Danke für die Zustimmung, die ich bezüglich des von Dir geschriebenen gerne zurückgeben möchte. Ich schätze genau das ist der Knackpunkt: Entweder man differenziert da und findet eben nicht, dass "Gewalt = Gewalt" wäre, oder aber man beruft sich auf erzkonsequente, aber meiner Meinung nach oberflächliche Prinzipien und verurteilt fiktionale Gewalt demnach immer (oder findet sie halt immer egal, die Meinung gab es hier ja auch schon desöfteren). Ich weiß sehr genau, warum ich mich da ersterer Position anschließe.Lord Hesketh-Fortescue hat geschrieben:Sharkie hat geschrieben:Ich halte es für wichtig, da von Fall zu Fall zu entscheiden und jeweils sehr genau hinzusehen, wie die vorhandene Gewalt präsentiert wird.![]()
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Eben. Auf der fiktionalen Darstellungs- und Verarbeitungsebene ist Gewalt nicht gleich Gewalt, und explizite Gewalt ist nicht gleich explizite Gewalt. Da muss man immer genau schauen, wie dieser Aspekt im jeweiligen Titel verwoben wird und insgesamt aufgeht. Und welche Funktion ihm zugedacht ist. Dass es da gewissermaßen ein eingedampftes „Gewalt-Destillat“ geben soll, welches aus dem Gesamtwerk loszulösen wäre, und welches im Kern eines jeden gewalthaltigen Films/Spiels/Buchs im Prinzip immer dieselbe Chose und gleich zu bewerten sei, halte ich für ganz großen Mumpitz. Denn genau das führt dazu, ein Hotline Miami, ein GTA und ein Hatred mit den Argumenten „Im Prinzip/Kern ja immer dasselbe“ und „Alles schon zigmal gesehen/getan“ über einen Kamm zu scheren. Oder meinetwegen ein „Funny Games“ mit „Saw 27“. Kann mit dieser Denkweise überhaupt nichts anfangen. Aber will mich darüber nicht weiter auslassen, sondern dir in diesem Punkt eigentlich nur zustimmen.
Nur bei Saw 27 würde ich gerne mein Veto einlegen - der gilt nicht umsonst als Höhepunkt der Reihe. :wink:

