ronny_83 hat geschrieben:Steffensteffen hat geschrieben:Wenn am Ende keine Wertung steht, kannst du nicht einfach ans Ende scrollen. Sicherlich wird man damit als einzelnes Magazin keine große Änderung bewirken - dazu müsste die ganze Branche mitziehen. Das ganze ist sicherlich utopisch, aber wer heutzutage noch auf konstruktive Veränderungen hofft, die zum Schutz der Konsumenten vorgenommen werden, ist sowieso ein Hippie.
Aber ist es wirklich zum Schutz des Konsumenten? Ich sehe mich da nicht geschützt, eher verwirrt. Ok, Daumen hoch, schräg und runter könnt ich mir evtl. noch gefallen lassen. Ist mir aber eigentlich nicht differenziert genug. Wirkt für mich eher so wie Tigerentenclub oder Kindersendungen auf KIKA, wo man die Kinder nicht mit zu differenzierten Ergebnissen verwirren will.
Ich könnte eigentlich auch die These aufstellen, dass die Redakteure von Eurogamer einfach kein Bock mehr haben, viel Zeit in die Zusammensetzung einer differenzierten Wertung zu investieren. Oder vielleicht, dass sie die Schnauze voll haben von den Kommentaren zu den Artikeln. Für die Öffentlichkeit natürlich wortgewandter verpackt. Sind natürlich nur Thesen.
Wie gesagt, ich halte den Daumen auch schon für zuviel des Guten, bzw. für völlig fehl am Platze. Es ist doch nun mal so, dass Unterhaltung im Allgemeinen und Videospiele im Speziellen ein sehr Subjektives Medium sind.
Was mir sehr gut gefällt, findest du nur mittelmäßig usw. Man kann einfach keine pauschale Aussage zur Qualität eines Spieles treffen (technische Fakoren mal außen vor gelassen).
Beispiel: Bert mag Rollenspiele und sieht, dass Dragon Age Inquisition von Tester Y in Magazin X, welches er regelmäßig liest, fette 90 % mit Sternchen bekommen hat. Also kauft er sich das Ding und stellt fest, dass er das Spiel ganz und gar nicht toll findet, weil es zu viele Füllerquests hat, die Dialogqualität zu wünschen übrig lässt und die Story banaler nicht sein könnte. Tester Y von Magazin X haben diese Dinge nicht gestört, bzw. seine Prioritäten liegen einfach anders, auf Grafik und Umfang zum Beispiel.
Das reflektiert die Zahl 90 aber nicht!
Ein (ehrlich) geschriebener Test wird Füllerquests und die Handlung zumindest erwähnen. Ein sehr guter Test würde diese Punkte sogar kritisieren und im Falle von Tester Y anmerken, dass diese Punkte in der Wertung nicht ausschlaggebend waren, da sie ihn persönlich nicht stören. Der Kunde hat also ein wesentlich umfangreicheres und genaueres Bild vom Spiel. Spaß ist nicht gleich Spaß, deswegen ist so ein pauschales System irreführend und nicht Konsumentenfreundlich.