiner Meinung nach sehr große Scheuklappen auf was praktischen Nutzen angeht.
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Re: Tropes vs. Women - Anita Sarkeesian über die positiven D

Beitrag von billy coen 80 »

Ich glaube du missverstehst mich; wahrscheinlich habe ich, wie befürchtet, doch etwas zu sehr changiert.

Mein ganzes Geschwätz drehte sich mehrheitlich gar nicht explizit um Gender-Studies. Ich will auch nicht implizieren, dass es sich bei denen vorrangig um derlei Auswüchse handelt; habe sogar schon durchaus positives über die eine oder andere Veranstaltung gehört.

Mir ging es mehr um das ganze Drumherum, um Dinge, die mich persönlich sehr stören am aktuellen Feminismus oder besser an dessen Begleitgeräuschen, auf welche ich die ganze Bewegung nicht dergestalt runterbrechen möchte, wie es teils getan wird, aber die man, meines Erachtens auch nicht so sehr ausblenden darf, wie es eben, je nach Sichtweise, ebenso gerne gemacht wird.
Nanimonai
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Re: Tropes vs. Women - Anita Sarkeesian über die positiven D

Beitrag von Nanimonai »

Scipione hat geschrieben: Und was sind eigentlich diese ominösen anderen Studiengänge, "die auch nicht besser sind"?? (Übrigens eine tolle Argumentation ^^ Die anderen da drüben sind doof, also dürfen Gender Studies ruhig auch bekloppt sein). Kann ja nur all dieses andere Laberzeugs sein, das ebenfalls von Leuten studiert wird, die sonst nix draufhaben, aber unbedingt Student spielen wollen.
Fallen dir wirklich keine Studiengänge ein, deren wirtschaftlicher oder gesellschaftlicher Nutzen je nach Sichtweise arg begrenzt bis gar nicht vorhanden ist?
Im Übrigen sagte ich mit keiner Silbe, dass Gender Studies zu den Studiengängen zählt, "die auch nicht besser sind".
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Imperator Palpatine
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Re: Tropes vs. Women - Anita Sarkeesian über die positiven D

Beitrag von Imperator Palpatine »

@ Nanimonai

Welcher dieser anderen Studiengänge drängt derart aggressiv und dogmatisch in das öffentliche , nicht- universitäre Leben bis hin zur Einflussnahme auf Regierungen ?! Und ist gleichzeitig derart unwissenschaftlich ?

Die Philosophie ? Die Altertumswissenschaft mit Schwerpunkt Prähistorische Archäologie ? Althebraistik ? Oder vielleicht Europäische Urbanistik ?

Und es ist ein gewaltiger Unterschied ob man Forschung über Minderheiten z.B auch im medizinischen Bereich durchführt oder am man wegen diesen - ich wiederhole es - absoluten Promillezahlen damit beginnt öffentliche Gebäude mit entsprechenden Toiletten auszustatten, Anreden umformuliert etc. Also öffentliche Gelder einsetzt. Da werden Zustände nur zu dem einzigen Zweck überhöht um die staatliche finanzierte Stelle zu sichern und neue zu schaffen.
Nicht dass noch jemand in entscheidenden Position sich das ganze genauer ansieht und merkt dass hier sinnlos Steuergeld verschwendet wird und etwas dagegen unternimmt.....
Zuletzt geändert von Imperator Palpatine am 07.04.2015 11:51, insgesamt 1-mal geändert.
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3nfant 7errible
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Re: Tropes vs. Women - Anita Sarkeesian über die positiven D

Beitrag von 3nfant 7errible »

Man sollte hier nichts vermischen und den falschen Leuten einen Verdienst zusprechen. Gerade ältere Feminstinnen können sich selbst nicht mehr mit dem aktuellen 3rd wave feminism identifizieren. Werden von denen sogar eher als Feinde des Feminismus betrachtet. Das sind Frauen, die generell auf Missverhältnisse und Ungerechtigkeiten aufmerksam gemacht haben. Die nur das gesehen haben und nicht nur Frauen hier und Männer da. Und die gleiche Haltung haben sie heute auch noch, was aber mittlerweile nicht mehr gern gesehen wird, weil sich die Welt geändert hat und viele Verhältnisse sich umgekehrt haben.
Es ist schon verdächtig, wie bestimmte Statistiken gar nicht mehr genannt werden, obwohl sie vor gar nicht allzu langer Zeit noch stets vorgehalten wurden. Darunter das Verhältnis von männl. und weibl. Abiturienten oder akademische Abschlüsse von Männern und Frauen. Auch das grosse Missverhältnis von männl. und weibl. Obdachlosen, die grosse Schere zwischen männl. und weibl. Suizidopfern wird kaum angesprochen. Was ist auch schon ein Menschenleben oder eine Exitenzgrundlage, nicht wahr? Ist doch viel wichtiger, dass eine Frau, die ohnehin schon eine gehobene Position bekleidet und gut verdient, eine noch höhere Position erringt und noch mehr verdient.
Gender Studies heissen selten auch nur Gender Studies. Häufig gibt es den Zusatz Frauen- und Geschlechter-Forschung, oder gleich Women Studies. Da sieht man schon von vornherein, dass da niemals irgendetwas ergbnisoffen behandelt wird.
Lustigerweise ist es mit Ansage genau das was anderen Fachrichtungen geradezu verschwörungstheoretisch vorgeworfen wird, da Psychologie, Biologie, Anthropologie etc. ja angeblich Männer bevorteilen würden :Blauesauge:
billy coen 80
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Re: Tropes vs. Women - Anita Sarkeesian über die positiven D

Beitrag von billy coen 80 »

Nanimonai hat geschrieben:
Scipione hat geschrieben: Und was sind eigentlich diese ominösen anderen Studiengänge, "die auch nicht besser sind"?? (Übrigens eine tolle Argumentation ^^ Die anderen da drüben sind doof, also dürfen Gender Studies ruhig auch bekloppt sein). Kann ja nur all dieses andere Laberzeugs sein, das ebenfalls von Leuten studiert wird, die sonst nix draufhaben, aber unbedingt Student spielen wollen.
Fallen dir wirklich keine Studiengänge ein, deren wirtschaftlicher oder gesellschaftlicher Nutzen je nach Sichtweise arg begrenzt bis gar nicht vorhanden ist?
Im Übrigen sagte ich mit keiner Silbe, dass Gender Studies zu den Studiengängen zählt, "die auch nicht besser sind".
Mir fielen da so ganz spontan die Wirtschaftswissenschaften ein, die auch zum nicht unerheblichen Teil ideologisch geprägt sind und denen man auch gerne die tatsächliche Wissenschaftlichkeit in Frage stellt. Zum einen weil es natürlich in einer Wissenschaft schwer ist, traditionellen wissenschaftlichen Standards zu genügen, wenn oftmals letztlich die Art des Vorgehens, um eine aufgestellte These zu untersuchen, ebenso rein theoretischer Natur ist, wie die zu untersuchende These selbst. Da kann man sich durchaus einiges Zurechtrechnen, bis es zu dem passt, was man gerne als Ergebnis hätte. Und dies wird, und da ist der Punkt, wo die Wissenschaft Treibenden nicht ganz unschuldig sind an dem Vorwurf der Unwissenschaftlichkeit, auch immer mal wieder gerne getan.

Wie zum Beispiel beim Thema Mindestlohn, wo einige Institute nicht müde wurden, vor flächendeckenden Arbeitsplatzverlusten zu warnen, weil es ja Berechnungen gab, die dies beweisen. Dass es aber in der Realität schon viele Jahre lang zahlreiche Beispiele alleine in der EU gab, wo die Einführung eines Mindestlohnes keine signifikanten Auswirkungen auf die Beschäftigungszahlen hatte, zählte dabei nicht. Man hatte ja schließlich die Berechnungen. Und wen schert schon die Wirklichkeit, wenn man mathematische Formeln hat?!

Und dazu @ Palpie: Dieser Wissenschaftsbereich verhält sich zwar nicht von sich heraus expansiv. Aber das braucht er auch nicht. Man schenkt ihm auch so schon sehr viel Gehör (siehe die berühmten "Wirtschaftsweisen"). Mit Hilfe der Berechnungen unserer Wirtschaftswisschenschaftler werden immer wieder gerne marktliberale Ideologien mit vermeintlicher Wissenschaftlichkeit unterfüttert oder entsprechende bereits bestehende Stati Quo zementiert.
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Re: Tropes vs. Women - Anita Sarkeesian über die positiven D

Beitrag von Imperator Palpatine »

Scipione hat geschrieben:Man sollte hier nichts vermischen und den falschen Leuten einen Verdienst zusprechen. Gerade ältere Feminstinnen können sich selbst nicht mehr mit dem aktuellen 3rd wave feminism identifizieren. Werden von denen sogar eher als Feinde des Feminismus betrachtet. Das sind Frauen, die generell auf Missverhältnisse und Ungerechtigkeiten aufmerksam gemacht haben. Die nur das gesehen haben und nicht nur Frauen hier und Männer da. Und die gleiche Haltung haben sie heute auch noch, was aber mittlerweile nicht mehr gern gesehen wird, weil sich die Welt geändert hat und viele Verhältnisse sich umgekehrt haben.
Es ist schon verdächtig, wie bestimmte Statistiken gar nicht mehr genannt werden, obwohl sie vor gar nicht allzu langer Zeit noch stets vorgehalten wurden. Darunter das Verhältnis von männl. und weibl. Abiturienten oder akademische Abschlüsse von Männern und Frauen. Auch das grosse Missverhältnis von männl. und weibl. Obdachlosen, die grosse Schere zwischen männl. und weibl. Suizidopfern wird kaum angesprochen. Was ist auch schon ein Menschenleben oder eine Exitenzgrundlage, nicht wahr? Ist doch viel wichtiger, dass eine Frau, die ohnehin schon eine gehobene Position bekleidet und gut verdient, eine noch höhere Position erringt und noch mehr verdient.
Gender Studies heissen selten auch nur Gender Studies. Häufig gibt es den Zusatz Frauen- und Geschlechter-Forschung, oder gleich Women Studies. Da sieht man schon von vornherein, dass da niemals irgendetwas ergbnisoffen behandelt wird.
Lustigerweise ist es mit Ansage genau das was anderen Fachrichtungen geradezu verschwörungstheoretisch vorgeworfen wird, da Psychologie, Biologie, Anthropologie etc. ja angeblich Männer bevorteilen würden :Blauesauge:
Dies ist der Fluch der geschichtlich zu spät geborenen die durch übertriebenen Empörungsaktionismus versuchen ihre eigene Unbedeutenheit zu übertünchen.

Es wirkt wie jemand der zu spät zu einer Party kommt die schon lange über ihrem Zenit ist. Es ist ruhiger geworden, viele sind schon gegangen und der Rest führt mehr oder weniger isoliert die typischen Vier Uhr Morgens Gespräche während man auf das Taxi wartet.
Plötzlich geht die Tür auf und jemand versucht mit wildem Getöse die Party da hin zu bringen wo sie vor fünf Stunden war.
Und der dann ganz bockig reagiert wenn man ihm sagt er solle bitte ruhiger sein oder nach Hause gehen.
Eine ziemlich traurige Gestalt.

@ billy coen

Ja das ist richtig aber wie ich bereits im Vorfeld schrieb handelt es sich bei der Wirtschaft um eine fundamentale Säule unserer Gesellschaft die uns alle unmittelbar ! betrifft. Und dementsprechend bewegen sich richtigerweise auch viele Akteure um die Säule, manche gewiss mit zweifelhaftem Ruf und Intention.
Gerade das Beispiel Mindestlohn zeigt aber auch den Unterschied. Diese Ablehnung war eine spezifische deutsche Eigenheit die nicht ansatzweise auf den Erfahrungen der Europäischen Nachbarn fusste.
Es war mehr oder minder leicht zu überprüfen und dementsprechend zu entkräften.
Zuletzt geändert von Imperator Palpatine am 07.04.2015 13:36, insgesamt 1-mal geändert.
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3nfant 7errible
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Re: Tropes vs. Women - Anita Sarkeesian über die positiven D

Beitrag von 3nfant 7errible »

Nanimonai hat geschrieben:
Fallen dir wirklich keine Studiengänge ein, deren wirtschaftlicher oder gesellschaftlicher Nutzen je nach Sichtweise arg begrenzt bis gar nicht vorhanden ist?
Na das wollte ich eigentlich von dir wissen. Aber davon abgesehen, mache ich auch keinen Hehl daraus, dass ich eine Reihe von Studiengängen, die wie eine Fortführung der Waldorfschule wirken, immer schon etwas belächelt habe. Vor allem diejenigen, bei denen es kaum eine gewisse Wissenschaftlichkeit gibt. Wenn ich schon sowas höre wie "es gibt keine Wahrheit" :roll:
Wenn es keine Wahrheit gäbe, würde keine Maschine funktionieren. Wenn es keine Wahrheit gäbe, wäre es ungeheuerlich, dass wir unsere Toten begraben oder verbrennen. Denn vielleicht schlafen sie ja nur. Wir sollten sie in unseren Behausungen behalten oder auf der Strasse stapeln, bis uns Seuchen erzählen, dass es doch eine Wahrheit gibt. Du solltest deine Kinder an offenen Steckdosen rumdoktern lassen, denn dass das gefährlich ist, ist keine Wahrheit. Oder starr doch mal den ganzen taglang ungeschützt in die Sonne. Es ist keine Wahrheit, dass deine Augen dadurch Schaden nehmen. Es ist lediglich ein sprachliches Konstrukt der Menschen.

Um mal des Imperators Bild des besoffenen 5 Uhr in der Früh Gesprächs aufzunehmen... genau so wirken manche Studiengänge. Was ist, wenn es keine Wahrheit gibt? Was ist, wenn in einem Wald ein Baum umfällt, und niemand sieht es? Ist er dann wirklich umgefallen, oder erst dann wenn ein Mensch sagt, dass er umgefallen ist? Was ist, wenn unterschiedliche Geschlechter eine Erfindung des Menschen sind? Und *hicks* die wichtigste Frage überhaupt: Warum sind die 2 Typen eigentlich schon so aufgeregt als sie zunächst annehmen: Ist es ein Vogel? Ist es ein Flugzeug? Bevor sie endlich feststellen: Nein, es ist Supermaaaaan!

Vor allem bei diesen Clowns und Clowninnen, die erzählen, dass erst Sprache Wahrheit schafft, tritt die geballte Doppelmoral zutage. Es soll Professor und Professorin heissen. Architekt und Architektin. Salzstreuer und Salzstreuerin *derp*. Aber bloss nicht Täter und Täterinnen. Vergewaltiger und Vergewaltigerinnen. Mörder und Mörderinnen. Kinderschänder und Kinderschänderinnen.


PS: und was ist jetzt mit dem "zum Anderen haben weder du noch ich darüber zu bestimmen, womit sich andere Menschen in ihren Leben beschäftigen wollen" ?
billy coen 80
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Re: Tropes vs. Women - Anita Sarkeesian über die positiven D

Beitrag von billy coen 80 »

Ich schätze mal, du spielst da auf den Bereich der Philosophie an mit deinem Beispiel und ja, auch meines Erachtens wird in diesem Bereich, neben durchaus sinnvollen und interessanten Thesen gerne auch ziemlicher Quark produziert.

Die Sache mit dem "es gibt keine Wahrheit" finde ich vor diesem Hintergrund aber gar nicht mal so lächerlich, solange man es nicht so dogmatisch umsetzt, wie du es in deinen "Real Life"-Beispielen ins Absurde zu ziehen versucht hast.

Gerade im Bereich sozialer Fragen finde ich diese Grundhaltung, wie gesagt rein philosophisch, nicht verkehrt, genau wie auch einige Punkte aus dem Genderbereich. Vergleichbar etwa das vermeintliche Credo der Assassinen in der gleichnamigen Spielereihe: „Nichts ist wahr und alles ist erlaubt.“, womit man sich vor allen Dingen von religiösen Dogmata lossagen wollte, was die Assassinen im Spiel quasi zu atheistischen Freigeistern verklärt, obwohl ihre historischen Vorbilder eigentlich das exakte Gegenteil davon waren: fundamentalistisch religiöse Attentäter, die es auf jeden abgesehen hatten, der nach ihrer Auffassung ein unredliches Leben führte. Nach neuzeitlicher Auffassung wären sie wohl Terroristen.

Die grundsätzliche Geisteshaltung, dass nichts wahr ist, soll so eher dazu führen, dass man sich bei Auseinandersetzungen mit etwa sozialen Themen von bestehenden Gegebenheiten löst um sie unbefangener hinterfragen zu können. Sie sollte aber natürlich nicht dazu führen, dass man sehenden Auges vor den nächsten Bus läuft und sich wundert, wenn man dann auf einmal tot ist, wo man selbst doch erst zuvor den Bus als irreal eingestuft hat. Aber so ist dieses Mantra wohl auch nicht gemeint.

Was man da aber feststellen muss, mal zur Verteidigung der Philosophen, so schrullig und verkopft sie einem manchmal erscheinen mögen, sie versenden, zumindest meines Wissens, keine Mails oder Memos an etwa Physiker oder Biologen, mit der freundlich formulierten Aufforderung, bei der Beurteilung der nächsten Klausuren ihrer Studenten stets das nicht vorhanden Sein einer Wahrheit zu berücksichtigen... :D
Nanimonai
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Re: Tropes vs. Women - Anita Sarkeesian über die positiven D

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Imperator Palpatine hat geschrieben:Welcher dieser anderen Studiengänge drängt derart aggressiv und dogmatisch in das öffentliche , nicht- universitäre Leben bis hin zur Einflussnahme auf Regierungen ?! Und ist gleichzeitig derart unwissenschaftlich ?
Spielt das eine Rolle? Doch nur für deine persönliche Gemütslage.
Abgesehen davon ist es doch ein wenig paradox, den Gender Studies einerseits jegliche gesellschaftliche Relevanz abzusprechen und sie andererseits als großen Einflussnehmer zu betrachten.
Nanimonai
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Re: Tropes vs. Women - Anita Sarkeesian über die positiven D

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Scipione hat geschrieben:Was ist, wenn in einem Wald ein Baum umfällt, und niemand sieht es? Ist er dann wirklich umgefallen, oder erst dann wenn ein Mensch sagt, dass er umgefallen ist?
Wenn du schon eine der Grundthesen des radikalen Konstruktivismus hernimmst, dann stelle die Frage auch richtig. Die Frage lautet nicht, ob der Baum wirklich umgefallen ist, sondern ob es ein Geräusch gab, auch wenn niemand da ist, der es hören konnte. Und ja, diese Frage ist beantwortet.