Hatred hat "grünes Licht" von der Steam-Community bekommen

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XprimeX
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Re: Hatred hat "grünes Licht" von der Steam-Community bekomm

Beitrag von XprimeX »

Danke sharkie, dass du ein Wort einlegst - aber das ist hier echt sinnlos. Hier wird empirisch behauptet, dass Leute mit Meinungen und Bedenken, die sie äußern, falsch liegen (wie das gehen kann, frage ich mich bei subjektiven Meinungen auch); oder noch besser, nicht mithalten können, oder es werden nie getätigte Aussagen als Tatsache angenommen... auf der Basis sehe ich es nicht mehr ein, hier noch in irgendeinerweise etwas beuzutragen. In der Zeit gehe ich lieber raus, arbeiten oder kacken, alles ist sinnvoller als hier noch irgendwas mit Logik und Agrumenten anzugehen.

Und um das final zu klären: Ich wüsste nicht, wann ich das letzte Mal mit meiner Familie einen Mord angeguckt habe (wie bescheuert das schon klingt, sollte selbst armin auffallen). Ich weiß, wir haben damals mal bei meinem Wochenendbesuch eine Folge Columbo abends geguckt. Die war noch schlimmer als Hatred, denn Columbo ist am Tatort Amok gelaufen, hat dabei sein Auto vergewaltigt und anschließend das Mordopfer angemalt wie ein Pummeluff. Generell haben TV-Sendungen, die ja scheinbar mit "ihr guckt euch Morde im TV an" gemeint sind, wie Tatort (was ich nie gucke), Columbo oder Miss Marple wahnsinnig viel Parallelen mit Hatred, von daher ist dieser Vergleich mit den "schlimmen" Morden im TV auch sehr berechtigt. ;)

Viel Spaß noch bei weiteren Ausführungen und liebe Grüße
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hydro skunk 420
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Re: Hatred hat "grünes Licht" von der Steam-Community bekomm

Beitrag von hydro skunk 420 »

Wisst ihr was? :mrgreen:

Ich weiß bisher lediglich, dass Hatred wohl ein Videospiel werden soll - und sonst... NICHTS! :biggrin:
Weder Thema, Inhalt, Art des Spiels, Release, Plattform noch sonst irgendwas sind mir bis dato bekannt.
Ich spüre - nicht nur aufgrund der Größe dieses (von mir bis jetzt ungelesenen) Freds - lediglich, dass da große Wellen drum geschlagen werden. Doch wieso, frage ich mich als Unwissender, und irgendwie macht es mir Spaß, dieses Rätsel nicht aufzulösen.

Bin sehr gespannt, ob ich etwas extrem Positives oder etwas extrem Negatives zu Gesicht bekomme, sobald ich, irgendwann mal, die Hände von den Augen wegnehme. :wink:
Armin
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Re: Hatred hat "grünes Licht" von der Steam-Community bekomm

Beitrag von Armin »

hydro-skunk_420 hat geschrieben: Bin sehr gespannt, ob ich etwas extrem Positives oder etwas extrem Negatives zu Gesicht bekomme, sobald ich, irgendwann mal, die Hände von den Augen wegnehme. :wink:
Wenn es nach den Kritikern geht, sollst Du es ueberhaupt nicht zu Gesicht bekommen, weil Du es seelisch nicht verkraften kannst!
XprimeX hat geschrieben:Danke sharkie, dass du ein Wort einlegst - aber das ist hier echt sinnlos. Hier wird empirisch behauptet, dass Leute mit Meinungen und Bedenken, die sie äußern, falsch liegen (wie das gehen kann, frage ich mich bei subjektiven Meinungen auch); oder noch besser, nicht mithalten können, oder es werden nie getätigte Aussagen als Tatsache angenommen... auf der Basis sehe ich es nicht mehr ein, hier noch in irgendeinerweise etwas beuzutragen. In der Zeit gehe ich lieber raus, arbeiten oder kacken, alles ist sinnvoller als hier noch irgendwas mit Logik und Agrumenten anzugehen.
Und wieder einer, der anstatt auf Argumente einzugehen, lieber die ad hominems rausholt und dann verschwindet.
Sharkie hat geschrieben: Du hast an dieser Stelle gesagt, dass Du den Begriff "Killerspiel" als gerechtfertigt und der Sache angemessen betrachtest:
Wer legt jetzt wem was in den Mund?
Sharkie hat geschrieben: Da ist nix mit "Spiegel vorhalten". Du stellst dich eigentlich eher selbst auf die Seite Becksteins, zwar nicht bezüglich dessen Befürwortung eines Verbots, aber immerhin bezüglich dessen Einschätzung des Streitgegenstands. Du hast die Verwendung des Begriffes "Killerspiel" doch in diesem Post selbst als unterstützenswert dargestellt. Weswegen ich dann darauf hingewiesen habe, dass dieser Begriff eine ganze Reihe von Konnotationen enthält (z.B. "Das Spiel trainiert zum Töten"), die Du wahrscheinlich so nicht unterschreiben würdest.
Natuerlich nicht, alles was ich unter dem Begriff verstehe ist, dass es ein Spiel ist, in dem man einen Killer spielen kann. Trotzdem benutzte ich den Begriff gerne, um um den Heuchlern den Spiegel vorzuhalten. Denn sie sind jetzt in der Rolle Becksteins, welche Argumente benutzen sie denn um so ein Spiel verbieten zu lassen?

Sharkie hat geschrieben: Abgesehen davon: Schonmal daran gedacht, dass es vielleicht nicht ganz angemessen ist, jemanden "in die Rolle dieser Politiker" zu drängen, nur weil er sich kritisch zu Hatred äußert? Man kann tausend Einwände gegen Hatred haben, man kann das Spiel verachtenswert und seine Entwickler erbärmlich finden, man kann sogar sagen, dass man es besser fände, wenn Hatred (hypothetisch!) nicht existieren würde. Und trotzdem kann man gleichzeitig gegen ein Verbot oder eine Zensur des (nunmal existierenden) Spiels sein, ganz ohne Selbstwiderspruch oder Doppelmoral. Wenn jemand faktisch eine andere Position als ein Beckstein vertritt (der bis zu einem Jahr Haft für Herstellung, Vertrieb und Kauf der sogenannten "Killerspiele" forderte), dann sollte man ihn auch nicht "in die Rolle" Becksteins drängen. Es sei denn, Du diskutierst lieber mit einem Stroh-Beckstein, als mit mir.
Klar, wenn jemand das Spiel nicht verbieten lassen will, hab ich mit ihm kein Problem.
Sharkie hat geschrieben: Du hast nicht suggeriert, ich fände Kriegsverherrlichung okay? Sehe ich anders:
Dann erklaer doch einfach mal, was Du denn sonst damit sagen wolltest!
Sharkie hat geschrieben: Nur, dass ich nirgendwo gesagt habe, dass ich Call of Duty "moralisch besser" als Hatred fände, oder auch nur gut. Wie kann es heuchlerisch sein, wenn man die Meinung vertritt "Call of Duty finde ich problematisch, weil es kriegsverherrlichend ist und Hatred finde ich problematisch, weil es das Töten an sich feiert"? Wo ist da jetzt die Doppelmoral? Erklär mal bitte.
Wenn jemand gegen ein Spiel wegen seiner Brutalitaet argumentiert, und dabei ein anderes brutales Spiel mit dem Wort "zwar" einleitet und dann das zu kritisierende Spiel mit dem Wort "aber" anbringt, dann tut er das um zu zeigen, dass dieses Spiel noch schlimmer ist. Aber anstatt hier Dinge in den Mund legen zu spielen, sag doch einfach, was Du da WIRKLICH meintest!
Sharkie hat geschrieben: 1. Ich habe nicht gesagt, Kriegsverherrlichung sei besser als Verherrlichung des Tötens an sich (ich habe lediglich eine Differenzierung zwischen diesen beiden Arten der Glorifizierung vorgenommen), das hast Du mir in den Mund gelegt..
Nur wozu diente diese Differenzierung? Wo war der Sinn? Anstatt 50 mal rumzunoelen, dass man Dir was in den Mund legt, stell es doch einfach klar, wuerde allen viel Zeit sparen.
Sharkie hat geschrieben: Das ist Quatsch. Meine Differenzierung enthielt keine Wertung (es sei denn natürlich, man möchte da gerne eine hineinlesen, womit wir wieder bei den Strohmännern wären...) und impliziert deswegen eindeutig nicht, ich fände Call of Duty "weniger schlimm". Bezeichnenderweise findet sich die Formulierung "nur kriegsverherrlichend" ausschließlich in Deiner verzerrten Wiedergabe des von mir Gesagten, nicht in meiner eigentlich getätigten Aussage, da war von "durchaus kriegsverherrlichend" die Rede. Das bagatellisierende "nur" hast Du dazugedichtet, und damit meine Position falsch wiedergegeben. Wo Du mir etwas in den Mund gelegt hast? Na, genau da! Meine Position war klar gestellt - kann ich doch nichts dafür, wenn Du da was reinliest, was ich überhaupt nicht geschrieben habe.
Das hat nix mit Strohmaennern zu tun. Sag einfach, wozu diese Differenzierung diente, es wird langsam laecherlich.
Sharkie hat geschrieben: Was ich damit sagen wollte? Dass Hatred ziemlich singulär in seiner Thematisierung des Tötens ist (wie gesagt, allenfalls noch vergleichbar mit Postal 1 und Manhunt). Das macht ein Call of Duty aber nicht besser, das hat halt andere Probleme (z.B. Kriegsverherrlichung). Jetzt klarer?
Also Call of Duty ist genauso schlimm? Und wie genau spricht das gegen Hatred? Oder hast Du da versucht fuer Hatred zu argumentieren? <-Alles Fragen, keine Mundleger.
Sharkie hat geschrieben: Aber er unterscheidet da. Nur weil Du dich weigerst, zwischen Indizierung und Zensur zu differenzieren, brauchst Du nicht Leute, die diese Unterscheidung machen als große Zensurbefürworter abzustempeln. Es könnte nämlich sein, dass sie Zensur, genau wie Du, ebenfalls scharf ablehnen, Indizierung dagegen nicht. Da sollte man vielleicht erstmal gemeinsam die Begriffe klären. Aber mach das mit Fürst aus, auf die Debatte habe ich jetzt nicht auch noch Lust.
Wenn sie da unterscheiden wollen, koennen sie mich ja daraufhin zurechtweisen. Offensichtlich war es egal, genauso wie es mir egal ist, zu welchem Grad jemand irgendwas zensieren/verbieten will. Das ganze dient nur Deiner lustigen Hexenjagd auf mich, irgendwas zu finden, was Du mir vorhalten kannst. Alles um nicht das Thema an sich diskutieren zu muessen. :lol:
Sharkie hat geschrieben: Kaum einer? Vielleicht hat XprimeX ja durchaus etwas dagegen, sich "im Familienkreis Morde anzuschauen"? Warum hältst Du ihm das denn bitte vor, wenn nicht, um ihm die Position unterzuschieben, er fände das okay, und somit den Vorwurf der Doppelmoral zu untermauern? Darüber hinaus: Du hast es ihm in den Mund gelegt, ich zitiere Dich nochmal:
Jetzt wo er schon zugegeben hat, dass er Mordsendungen gesehen hat, ohne eine grosse Familienkrise auszuloesen, muss ich Dir wohl nicht erklaeren, wie laecherlich Dein Absatz hier ist. Als ob irgendeine Familie nicht Tatort oder sowas guckt in Deutschland, also echt, langsam wirst Du verzweifelt!
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Re: Hatred hat "grünes Licht" von der Steam-Community bekomm

Beitrag von XprimeX »

Dein lateinisch kannst du dir sparen, dadurch wirkt das Gefasel auch nicht intelligenter oder empirischer. Einen Tatort in seiner Wirkung und Intention in irgendeiner Weise mit Hatred zu vergleichen, grenzt derweil an Lächerlichkeit - mit solchen Aussagen tust du dir keinen Gefallen. Mal davon abgesehen, ob zuschauen (Film) oder selbst agieren (Spiel) nochmal zwei Paar Schuhe sind.
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FuerstderSchatten
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Re: Hatred hat "grünes Licht" von der Steam-Community bekomm

Beitrag von FuerstderSchatten »

Armin hat geschrieben:
hydro-skunk_420 hat geschrieben: Bin sehr gespannt, ob ich etwas extrem Positives oder etwas extrem Negatives zu Gesicht bekomme, sobald ich, irgendwann mal, die Hände von den Augen wegnehme. :wink:
Wenn es nach den Kritikern geht, sollst Du es ueberhaupt nicht zu Gesicht bekommen, weil Du es seelisch nicht verkraften kannst!


Warum laberst du eigentlich immer so einen Quatsch, ich kann mir keinen hier im Forum vorstellen, dass er dieses Spiel nicht seelisch verkraften kann und das hat auch keiner explizit behauptet. Wir haben doch sowieso alle den Trailer gesehen.

Mr. Archer hat uns doch sogar noch ein paar weitere, meiner Meinung nach "passendere" Trailer gezeigt. Ich muss schon sagen, wenn das Spiel zu einer Sache nütze ist, dann davon Persiflage Trailer zu machen.
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Re: Hatred hat "grünes Licht" von der Steam-Community bekomm

Beitrag von Armin »

XprimeX hat geschrieben:Dein lateinisch kannst du dir sparen, dadurch wirkt das Gefasel auch nicht intelligenter oder empirischer. Einen Tatort in seiner Wirkung und Intention in irgendeiner Weise mit Hatred zu vergleichen, grenzt derweil an Lächerlichkeit - mit solchen Aussagen tust du dir keinen Gefallen. Mal davon abgesehen, ob zuschauen (Film) oder selbst agieren (Spiel) nochmal zwei Paar Schuhe sind.
Leg mir doch keine Worte in den Mund! Ich hab nur die Doppelmoral dargestellt, nicht Tatort mit Hatred verglichen. Und was soll die Nummer mit dem Latein, ich sprech doch gar nicht Latein wtf
FuerstderSchatten hat geschrieben: Warum laberst du eigentlich immer so einen Quatsch, ich kann mir keinen hier im Forum vorstellen, dass er dieses Spiel nicht seelisch verkraften kann und das hat auch keiner explizit behauptet. Wir haben doch sowieso alle den Trailer gesehen.
Wo ist denn dann das Problem...
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FuerstderSchatten
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Re: Hatred hat "grünes Licht" von der Steam-Community bekomm

Beitrag von FuerstderSchatten »

Armin hat geschrieben:
XprimeX hat geschrieben:Dein lateinisch kannst du dir sparen, dadurch wirkt das Gefasel auch nicht intelligenter oder empirischer. Einen Tatort in seiner Wirkung und Intention in irgendeiner Weise mit Hatred zu vergleichen, grenzt derweil an Lächerlichkeit - mit solchen Aussagen tust du dir keinen Gefallen. Mal davon abgesehen, ob zuschauen (Film) oder selbst agieren (Spiel) nochmal zwei Paar Schuhe sind.
Leg mir doch keine Worte in den Mund! Ich hab nur die Doppelmoral dargestellt, nicht Tatort mit Hatred verglichen. Und was soll die Nummer mit dem Latein, ich sprech doch gar nicht Latein wtf
FuerstderSchatten hat geschrieben: Warum laberst du eigentlich immer so einen Quatsch, ich kann mir keinen hier im Forum vorstellen, dass er dieses Spiel nicht seelisch verkraften kann und das hat auch keiner explizit behauptet. Wir haben doch sowieso alle den Trailer gesehen.
Wo ist denn dann das Problem...
Keine Ahnung du denkst irgendwie, dass dir jemand das Spiel wegnehmen will. Obwohl keiner von uns hier die Macht dazu hat, zumindest höchstwahrscheinlich nicht und wir hier eigentlich nur unsere Meinung über das Spiel wiedergeben.
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Sharkie
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Re: Hatred hat "grünes Licht" von der Steam-Community bekomm

Beitrag von Sharkie »

Armin hat geschrieben:
Sharkie hat geschrieben: Du hast an dieser Stelle gesagt, dass Du den Begriff "Killerspiel" als gerechtfertigt und der Sache angemessen betrachtest:
Wer legt jetzt wem was in den Mund?
Sharkie hat geschrieben: Da ist nix mit "Spiegel vorhalten". Du stellst dich eigentlich eher selbst auf die Seite Becksteins, zwar nicht bezüglich dessen Befürwortung eines Verbots, aber immerhin bezüglich dessen Einschätzung des Streitgegenstands. Du hast die Verwendung des Begriffes "Killerspiel" doch in diesem Post selbst als unterstützenswert dargestellt. Weswegen ich dann darauf hingewiesen habe, dass dieser Begriff eine ganze Reihe von Konnotationen enthält (z.B. "Das Spiel trainiert zum Töten"), die Du wahrscheinlich so nicht unterschreiben würdest.
Natuerlich nicht, alles was ich unter dem Begriff verstehe ist, dass es ein Spiel ist, in dem man einen Killer spielen kann. Trotzdem benutzte ich den Begriff gerne, um um den Heuchlern den Spiegel vorzuhalten. Denn sie sind jetzt in der Rolle Becksteins, welche Argumente benutzen sie denn um so ein Spiel verbieten zu lassen?
Ich lege Dir da garantiert nichts in den Mund, muss ich auch gar nicht. Du hast nämlich wortwörtlich gesagt "ich hätte den Kritikern rechtgegeben, das sind Killerspiele". Nichts für ungut, aber wie oft muss man Dir deine eigenen Aussagen eigentlich zitieren, damit Du zur Kenntnis nimmst, was Du da gesagt hast?

Und was die Verwendung des Begriffes angeht: Einerseits gibts Du den Kritikern in ihrer Verwendung des Begriffes recht, andererseits vertrittst Du aber anscheinend selbst eine Definition desselben Begriffes, die von jener der Kritiker in den zentralsten und kontroversesten Punkten stark abweicht (z.B. in dem Punkt "Trainiert zum Töten"). Wie passt das zusammen?

Und nochmal, es ist nicht nett, Leute in die Gesellschaft populistischer Politiker zu rücken, wenn diese tatsächlich ganz andere Positionen vertreten, als diese Politiker es tun. Das ist ungefähr so fair, als würde ich Dich jetzt in die Gesellschaft von irgendwelchen Amokläufer-Kellerkindern stellen, nur weil Du Hatred verteidigst. Würde ich auch nicht machen. Ist Mumpitz.
Armin hat geschrieben: Klar, wenn jemand das Spiel nicht verbieten lassen will, hab ich mit ihm kein Problem.
Schön, in der Hinsicht sind wir uns also einig.
Armin hat geschrieben: Dann erklaer doch einfach mal, was Du denn sonst damit sagen wolltest!
[...]
Aber anstatt hier Dinge in den Mund legen zu spielen, sag doch einfach, was Du da WIRKLICH meintest!
[...]
Nur wozu diente diese Differenzierung? Wo war der Sinn? Anstatt 50 mal rumzunoelen, dass man Dir was in den Mund legt, stell es doch einfach klar, wuerde allen viel Zeit sparen.
[...]
Das hat nix mit Strohmaennern zu tun. Sag einfach, wozu diese Differenzierung diente, es wird langsam laecherlich.
Sag mal, liest Du meine Beiträge eigentlich auch ganz, bevor Du deine Antworten zu den einzelnen Punkten abgibst? Lächerlich ist höchstens dieses sehr offensive und stumpf wiederholte Einfordern einer Erklärung, wenn diese tatsächlich, nur wenige Zeilen später, in meinem Post bereits enthalten war. Sie lautete:
Spoiler
Show
Sharkie hat geschrieben: Was ich damit sagen wollte? Dass Hatred ziemlich singulär in seiner Thematisierung des Tötens ist (wie gesagt, allenfalls noch vergleichbar mit Postal 1 und Manhunt). Das macht ein Call of Duty aber nicht besser, das hat halt andere Probleme (z.B. Kriegsverherrlichung). Jetzt klarer?
Das ist doch klar und deutlich formuliert. Nimm diese Aussage doch einfach mal so, wie sie da steht. Ohne mehr, ohne weniger, ohne "aber was willst Du WIRKLICH damit sagen?". Wirklich damit sagen will ich das, was ich schrieb, nicht mehr und nicht weniger. Deine Fragen dazu will ich Dir aber gerne trotzdem beantworten:
Armin hat geschrieben:Also Call of Duty ist genauso schlimm?
1. Ist die falsche Frage, warum sollte die Beantwortung des nächsten Punkts gleich miterklären:
Armin hat geschrieben:Und wie genau spricht das gegen Hatred?
2. Auf allgemeiner Ebene gar nicht, denn ich halte es nicht für sinnvoll, aus einem einzelnen Aspekt ein verabsolutierendes Urteil über ein ganzes Spiel zu stricken, schonmal gar nicht im Vergleich zu thematisch komplett andersgelagerten Spielen. Allerdings muss sich Hatred den Vorwurf gefallen lassen, das Töten in einer Weise zu zelebrieren, wie es sonst kein anderes Spiel tut, noch nichtmal das aus anderen Gründen zu recht vielgescholtene Call of Duty. Aber wie gesagt, das ist ja nur ein Teilaspekt. Daraus jetzt abzuleiten "...also ist Hatred moralisch schlechter!" oder "...deshalb ist CoD moralisch schlimmer!" ist mir ehrlich gesagt zu plump. Um genau zu sein will ich überhaupt kein moralisches Urteil ableiten (ich stehe wie gesagt nicht so auf Moralisierung), sondern Darstellungsformen miteinander vergleichen.
Armin hat geschrieben:Oder hast Du da versucht fuer Hatred zu argumentieren?
3. Nein. Ich finde Hatred persönlich abstoßend, heuchlerisch und vor allem billig. Call of Duty finde ich ebenfalls extrem scheiße und problematisch (wenn auch aus anderen Gründen). Die beiden spielen in einer Liga, in der es sich einfach nicht lohnt, zu schnuppern welcher Scheißhaufen jetzt mehr stinkt. Aber wie gesagt, ist meine persönliche Meinung, würde die anderen nicht aufnötigen wollen. Kunstfreiheit ist ein hohes Gut, da sollte man nicht so schnell sagen "Aber das fällt nicht darunter", nur weil einen etwas anwidert. Aus diesem Grund würde ich Hatred keineswegs verboten sehen wollen. Auf der anderen Seite aber dürfen die Kritiker des Spiels den Entwicklern dann auch gerne ungeschönt sagen, was sie von ihrer Kackkunst halten.
Armin hat geschrieben: Das ganze dient nur Deiner lustigen Hexenjagd auf mich, irgendwas zu finden, was Du mir vorhalten kannst. Alles um nicht das Thema an sich diskutieren zu muessen. :lol:
Hexenjagd. Ja nee, is' klar. :? Und hör mal bitte auf mir zu unterstellen, ich würde nicht auf "das Thema an sich" eingehen, wenn ich genau das ziemlich unleugbar seit vielen Seiten hier tue, im Übrigen wohl deutlich unaufgeregter, als z.B. Du hier auftrittst. Meine Beschwerde über Deinen Diskussionsstil (über die Du dich nicht zu wundern brauchst, "Hexenjagd", pfft...) hat freilich nichts mit dem "Thema an sich" zu tun, aber ich habe darüber hinaus ja nun schon noch ein paar andere Sachen geschrieben, oder etwa nicht?
Armin hat geschrieben: Jetzt wo er schon zugegeben hat, dass er Mordsendungen gesehen hat, ohne eine grosse Familienkrise auszuloesen, muss ich Dir wohl nicht erklaeren, wie laecherlich Dein Absatz hier ist. Als ob irgendeine Familie nicht Tatort oder sowas guckt in Deutschland, also echt, langsam wirst Du verzweifelt!
Deine vermeintliche Parallele zwischen Hatred und Tatort ist in etwa so einleuchtend, wie Deine Parallele zwischen Hatred und Colonization. Ich würde mal behaupten, wer die ganzen feinen und nicht ganz so feinen Differenzen bezüglich der stark unterschiedlichen Fiktionalisierung des Tötens in diesen Medien nicht sieht, der will einfach nicht so genau hinsehen.

Aber pardon. Wenn ich verzweifelt werde, neige ich manchmal dazu, mich in so haltlose Behauptungen zu stürzen. Wie konnte ich nur annehmen, dass irgendeine Familie in Deutschland nicht Tatort guckt. Bin ich wieder realitätsfremd heute.
johndoe724410
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Re: Hatred hat "grünes Licht" von der Steam-Community bekomm

Beitrag von johndoe724410 »

:mrgreen:
Armin
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Re: Hatred hat "grünes Licht" von der Steam-Community bekomm

Beitrag von Armin »

FuerstderSchatten hat geschrieben: Keine Ahnung du denkst irgendwie, dass dir jemand das Spiel wegnehmen will. Obwohl keiner von uns hier die Macht dazu hat, zumindest höchstwahrscheinlich nicht und wir hier eigentlich nur unsere Meinung über das Spiel wiedergeben.
Ich denke nur, dass Eure Meinung dazu beitraegt, dass Spiele ueberhaupt verboten werden.
Sharkie hat geschrieben: Ich lege Dir da garantiert nichts in den Mund, muss ich auch gar nicht. Du hast nämlich wortwörtlich gesagt "ich hätte den Kritikern rechtgegeben, das sind Killerspiele". Nichts für ungut, aber wie oft muss man Dir deine eigenen Aussagen eigentlich zitieren, damit Du zur Kenntnis nimmst, was Du da gesagt hast?
Du brauchst die gar nicht zitieren, ich weiss genau, was ich geschrieben hab, und dort meinte ich sicher nicht, diese merkwuerdige Definition des Begriffes, die Du danach ausgepackt hast.
Sharkie hat geschrieben: Und was die Verwendung des Begriffes angeht: Einerseits gibts Du den Kritikern in ihrer Verwendung des Begriffes recht, andererseits vertrittst Du aber anscheinend selbst eine Definition desselben Begriffes, die von jener der Kritiker in den zentralsten und kontroversesten Punkten stark abweicht (z.B. in dem Punkt "Trainiert zum Töten"). Wie passt das zusammen?
Das passt ueberhaupt nicht zusammen. Deine Definition von wegen trainiert zum Toeten und sowas hab ich zum ersten Mal gehoert, und existiert wohl nur in Deinem Hirn: http://de.wikipedia.org/wiki/Killerspiel
Sharkie hat geschrieben: Und nochmal, es ist nicht nett, Leute in die Gesellschaft populistischer Politiker zu rücken, wenn diese tatsächlich ganz andere Positionen vertreten, als diese Politiker es tun. Das ist ungefähr so fair, als würde ich Dich jetzt in die Gesellschaft von irgendwelchen Amokläufer-Kellerkindern stellen, nur weil Du Hatred verteidigst. Würde ich auch nicht machen. Ist Mumpitz.
Du nicht, andere schon. Ich auch, wenn diese Leute so argumentieren, wie diese Politiker, werde ich das auch weiterhin tun.
Sharkie hat geschrieben: Was ich damit sagen wollte? Dass Hatred ziemlich singulär in seiner Thematisierung des Tötens ist (wie gesagt, allenfalls noch vergleichbar mit Postal 1 und Manhunt). Das macht ein Call of Duty aber nicht besser, das hat halt andere Probleme (z.B. Kriegsverherrlichung). Jetzt klarer?
Nein, die Frage diente dazu, herauszufinden, wozu Du das sagtest. Wo ist der Sinn. WTF is the point, Walter? (Zitat des heiligen Lebowski). Mit anderen Worten, wie traegt das zur Argumentation bei.
Sharkie hat geschrieben: 2. Auf allgemeiner Ebene gar nicht, denn ich halte es nicht für sinnvoll, aus einem einzelnen Aspekt ein verabsolutierendes Urteil über ein ganzes Spiel zu stricken, schonmal gar nicht im Vergleich zu thematisch komplett andersgelagerten Spielen. Allerdings muss sich Hatred den Vorwurf gefallen lassen, das Töten in einer Weise zu zelebrieren, wie es sonst kein anderes Spiel tut, noch nichtmal das aus anderen Gründen zu recht vielgescholtene Call of Duty. Aber wie gesagt, das ist ja nur ein Teilaspekt. Daraus jetzt abzuleiten "...also ist Hatred moralisch schlechter!" oder "...deshalb ist CoD moralisch schlimmer!" ist mir ehrlich gesagt zu plump. Um genau zu sein will ich überhaupt kein moralisches Urteil ableiten (ich stehe wie gesagt nicht so auf Moralisierung), sondern Darstellungsformen miteinander vergleichen.
Du siehst es also aehnlich wie ich? WTF wieso machst Du dann so einen Wind um ein Statement wie meine erste Antwort darauf, die noch nichtmal direkt ein Vorwurf gegen Dich ist, sondern nur Leute, die es tatsaechlich so sehen, was Du ja offensichtlich nicht tust.
Sharkie hat geschrieben: 3. Nein. Ich finde Hatred persönlich abstoßend, heuchlerisch und vor allem billig. Call of Duty finde ich ebenfalls extrem scheiße und problematisch (wenn auch aus anderen Gründen). Die beiden spielen in einer Liga, in der es sich einfach nicht lohnt, zu schnuppern welcher Scheißhaufen jetzt mehr stinkt. Aber wie gesagt, ist meine persönliche Meinung, würde die anderen nicht aufnötigen wollen. Kunstfreiheit ist ein hohes Gut, da sollte man nicht so schnell sagen "Aber das fällt nicht darunter", nur weil einen etwas anwidert. Aus diesem Grund würde ich Hatred keineswegs verboten sehen wollen. Auf der anderen Seite aber dürfen die Kritiker des Spiels den Entwicklern dann auch gerne ungeschönt sagen, was sie von ihrer Kackkunst halten.
Na so sehe ich das doch auch. Also ich hab selten jemanden so viel rumnoelen sehen, der mit mir uebereinstimmt. Wenn Du beides fuer Mist haeltst, dann bist Du ja nicht heuchlerisch. Ich spreche hauptsaechlich ueber die Leute, die froehlich Call of Duty, Manhunt,GTA, Hotline Miami und co spielen, und sich dann ueber Hatred aufregen, wie Appache, FuerstLiebermann, Kya etc..
Sharkie hat geschrieben: Hexenjagd. Ja nee, is' klar. :? Und hör mal bitte auf mir zu unterstellen, ich würde nicht auf "das Thema an sich" eingehen, wenn ich genau das ziemlich unleugbar seit vielen Seiten hier tue, im Übrigen wohl deutlich unaufgeregter, als z.B. Du hier auftrittst. Meine Beschwerde über Deinen Diskussionsstil (über die Du dich nicht zu wundern brauchst, "Hexenjagd", pfft...) hat freilich nichts mit dem "Thema an sich" zu tun, aber ich habe darüber hinaus ja nun schon noch ein paar andere Sachen geschrieben, oder etwa nicht?
Ja, und jetzt auch wieder. Nur zwischendurch eben nicht.
Sharkie hat geschrieben: Deine vermeintliche Parallele zwischen Hatred und Tatort ist in etwa so einleuchtend, wie Deine Parallele zwischen Hatred und Colonization. Ich würde mal behaupten, wer die ganzen feinen und nicht ganz so feinen Differenzen bezüglich der stark unterschiedlichen Fiktionalisierung des Tötens in diesen Medien nicht sieht, der will einfach nicht so genau hinsehen.
Out of context, aber is jetzt auch egal, wir stimmen ja im Grunde eh ueberein.
Sharkie hat geschrieben: Aber pardon. Wenn ich verzweifelt werde, neige ich manchmal dazu, mich in so haltlose Behauptungen zu stürzen. Wie konnte ich nur annehmen, dass irgendeine Familie in Deutschland nicht Tatort guckt. Bin ich wieder realitätsfremd heute.
Naja jetzt weisst Du es ja besser, dafuer sind Foren da.
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Sarkasmus
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Re: Hatred hat "grünes Licht" von der Steam-Community bekomm

Beitrag von Sarkasmus »

Im Endeffekt ist es doch so, es gibt keine guten Gründe für Hatred und es gibt keine guten Gründe gegen Hatred.
Also lasst doch einfach den Kunden entscheiden ob Hatred länger als in diese Disskusion bleibt oder nicht.
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Re: Hatred hat "grünes Licht" von der Steam-Community bekomm

Beitrag von Wulgaru »

ronny_83 hat geschrieben:
Armin hat geschrieben:
FuerstderSchatten hat geschrieben: Keine Ahnung du denkst irgendwie, dass dir jemand das Spiel wegnehmen will. Obwohl keiner von uns hier die Macht dazu hat, zumindest höchstwahrscheinlich nicht und wir hier eigentlich nur unsere Meinung über das Spiel wiedergeben.
Ich denke nur, dass Eure Meinung dazu beitraegt, dass Spiele ueberhaupt verboten werden.
Sei froh, dass es zum Verbot von bestimmten Spielen keine demokratischen Abstimmungen und Wahlen gibt. Dann sähest du nämlich alt aus. Wenn die Meinung eines großen Teils von Menschen zu beiträgt, dass etwas verboten wird, dann ist das so. Mit solchen Entscheidungen müsste man innerhalb einer Demokratie leben.
Nö muss man gar nicht. Genau dafür gibt es Grundrechte, Verfassungen und dergleichen die selbst eine große Bevölkerungsmehrheit nicht antasten kann inklusive bestimmte Dinge die die Kunst- und Redefreiheit betreffen.
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Re: Hatred hat "grünes Licht" von der Steam-Community bekomm

Beitrag von sabienchen.banned »

ronny_83 hat geschrieben:Der Punkt war eher, dass gesamtgesellschaftlich betrachtet wahrscheinlich viel mehr negative Einstellung gegen diese Art Spiele vorhanden ist, als es so manchem Spieler lieb sein würde. Denn letztendlich sind es nur Spieler, die sich intensiv mit ihrem Medium beschäftigen und mit der Thematik auseinandersetzen. Zeigst du jemand Außenstehenden das Spiel, wird er dir wahrscheinlich nen Vogel zeigen.
Viele Menschen halten moderne Lyrik für keine Dichtkunst.
Gibst du einem "Aussenstehenden" einen entsprechenden Text, wird er dir den Vogel zeigen wenn du ihm sagst dies sei ein Gedicht.
Mache ich hier dann einen Volksentscheid ob dies noch Kunst sei oder nicht, stimmten wohl mehr Leute als modernen Lyrikern lieb ist für "nein".


Soll ich selbes auch nochmal mit dadaistischen Werken machen? :Häschen:


//...dämliche Polemik bleibt dämliche Polemik..
und nein ich sage hiermt nicht das HATRED Kunst ist... der Thread ist lang genug.. :Blauesauge:
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Re: Hatred hat "grünes Licht" von der Steam-Community bekomm

Beitrag von Sharkie »

Armin hat geschrieben: Du brauchst die gar nicht zitieren, ich weiss genau, was ich geschrieben hab, und dort meinte ich sicher nicht, diese merkwuerdige Definition des Begriffes, die Du danach ausgepackt hast.
Sharkie hat geschrieben: Und was die Verwendung des Begriffes angeht: Einerseits gibts Du den Kritikern in ihrer Verwendung des Begriffes recht, andererseits vertrittst Du aber anscheinend selbst eine Definition desselben Begriffes, die von jener der Kritiker in den zentralsten und kontroversesten Punkten stark abweicht (z.B. in dem Punkt "Trainiert zum Töten"). Wie passt das zusammen?
Das passt ueberhaupt nicht zusammen. Deine Definition von wegen trainiert zum Toeten und sowas hab ich zum ersten Mal gehoert, und existiert wohl nur in Deinem Hirn: http://de.wikipedia.org/wiki/Killerspiel
Gut, ich verstehe dass Du den Begriff in einem anderen Sinne verwendest, und Dich nicht etwa Beckstein, Stoiber und den anderen CSU-lern in der Art, wie sie ihn verwenden, anschließen würdest. Ich möchte aber darauf hinweisen, dass es gewissermaßen kein Wunder ist, wenn Leute Dich dabei zunächst missverstehen und denken, Du würdest mit dem Begriff eben das meinen, was die Typen, die das Wort geprägt haben, damit meinen. Und dazu gehört eindeutig die Komponente "Trainiert zum Töten", das habe ich mir nicht ausgedacht. In dem von Dir angeführten Wikipediaartikel steht das im Übrigen sehr wohl drin, unter dem Punkt "Begriffsproblematik" (wie passend ;-)):
Spoiler
Show
Wikipedia hat geschrieben:Darüber hinaus verweist der Begriff auf die Meinung, durch den Konsum von solchen Spielen würden Spieler zu wirklichen Mordtaten angeregt und trainiert, sie seien somit „Tötungstrainingssoftware“.
Leider funktioniert der dort angegebene Link zu der entsprechenden Primärquelle, einer Pressemitteilung des bayerischen Innenministers, nicht mehr, weswegen ich diese mal gegoogelt habe. Der Begriff "Tötungstrainingssoftware", der dort synonym für "Killerspiele" verwendet wird, findet sich da bereits in der Überschrift. Hier die Pressemitteilung:
http://www.doerre.com/jugendschutz/20090331_stmi_pm.pdf
Armin hat geschrieben:
Sharkie hat geschrieben: Was ich damit sagen wollte? Dass Hatred ziemlich singulär in seiner Thematisierung des Tötens ist (wie gesagt, allenfalls noch vergleichbar mit Postal 1 und Manhunt). Das macht ein Call of Duty aber nicht besser, das hat halt andere Probleme (z.B. Kriegsverherrlichung). Jetzt klarer?
Nein, die Frage diente dazu, herauszufinden, wozu Du das sagtest. Wo ist der Sinn. WTF is the point, Walter? (Zitat des heiligen Lebowski). Mit anderen Worten, wie traegt das zur Argumentation bei.
Es soll zur Debatte beitragen, indem es Unterschiede in der Art aufzeigt, wie genau das Töten in Hatred fiktionalisiert wird, im Gegensatz zu so gut wie allen anderen Spielen. Warum ich das für wichtig halte, steht in meiner Antwort zu Deinem nächsten Punkt:
Armin hat geschrieben: Na so sehe ich das doch auch. Also ich hab selten jemanden so viel rumnoelen sehen, der mit mir uebereinstimmt. Wenn Du beides fuer Mist haeltst, dann bist Du ja nicht heuchlerisch. Ich spreche hauptsaechlich ueber die Leute, die froehlich Call of Duty, Manhunt,GTA, Hotline Miami und co spielen, und sich dann ueber Hatred aufregen, wie Appache, FuerstLiebermann, Kya etc..
Na, da fühle ich mich dann aber schon ein wenig angesprochen, denn ich finde z.B. Hotline Miami ziemlich toll. Das Töten wird da aber auch anders thematisiert, als es in Hatred der Fall wäre. In Hotline Miami bekommt man als Spieler von anfang an (und über den Verlauf des Spiels hinweg weiter zunehmend), das Gefühl vermittelt, dass irgendwas mit dem Protagonisten und seinen Taten ganz und gar nicht stimmt - mir ging es z.B. so, dass ich von Level zu Level ein mulmigeres Gefühl beim Spielen hatte (wenngleich es mir gameplaymäßig trotzdem großen Spaß bereitet hat, das zu leugnen wäre in der Tat Heuchelei). Das Spiel macht das sehr geschickt; es bietet anfangs noch zahlreiche zweifelhafte Legitimierungen für die Greueltaten des Spielers an (z.B. "Das sind alles böse Russen-Mafiosi" oder "Rette das arme Junkiemädchen"), nur um ihm dann Stück für Stück den Teppich unter den Füßen wegzuziehen und ihn in seinem Blutrausch quasi selbst zu entlarven. Wer das Ende gesehen hat, der weiß was ich meine.

Oder kurz: Hotline Miami bietet eine Metaebene, die reichlich Interpretationsspielraum lässt und dem Spieler wiederum zahlreiche Anreize zur kritischen Reflexion der gezeigten Brutalität mit auf den Weg gibt. Dass der wichtigste dieser Kniffe darin besteht, dass der Spieler seine eigene Berserkerei quasi erst bemerkt, als es zu spät ist, ist nicht etwa heuchlerisch, sondern umso konsequenter und (zumindest bei mir) hocheffektiv. So macht man das.

Hatred dagegen lässt (wohlgemerkt nach dem momentanen Kenntnisstand) solche Doppelbödigkeiten komplett vermissen und zielt nur auf bloße Triebabfuhr ab, sowie auf die Glorifizierung eines billig-naiven Kulturpessimismus à la "Die Menschheit ist so schlecht und gehört ausgerottet, am besten durch meinen gerechten Zorn". Das wiederum widert mich an, ebenso wie mich die Kriegsverherrlichung in CoD oder der Gewaltvoyeurismus in Manhunt anwidert. Ich halte es für wichtig, da von Fall zu Fall zu entscheiden und jeweils sehr genau hinzusehen, wie die vorhandene Gewalt präsentiert wird. Brutalität an sich finde ich nicht problematisch, Brutalität die unkritisch gefeiert wird dagegen schon.
Zuletzt geändert von Sharkie am 11.01.2015 06:05, insgesamt 2-mal geändert.
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Re: Hatred hat "grünes Licht" von der Steam-Community bekomm

Beitrag von Lord Hesketh-Fortescue »

Sharkie hat geschrieben:Ich halte es für wichtig, da von Fall zu Fall zu entscheiden und jeweils sehr genau hinzusehen, wie die vorhandene Gewalt präsentiert wird.
:!: :!: :!:

Eben. Auf der fiktionalen Darstellungs- und Verarbeitungsebene ist Gewalt nicht gleich Gewalt, und explizite Gewalt ist nicht gleich explizite Gewalt. Da muss man immer genau schauen, wie dieser Aspekt im jeweiligen Titel verwoben wird und insgesamt aufgeht. Und welche Funktion ihm zugedacht ist. Dass es da gewissermaßen ein eingedampftes „Gewalt-Destillat“ geben soll, welches aus dem Gesamtwerk loszulösen wäre, und welches im Kern eines jeden gewalthaltigen Films/Spiels/Buchs im Prinzip immer dieselbe Chose und gleich zu bewerten sei, halte ich für ganz großen Mumpitz. Denn genau das führt dazu, ein Hotline Miami, ein GTA und ein Hatred mit den Argumenten „Im Prinzip/Kern ja immer dasselbe“ und „Alles schon zigmal gesehen/getan“ über einen Kamm zu scheren. Oder meinetwegen ein „Funny Games“ mit „Saw 27“. Kann mit dieser Denkweise überhaupt nichts anfangen. Aber will mich darüber nicht weiter auslassen, sondern dir in diesem Punkt eigentlich nur zustimmen.