Hatred hat "grünes Licht" von der Steam-Community bekommen

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FuerstderSchatten
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Re: Hatred hat "grünes Licht" von der Steam-Community bekomm

Beitrag von FuerstderSchatten »

Kya hat geschrieben:
Armin hat geschrieben:
Kya hat geschrieben: Btw was soll Deine Verfolgung in anderen threads, wo Du ältere Kommentare von mir ausbuddelst und aktuell, sprich gestern, darauf eingehst? Finde ich schon recht bedenklich.
Ich hab halt zufaellig gesehen, dass Du ein aehnlich brutales Spiel in dem Toeten der Sinn ist, gutheisst. Dieses herrliche Beispiel fuer Doppelmoral konnte ich mir doch nicht entgehen lassen. Hat nix mit Verfolgung zu tun.
http://forum.4pforen.4players.de/viewto ... 5&start=15
Lügner. Hier mein Beitrag:
Kya hat geschrieben:Ich finde das Cover von Hotline Miami genial, genauso wie den Soundtrack (ich liebe die 80er, allein mit Perturbator haben sie mich)
Das Spiel an sich interessiert mich nicht :lol:
Wo heisse ich das Spiel gut? Nur weil ich neo 80s music gut finde?
Weil das Spiel brutal ist und ich nur "das Spiel interessiert mich nicht" geschrieben habe?
Tja Armin, das ist ja mal blöd gelaufen, man sollte wenn man Leuten Sachen in den Mund legt, schon genau recherchieren. Ich denke mal, wer großmütig ist, der sollte sich dann auch eingestehen, dass er Mist gebaut hat, vor einigen Posts hast du mir ja auch zu meiner Großmütigkeit gratuliert, da kannst du doch jetzt dasselbe machen oder?

Aber egal, du bist sowieso auf einem Kreuzzug für nix. Keiner will dir hier was wegnehmen auch Kya nicht.
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Sharkie
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Re: Hatred hat "grünes Licht" von der Steam-Community bekomm

Beitrag von Sharkie »

Armin hat geschrieben:
XprimeX hat geschrieben: #3) Wir haben jahrelang mühsam dafür gekämpft, das Wort 'Killerspiel' zu verbannen, die Gamingszene aus ihrem schlechten Licht zu rücken und alles in Spielen zu rechtfertigen - richtet Hatred nicht aufgrund seiner bloßen Präsenz einen Schaden an der gesamten Szene an und bestätigt die Leute, die wir vor Jahren noch überzeugen wollten und konnten? Wieso lasst ihr euch durch dieses Spiel wieder in diese Debatte drängen, anstatt geschlossen als Community sich gegen dieses Spiel zu wehren?
Weil wir dann heuchlerisch waeren. Ich haette damals schon nicht so scheinheilig argumentiert, ich haette den Kritikern Recht gegeben, das sind Killerspiele, aber Verbote sind undemokratisch und bringen zu dem nichts.
Könnte es vielleicht sein, dass Du das Wort "Killerspiel" ein wenig anders verwendest, als es Beckstein und Konsorten (die Urheber dieses Begriffes) getan haben? Die haben den Begriff nämlich genutzt, um in populistischer Weise Stimmung gegen Spiele zu machen, u.a. indem unterstellt wurde, sogenannte "Killerspiele" würden zu Gewalttaten führen, die man damit sogar trainieren könne. Das impliziert dieser Begriff nunmal, weswegen er unhaltbarer und verleumderischer Schwachsinn ist und ich ihn auch bewusst in Anführungszeichen setze.

Bei Dir dagegen hört es sich so an, als wäre ein "Killerspiel" einfach ganz neutral ein Computerspiel, in dem fiktive Figuren durch den Spieler getötet werden - mehr nicht, und aus diesem Grund sind für Dich auch Hatred, Counterstrike, Call of Duty, Colonization und Imperialism alles ein und dasselbe. Wenn Du dich weiter standhaft weigerst, da zu differenzieren, wirst Du niemals mit jemanden, der dies tut (aufgrund von wahrnehm- und belegbaren Unterschieden bezüglich der Präsentation des Tötens in diesen Titeln, abseits von dessen bloßem Vorhandensein), argumentativ auf einen grünen Zweig kommen.

Desweiteren möchte ich mich Kyas Beschwerde über Deinen Diskussionsstil anschließen. Immer noch versuchst Du ständig, Leuten Strohmänner unterzuschieben, um deren Positionen leichter angreifbar zu machen:
Spoiler
Show
Sharkie hat geschrieben:Ich würde ihnen [Call of Duty und vielen anderen Militärshootern] durchaus unterstellen kriegsverherrlichend zu sein, aber nicht das Töten an sich zu feiern, wie Hatred es tut.
Armin hat geschrieben:Ach wenn es nur kriegsverherrlichend ist, isses ja ok, hauptsache es geht nicht primaer ums Toeten...
Sharkie hat geschrieben: Armin, auch hier nochmal: Lege Deinem Diskussionsgegner keine verdrehten Aussagen in den Mund, die dieser nicht getätigt hat, sonst hat dieser nämlich ganz schnell keinen Bock mehr, sich überhaupt noch mit Dir zu unterhalten. Nirgends habe ich gesagt, Kriegsverherrlichung sei okay, das legst einzig und allein Du mir in den Mund, höchstwahrscheinlich wohlwissend, dass ich das garantiert nicht so gemeint habe. Unterlasse bitte solche rhetorischen Provokationen.
Armin hat geschrieben:Ja Du hast nur gesagt, dass Cod und co nicht wie Hatred das Toeten feiern, sondern nur kriegsverherrlichend und menschenverachtend sind. Wenn Du nicht willst, dass ich Deine Aussagen kritisiere, dann sag sie nicht.
Oder auch:
Spoiler
Show
XprimeX hat geschrieben:Aber es werden sich sicherlich genügend Leute finden, die jetzt wieder sagen, das alles sei normal, man dürfe danach nicht fragen (weil sie keine Antwort auf die Frage haben, wozu man soetwas braucht), alles ist gut, es ist ja nicht real usw. ;) Ich sags nochmal: Ich fände es super, wenn solche Leute, die soetwas spielen oder gucken, mal einen Familienabend mit dem Medium machen und anschließend mal allen erklären, warum man das toll findet und soetwas eine moderne Gesellschaft unbedingt braucht und keinesfalls verboten gehört. Als Tipp: Wenn alle angewidert wegschauen, bedeutet das nichts anderes, als dass sie alle nicht normal und gleichzeitig intolerant sind, denn so ne Vergewaltigung in allen Einzelheiten vor malerischer Kulisse gehört doch in einen modernen Film von heute und steigert die Laune an heimischen Rundfunkempfängern enorm!
Armin hat geschrieben:Jupp, aber viel schlimmere Verbrechen wie Leute umbringen und sowas ist ok, hallo Doppelmoral.
Das, Armin, ist pure Sophisterei. Du begegnest den Argumenten der Gegenseite ohne ein Minimum an Wohlwollen, sondern legst sie immer exakt so aus, dass darin vermeintliche Selbstwidersprüche auftauchen, die aber tatsächlich überhaupt nicht existieren, da Dein Gegenüber die Aussagen, so wie Du sie wiedergibst, überhaupt nicht getätigt hat. Insofern ist es kein Wunder, dass Du überall Doppelmoral siehst.

Faktisch sieht's mal so aus:
1. Ich habe nicht gesagt, Kriegsverherrlichung sei besser als Verherrlichung des Tötens an sich (ich habe lediglich eine Differenzierung zwischen diesen beiden Arten der Glorifizierung vorgenommen), das hast Du mir in den Mund gelegt.
2. Kya hat nicht gesagt, man solle S/M-Pornos verbieten, das hast Du ihr in den Mund gelegt.
3. Fürst der Schatten hat nicht gesagt, man solle alles verbieten (sondern Hatred indizieren), das hast Du ihm in den Mund gelegt.
4. XprimeX hat nicht gesagt, dass "schlimmere Verbrechen wie Leute umbringen ok sei", das hast Du ihm in den Mund gelegt.

Wie kommt man überhaupt auf so eindeutige und durchschaubare Fehldeutungen dessen, was der andere sagt? Keine Ahnung, vielleicht läuft sowas ja bei Dir unter "dem Gegenüber den Spiegel vorhalten" oder sowas? Dann lass Dir gesagt sein: Es funktioniert nicht. Es wird einfach als unnötige Provokation wahrgenommen, von der sich Dein Gesprächspartner verarscht vorkommen wird. Es schadet der sachlichen Diskussion nur.
Zuletzt geändert von Sharkie am 05.01.2015 18:13, insgesamt 2-mal geändert.
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Randall Flagg78
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Re: Hatred hat "grünes Licht" von der Steam-Community bekomm

Beitrag von Randall Flagg78 »

Ich finde es so klasse wie sich über dieses Spiel aufgeregt wird und woher plötzlich die ganzen Moralkeulenschwinger wieder auftauchen.
Auf Giga gibt's auch so einen absolut weinerlichen Artikel und man ist ganz doll empört! Wie sich das gehört eben..

Als ich den Trailer das erste Mal gesehen habe, musste ich lachen, da es mich an diverse Filme erinnert, die in ihrer Gewalt ebenfalls keine Gefangenen machen und den Zuschauer von nichts befreien.
Ist doch genau wie bei Filmen:
Gewalt ist dann okay wenn sie hübsch aufbereitet ist und im richtigen Moment wegblendet. Das Ganze noch garniert mit einem Augenzwinkern, damit dem Zuschauer die Absolution erteilt wird. Dann ist es in Ordnung.
Zeigt ein Film aber Gewalt wie sie wirklich ist, nämlich abstossend und menschenverachtend, schreien plötzlich alle nach Verboten.

Alle feiern SAW, Hostel und solche MTV Horrorfilmchen. Ist doch alles nur ein Film und man kann sich so schön mit Bier und Chips wohlig gruseln. Die Regie blendet ja weg wenn es ernst wird und alles wird mit einem Augenzwinkern präsentiert, um es erträglich zu machen.
Zeigt man den gleichen Leuten dann einen Martyrs, A Serbian Film, Leben und Tod einer Pornobande und ähnliche konsequente und kompromisslose Werke, ist es plötzlich mit der Toleranz vorbei und das Popcorn bleibt im Halse stecken.
Da werden dann auf einmal Worte wie "krank", "ekelhaft" und "unerträglich" verwendet, oder es werden gar Forderungen laut, die Macher gehören eingesperrt, die Filme zensiert, oder gar verbrannt.
Bei solcher Doppelmoral kriege ich jedes Mal das Kotzen. Denn solche auf "leicht verdaulich" getrimmte Gewalt ist viel viel schlimmer, da sie eine Akzeptanz schafft und den Spieler/Zuschauer aus der Verantwortung nimmt. Oft ist ihm gar nicht richtig bewusst was er da sieht/spielt. Es ist so aufbereitet das man sich sogar noch gut dabei fühlt und immer noch ein Lächeln auf dem Gesicht hat. Das finde ich persönlich viel schlimmer.

Hier ist es das Gleiche. Die gleichen Leute die bei GTA dutzende Zivilisten umgebracht haben und sich dabei tot gelacht, regen sich hier nun plötzlich auf.
Denn da wird es dann plötzlich unangenehm, weil die Ausrede fehlt und einem das eigene Konsumverhalten vor Augen gehalten wird.
Und damit können halt viele Leute nicht umgehen, oder wollen es auch gar nicht. Das Spiel wirkt auf mich absolut konsequent und nimmt halt keinerlei Rücksicht auf den Zuschauer, respektive Spieler.
Gut so! Auch wenn ich es wohl selbst nie spielen werde, weil das nicht mein Genre ist und ich keinen PC besitze, finde ich die Entscheidung richtig, es genauso zu bringen.
Jeder der sich darüber aufregt, sollte sich selbst mal hinterfragen, in welchen anderen Situationen er Gewalt dann plötzlich gut heißt, weil ihm Film/Spiel irgendeine Ausrede liefern, meist in Form einer fadenscheinigen Story.
Ich hab es schon mal gesagt und wiederhole es hier: Kunst darf alles, solange dabei niemand zu Schaden kommt und keine Gesetze übertreten werden.
Zuletzt geändert von Randall Flagg78 am 05.01.2015 15:29, insgesamt 2-mal geändert.
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mr archer
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Re: Hatred hat "grünes Licht" von der Steam-Community bekomm

Beitrag von mr archer »

Randall Flagg78 hat geschrieben: ... Das wird man ja wohl noch sagen dürfen ...
"Gutmenschen" gelesen.

Weggeklickt.
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Randall Flagg78
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Re: Hatred hat "grünes Licht" von der Steam-Community bekomm

Beitrag von Randall Flagg78 »

Schade und dabei hatte ich mir so viel Mühe gegeben. Ich konnte es mir einfach nicht verkneifen. Sorry. ;)
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Sharkie
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Re: Hatred hat "grünes Licht" von der Steam-Community bekomm

Beitrag von Sharkie »

mr archer hat geschrieben:
Randall Flagg78 hat geschrieben: ... Das wird man ja wohl noch sagen dürfen ...
"Gutmenschen" gelesen.

Weggeklickt.
Sowas wollte ich auch gerade schreiben, stattdessen halt: Zustimmung.

Lass den kack Gutmenschen doch einfach mal stecken, Randall, dann finden sich bestimmt auch mehr Leute, die bereit sind auf Deine Standpunkte einzugehen.
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Randall Flagg78
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Re: Hatred hat "grünes Licht" von der Steam-Community bekomm

Beitrag von Randall Flagg78 »

Okay, ich hab den Satz gestrichen. Da ist es wohl ein bisschen mit mir durchgegangen. Eventuell könnt ihr es ja nochmal versuchen. Wenn nicht, auch gut. :)
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FuerstderSchatten
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Re: Hatred hat "grünes Licht" von der Steam-Community bekomm

Beitrag von FuerstderSchatten »

Randall Flagg78 hat geschrieben:Ich finde es so klasse wie sich über dieses Spiel aufgeregt wird und woher plötzlich die ganzen Moralkeulenschwinger wieder auftauchen.
Auf Giga gibt's auch so einen absolut weinerlichen Artikel und man ist ganz doll empört! Wie sich das gehört eben..

Als ich den Trailer das erste Mal gesehen habe, musste ich lachen, da es mich an diverse Filme erinnert, die in ihrer Gewalt ebenfalls total überzeichnet sind.
Ist doch genau wie bei Filmen:
Gewalt ist dann okay wenn sie hübsch aufbereitet ist und im richtigen Moment wegblendet. Das Ganze noch garniert mit einem Augenzwinkern, damit dem Zuschauer die Absolution erteilt wird. Dann ist es in Ordnung.
Zeigt ein Film aber Gewalt wie sie wirklich ist, nämlich abstossend und menschenverachtend, schreien plötzlich alle nach Verboten.

Alle feiern SAW, Hostel und solche MTV Horrorfilmchen. Ist doch alles nur ein Film und man kann sich so schön mit Bier und Chips wohlig gruseln. Die Regie blendet ja weg wenn es ernst wird und alles wird mit einem Augenzwinkern präsentiert, um es erträglich zu machen.
Zeigt man den gleichen Leuten dann einen Martyrs, A Serbian Film, Leben und Tod einer Pornobande und ähnliche konsequente und kompromisslose Werke, ist es plötzlich mit der Toleranz vorbei.
Da werden dann auf einmal Worte wie "krank", "ekelhaft" und "unerträglich" verwendet, oder es werden gar Forderungen laut, die Macher gehören eingesperrt, die Filme zensiert, oder gar verbrannt.
Bei solcher Doppelmoral kriege ich jedes Mal das Kotzen.

Hier ist es das Gleiche. Plötzlich sind wieder die Gutmenschen überall erwacht. Die gleichen Leute die bei GTA dutzende Zivilisten umgebracht haben und sich dabei tot gelacht, regen sich hier nun plötzlich auf.
Denn da wird es dann plötzlich unangenehm, weil die Ausrede fehlt und einem das eigene Konsumverhalten vor Augen gehalten wird.
Und damit können halt viele Leute nicht umgehen, oder wollen es auch gar nicht. Das Spiel wirkt auf mich absolut konsequent und nimmt halt keinerlei Rücksicht auf den Zuschauer, respektive Spieler.
Gut so! Auch wenn ich es wohl selbst nie spielen werde, weil das nicht mein Genre ist und ich keinen PC besitze, finde ich die Entscheidung richtig, es genauso zu bringen.
Jeder der sich darüber aufregt, sollte sich selbst mal hinterfragen, in welchen anderen Situationen er Gewalt dann plötzlich gut heißt, weil ihm Film/Spiel irgendeine Ausrede liefern, meist in Form einer fadenscheinigen Story.
Ich hab es schon mal gesagt und wiederhole es hier: Kunst darf alles, solange dabei niemand zu Schaden kommt und keine Gesetze übertreten werden.
Warum sollte es gut sein, du nennst sie ja zuerst überzeichnet, dann aber realistisch anmutend, ich finde sie auch realistisch anmutende Gewalt in Form von Filmen und Spielen in unser Leben zu lassen? Mir persönlich ist diese Frage nicht wichtig, aber sie würde mir sofort einfallen, um deine Tiraden zu stoppen. Und jetzt komm bitte nicht wieder um der Kunst willen, man kann das auch subtiler darstellen, wie du selber folgerichtig erkennst.

Und wer feiert bitteschön Saw? Das ist doch besonders in späteren Teilen einfach nur Crap und vorher im Prinzip einfach nur ein schlechtes 7 oder Schweigen der Lämmer auf dem Niveau des Films "der Knochjäger". Ich kenne deine anderen Filme da nicht. Aber Hostel ist doch durchaus interessant, was die Thematik angeht.

Aber ich kenne noch einen sehr interessanten Film "Heli", der auch sehr viel Gewalt zeigt, ehrlich gesagt, kenne ich nichts schlimmeres, weil es wirklich sehr sehr realistisch ist, aber nicht unbedingt um durch Effekte aufzufallen. Wenn deine Filme auch so sind, dann ist doch alles paletti.

Und diese Doppelmoral-Scheiße kannst du dir bitte auch mal schenken, nicht alle Menschen empfinden alles gleich und niemand sollte darüber bestimmen was einen Menschen abstößt und was nicht.

Und dein letzter Satz ist ja toll, aber genauso wird die Indizierung von Spielen bisher begründet. Nämlich das damit Jugendschutzgesetze übertreten werden.
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Randall Flagg78
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Re: Hatred hat "grünes Licht" von der Steam-Community bekomm

Beitrag von Randall Flagg78 »

FuerstderSchatten hat geschrieben:
Und dein letzter Satz ist ja toll, aber genauso wird die Indizierung von Spielen bisher begründet. Nämlich das damit Jugendschutzgesetze übertreten werden.
Äh, nein..
Das Jugendschutzgesetz ist da um Kinder und Jugendliche zu schützen. Es wird in dem Sinne nicht übertreten weil ein Spiel für Erwachsene gekennzeichnet ist, sondern sagt nur aus, dass diese Personengruppe, nämlich Kinder und Jugendliche es nicht in die Hände bekommen dürfen, weil die Inhalte nicht geeignet sind und diese Gruppe wahrscheinlich nicht differenziert damit umgehen kann.
Das Problem in diesem Land ist eher das der Gesetzgeber der Meinung ist, er müsse auch Erwachsene vor irgendwas schützen, indem er selbst die für diese Gruppe freigegebenen Medien noch beschneidet. Aber das ist ein anderes Thema.

Zu deinem restlichen Kommentar sage ich nichts, denn Du hast nicht verstanden worum es mir ging. Du redest irgendwas von "Die SAW Filme sind Crap usw." Zwar hast Du damit recht, aber darum ging es überhaupt nicht, sondern um die dargestellte Gewalt und wie sie vom Publikum gefeiert wird bzw. als legitim angesehen wird, während man andere Filme dafür verurteilt, eben weil sie expliziter und ungeschönter sind.
Die Gewalt bleibt nämlich die gleiche.
Du bestätigst dies ja auch noch, mit dem Hostel Beispiel.

Edit:

Was ich noch vergessen habe. Es taucht ja hier immer wieder die Frage auf, ob solche Spiele sein müssen.
Ich denke: Warum nicht?
Denn genau wie bei Filmen muss ich mich nicht immer unterhalten fühlen. Es darf auch gerne mal schockieren, provozieren, vorhalten, den Finger in die Wunde legen.
Solche Gewalteruptionen können, wenn man damit umgehen kann, wesentlich mehr zum Nachdenken anregen, als die oben angesprochene mundgerecht aufbereitete Form der Gewalt.
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Sharkie
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Re: Hatred hat "grünes Licht" von der Steam-Community bekomm

Beitrag von Sharkie »

Randall Flagg78 hat geschrieben:Okay, ich hab den Satz gestrichen. Da ist es wohl ein bisschen mit mir durchgegangen. Eventuell könnt ihr es ja nochmal versuchen. Wenn nicht, auch gut. :)
Danke für das Entgegenkommen. Sieht man selten, dass Leute den "Gutmenschen" zurücknehmen, wenn sich jemand davon beleidigt fühlt (mir ist in diesem Thread ja schon beim "Moralapostel" die Hutschnur geplatzt). Insofern, kein Thema. :)

Ich würde auch gern auf einen Deiner Punkte eingehen:
Randall Flagg78 hat geschrieben: Zeigt ein Film aber Gewalt wie sie wirklich ist, nämlich abstossend und menschenverachtend, schreien plötzlich alle nach Verboten.

Alle feiern SAW, Hostel und solche MTV Horrorfilmchen. Ist doch alles nur ein Film und man kann sich so schön mit Bier und Chips wohlig gruseln. Die Regie blendet ja weg wenn es ernst wird und alles wird mit einem Augenzwinkern präsentiert, um es erträglich zu machen.
Zeigt man den gleichen Leuten dann einen Martyrs, A Serbian Film, Leben und Tod einer Pornobande und ähnliche konsequente und kompromisslose Werke, ist es plötzlich mit der Toleranz vorbei und das Popcorn bleibt im Halse stecken.
Da werden dann auf einmal Worte wie "krank", "ekelhaft" und "unerträglich" verwendet, oder es werden gar Forderungen laut, die Macher gehören eingesperrt, die Filme zensiert, oder gar verbrannt.
Bei solcher Doppelmoral kriege ich jedes Mal das Kotzen. Denn solche auf "leicht verdaulich" getrimmte Gewalt ist viel viel schlimmer, da sie eine Akzeptanz schafft und den Spieler/Zuschauer aus der Verantwortung nimmt. Oft ist ihm gar nicht richtig bewusst was er da sieht/spielt. Es ist so aufbereitet das man sich sogar noch gut dabei fühlt und immer noch ein Lächeln auf dem Gesicht hat. Das finde ich persönlich viel schlimmer.
Da ist durchaus was dran, allerdings würde ich darauf hinweisen, dass es auch abseits des variierenden graphischen Blutgehalts noch weitere Variablen gibt, die mich über die Gewaltdarstellung in solchen Medien von Fall zu Fall ganz unterschiedlich urteilen lassen. Diese Variablen habe ich hier schon öfter mit "Inszenierung" oder "Präsentation" versucht zu umschreiben. Ein sehr, sehr brutaler Film wie Martyrs oder A Serbian Film kann in seiner Gewaltdarstellung unabhängig von deren graphischer Brutalität ganz anders daher kommen, als ein zweiter, ebenso blutiger Film. Soweit ich weiß wird Martyrs ja auch allgemein trotz seiner extremen Brutalität vielfach als Meisterwerk wahrgenommen, während sich bei A Serbian Film schon eher die Geister scheiden. Dazu will ich mir jetzt überhaupt kein Urteil erlauben, da ich beide Filme noch nicht gesehen habe. Es reicht, festzuhalten, dass ein Medium nicht durch das bloße Vorhandensein von extremer Gewalt schlecht wird, allerdings auch nicht gut. Es kommt nicht auf das ob an, sondern auf das wie.

Wenn ein Medium seine Gewaltdarstellung ausschließlich so inszeniert, dass sie nur auf Voyeurismus, Triebabfuhr und das Bedienen niederer Instinkte abzielt und dabei jeglichen kritischen Kommentar, jegliches (über "Igitt, soviel Blut!" hinausgehendes) Verstörungspotential oder auch nur den Versuch einer Psychologisierung vermissen lässt, so wäre das für mich reine Gewaltpornographie und damit schlecht. Gemeint ist hier selbstredend schlecht im Sinne von "schlechte, extrem billige Schund-Kunst", nicht etwa "moralisch verwerflich". Dies ist bei Hatred meiner Ansicht nach der Fall. Auch hier natürlich unter Vorbehalt, da das Spiel noch nicht erschienen ist (immerhin haben die Entwickler wohl ziemlich eindeutig und eindrucksvoll gezeigt, wohin die Reise gehen wird - ich lasse mich aber gerne positiv überraschen).
Zuletzt geändert von Sharkie am 05.01.2015 16:31, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Hatred hat "grünes Licht" von der Steam-Community bekomm

Beitrag von FuerstderSchatten »

Randall Flagg78 hat geschrieben:
FuerstderSchatten hat geschrieben:
Und dein letzter Satz ist ja toll, aber genauso wird die Indizierung von Spielen bisher begründet. Nämlich das damit Jugendschutzgesetze übertreten werden.
Äh, nein..
Das Jugendschutzgesetz ist da um Kinder und Jugendliche zu schützen. Es wird in dem Sinne nicht übertreten weil ein Spiel für Erwachsene gekennzeichnet ist, sondern sagt nur aus, dass diese Personengruppe, nämlich Kinder und Jugendliche es nicht in die Hände bekommen dürfen, weil die Inhalte nicht geeignet sind und diese Gruppe wahrscheinlich nicht differenziert damit umgehen kann.
Das Problem in diesem Land ist eher das der Gesetzgeber der Meinung ist, er müsse auch Erwachsene vor irgendwas schützen, indem er selbst die für diese Gruppe freigegebenen Medien noch beschneidet. Aber das ist ein anderes Thema.

Zu deinem restlichen Kommentar sage ich nichts, denn Du hast nicht verstanden worum es mir ging. Du redest irgendwas von "Die SAW Filme sind Crap usw." Zwar hast Du damit recht, aber darum ging es überhaupt nicht, sondern um die dargestellte Gewalt und wie sie vom Publikum gefeiert wird bzw. als legitim angesehen wird, während man andere Filme dafür verurteilt, eben weil sie expliziter und ungeschönter sind.
Die Gewalt bleibt nämlich die gleiche.
Du bestätigst dies ja auch noch, mit dem Hostel Beispiel.
Das Problem ist, ich kenne deine genannten Beispiele gar nicht, ich finde Gewalt nicht grundsätzlich problematisch. Auch Hatred gehört meiner Meinung nach höchstenfalls von der Geschmackspolizei verboten und ich halte es halt nur für keinen großen Verlust, wenn es indiziert wird.

Und wenn du dir die meisten Aussagen hier durchliest, wirst du sehen, dass die wenigstens sich direkt für ein Verbot aussprechen, sondern es einfach nur für eine Abnormität halten, mit der man selbst nix zu tun haben will. Und wer will den Leuten, das auch zuzumuten, wenn sie nicht wollen. Man kann ja durchaus GTA gut finden, was ich beispielsweise nicht mache und gleichzeitig Hatred für zu brutal halten. Ich meine ich sehe da auch qualitative Unterschiede in der Gewalt. Für den einen ist es halt noch nicht gewaltätig genug, wo der andere schon längst seine Grenze gezogen sieht.

Mir persönlich ist Gewalt so gut wie immer egal, ich mag einfach nicht den Stil von Hatred, dieser Protagonist in Verbindung mit dieser sinnlosen und verherrlichenden Gewalt. Dazu Gewalt irgendwie als positives Problemlösungsmittel, wobei dieses Problem nicht gerade ein Alleinstellungsmerkmal von Hatred ist zugegeben, das schleppen viele Spiele mit sich rum. Der Bezug zur Wirklichkeit. Keine oder kaum Kritik, an dem was gezeigt wird. Ich finde das alles wirklich schlimm. Und natürlich erreicht Hatred bei mir neue Qualtitäten in der Gewaltdarstellung, ich habe noch nix schlimmeres gesehen.

GTA mag ich aus den selben Gründen nicht.
Zuletzt geändert von FuerstderSchatten am 05.01.2015 16:26, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Hatred hat "grünes Licht" von der Steam-Community bekomm

Beitrag von mr archer »

Sharkie hat geschrieben:
Randall Flagg78 hat geschrieben:Okay, ich hab den Satz gestrichen. Da ist es wohl ein bisschen mit mir durchgegangen. Eventuell könnt ihr es ja nochmal versuchen. Wenn nicht, auch gut. :)
Danke für das Entgegenkommen. Sieht man selten, dass Leute den "Gutmenschen" zurücknehmen, wenn sich jemand davon beleidigt fühlt (mir ist in diesem Thread ja schon beim "Moralapostel" die Hutschnur geplatzt). Insofern, kein Thema. :)
Ich sag auch Danke!!
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Re: Hatred hat "grünes Licht" von der Steam-Community bekomm

Beitrag von Randall Flagg78 »

Sharkie hat geschrieben: Ich würde auch gern auf einen Deiner Punkte eingehen:
Randall Flagg78 hat geschrieben: Zeigt ein Film aber Gewalt wie sie wirklich ist, nämlich abstossend und menschenverachtend, schreien plötzlich alle nach Verboten.

Alle feiern SAW, Hostel und solche MTV Horrorfilmchen. Ist doch alles nur ein Film und man kann sich so schön mit Bier und Chips wohlig gruseln. Die Regie blendet ja weg wenn es ernst wird und alles wird mit einem Augenzwinkern präsentiert, um es erträglich zu machen.
Zeigt man den gleichen Leuten dann einen Martyrs, A Serbian Film, Leben und Tod einer Pornobande und ähnliche konsequente und kompromisslose Werke, ist es plötzlich mit der Toleranz vorbei und das Popcorn bleibt im Halse stecken.
Da werden dann auf einmal Worte wie "krank", "ekelhaft" und "unerträglich" verwendet, oder es werden gar Forderungen laut, die Macher gehören eingesperrt, die Filme zensiert, oder gar verbrannt.
Bei solcher Doppelmoral kriege ich jedes Mal das Kotzen. Denn solche auf "leicht verdaulich" getrimmte Gewalt ist viel viel schlimmer, da sie eine Akzeptanz schafft und den Spieler/Zuschauer aus der Verantwortung nimmt. Oft ist ihm gar nicht richtig bewusst was er da sieht/spielt. Es ist so aufbereitet das man sich sogar noch gut dabei fühlt und immer noch ein Lächeln auf dem Gesicht hat. Das finde ich persönlich viel schlimmer.
Da ist durchaus was dran, allerdings würde ich drauf hinweisen, dass es auch abseits des variierenden graphischen Blutgehalts noch weitere Variablen gibt, die mich über die Gewaltdarstellung in solchen Medien von Fall zu Fall ganz unterschiedlich urteilen lassen. Diese Variablen habe ich hier schon öfter mit "Inszenierung" oder "Präsentation" versucht zu umschreiben. Ein sehr, sehr brutaler Film wie Martyrs oder A Serbian Film kann in seiner Gewaltdarstellung unabhängig von deren graphischer Brutalität ganz anders daher kommen, als ein zweiter, ebenso blutiger Film. Soweit ich weiß wird Martyrs ja auch allgemein trotz seiner extremen Brutalität vielfach als Meisterwerk wahrgenommen, während sich bei A Serbian Film schon eher die Geister scheiden. Dazu will ich mir jetzt überhaupt kein Urteil erlauben, da ich beide Filme noch nicht gesehen habe. Es reicht, festzuhalten, dass ein Medium nicht durch das bloße Vorhandensein von extremer Gewalt schlecht wird, allerdings auch nicht gut. Es kommt nicht auf das ob an, sondern auf das wie.

Wenn ein Medium seine Gewaltdarstellung ausschließlich so inszeniert, dass sie nur auf Voyeurismus, Triebabfuhr und das Bedienen niederer Instinkte abzielt und dabei jeglichen kritischen Kommentar, jegliches (über "Igitt, soviel Blut!" hinausgehendes) Verstörungspotential oder auch nur den Versuch einer Psychologisierung vermissen lässt, so wäre das für mich reine Gewaltpornographie und damit schlecht. Gemeint ist hier selbstredend schlecht im Sinne von "schlechte, extrem billige Schund-Kunst", nicht etwa "moralisch verwerflich". Dies ist bei Hatred meiner Ansicht nach der Fall. Auch hier natürlich unter Vorbehalt, da das Spiel noch nicht erschienen ist (immerhin haben die Entwickler wohl ziemlich eindeutig und eindrucksvoll gezeigt, wohin die Reise gehen wird - ich lasse mich aber gerne positiv überraschen).
Ich verstehe was Du meinst und kann das auch so unterschreiben bzw. Deine Sichtweise nachvollziehen.
Wenn alle Kritiker auf diesem Niveau argumentieren würden, hätte ich keinerlei Problem damit. Jeder empfindet anders.

Ich habe z.B. kein Problem mit reiner Exploitation, auch wenn ich sie mir selbst nicht anschaue.
Mein Filmgeschmack ist z.B. als recht normal zu bezeichnen, aber ich sehe mir auch gerne mal einen kontroversen Film an.
Mit einem Human Centipede 2 kann ich z.B. überhaupt nichts anfangen. Das ist für mich nur eine Aneinanderreihung von möglichst ekelhaften Abscheulichkeiten, die nichts weiter tun sollen als schocken. Und genau daran scheitert er grandios. Ich hab nach einer halben Stunde ausgemacht, da ich es einfach nur absolut dumm und grenzdebil fand.
Klar war es ekelhaft, aber es hat innerlich nichts mit mir gemacht. Stumpfe sinnlose Gewalt, um der Gewalt Willen. Keine Aussage dahinter.
Und wenn ich das richtig verstanden habe, ist es genau das was Du Hatred auch ankreidest. Das kann ich verstehen und nachvollziehen.
Trotzdem würde ich einem solchen Spiel/Film nie seine Daseinsberechtigung absprechen, nur weil es nicht in mein Weltbild passt.
Und das tun leider viele Leute, womit ich jetzt aber ausdrücklich nicht Dich meine, sondern die vielen medienwirksamen Verurteilungen. Siehe Giga.

Was Exploitation im Allgemeinen angeht, ist der Grad zwischen dem was als Kunst durchgeht und voyeuristischem Trash sicher extrem schmal.

Nehmen wir A Serbian Film. Laut dem Regisseur ist die dort gezeigte Gewalt als Parabel auf den Serbienkrieg und die Aufarbeitung dessen zu verstehen.
Ich persönlich konnte davon leider überhaupt nichts entdecken und fand ihn einfach nur hart an der Grenze und teilweise schon darüber hinaus. Gerade wenn man selbst Kinder hat, stehen einem die Haare zu Berge.
Andererseits hat es mich aber auch extrem berührt und nachdenklich gemacht.
Mir ist bewusst geworden das solche Dinge überall auf der Welt geschehen und das Gezeigte sich 3 Häuser weiter abspielen könnte. Der Film hatte also eine Wirkung auf mich, trotz und nicht vor allem wegen der Gewalt.
Übrigens: Wenn Du vorhast ihn Dir anzusehen, sie Dir auf jeden Fall auch Leben und Tod einer Pornobande an.
Der ist ebenfalls aus Serbien und hat das gleiche Ziel. Im Gegensatz zum anderen Film kann ich hier aber die Gesellschaftskritik deutlich erkennen und die gezeigte Exploitation ist nicht aufgesetzt und zum Selbstzweck. Dieser Film ging leider im Fahrwasser des Skandal Bruders, im Geiste, total unter.
Das aber nur als kleiner Exkurs.

Long story short: Niemand braucht Gewalt in dieser Form, dass ist unbestritten. Dennoch darf m.M.n. auch so etwas gezeigt werden und wer Spaß daran hat, dem sei es gegönnt. So tolerant muss man sein, dass muss eine Gesellschaft aushalten können, finde ich.
Alle wollen doch immer das Spiele erwachsen werden. Und damit meine ich jetzt nicht, das Gewalt erwachsen ist, sondern das es in anderem Medien auch solche Themen gibt, wo es ans Eingemachte geht und es anfängt weh zu tun.
Wenn sich dann mal jemand so etwas traut, aus welcher Intention auch immer, regen sich plötzlich alle auf.
Wenn das Spiel genauso als Film gekommen wäre, hätte kaum jemand Notiz davon genommen. Ob es als reines Spiel etwas taugt und tatsächlich noch mehr zu bieten hat, als einen stupiden Amoklauf, dass muss sich natürlich noch zeigen.
Ich hab jedenfalls zuerst gelacht, als ich den Trailer sah. Kurze Zeit später dann nicht mehr, als ich gemerkt habe, dass dies ernst gemeint ist. Auf eine Art mag ich so etwas, weil es schockt.
tamberlane
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Re: Hatred hat "grünes Licht" von der Steam-Community bekomm

Beitrag von tamberlane »

Interessanter Thread.
Ein kontrovers diskutiertes Spiel hat von der Community Greenlight bekommen (sic!), und hier wird sich wieder auf 21 Seiten schon die Tastatur wundargumentiert. Dabei kann ich gleich mehrere Dinge überhaupt nicht nachvollziehen.

a) Diejenigen, denen der Gewaltkontext in diesem Spiel zu weit geht und die dieses Spiel am besten verboten sehen wollen: F*ckt Euch. Ihr seid weder eine moralische Instanz, noch der Maßstab dafür, was andere für gut oder schlecht zu halten haben.

b) Die Diskussion ob die Thematik des Spiels im Zusammenhang mit realen Amokläufen nicht kontraproduktiv für alle Gamer ist, die aus der Killerspiel-Nische der Medien ausbrechen wollen. Gerade deshalb ist die Veröffentlichung eines solchen Spiels wichtig, weil sie den eigentlichen Konsens damit konterkariert. Kunst muss alles dürfen.

c) Veröffentlichung auf Steam. In der jetzigen Form, was ich bisher so aus dem Trailer kenne, wird dieses Spiel vermutlich sowieso nicht in Deutschland veröffentlicht werden - weil Index -, bzw. gar nicht angeboten werden dürfen (da StGB und Beschlagnahmung).

Was ich vermisse ist eine sachliche Diskussion des Spiels an sich. Was soll es werden? Wie ist das Gameplay. Wenn mich 20 Jahre Videospielgeschichte eines gelehrt haben, dann ist es, dass Gewalt um der Gewalt willen nach spätestens 5 Minuten stinklangweilig ist.
Kya
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Re: Hatred hat "grünes Licht" von der Steam-Community bekomm

Beitrag von Kya »

@tamberlane.
Du darfst gerne auch eine nettere Schreibe an den Tag legen. F*ckt euch...seriously?
Ein schlechter Einstieg für Deine geforderte "sachliche Diskussion".
Es hat Dich doch niemand persönlich angegriffen.
Zuletzt geändert von Kya am 05.01.2015 17:39, insgesamt 1-mal geändert.