N4m3less hat geschrieben:
Ich kann natürlich nicht für die Allgemeinheit sprechen aber ich finde wenn man im Job eher in einen technischen Bereich geht weiß man sein Desktop PC zu schätzen.
Der Knackpunkt ist hier "im Job" und das hat nicht zwangsläufig was mit der Privatausstattung und -nutzungsweise zu tun.
Meine Privatausrüstung ist besser als meine Berufliche, das liegt aber daran, dass ich die Privat eigentlich nur wegen Spiele spielen habe, auf meiner Arbeitskiste würden die Spiele nichtmal vernünftig laufen. Der Umkehrschluss trifft hier sogar voll zu: Vor ein paar Jahren, als ich noch die PS3 zum Spielen genutzt habe, kam ich mehrere Jahre mit einem simplen Netbook als "PC-Ersatz" aus.
Dabei ist auf meinem Privatrechner nichts installiert, was mit Softwareentwicklung zu tun hatte, kein Compiler oder IDE oder sonstwas, weil ich meiner Freizeit auch gar keine Software entwickeln will, das ist mein Job, das mache ich ohnehin schon jeden Tag lang genug.
Ich brauche auch keinen Monitor hochkant drehen um "mehr" Code sehen zu können, ich habe 2 16:10 Monitore (beruflich), die können genug in der Höhe abbilden, ohne gedreht werden zu müssen.
Ich kenne auch CADler und 3D-Designer/Künstler/Animateure (keine Ahnung wie man die nennt, die machen halt 3D-Bilder und Animationen für (Kino)filme, Werbespots, etc), die sitzen beruflich an 15.000€ "PC"s, nicht selten mit 3-4 Monitoren, von denen jeder einzelne nochmal eine mittlere 4-stellige Summe kostet. Keiner davon hat privat auch nur einen ansatzweise so guten Rechner, von denen will auch gar keiner privat CAD-Zeug machen, schon gar nicht auf dem Niveau, auf dem er das beruflich tut. Ich selbst hatte auch schonmal so eine Kiste, weil ich einmal Software für so ein 3D-Animationszeug entwickln musste/durfte. Schon ein tolles Gertä, hätte man bestimmt auch super mit zocken können. Aber das was man beruflich braucht und was man privat hat, hat halt irgendwie mal so gar nichts miteinander zu tun.