Gimli276 hat geschrieben:Topic: ME2 und 3 waren beschissen. Ich wusste nicht mehr ob ich ME spiele oder Gears of War. Mich hat das bei Uncharted schon so dermaßen gestört, dass man so viel ballern muss, aber BioWare hat das immer wieder getoppt.
Wenn BioWare das Fundament des ersten Teils nimmt und weiter poliert und verbessert, gerne. Ansonsten braucht niemand noch ein ME, nachdem die "Saga" um Shepherd so billig enden musste.
Jup, ME 2+3 erinnert mich in diesem Aspekt ebenfalls an Gears of war, das ich ebenfalls gerne zocke, die Steuerung ist fast eine 1:1-Kopie, nur ein wenig schlechter.
Wenn dir die Kämpfe nicht gefallen, ist das dein gutes Recht, aber ich mag ME3 auf Wahnsinn sogar fast noch lieber als Gears, auch weil es abwechslungsreicher ist. Ich finde gar, dass ME 3 die ideale Verteilung von Kampf und Dialog hat. Man kann ja das Spiel auch auf Schwer oder gar Leicht stellen, dann kann man einfach durchlaufen. Und soviel dümmer ist die KI auch nicht, als was was mir heute noch überall geboten wird. Unterirdisch also, aber das ist nun mal Industrie-Standart.
ME1 habe ich oft durchgezockt, ich kann mit gutem Gewissen sagen, so oft, wie kaum einer. Aber es war bei aller Liebe auf keinen Fall in irgendeinem Aspekt ein Über-Spiel. Das Shooter-Gameplay war beschissen, die Skills waren lahm, die Schlossknack-Minispiele nervig, die Nebenplaneten generisch, der Loot nach der Hälfte des Spiels redundant, die KI auf Mario-Niveau. Frage mich heute manchmal, aus welchem Grund ich eigentlich so verschossen in das Spiel war.
ME2 war ein überraschend besserer Shooter, aber das Rollenspiel fühlte sich wie eine Sparübung an, unter anderem auch, weil der Loot praktisch weg fiel, ohne durch was anders kompensiert zu werden, dann diese Rekrutierungen und Loyalitätsmissionen im Akkord, die Beschränkungen der Waffen auf Klassen, dieses beschissene Scannen...
ME3 war dann wieder spürbar breiter und das verbesserte Skill-System war für mich das beste aller ME's. Es hat nicht ausufernd viele Skills, aber diese lassen sich doch verschieden anpassen und bieten bessere Synergien zwischen den Klassen. Okay, kann mir natürlich noch mehr Tiefe und mehr Skills vorstellen. Aber das von ME1 war ja nun wirklich banal.
Natürlich war das Ende eine grobe Schande, das ich eben gestern wieder erlebt habe. Musste mich beherrschen, diesen abgef***ten Sternen-Rotzlöffel nicht einfach abzuknallen, den es auch nach dem Patch noch gibt. Und das nächste Mal lasse ich mich wieder unrühmlich von Marauder Shields abschiessen.
Aber diese Schlappe lässt sich in ME4 ausbügeln und ich denke, dass werden sie tun. Ich habe dieses Jahr kaum noch ein Spiel gekauft, auch kein DA:I, Destiny oder TESO, dafür ME3 nochmals etwa zehn Mal durchgezockt, weil es trotz aller Macken immer noch aus der Masse des üblichen Bullshits raussticht. Ein ME4 werde ich unbesehen kaufen, in der guten Hoffnung, dass sie aus ME3 und vor allem seinem Ende gelernt haben. Es düfte natürlich gerne wieder das offenere Planeten-System mit den Mako-Erkundungen von Teil 1 haben, nur mit würdigen Schauplätzen und Geschichten, vielleicht auch mit ein paar generischen Feinden dazwischen und mit echten Kämpfen im Weltraum, denen man ausweichen könnte, wenn es einem auf den Sack geht.