Wenn M. Bay und J. Liebesman zusammen einen Film drehen, sieht das Ergebnis genau so aus. Ernüchternd.
Dass die Story selbst auf einem Bierdeckel so verloren aussieht wie eine Wurst in einer Turnhalle ist mal das eine, aber das Hauptproblem am Ganzen ist, dass keiner von beiden weiss, wie man Action eigentlich zu inszenieren hat. Bay-typisch dreht sich eigentlich alles nur um Optik. Es soll schnell, rasant und cool sein, gespickt mit tausend Effekten pro Sekunde. Aber dass man eigentlich die Immersion erwecken sollte, dass stets einer der Protagonisten ernsthaft gefährdet sein
könnte, das haben Producer und Regisseur wohl noch nicht gelernt.
Es war zu jedem Zeitpunkt völlig klar wie die Situation ausgehen wird, was sämtliche Spannung im Keim erstickt. Da war keine Dramatik und kein Elan dahinter, es ist einmal mehr einfach nur so vor sich hin geplätschert.
Dass ich das Design dieser neuen Turtles recht mies finde sei mal dahingestellt - einzig Leo und Raphi wurden einigermassen getroffen. Don wurde mit seiner Brille zum Über-Nerd und Mike hat mich von Beginn weg einfach nur genervt. Natürlich war er auch in Comics und Serie ein typischer Pubertierender, aber imho nicht so penetrant wie hier dargestellt. Und was man sich bei Shredder gedacht hat ist mir ebenfalls ein Rätsel, mit dem Antagonisten früherer Zeiten hat der mal so gar nichts gemein.
Man kann durchaus Spass damit haben wenn man seine Anspruche komplett herunterschraubt; ich für meinen Teil fand's überflüssig und schlecht. Dämlicher Humor, schlecht inszenierte Action und eine Story zum Erbrechen.
-> 3.5/10