Ich finde es immer amüsant mit was für einem blindem Auge du immer rumlaufen kannst. Du weiß offensichtlich genau wie ich was man so für Gestalten an einer Uni trifft, gerade wenn du von Indoktrination sprichst, frage ich mich was du dann von den vielen Bwl-Studenten und den Juristen hältst die sich bereits an der Uni genauso verhalten wie Karikaturen ihrer späteren Berufe, vor allem weil sie glauben sich dort so verhalten zu müssen und quasi bereits dort ihren eigenen Kult beginnen. Wenn man mal wissen will warum man meint das Eliten abgehoben sind, kann aus einer längeren Beobachtung des Nachwuchses jede Menge lernen.Imperator Palpatine hat geschrieben:Der Unterschied ist das Universitäten in der Regel staatlich finanziert sind und fundamentalen Einfluss auf eine Vielzahl junger Studenten ausüben können. Insbesondere da hier vermeintlich gebildete Personen als Autoritätsfiguren auftreten.Nanimonai hat geschrieben:Ich sehe in diesem Punkt keinen Unterschied zwischen Universitäten, Arztpraxen, Stammtischen, Hinterhöfen, Wohnzimmern und Kirchen.Lord Hesketh-Fortescue hat geschrieben: Das ist m.E. auch ein Stück weit ein Problem der Unis, speziell der Kulturwissenschaften. Man lässt sich auf Denkweisen und Modelle ein - je nach aktuell angesagter „Schule“ - und sieht die Welt bzw. den Weltausschnitt daraufhin unter einer bestimmten Brille bzw. einem bestimmten Brennglas, das bestimmte Dinge stark hervorhebt und andere Dinge verschwinden lässt. Dabei fehlt mir manchmal eine Schulung des Bewusstseins, dass man - rein theoretisch - auch ganz anders gefärbte Gläser nehmen könnte, und zu ganz anderen Ergebnissen käme. Gerade Wissenschaft sollte ein Prozess permanenter Selbsthinterfragung sein, nicht im Sinne von Verunsichert-sein, sondern im Sinne von Beweglich-bleiben, sich selbst stärker beim Denken und Handeln zu beobachten, Methoden und Modelle zu reflektieren etc.pp.
Es ist eine durch und durch menschliche Eigenschaft, die Welt durch eine gefärbte Brille zu betrachten, wobei die Färbung immer eine Mixtur aus intrinsischen und extrinsischen Motiven und Erfahrungen ist.
Nur weil man intelligent und/oder gebildet ist, muss man nicht auch zwingend reflexionsfähig sein, wobei man es in dem Fall vermutlich schlechter verzeihen kann.
Und zwar über Jahre, Woche für Woche, Tag für Tag.
Personen die mit einer ganz klaren Agenda ohne große Kritik oder Veränderungen von aussen ihre Sichtweise manifestieren können. Entwicklungen wie in Norwegen sind hierbei eine seltene Ausnahme.
Und da sie sich zumeist hinter - für den Durchschnittsbürger aber auch frischgebackenen Abiturienten - komplizierten und hochtrabenden Wortwäldern verstecken, können sie sich ungestört ausleben.
Das ist schon etwas ganz anderes als zumeist halbprivate Gespräche in Hinterhöfen, Arztpraxen und Stammtischen innerhalb einer kleinen Gruppe.
Am Ende stehen dann Effekte und Verhaltensweisen wie jene hier:
https://www.youtube.com/watch?v=-jEQYHA ... A&index=42
Ich will wie gesagt nicht abstreiten das es in Sozialwissenschaften objektiver zugeht ganz im Gegenteil und natürlich überspitze ich auch was ich über Bwler und Juris schreibe, aber was du hier für ein Scientology-Szenario abziehst, ist doch mehr als albern. Du glaubst doch selbst nicht das jede einzelne Person die sich mit Frauenstudien beschäftigt genau diese Denkweise hat. Nur weil man etwas studiert ist man nicht gleich indoktriniert, das ist lediglich eine Methode um ein simples Weltbild seinerseits zu rechtfertigen.

