Armin hat geschrieben:
Sharkie hat geschrieben:
Du hast an dieser Stelle gesagt, dass Du den Begriff "Killerspiel" als gerechtfertigt und der Sache angemessen betrachtest:
Wer legt jetzt wem was in den Mund?
Sharkie hat geschrieben:
Da ist nix mit "Spiegel vorhalten". Du stellst dich eigentlich eher selbst auf die Seite Becksteins, zwar nicht bezüglich dessen Befürwortung eines Verbots, aber immerhin bezüglich dessen Einschätzung des Streitgegenstands. Du hast die Verwendung des Begriffes "Killerspiel" doch in diesem Post selbst als unterstützenswert dargestellt. Weswegen ich dann darauf hingewiesen habe, dass dieser Begriff eine ganze Reihe von Konnotationen enthält (z.B. "Das Spiel trainiert zum Töten"), die Du wahrscheinlich so nicht unterschreiben würdest.
Natuerlich nicht, alles was ich unter dem Begriff verstehe ist, dass es ein Spiel ist, in dem man einen Killer spielen kann. Trotzdem benutzte ich den Begriff gerne, um um den Heuchlern den Spiegel vorzuhalten. Denn sie sind jetzt in der Rolle Becksteins, welche Argumente benutzen sie denn um so ein Spiel verbieten zu lassen?
Ich lege Dir da garantiert nichts in den Mund, muss ich auch gar nicht. Du hast nämlich wortwörtlich gesagt "ich hätte den Kritikern rechtgegeben, das sind Killerspiele". Nichts für ungut, aber wie oft muss man Dir deine eigenen Aussagen eigentlich zitieren, damit Du zur Kenntnis nimmst, was Du da gesagt hast?
Und was die Verwendung des Begriffes angeht: Einerseits gibts Du den Kritikern in ihrer Verwendung des Begriffes recht, andererseits vertrittst Du aber anscheinend selbst eine Definition desselben Begriffes, die von jener der Kritiker in den zentralsten und kontroversesten Punkten stark abweicht (z.B. in dem Punkt "Trainiert zum Töten"). Wie passt das zusammen?
Und nochmal, es ist nicht nett, Leute in die Gesellschaft populistischer Politiker zu rücken, wenn diese tatsächlich ganz andere Positionen vertreten, als diese Politiker es tun. Das ist ungefähr so fair, als würde ich Dich jetzt in die Gesellschaft von irgendwelchen Amokläufer-Kellerkindern stellen, nur weil Du Hatred verteidigst. Würde ich auch nicht machen. Ist Mumpitz.
Armin hat geschrieben:
Klar, wenn jemand das Spiel nicht verbieten lassen will, hab ich mit ihm kein Problem.
Schön, in der Hinsicht sind wir uns also einig.
Armin hat geschrieben:
Dann erklaer doch einfach mal, was Du denn sonst damit sagen wolltest!
[...]
Aber anstatt hier Dinge in den Mund legen zu spielen, sag doch einfach, was Du da WIRKLICH meintest!
[...]
Nur wozu diente diese Differenzierung? Wo war der Sinn? Anstatt 50 mal rumzunoelen, dass man Dir was in den Mund legt, stell es doch einfach klar, wuerde allen viel Zeit sparen.
[...]
Das hat nix mit Strohmaennern zu tun. Sag einfach, wozu diese Differenzierung diente, es wird langsam laecherlich.
Sag mal, liest Du meine Beiträge eigentlich auch ganz, bevor Du deine Antworten zu den einzelnen Punkten abgibst? Lächerlich ist höchstens dieses sehr offensive und stumpf wiederholte Einfordern einer Erklärung, wenn diese tatsächlich, nur wenige Zeilen später, in meinem Post bereits enthalten war. Sie lautete:
Sharkie hat geschrieben:
Was ich damit sagen wollte? Dass Hatred ziemlich singulär in seiner Thematisierung des Tötens ist (wie gesagt, allenfalls noch vergleichbar mit Postal 1 und Manhunt). Das macht ein Call of Duty aber nicht besser, das hat halt andere Probleme (z.B. Kriegsverherrlichung). Jetzt klarer?
Das ist doch klar und deutlich formuliert. Nimm diese Aussage doch einfach mal so, wie sie da steht. Ohne mehr, ohne weniger, ohne "aber was willst Du WIRKLICH damit sagen?".
Wirklich damit sagen will ich das, was ich schrieb, nicht mehr und nicht weniger. Deine Fragen dazu will ich Dir aber gerne trotzdem beantworten:
Armin hat geschrieben:Also Call of Duty ist genauso schlimm?
1. Ist die falsche Frage, warum sollte die Beantwortung des nächsten Punkts gleich miterklären:
Armin hat geschrieben:Und wie genau spricht das gegen Hatred?
2. Auf allgemeiner Ebene gar nicht, denn ich halte es nicht für sinnvoll, aus einem einzelnen Aspekt ein verabsolutierendes Urteil über ein ganzes Spiel zu stricken, schonmal gar nicht im Vergleich zu thematisch komplett andersgelagerten Spielen. Allerdings muss sich Hatred den Vorwurf gefallen lassen, das Töten in einer Weise zu zelebrieren, wie es sonst kein anderes Spiel tut, noch nichtmal das aus anderen Gründen zu recht vielgescholtene Call of Duty. Aber wie gesagt, das ist ja nur ein Teilaspekt. Daraus jetzt abzuleiten "...also ist Hatred moralisch schlechter!" oder "...deshalb ist CoD moralisch schlimmer!" ist mir ehrlich gesagt zu plump. Um genau zu sein will ich
überhaupt kein moralisches Urteil ableiten (ich stehe wie gesagt nicht so auf Moralisierung), sondern Darstellungsformen miteinander vergleichen.
Armin hat geschrieben:Oder hast Du da versucht fuer Hatred zu argumentieren?
3. Nein. Ich finde Hatred persönlich abstoßend, heuchlerisch und vor allem billig. Call of Duty finde ich ebenfalls extrem scheiße und problematisch (wenn auch aus anderen Gründen). Die beiden spielen in einer Liga, in der es sich einfach nicht lohnt, zu schnuppern welcher Scheißhaufen jetzt mehr stinkt. Aber wie gesagt, ist meine persönliche Meinung, würde die anderen nicht aufnötigen wollen. Kunstfreiheit ist ein hohes Gut, da sollte man nicht so schnell sagen "Aber
das fällt nicht darunter", nur weil einen etwas anwidert. Aus diesem Grund würde ich Hatred keineswegs verboten sehen wollen. Auf der anderen Seite aber dürfen die Kritiker des Spiels den Entwicklern dann auch gerne ungeschönt sagen, was sie von ihrer Kackkunst halten.
Armin hat geschrieben:
Das ganze dient nur Deiner lustigen Hexenjagd auf mich, irgendwas zu finden, was Du mir vorhalten kannst. Alles um nicht das Thema an sich diskutieren zu muessen.
Hexenjagd. Ja nee, is' klar.

Und hör mal bitte auf mir zu unterstellen, ich würde nicht auf "das Thema an sich" eingehen, wenn ich genau das ziemlich unleugbar seit vielen Seiten hier tue, im Übrigen wohl deutlich unaufgeregter, als z.B. Du hier auftrittst. Meine Beschwerde über Deinen Diskussionsstil (über die Du dich nicht zu wundern brauchst, "Hexenjagd", pfft...) hat freilich nichts mit dem "Thema an sich" zu tun, aber ich habe darüber hinaus ja nun schon noch ein paar andere Sachen geschrieben, oder etwa nicht?
Armin hat geschrieben:
Jetzt wo er schon zugegeben hat, dass er Mordsendungen gesehen hat, ohne eine grosse Familienkrise auszuloesen, muss ich Dir wohl nicht erklaeren, wie laecherlich Dein Absatz hier ist. Als ob irgendeine Familie nicht Tatort oder sowas guckt in Deutschland, also echt, langsam wirst Du verzweifelt!
Deine vermeintliche Parallele zwischen Hatred und Tatort ist in etwa so einleuchtend, wie Deine Parallele zwischen Hatred und Colonization. Ich würde mal behaupten, wer die ganzen feinen und nicht ganz so feinen Differenzen bezüglich der stark unterschiedlichen Fiktionalisierung des Tötens in diesen Medien nicht sieht, der
will einfach nicht so genau hinsehen.
Aber pardon. Wenn ich verzweifelt werde, neige ich manchmal dazu, mich in so haltlose Behauptungen zu stürzen. Wie konnte ich nur annehmen, dass irgendeine Familie in Deutschland
nicht Tatort guckt. Bin ich wieder realitätsfremd heute.