The Game Awards 2014: Die Gewinner stehen fest

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Sidian
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Re: The Game Awards 2014: Die Gewinner stehen fest

Beitrag von Sidian »

Piscatorcompos hat geschrieben:Damit ist Coca-Cola das beste Getraenk und McDonald's das beste Restaurant. Ich denke man kann auch sagen, wem McDonald's schmeckt, dem gefaellt auch DA:I. Wenig Anspruch gibt sich eben mit wenig (Qualitaet) zufrieden, wobei dies aber fuer diese Person dann eben schon toll ist.

Ja, frueher waren die Gamer eben hauptsaechlich Nerds, die sind allerdings wesentlich intelligenter als der Grossteil der heutigen Kundschaft. Das Niveau der Spiele passt sich der Kundschaft an, zumindest im AAA Bereich.
Der durchschnittliche Gamer ist heute nunmal nur leicht ueberhalb des Schimpansen anzusiedeln, wenn ueberhaupt.
Einfach mal kollektiv alle beleidigen, die an einem Spiel gefallen finden, ist nicht unbedingt der richtige Weg um zu diskutieren. :lol:

Der Herr der Ringe, das Lied von Eis von Feuer und Harry Potter sind auch sehr populär. Wer die gut findet, findet auch so was wie McDonald's und DA:I gut und ist als Leser von Büchern nur leicht überhalb des Schimpansen anzusiedeln. Was ist das denn bitte für eine Argumentation? :roll:
johndoe981765
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Re: The Game Awards 2014: Die Gewinner stehen fest

Beitrag von johndoe981765 »

MrLetiso hat geschrieben:
Sidian hat geschrieben:
Spoiler
Show
Brakiri hat geschrieben:Was Rollenspiele angeht bin ich der Meinung, dass es besseres gab als DA:X.
Prominente Beispiele sind D:OS und Wasteland 2.
Wasteland 2 habe ich nicht gespielt, nur bei besagtem Let's Player gesehen - und fand es ziemlich langweilig. Das ist schon zu recht nicht "RPGOTY" geworden.
D:OS habe ich auch gespielt, wenn auch bei weitem nicht so lange wie DA:I. Ich kann durchaus nachvollziehen warum es so vielen Spielern gefällt, aber den Award hätte es mMn nicht verdient.

An dem Spiel gibt es quasi nichts episches, nichts was irgendwie mal Gänsehaut oder ein Erstaunen verursacht. Inszenierung ist quasi gleich null. Und es kann unglaublich frustrierend sein. "Dafür musst du zu dem und dem gehen." Ist mein Ziel auf der Karte markiert? Nein. Kann ich denn - wo das doch ein so gutes Rollenspiel ist - jemanden fragen, wo ich den finden kann? Nein. Gesprächsstoff ist bei 90% der NPCs der selbe. Jedes einzelen Haus muss man selbst durchsuchen und mit der Maus über die NPCs gehen um zu schauen, ob der nun endlich die Gesuchte Person ist.
Und dann auch noch dieses Stein-Schere-Papier-System als "versuchen jemanden von seiner Meinung zu überzeugen", ätzender geht es kaum, vor allem da man manche scheinbar nicht gewinnen kann - so frustrierend, dass die erste Stadt in meinem Spieldurchlauf ein paar NPCs weniger hat. Wenigstens das ist möglich. :P

Frustrierend können auch die Kämpfe sein. Gerade wenn man "einsamer Wolf" als Talente genommen hat - es ist schon öfter vorgekommen, dass Gegner meine zwei Helden den ganzen Kampf lang aus dem Spiel genommen haben und einfach so töten konnten, ohne dass die nach dem ersten Zug wieder an die Reihe gekommen sind. Noch dazu ist die Exp, die man bekommen kann, begrenzt, da Gegner nicht respawnen (ist mir zumindest noch nicht passiert). D.h. es kann vorkommen, dass man vor einer Wand steht, wo man nicht weiter kommt, weil die Balance es nicht zulässt. "Hey, ihr habt dank des zufälligen Loots keine Feuerresistenz-Items gefunden? Bitte sehr, kämpft doch gegen 6 Gegner aus Feuer gleichzeitig, die 2-3 mal Feuerschaden pro Runde machen können und dabei 10-30% Leben pro Treffer abziehen!"
Für den "Kultisten-Boss" habe ich 3 Stunden gebraucht, weil ich zwischendurch noch mehr Exp sammeln (für level up und Reset der Waren von Händlern) und spezielle Schriftrollen (Feuerelementar, das die 4 Dämonen beschäftigte, die Feuerschaden machen) kaufen musste, um im Spiel überhaupt weiter zu kommen.
Klar, der selbsternannten Rollenspiel-Elite mag das gefallen, aber für einen GOTY Titel ist so was ein no-go. Ob es einem gefällt oder nicht, GOTY Spiele sind zumeist (auch) an Casual-Gamer gerichtet.

Die Story ist übrigens - genau wie bei DA:I - selbst nach 20 Stunden noch nicht in Fahrt gekommen. Ob sich das noch ändert weiß ich noch nicht, DA:I hat bei mir erst mal Vorrang.
Das Beste am Spiel sind mMn die taktischen Kämpfe. Es ist ziemlich genial, wie man die Umgebung mit Zaubern zu seinem Vorteil verändern kann, nur schade dass Strategie und Taktik alleine nicht ausreichen um gewisse Gegner besiegen zu können. Irgendwie lustig, dass der beste Teil eines Rollenspiels eher einem Strategiespiel ähnelt. :p

An der Musik merkt man übrigens, dass es sich um ein Kickstarter Projekt handelt. Ich habe sie schon nach 8 oder 10 Stunden Spielzeit ausgemacht, weil die so nervig (und alles andere als gut) war.
Sorry - aber dann ist das RPG-Genre einfach nichts für Dich - und daher kannst Du auch nicht einschätzen, ob ein RPG das RPGOTY ist oder nicht. Und Dein letzter Punkt ist... beunruhigend unsinnig o_ô
Ganz wichtig ist Epicness, Inszenierung, awesome-button...und die Kämpfe dürfen nicht zu schwer sein. Wozu noch Stats verteilen, hochleveln. Alles automatisch Press-x-to-win. Das ist RPG. :Buch:
maho76
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Re: The Game Awards 2014: Die Gewinner stehen fest

Beitrag von maho76 »

Der Herr der Ringe, das Lied von Eis von Feuer und Harry Potter sind auch sehr populär. Wer die gut findet, findet auch so was wie McDonald's und DA:I gut und ist als Leser von Büchern nur leicht überhalb des Schimpansen anzusiedeln. Was ist das denn bitte für eine Argumentation? :roll:
von den genannten Beispielen findet sich nur Harry potter in den top10 der TRIVIALliteraturcharts, HDR kennt jeder aber kaum einer hat ihn gelesen (freut euch, ist grauselig zu lesen selbst für leute mit höherem Anspruch an texte) und ASOIAF ist zwar bekannt (vor allem durch die tv-serie :roll: , 100 leute in meinem Bekanntenkreis sagen "yeah song of ice & fire" aber gerademal 3 habens gelesen, und auch ASOIAF ist zwar gut geschrieben aber abseits der fantasynische alles andere als literarische hochkultur ), aber weit weg von einem AAA-vergleich mit bspw. HaPo was die auflage betrifft. schau dir einfach mal die bestesellerlisten bei Amazon an, das ist von irgendwelchem Anspruch weit weit weg.
nochmal: AAA = POPULÄRkultur, d.h. die art von Anspruch die die größte menge an nutzern bedient. dass sowas zwangsweise nicht viel Anspruch haben DARF weil nicht jeder von uns ein Einstein ist sollte... sogar einem Schimpansen einleuchten. ;)
nur in seltensten ausnahmen (last-of-us im Bereich gaming sollte für die meisten hier in Ordnung gehen) wirst du große Weltliteratur in den Bestsellerlisten finden (und ein buch kaufen und lesen sind für viele menschen 2 paar schuhe, sieht aber toll aus wenn man Nietzsche im schrank stehen hat^^), sowas sind meist nischenprodukte, nichtmal wegen der elitären hochgebildeten Leserschaft, sondern schlicht weil TRIVIALES nicht allzu viel anspruchsvolle und interessante Themen hergibt, zumindest keine die nicht schon 1000 mal durchgekaut wurden.

und nein, auch schlaue menschen konsumieren manchmal gerne dummes zeug, das geht an euch beide, für den einen zum tätscheln und für den anderen als schelte. :Vaterschlumpf:

wobei Piscatorcompos natürlich recht hat dass der videogamer der 80er/90er nichts mehr mit dem heutigen zu tun hat, aus nische wurde Pop und aus dem herausfordernden spieziellen Hobby wurde die nach-feierabendberieselung, das wird kaum einer abstreiten. schlimm ist das nicht solange es immernoch die nischen gibt, ist ja nicht so dass die ver-casualisierung des hiphop in den letzten 10 jahren den "echten" komplett verdrängt hätte oder dass Pop dafür gesorgt hat dass es keinen Metall mehr gibt. man muss nur tiefer graben wenn etwas popularisiert wurde, dann findet man auch wieder das trve... MIT V !. und genau dafür finde ich ist 4p da.
johndoe824834
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Re: The Game Awards 2014: Die Gewinner stehen fest

Beitrag von johndoe824834 »