Tropes vs. Women - Anita Sarkeesian über die positiven Darstellung von weiblichen Charakteren in Superbrothers: Sword & Sworcery

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Wulgaru
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Re: Tropes vs. Women - Anita Sarkeesian über die positiven D

Beitrag von Wulgaru »

Imperator Palpatine hat geschrieben:
Nanimonai hat geschrieben:
Lord Hesketh-Fortescue hat geschrieben: Das ist m.E. auch ein Stück weit ein Problem der Unis, speziell der Kulturwissenschaften. Man lässt sich auf Denkweisen und Modelle ein - je nach aktuell angesagter „Schule“ - und sieht die Welt bzw. den Weltausschnitt daraufhin unter einer bestimmten Brille bzw. einem bestimmten Brennglas, das bestimmte Dinge stark hervorhebt und andere Dinge verschwinden lässt. Dabei fehlt mir manchmal eine Schulung des Bewusstseins, dass man - rein theoretisch - auch ganz anders gefärbte Gläser nehmen könnte, und zu ganz anderen Ergebnissen käme. Gerade Wissenschaft sollte ein Prozess permanenter Selbsthinterfragung sein, nicht im Sinne von Verunsichert-sein, sondern im Sinne von Beweglich-bleiben, sich selbst stärker beim Denken und Handeln zu beobachten, Methoden und Modelle zu reflektieren etc.pp.
Ich sehe in diesem Punkt keinen Unterschied zwischen Universitäten, Arztpraxen, Stammtischen, Hinterhöfen, Wohnzimmern und Kirchen.
Es ist eine durch und durch menschliche Eigenschaft, die Welt durch eine gefärbte Brille zu betrachten, wobei die Färbung immer eine Mixtur aus intrinsischen und extrinsischen Motiven und Erfahrungen ist.
Nur weil man intelligent und/oder gebildet ist, muss man nicht auch zwingend reflexionsfähig sein, wobei man es in dem Fall vermutlich schlechter verzeihen kann.
Der Unterschied ist das Universitäten in der Regel staatlich finanziert sind und fundamentalen Einfluss auf eine Vielzahl junger Studenten ausüben können. Insbesondere da hier vermeintlich gebildete Personen als Autoritätsfiguren auftreten.
Und zwar über Jahre, Woche für Woche, Tag für Tag.
Personen die mit einer ganz klaren Agenda ohne große Kritik oder Veränderungen von aussen ihre Sichtweise manifestieren können. Entwicklungen wie in Norwegen sind hierbei eine seltene Ausnahme.
Und da sie sich zumeist hinter - für den Durchschnittsbürger aber auch frischgebackenen Abiturienten - komplizierten und hochtrabenden Wortwäldern verstecken, können sie sich ungestört ausleben.

Das ist schon etwas ganz anderes als zumeist halbprivate Gespräche in Hinterhöfen, Arztpraxen und Stammtischen innerhalb einer kleinen Gruppe.

Am Ende stehen dann Effekte und Verhaltensweisen wie jene hier:
https://www.youtube.com/watch?v=-jEQYHA ... A&index=42
Ich finde es immer amüsant mit was für einem blindem Auge du immer rumlaufen kannst. Du weiß offensichtlich genau wie ich was man so für Gestalten an einer Uni trifft, gerade wenn du von Indoktrination sprichst, frage ich mich was du dann von den vielen Bwl-Studenten und den Juristen hältst die sich bereits an der Uni genauso verhalten wie Karikaturen ihrer späteren Berufe, vor allem weil sie glauben sich dort so verhalten zu müssen und quasi bereits dort ihren eigenen Kult beginnen. Wenn man mal wissen will warum man meint das Eliten abgehoben sind, kann aus einer längeren Beobachtung des Nachwuchses jede Menge lernen.

Ich will wie gesagt nicht abstreiten das es in Sozialwissenschaften objektiver zugeht ganz im Gegenteil und natürlich überspitze ich auch was ich über Bwler und Juris schreibe, aber was du hier für ein Scientology-Szenario abziehst, ist doch mehr als albern. Du glaubst doch selbst nicht das jede einzelne Person die sich mit Frauenstudien beschäftigt genau diese Denkweise hat. Nur weil man etwas studiert ist man nicht gleich indoktriniert, das ist lediglich eine Methode um ein simples Weltbild seinerseits zu rechtfertigen.
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Sindri
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Re: Tropes vs. Women - Anita Sarkeesian über die positiven D

Beitrag von Sindri »

FuerstderSchatten hat geschrieben: Vielleicht habe ich es etwas unglücklich ausgedrückt, aber prinzipiell haben wir da einen Geber und Nehmer, wenn ich es mal so ausdrücken kann. Zumindest wenn wir von Geschlechtsverkehr reden. Selbst wenn ansonsten der Geber der passivere Part ist, muss er da in gewisser Hinsicht aggressiv vorgehen. ^^
Und natürlich kann der Nehmer das auch selbst in die Hand nehmen, aber er bleibt trotzdem halt der Nehmer.

Seit Shades of Grey will ich aber in diesen Zusammenhang nicht mehr von Dominanz reden. ^^

Aber genug davon, ich habe schon den Witcher Thread mit genau solchen Sauzeug beschmutzt.
Dominant und submissive. Da finde ich hast du Recht. Dabei spielt die sexuelle Orientierung oder das Geschlecht keine Rolle. Sex besteht immer aus einem(oder mehreren:D) Dominanten und submissiven Teil(en).
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FuerstderSchatten
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Re: Tropes vs. Women - Anita Sarkeesian über die positiven D

Beitrag von FuerstderSchatten »

Sindri hat geschrieben:
FuerstderSchatten hat geschrieben: Vielleicht habe ich es etwas unglücklich ausgedrückt, aber prinzipiell haben wir da einen Geber und Nehmer, wenn ich es mal so ausdrücken kann. Zumindest wenn wir von Geschlechtsverkehr reden. Selbst wenn ansonsten der Geber der passivere Part ist, muss er da in gewisser Hinsicht aggressiv vorgehen. ^^
Und natürlich kann der Nehmer das auch selbst in die Hand nehmen, aber er bleibt trotzdem halt der Nehmer.

Seit Shades of Grey will ich aber in diesen Zusammenhang nicht mehr von Dominanz reden. ^^

Aber genug davon, ich habe schon den Witcher Thread mit genau solchen Sauzeug beschmutzt.
Dominant und submissive. Da finde ich hast du Recht. Dabei spielt die sexuelle Orientierung oder das Geschlecht keine Rolle. Sex besteht immer aus einem(oder mehreren:D) Dominanten und submissiven Teil(en).
Nein, das meine ich nicht damit, ich sprach vom penetrieren und der daraus folgenden Rollenverteilung, womit ich nicht meine das daraus eine zwingend dominante Position des Mannes erfolgt, aber die Frau wird nun mal penetriert beim vaginalen Geschlechtsverkehr und nicht der Mann, selbst wenn die Frau oben auf liegt. Und diese Penetrierung erfordert nun mal vom Mann eine gewisse Aggressivität, aber ich will das jetzt auch nicht als der Weisheit letzter Schluss hinstellen, vielleicht mache ich dabei auch einen Gedankenfehler.
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Sylver001
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Re: Tropes vs. Women - Anita Sarkeesian über die positiven D

Beitrag von Sylver001 »

o_O

sind wir hier bei Sexualkunde für Fortgeschrittene? ...

Wenn Anita wüsste für was für Schweinereien sie hier grad Model steht.. die würde glatt lesbisch werden.. falls sie es nicht eh schon ist.. oder aber.. und das glaub ich eher, sich erst mal wieder im SM Club knebeln, fesseln und ordentlich bestrafen lassen, weil sie doch so ein böses Mädchen war :mrgreen:
Laza84
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Re: Tropes vs. Women - Anita Sarkeesian über die positiven D

Beitrag von Laza84 »

man man die hat aber über die jahre gut zugelegt ^^
Plor
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Re: Tropes vs. Women - Anita Sarkeesian über die positiven D

Beitrag von Plor »

Imperator Palpatine hat geschrieben:
Nanimonai hat geschrieben:
Lord Hesketh-Fortescue hat geschrieben: Das ist m.E. auch ein Stück weit ein Problem der Unis, speziell der Kulturwissenschaften. Man lässt sich auf Denkweisen und Modelle ein - je nach aktuell angesagter „Schule“ - und sieht die Welt bzw. den Weltausschnitt daraufhin unter einer bestimmten Brille bzw. einem bestimmten Brennglas, das bestimmte Dinge stark hervorhebt und andere Dinge verschwinden lässt. Dabei fehlt mir manchmal eine Schulung des Bewusstseins, dass man - rein theoretisch - auch ganz anders gefärbte Gläser nehmen könnte, und zu ganz anderen Ergebnissen käme. Gerade Wissenschaft sollte ein Prozess permanenter Selbsthinterfragung sein, nicht im Sinne von Verunsichert-sein, sondern im Sinne von Beweglich-bleiben, sich selbst stärker beim Denken und Handeln zu beobachten, Methoden und Modelle zu reflektieren etc.pp.
Ich sehe in diesem Punkt keinen Unterschied zwischen Universitäten, Arztpraxen, Stammtischen, Hinterhöfen, Wohnzimmern und Kirchen.
Es ist eine durch und durch menschliche Eigenschaft, die Welt durch eine gefärbte Brille zu betrachten, wobei die Färbung immer eine Mixtur aus intrinsischen und extrinsischen Motiven und Erfahrungen ist.
Nur weil man intelligent und/oder gebildet ist, muss man nicht auch zwingend reflexionsfähig sein, wobei man es in dem Fall vermutlich schlechter verzeihen kann.
Der Unterschied ist das Universitäten in der Regel staatlich finanziert sind und fundamentalen Einfluss auf eine Vielzahl junger Studenten ausüben können. Insbesondere da hier vermeintlich gebildete Personen als Autoritätsfiguren auftreten.
Und zwar über Jahre, Woche für Woche, Tag für Tag.
Personen die mit einer ganz klaren Agenda ohne große Kritik oder Veränderungen von aussen ihre Sichtweise manifestieren können. Entwicklungen wie in Norwegen sind hierbei eine seltene Ausnahme.
Und da sie sich zumeist hinter - für den Durchschnittsbürger aber auch frischgebackenen Abiturienten - komplizierten und hochtrabenden Wortwäldern verstecken, können sie sich ungestört ausleben.

Das ist schon etwas ganz anderes als zumeist halbprivate Gespräche in Hinterhöfen, Arztpraxen und Stammtischen innerhalb einer kleinen Gruppe.

Am Ende stehen dann Effekte und Verhaltensweisen wie jene hier:
https://www.youtube.com/watch?v=-jEQYHA ... A&index=42
Ich befürchte, ich wiederhole mich: Aber, um es trotzdem noch einmal gesagt zu haben,: Meiner Erfahrung nach (habe btw. Gender Studies nicht studiert) findet der Dogmatismus nicht in den Gender Wissenschaften selbst statt, sondern bei deren Gegnern. Bei Feminist_Innen und Genderwissenschaftler*Innen wird sehr ergebnisoffen über Möglichkeiten und Grenzen der Sprachsensibiltät, über die Diskrepanz zwischen akademischem Theoretisieren und praktischer Umsetzung und auch über den (nach wie vor offenen, alles andere als vollständig abgeklärten) Rahmen zwischen Nurture und Nature diskutiert.

Bei KritikerInnen der Gender Studies wird dann schnell aus jedem rein hypothetischen Ideenpaper, aus jedem Vorschlag, aus jeder Debatte gleich ein Dogmatismus gezimmert und der dadurch erschaffene Pappdrache mit der pathetischen Geste eines großen rationalen Drachentöters erlegt. Allein dieser absurde Stammtischumgang mit Professox Lann Hornscheidt spricht da schon Bände. Und der Dogmatismus, Antiintellektualismusm Sprachkonservatismus und die extreme Ablehnung gegen alles "Andere" die hierbei zu Tage treten sind wirklich jenseits von gut und böse. Von dem extremen Hass, der einer Anita Sarkeesian entgegenschlägt, bloß weil sie sexistische Stereotype im Medium Videospiel analysiert, ganz zu schweigen. Wer da in der Debatte auf der Seite des Irrationalismus und Dogmatismus steht, wer da in der Debatte die Scheuklappen auf hat, ist da mMn. schon ziemlich offensichtlich...
Ron1xx9
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Re: Tropes vs. Women - Anita Sarkeesian über die positiven D

Beitrag von Ron1xx9 »

Hässliches Biest. die soll mal lieber ne reportage darüber bringen, wieviele hunde, katzen und weitere tiere sterben mussten in der vergangenheit, nur damit solche hässlichen frauen sich mit schminke einreden können sie wären hübsch.

dann würde die endlich mal was sinnvolles bringen. und jetzt bitte nicht den kater streicheln während man auf meine nachricht antwortet ladys. :D
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darkmojo
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Re: Tropes vs. Women - Anita Sarkeesian über die positiven D

Beitrag von darkmojo »

Ron1xx9 hat geschrieben:Hässliches Biest. die soll mal lieber ne reportage darüber bringen, wieviele hunde, katzen und weitere tiere sterben mussten in der vergangenheit, nur damit solche hässlichen frauen sich mit schminke einreden können sie wären hübsch.

dann würde die endlich mal was sinnvolles bringen. und jetzt bitte nicht den kater streicheln während man auf meine nachricht antwortet ladys. :D

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Sofabauer
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Re: Tropes vs. Women - Anita Sarkeesian über die positiven D

Beitrag von Sofabauer »

was hat das bitte mit dem Thema zu tun ?
PixelMurder
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Re: Tropes vs. Women - Anita Sarkeesian über die positiven D

Beitrag von PixelMurder »

Ron1xx9 hat geschrieben:Hässliches Biest. die soll mal lieber ne reportage darüber bringen, wieviele hunde, katzen und weitere tiere sterben mussten in der vergangenheit, nur damit solche hässlichen frauen sich mit schminke einreden können sie wären hübsch.

dann würde die endlich mal was sinnvolles bringen. und jetzt bitte nicht den kater streicheln während man auf meine nachricht antwortet ladys. :D
Gut möglich, dass du wie Brad Pitt aussiehst, aber behalte bitte dein Innenleben für dich, es kotzt mich an.
billy coen 80
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Re: Tropes vs. Women - Anita Sarkeesian über die positiven D

Beitrag von billy coen 80 »

Plor hat geschrieben:... Wer da in der Debatte auf der Seite des Irrationalismus und Dogmatismus steht, wer da in der Debatte die Scheuklappen auf hat, ist da mMn. schon ziemlich offensichtlich...
Ich denke, ein Stück weit solltest du auch dein Gesichtsfeld mal nach der einen oder anderen Scheuklappe absuchen. Ist schon auffällig, wie einseitig du das hier darstellst. Der Gender-Sektor arbeitet natürlich pauschal ergebnisoffen. Da sind natürlich keinerlei ideologische Dogmata zu finden. Aber bei der anderen Seite natürlich...

Wer soll diese andere Seite denn sein? Die grunzenden Neanderthaler? Komisch... Wird nicht immer bei diesen ganzen als Beispielen herangezogenen Extremausrastern von irgendwelchen Spinnern auf der Femiseite gesagt, dass sei ja auch nur ein Ausnahmefall??? Das wäre nicht derFeminismus, was es ja auch so nicht gibt. Aber die Gegenseite, was immer das auch heißen mag, ja die kann man natürlich runterbrechen auf Extreme. So funktioniert faires Diskutieren. Genauso und nicht anders. Herzlichen Glückwunsch!

Und natürlich wird im Genderbereich ergebnisoffen gearbeitet. Was dazu führt, dass jenseits des großen Teiches Begriffe wie "Rape Culture" und dem ominösen "white heterosexual male" als Archätyps des nicht diskrimierbaren Menschen, von dem folglich rassistische und sexistische Diskriminierungen nur ausgehen können, am Unisektor zum rethorischen Standardrepertoire geworden ist, muss sich ja durch Ergebnisoffenheit auszeichnen.

Und Dinge wie dieser ganze "Know your privelege!"-Quark ist tyischer ideologischer Mummenschanz von Leuten, die ständig Selbstreflexion einfordern, aber irgendwie immer nur von den anderen; auf keinen Fall in der eigenen Weltanschauung.

Sorry, aber deine ganzen Ausführungen sind derart einseitig, hängen so massiv in binären Denkmustern fest, dass es echt schwerfällt, das Ernst zu nehmen. Du tust nix anderes, als den Femi- / Gendersektor zu lobpreisen und irgendwelche ominösen Gegenseiten pauschal zu diskreditieren. Damit tust du exakt das, was du der bösen, bösen Gegenseite vorwirfst. Aber ist ja schon OK, denn du vertrittst ja schließlich die richtige, die gute Seite. Zumindest in deiner Wahrnehmung. Wo wir wieder bei den Themen Selbstreflexion und Scheuklappendenken angekommen wären...
Schwidde
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Re: Tropes vs. Women - Anita Sarkeesian über die positiven D

Beitrag von Schwidde »

fight feminism !
johndoe527990
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Re: Tropes vs. Women - Anita Sarkeesian über die positiven D

Beitrag von johndoe527990 »

Ich finde wir sollten feststellen, ob ihr Gewicht das einer kalten Ente entspricht.
Vernon
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Re: Tropes vs. Women - Anita Sarkeesian über die positiven D

Beitrag von Vernon »

Etwas älter, wurde hier sicher schon irgendwo verlinkt.
https://www.youtube.com/watch?v=X0EZl2Aq-8o
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Grubster
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Re: Tropes vs. Women - Anita Sarkeesian über die positiven D

Beitrag von Grubster »

billy coen 80 hat geschrieben: Sorry, aber deine ganzen Ausführungen sind derart einseitig, hängen so massiv in binären Denkmustern fest, dass es echt schwerfällt, das Ernst zu nehmen.
Hey, in dem Satz hörst du dich genau wie dein Klischee vom 'Femi- / Gendersektor' an, dass du hier versuchst zu zementieren! :roll:

Aus eigener Erfahrung kann ich Plors Feststellung aber nur bestätigen, die Disziplinen und Wissenschaften, die von ihren 'Gegnern' oft als radikal und Gefahr für die eigene Lebensweise angesehen sind, dies weit weniger sind als dargestellt bzw. angenommen wird. Wer sich mal die Geschichte der Cultural Studies ansieht (hier steht ja auch die Wiege der Gender Studies) wird aber natürlich auch feststellen, dass hier alles andere als ohne das Anliegen einer gesellschaftlichen Veränderung Forschung betrieben wird. In erster Linie bezieht sich das primär aber immer auf die Fähigkeit, ein reflektiertes Denken in Bezug auf Zustände, die als gegeben und nicht konstruiert verstanden werden, zu entwickeln. Erst im zweiten Schritt geht es dann um das Ändern von Verhaltensweisen, die man (und das 'man' kann ich hier trotz meines Studiums der Kulturwissenschaften problemlos verwenden) in vollem Bewusstsein eben vollzieht oder aber auch nicht ...
Beispiel gefällig? Immer wieder wird sich hier ja über das Aussehen von Anita als 'Femininistin' lustig gemacht: zu feminin, viel zu viel Schminke, viel zu dick aufgetragen etc. Feminismus bedeutet aber eben nicht, als Frau automatisch wie ein Mann zugunsten einer gleichgestellten gesellschaftlichen Position aussehen zu wollen oder zu müssen und das für die gesamte Gesellschaft ändern zu wollen. Es bedeutet eigentlich 'nur', die eigene Position kritisch hinterfragen zu können und dann – je nach individueller Vorliebe – sie entsprechend um- oder auszubauen. Das kann natürlich bis hin zum Aussehen gehen, da der 'Femi- / Gendersektor' aber alles andere als eine heterogene (wie könnte er/sie/es auch!) Gruppierung ist, gibt es da unzählige und oft sehr persönliche Spielarten.