JCD_Bionicman hat geschrieben:Pat´s Cat hat geschrieben:Daß sowas immer wieder eine News wert ist... Ein Armutszeugnis für die meisten Publisher. So viele Männer in den Chefetagen, aber kaum einer hat Eier in der Hose.

"Schwanzvergleich" ist dort vermutlich synonym mit "wer ihn am schnellsten einziehen kann". :wink:
Diese "eierlosen Männer in den Chefetagen" werden dafür bezahlt, wirtschaftliche Entscheidungen zu treffen und werden vermutlich auch über Kompetenzen, Mittel und Wege verfügen, lukrative Märkte zu erkennen und zu bedienen.
Das ist mir durchaus bewußt, deshalb habe ich ja ohne Smileys (sic!) noch hinterhergeschickt, daß das auch ein hausgemachtes Problem ist: man produziert, und das seit Jahrzehnten, fast ausschließlich für männliche Kunden, und dann führt man an, daß ja fast ausschließlich männliche Kunden diese Produkte kaufen. Quelle surprise. :wink:
Da käme es dann darauf an, dieses Image zu ändern und somit neue Kunden zu gewinnen. (Oder auch den Horizont seiner bisherigen Kundschaft zu erweitern, das wäre dann aber eher eine kulturelle als eine wirtschaftliche Diskussion.)
Daß das seine Zeit dauern wird, stelle ich auch nicht in Abrede. Dann veranschlagt man eben ein angemessen kleineres Budget für diese Titel ("Child of Light" war zB durchaus erfolgreich für Ubisoft), und
erschließt sich mittel- bis langfristig diesen neuen Markt, bis man dann hoffentlich mal an einen Punkt gelangt, an dem man sich auch bei AAA-Budgets nicht mehr wirklich per se einen Kopf um weibliche Figuren machen muß und entgegnen kann: "So viele unserer Kunden sind eh weiblich, da ist die Wahl des Spielercharakters in beiden Fällen gleich viel oder wenig risikoreich."
Ich vermute, man würde dann anstatt über das Geschlecht der Figur eher über das Genre des Spiels nachdenken, wenn man zielgruppenorientiert wirtschaftet und plant.
Ums dann kurz in dieser Hinsicht abzuschließen: derlei unternehmerisches Denken birgt halt auch immer das Risiko des Scheiterns als ein eher bürokratischer Ansatz. Und dafür braucht's dann halt eher "Eier"als für ein "weiter wie bisher".
Mir ist natürlich klar, dass in Internetforen jeder dahergelaufene Heinz Topmanager, Bundestrainer und Spitzenpolitiker in einem ist, aber hin und wieder sollte man sich vielleicht vor dem Abschicken eines Beitrages doch noch mal zurücklehnen und in Ruhe durchlesen, was man sich da eigentlich gerade anmaßt.
Mein erster Absatz war eher meine persönliche Meinung und scherzhaft. Mit Smileys. Ich mach mir auch keine Sorgen, daß Bobby Kotick & Co hier im Forum aufschlagen und meinen Beitrag persönlich nehmen. Insofern maße ich mir hier auch nichts an.
Daß es bisher keinen sonderlich lukrativen Markt für Spiele mit weiblichen Protagonisten gibt, kann man nicht bestreiten. Daß es aber auch in Zukunft keinen lukrativen Markt für solche Spiele geben könnte, den es sich zu erschließen lohnt, ist ja schließlich auch Deine persönliche Meinung. Du hast freilich den Vorteil, Dich damit (noch?) auf der Seite der Mehrheit der Chefetagen zu befinden.
