Dragon Age: Inquisition - Produzent sagt: Skyrim hat alles verändert

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ZackeZells
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Re: Dragon Age: Inquisition - Produzent sagt: Skyrim hat all

Beitrag von ZackeZells »

Oder überhaupt alle Aufgaben, und lässt den Spieler einfach machen? Und der Sinn des ganzen wäre dann? :?
Meinste Minecraft, DayZ oder die ganzen anderen Survivaldinger? Die sind doch "RPG light" keine Story, kein Charakter ausbau...
Ein Storyloses Sandbox Spiel wär sicher mal interessant, aber ohne Story oder Sidequests gäb es weder einen besonderen Anreiz die Welt zu erkunden, weil man einfach keinen Bezug dazu hat. Wenn dann wäre es interessanter, ein Skyrim ohne Hauptstory oder die Hauptstory mehr um die Sidequests zu verweben
So etwas habe ich gerade bei New Vegas - Spielstart mit einem Auftrag - Finde Paket und liefere. Alles andere ergibt sich während dem Spiel, oder auch nicht, je nachdem wie Kommunikativ oder Blutberauscht man spielt.
johndoe1730081
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Re: Dragon Age: Inquisition - Produzent sagt: Skyrim hat all

Beitrag von johndoe1730081 »

ZackeZells hat geschrieben:
Oder überhaupt alle Aufgaben, und lässt den Spieler einfach machen? Und der Sinn des ganzen wäre dann? :?
Meinste Minecraft, DayZ oder die ganzen anderen Survivaldinger? Die sind doch "RPG light" keine Story, kein Charakter ausbau...
Minecraft ist doch nichts anderes als digitales Lego? Bau was, mach dir ne Geschichte.
Hab es nie gespielt, also korrigier mich.
Das würde aber mit Sicherheit auch auf dauer langweilen, da keine Story das Spiel trägt.
Klar, eine gute Welt und darum ein reines Survivalgame wäre schon interessant, aber irgendwann hat man auch keine Lust mehr, wenn man nur überleben soll, zumindest als reines Singelplayer.
Aktuell reden wir von einem Spiel ohne Story!
ZackeZells hat geschrieben:
Ein Storyloses Sandbox Spiel wär sicher mal interessant, aber ohne Story oder Sidequests gäb es weder einen besonderen Anreiz die Welt zu erkunden, weil man einfach keinen Bezug dazu hat. Wenn dann wäre es interessanter, ein Skyrim ohne Hauptstory oder die Hauptstory mehr um die Sidequests zu verweben
So etwas habe ich gerade bei New Vegas - Spielstart mit einem Auftrag - Finde Paket und liefere. Alles andere ergibt sich während dem Spiel, oder auch nicht, je nachdem wie Kommunikativ oder Blutberauscht man spielt.
Was mir mehr gefallen würde, wäre hier eine Kombination aus Skyrim und GTA. Nimmt man einen Hauptquest an, muss man diesem stur folgen, drum herum kann man sich in der Welt frei austoben.

Die Nebenquests sollten mehr bezug zum restlichen Spiel haben. Skyrim macht das schon nicht schlecht, aber da könnten sich ruhig mehr Spiele ein Beispiel nehmen.
Was mich eben an Rockstar stört, ist das man Nebenquests nicht bei Lust und Laune abarbeiten kann, statt dem Annehmen und Erledigen. Auch wenn sie es mit den Zufallsmissionen in Red Dead Redemption schon gut angefangen haben.

Das gefällt mir eben an Skyrim oder Fallout 3, hast du heut keine Lust auf die Aufgabe machst halt was anderes.
Some Guy
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Re: Dragon Age: Inquisition - Produzent sagt: Skyrim hat all

Beitrag von Some Guy »

Man sollte einfach akzeptieren, dass es viele leckere Dinge geben kann. Selbst wenn aktuell alle Pizza essen, vielleicht findet auch das nächste Nudelgericht genug Interesse.

Okay, jetzt kriege ich Hunger, lieber Klartext:

Ja, Skyrim hat mir auch sehr viel Spaß gemacht durch die Erkundungsreize und die tolle Stimmung, die dabei geschaffen wurde. Nichtstdestotrotz sehe ich dort nicht die Stärken von Bioware. Die offene Welt von Skyrim hatte nämlich durchaus auch ihren Preis, beispielsweise habe ich niemals die Hauptkampagne durchgespielt, weil ich die absolut nicht packend fand. Gerade das hat für mich aber immer die Biowarespiele ausgemacht: Man wird eben auch ein wenig an der Hand geführt, in große Konflike verwickelt, findet nach und nach neue Mitstreiter, wird verraten, und so weiter. In einem Spiel geführt zu werden ist nicht zwangsläufig eine böse Einschränkung, sondern kann auch ihren Sinn haben.

Insofern: Besinnt euch auf eure Stärken, nicht auf die der anderen, liebe Leute von Bioware!
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FuerstderSchatten
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Re: Dragon Age: Inquisition - Produzent sagt: Skyrim hat all

Beitrag von FuerstderSchatten »

ZackeZells hat geschrieben:
Fallout 3 war dann endgültig der Hohn, erstmal der lächerlichste Anfang der Spielegeschichte, vielleicht sogar der Prosageschichte insgesamt und dann auch noch die dümmsten Quests der Spielegeschichte. Ne Bethesda kanns nicht, wirklich nicht.
Weiß nicht was du hast.
Der Einstieg zu Fallout 3 war eine der besten Chargeneratoren die mir je untergekommen sind.
Ansonsten muss man evtl. auch die Sache mit einem "Endzeit-Szenario" mögen.
Ich mag Endzeitsachen im Stil von Mad Max sehr gerne, Fallout 1+2 habe ich beide mehrere Male verschlungen, also daran liegts nicht.

Egal welches Spiel ich nehme, alle haben nen besseren Einstieg als Fallout 3 meiner Meinung nach. Nehmen wir Shadowrun Returns, NWN 2, Alan Wake, Dark Sun, NWN 1 , KotoR 1+2, Fallout 1 und 2, Baphomets Fluch, Bioshock Infinite, Dark Messiah of Might and Magic alle sind mysteriöser und spannender inszeniert und ich könnte diese Liste ewig weiterführen. Ist auch klar warum, wenn ich meinen Char als Baby kennnenlerne, dann ist an ihm nichts aber auch gar nichts mehr geheimnisvoll, also ist auch jegliche Motivation weg, seine Motive zu hinterfragen. Man kennt halt sein Leben, er hatte kein Leben vorher. Aber selbst wenn man diese ganzen Sachen außer Acht lassen würde, lächerlicher als dieses Babygeschichte und das mit dem Luftgewehr geht's für mich wirklich nicht mehr. Aber jeden seine eigene Lieblingsanfangsgeschichte.
Kajetan hat geschrieben:
Jepp. Das war richtig gut gelöst. Mein Problem mit Fallout 3 bestand immer nur darin, dass ich nach Verlassen der Vault, total aufgehyped, plötzlich jeden Antrieb verloren habe. Eine Minute vorher noch mitgefiebert, ob es meinem jungen Char gelingt die Vault zu verlassen, und plötzlich "meh". Die typische Beth-Sandbox-Langeweile. Innerhalb nur weniger Minuten. Eigentlich recht faszinierend für sich genommen :)

Vielleicht hätte man mir noch eine Weile länger eine Karotte vor die Nase halten sollen, anstatt mich ansatzlos in die Welt zu schmeissen, wo ich sofort vergesse, warum ich da eigentlich draussen herumstehe.
Das mit dem Rauswurf aus dem Vault, fand ich auch noch ok inszeniert, ohne den Babykram wäre es nicht einer der besten aber immerhin auch nicht lächerlich gewesen. Was nach dem Vault kam, war auch für mich noch schlimmer, diese Pampa mit respawnenden Gegnern, Puppen NPCs und Quests die den Namen nicht verdienen.


Edit: Ich spiele gerade Blackguards, auch das hat nen besseren Anfang als F3, wenn man mich fragt. Vielleicht liegts ja auch daran, dass ich mich nicht mehr an meine Zeit als Baby erinnere und ich mir einfach nichts langweiligeres vorstellen kann als ein Baby zu sein.
johndoe1730081
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Re: Dragon Age: Inquisition - Produzent sagt: Skyrim hat all

Beitrag von johndoe1730081 »

Ehrlich gesagt fand ich diesen Spieleeinstieg sehr gelungen, er hätte durchaus noch länger sein dürfen um noch eine bessere Bindung zum Vater zu erzeugen. Das ist finde ich auch nötig um einen realistischeren Anreiz zu bringen für mich als Vater. In vielen Spielen denk ich mir oftmals, "toll Mario, du schlenderst gerade 5 Sekunden mit deiner Peach übern Schirm und schon wird sie von Bowser entführt"? Wo ist da der große Anreiz für mich, das nachvollziehbare, Peach zu retten.
Soll kein Bash werden, aber da finde ich bietet der Einstieg in Fallout 3 mehr.

Klar, der plötzliche Einstieg in Skyrim ist auch gelungen, man wacht auf, sieht die anderen Gefangene und so langsam erahnt man mehr und mehr, bevor man dann frei und vollkommen Unbefleckt in der offenen Spielwelt ist. Für den namenlosen Helden der zu Tamriels letzter Hoffnung heranreift ist das ein passender Einstieg.
Anders herum, wäre es für mich arg lahm.

Mal an die Fallout 3 Einstiegs Nörgler? Wie hättet ihr das gemacht? Einschließlich der Anfangsattribute und Skills. ;-) ich muss Bethesda mal ganz klar in Schutz nehmen, mag sein das sie Probleme haben eine besondere und neuartige Geschichte zu schreiben, aber was sie schreiben setzen sie sehr gut um.
Klar, dass bei derart riesigen Welten mehr Fehler entstehen als beispielsweise in einem CoD ist auch klar, dafür wirken sie nunmal authentisch und spannend.

Es gibt nun wirklich andere Firmen, die weniger für mehr verkaufen wollen ;-)
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FuerstderSchatten
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Re: Dragon Age: Inquisition - Produzent sagt: Skyrim hat all

Beitrag von FuerstderSchatten »

Antiidiotika hat geschrieben:Ehrlich gesagt fand ich diesen Spieleeinstieg sehr gelungen, er hätte durchaus noch länger sein dürfen um noch eine bessere Bindung zum Vater zu erzeugen. Das ist finde ich auch nötig um einen realistischeren Anreiz zu bringen für mich als Vater. In vielen Spielen denk ich mir oftmals, "toll Mario, du schlenderst gerade 5 Sekunden mit deiner Peach übern Schirm und schon wird sie von Bowser entführt"? Wo ist da der große Anreiz für mich, das nachvollziehbare, Peach zu retten.
Soll kein Bash werden, aber da finde ich bietet der Einstieg in Fallout 3 mehr.

Klar, der plötzliche Einstieg in Skyrim ist auch gelungen, man wacht auf, sieht die anderen Gefangene und so langsam erahnt man mehr und mehr, bevor man dann frei und vollkommen Unbefleckt in der offenen Spielwelt ist. Für den namenlosen Helden der zu Tamriels letzter Hoffnung heranreift ist das ein passender Einstieg.
Anders herum, wäre es für mich arg lahm.

Mal an die Fallout 3 Einstiegs Nörgler? Wie hättet ihr das gemacht? Einschließlich der Anfangsattribute und Skills. ;-) ich muss Bethesda mal ganz klar in Schutz nehmen, mag sein das sie Probleme haben eine besondere und neuartige Geschichte zu schreiben, aber was sie schreiben setzen sie sehr gut um.
Klar, dass bei derart riesigen Welten mehr Fehler entstehen als beispielsweise in einem CoD ist auch klar, dafür wirken sie nunmal authentisch und spannend.

Es gibt nun wirklich andere Firmen, die weniger für mehr verkaufen wollen ;-)
Das bin dann wohl ich. Attribute und Skills erstelle ich bevor man in die Welt einsteigt, damit es auch in einem Guss passiert, sonst kann man 5 mal neuladen, weil man die beiden vielleicht nicht unbedingt in Einklang kriegen kann, wenn man nicht direkt hin und her schalten kann. Wobei ich mich auch nicht mehr hunderprozentig daran erinnere, wie weit die Attribute zeitlich von den Skills entfernt liegen. Ich weiß nur noch als Baby macht man die Attribute, sinnbildlich mit diesen Bauklötzchen.

Ich hätte keinenfalls als Baby angefangen, man kann sich nicht daran erinnern was man als Baby gemacht hat. Weil der Char null Geheimnisse in sich trägt und man quasi alles wichtige über ihn weiß bleibt nur der Vater als Motivationskatalysator übrig, was als Motivation immer Probleme bereitet, wenn es um jemand anderen geht als den Helden selbst. Gut für Mario reicht das, aber hier wie du schon richtig schreibst, ist es wirklich einfach zu kurz, wenn der Vater die einzige Motivation ist.

Aber das wichtigste für mich: Während z.B. NWN 2 das elegant und trotzdem heimelig löst mit dem Dorffest und Co., ist es hier einfach nur grotesk albern mit der Geburtstagfeier und so weiter. Mein eigener Char stösst mich dabei so dermaßen ab, ich will am liebsten dass er sich mit dem Luftgewehr ein Auge ausschießt, damit er wenigstens etwas cool ist und nicht nur ein Jüngelchen.

Ist aber wohl Geschmackssache, kann das akzeptieren, wenn jemand schreibt, es gefällt ihm. Dein letzter Satz stimmt auch, gibt Firmen die verlangen viel mehr für viel weniger Inhalt, wobei der Inhalt ja dafür qualitativ besser sein kann. Mir geben die Bethesdaspiele jedenfalls nichts.
PixelMurder
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Re: Dragon Age: Inquisition - Produzent sagt: Skyrim hat all

Beitrag von PixelMurder »

Schon ein wenig weit hergeholt, man habe keine Motivation und Geheimnisse mehr, wenn man als Kind aufwächst. Hättest du gerne einen Flashback nach Beendigung der Hauptquest?
Ich schätze mal, ich habe den Part in der Vault an die hundert Mal gezockt(etwa ein Drittel davon noch auf der XBox), einige Male zum Testen von Mod-Funktionen. Zum einen habe ich bisher noch nie in einem Spiel Baby gespielt, was schon mal eine Abwechslung ist und eine Überraschung war. Zum andern dauert die ganze Kindheit wohl kaum mehr als 10 Minuten, in der man einige Eckpunkte mitkriegt, alles gar nicht schlecht gelöst, dafür, dass die Gamebryo schlecht für die Inszenierung geeignet ist. Ich verstehe auch nicht, was an der Luftgewehr-Szene jetzt so abartig sein soll, die auch nur eine Minute dauert. Letzhin habe ich mir wegen einem Test sogar das Intro nochmals vollständig angesehen und alleine der Sound erzeugt in mir schon Schauer. Und die Szene, in der die Kamera aus dem Bus fährt, passt hervorragend dazu.
Für mich klingt das so, wie wenn man mit dieser Art der Inszenierung nichts anfangen kann, vielleicht weil einem Fantasie oder Geduld fehlt. Es gab sehr viele positive Stimmen zur Kindheit in Fallout 3, vielleicht ist diese objektiv doch nicht so schlecht, wie du persönlich meinst.

Ich hätte ja auch die Fantasie für eine Welt ohne deutlich sichtbare Aufgaben. Ich fand schon immer, dass die offene Welt wie kein anderes Spielprinzip das Potential hat, zur Königsdisziplin des Gamings zu gehören, da es die Realität am besten abbilden kann. Ich stelle mir da einen Schiffbrüchigen an den Gestaden einer fremdartigen Welt vor(mit Geruchsfernsehen, implantierten Rumble-Generatoren und Wind-Simulatoren), der von Hunger gebeutelt ist und dem nicht sofort ein Tutorial an die Rübe geballert wird. Die komplett zerlegbare, neukombinierbare und physikalisch hochstehende Umgebung hält Flora und Fauna bereit, damit er überleben kann. Los gehts! Hütten bauen, Boote bauen, ein Gerbgestell bauen, Nachbarschaft erkunden, Kamel und/oder Wildhund aufziehen und zähmen, andere Schiffbrüchige finden(eventuell Coop) oder sich einer Dorfgemeinschaft anschliessen, herausfinden, dass eine dunkle Bedrohung am Horizont steht, Verbündete suchen oder abhauen... Und das alles ohne schwebende Icons, Dialog-Trigger, Statusbalken, Attribute oder Quest-Infos, die alle nur vorsintflutliche Krücken sind, weil man bisher keine Umgebung bauen kann(oder es auch nur versucht), die selbstverständlich wie die Realität funktioniert. Ist natürlich alles eine naive Vorstellung, selbst auf dem Holodeck werden Spiele nur so aussehen und sich so spielen wie Dragon Age oder Skyrim, wenn es dumm läuft wie Call of Dungeon Keeper XXIV. Aber bis dahin habe ich mich längst aus dem Gaming abgemeldet, das ich seit seiner Baby-Zeit verfolge.
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casanoffi
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Re: Dragon Age: Inquisition - Produzent sagt: Skyrim hat all

Beitrag von casanoffi »

FuerstderSchatten hat geschrieben:Attribute und Skills erstelle ich bevor man in die Welt einsteigt.
Bei der Souls-Reihe würde ich mich hüten, etwas anderes für den Einsteig zu nehmen, als den Bettler :mrgreen:

Ich weiß, blöder Vergleich, aber es ist noch frün am Morgen, verzeih es mir...


Auch wenn man es kaum als RPG bezeichnen kann (für mich ist es das), welches nachhaltig meinen "Geschmack" im Bereich Open World (auch wenn es Abschnitts-Grenzen hatte) verändert hat, ist S.T.A.L.K.E.R. - Shadow of Chernobyl.
Ich kann mich an kein "Vollblut-RPG" davor erinnern, welches den Erkundungsreiz so stark in mir entfachen konnte, wie dieser post-nukleare RPG-Shooter.

Danach schafften das nur noch Fallout 3 und die Souls-Reihe.
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Sir Richfield
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Re: Dragon Age: Inquisition - Produzent sagt: Skyrim hat all

Beitrag von Sir Richfield »

Antiidiotika hat geschrieben:
Sir Richfield hat geschrieben:Konkret: Man nehme Postal und nehme dem noch die Aufgabe "Kaufe Milch ein".
Oder überhaupt alle Aufgaben, und lässt den Spieler einfach machen? Und der Sinn des ganzen wäre dann? :?
Ein Wander Simulator, der ehrlich zu sich selbst ist.

Skyrim macht in den Augen nicht weniger (mich eingeschlossen) einen echt schlechten Job darin, den Spieler zu führen.
Intro, vage Bedrohung - viel Spaß in der Welt.
Die Hauptquest ist in den letzten Spielen eigentlich sowas von egal. Nach fünf Stunden jeden Grashalm ablecken hat man die eh vergessen.

Warum also nicht die ganze Meile gehen und diesen vermeintlich roten Faden auch noch wegwerfen?

Was übrigens nicht bedeutet, dass Wandersimulator 2016 keine Story haben darf. Im Gegenteil! Es darf so viele Geschichten erzählen, wie man die Entwickler dafür bezahlt, sie in die Welt zu packen.
Gerne auch eine große, mit einer Art Finale!
Nur darf! der Spieler drüber stolpern.
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casanoffi
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Re: Dragon Age: Inquisition - Produzent sagt: Skyrim hat all

Beitrag von casanoffi »

Hab mir grad das 10-Minuten-Einsteigsvideo angeschaut.
Leider sehr enttäuschend.

Guter Einstieg, Dialogoptionen, hübsche Umgebung, find ich klasse.

Aber dann kam die Minimap inkl. Navi, damit auch noch der letzte Depp weiß, wo er hinlaufen muss.
Hauptsache nicht selbst suchen müssen, damit man auch ja nichts von der Welt sieht.
(Wenn man diesen unsäglichen Quest-Tracker ausschalten kann, dann drück ich da aber ein Auge zu)

Dazu offensichltich wieder ein Kampfsystem aus dem letzten Jahrhundert...
Hier werde ich mit ziemlicher Sicherheit kein Auge zudrücken können.

Sorry...
Chris Dee
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Re: Dragon Age: Inquisition - Produzent sagt: Skyrim hat all

Beitrag von Chris Dee »

Keine Ahnung, wie man sich bei einem Spiel, in das man locker 50, 100 oder 200 Stunden versenken kann, an einem Baby/Kindheits-Intro stören kann, das in einem halben Stündchen durchgespielt ist. Dass das allemal besser ist als Charakterwerte einfach auszuwürfeln, da sind wir uns doch wohl einig, oder?

Ansonsten haben mich an FO3 andere Dinge viel mehr gestört. Es fühlt sich mehr wie ein Shooter als wie ein Rollenspiel an. In guter alter Bethesda-Tradition hat man sich keine große Mühe gegeben, die Gamepad-Steuerung beim Übergang zu Tastatur und Maus großartig den gängigen PC-Standards anzupassen (statt einfach M für Map drücken zu können, muss man ewig mit diesem verkackten PipBoy rum hantieren). Dieser ständige Braun/Grau/Grün-Stich der Grafik geht einem irgendwann auch total auf den Sack und ist nicht nur hässlich, sondern auch nicht wirklich realistisch (Postapokalypse hin oder her). Wieso bringt ein steinaltes Spiel wie Gothic 2 Dinge wie Tageslicht, Nachthimmel oder Sonnenuntergang tausend mal atmosphärischer rüber als FO3? Obwohl ich weiß, dass es nicht so war, hatte ich beim Spielen aufgrund der kontrastarmen Grafik ständig das Gefühl, man habe die Farbpalette künstlich auf 12 oder 16 statt 32 Bit beschränkt, um das Spiel vielleicht auch auf der PS1 noch lauffähig zu machen ;)

Ansonsten ist halt auch FO3 eines dieser Spiele, das seine Open World nur begrenzt überzeugend mit Inhalten füllt. Eine U-Bahn-Station sieht genauso aus wie die andere und das gleiche gilt für Abwasserkanäle, Bürogebäude, Supermärkte oder Städte. Aber vielleicht muss das bei einem Open World-Spiel auch so sein, wenn die Entwicklungskosten nicht explodieren sollen: Sie ist entweder leer oder voll von Copy-And-Paste. Und vielleicht mutet es deshalb auch so völlig albern an, wenn OW-Spiele einfach nur mit der schieren Größe ihrer Welt protzen (denke da gerne noch an das erste Just Cause als besonders negatives Beispiel), weil das letztlich eher kontraproduktiv ist: Wenn man 150 oder 200 Stunden in ein solches Spiel versenkt, nur um auch den letzten Winkel noch zu erkunden, sich ab Stunde 50 aber eh alles wiederholt und man am Ende einfach nur noch froh ist, durch zu sein, ist man regelrecht dankbar für Spiele, die in einer viel kleineren Welt nach Stunde 30 oer 50 einfach Schluss machen und von Anfang bis Ende ein unterhaltsames Erlebnis waren.

Mir reichen Spiele mit relativer Bewegungsfreiheit (wie Mafia 2, auch wenn das leider nie einen wirklich überzeugenden Free Roam-Modus spendiert bekam) vollkommen aus. Meine OW-Erlebnisse hingegen fallen eher zwiespältig aus: Just Cause, Fallout 3 oder Far Cry 3 haben mir alle Spaß gemacht, hätten das aber mit weniger OW, kleineren Welten und dafür mehr Abwechslung sicher ebenso getan.
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Re: Dragon Age: Inquisition - Produzent sagt: Skyrim hat all

Beitrag von xxxxxxxxxxxxxxxxxxxx »

Skyrim hat alles verändert? "Von wann" ist der (Typ) denn bitte? Das hat Morrowind schon vor etlichen Jahren getan. Da sieht man mal, was für Köppe bei Bioware arbeiten. Und werden auch noch bezahlt dafür. :Häschen:
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ZackeZells
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Re: Dragon Age: Inquisition - Produzent sagt: Skyrim hat all

Beitrag von ZackeZells »

Skyrim hat alles verändert? "Von wann" ist der (Typ) denn bitte? Das hat Morrowind schon vor etlichen Jahren getan. Da sieht man mal, was für Köppe bei Bioware arbeiten. Und werden auch noch bezahlt dafür
Skyrim hat viele nicht RPG-Spieler ins Boot geholt, es hat die Zielgruppe für RPG´s wachsen lassen.
Von daher hat er nicht unrecht mit der Behauptung das es vieles verändert hat.
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Sir Richfield
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Re: Dragon Age: Inquisition - Produzent sagt: Skyrim hat all

Beitrag von Sir Richfield »

Chris Dee hat geschrieben:Dass das allemal besser ist als Charakterwerte einfach auszuwürfeln, da sind wir uns doch wohl einig, oder?
Nein, sind wir uns nicht, das ist der Kern des Problems.

Edit: Wer Lesen kann ist klar im Vorteil, Richfield! Es war von FO3 die Rede! Dummer Depp, echt!
Intro von FO3 war OK!

Edit: Fett markierte Bereiche geändert, damit klarer ist, dass ich mich selber für mangelnde Lesekompetenz beschimpfe!
Zuletzt geändert von Sir Richfield am 11.11.2014 11:21, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Dragon Age: Inquisition - Produzent sagt: Skyrim hat all

Beitrag von sourcOr »

PixelMurder hat geschrieben:Ich fand schon immer, dass die offene Welt wie kein anderes Spielprinzip das Potential hat, zur Königsdisziplin des Gamings zu gehören, da es die Realität am besten abbilden kann. Ich stelle mir da einen Schiffbrüchigen an den Gestaden einer fremdartigen Welt vor(mit Geruchsfernsehen, implantierten Rumble-Generatoren und Wind-Simulatoren), der von Hunger gebeutelt ist und dem nicht sofort ein Tutorial an die Rübe geballert wird. Die komplett zerlegbare, neukombinierbare und physikalisch hochstehende Umgebung hält Flora und Fauna bereit, damit er überleben kann. Los gehts! Hütten bauen, Boote bauen, ein Gerbgestell bauen, Nachbarschaft erkunden, Kamel und/oder Wildhund aufziehen und zähmen, andere Schiffbrüchige finden(eventuell Coop) oder sich einer Dorfgemeinschaft anschliessen, herausfinden, dass eine dunkle Bedrohung am Horizont steht, Verbündete suchen oder abhauen... Und das alles ohne schwebende Icons, Dialog-Trigger, Statusbalken, Attribute oder Quest-Infos, die alle nur vorsintflutliche Krücken sind, weil man bisher keine Umgebung bauen kann(oder es auch nur versucht), die selbstverständlich wie die Realität funktioniert. Ist natürlich alles eine naive Vorstellung, selbst auf dem Holodeck werden Spiele nur so aussehen und sich so spielen wie Dragon Age oder Skyrim, wenn es dumm läuft wie Call of Dungeon Keeper XXIV. Aber bis dahin habe ich mich längst aus dem Gaming abgemeldet, das ich seit seiner Baby-Zeit verfolge.
Genauso hat die offene Welt das Potential, mächtig auf die Nase zu fallen. Es kann nur soviel abgebildet werden, wie die Entwickler schaffen und dem sind nun mal Grenzen gesetzt. Selbst wenn man dein Beispiel von oben implementiert, bleiben noch zig andere, unbeachtete Dinge übrig, an die keiner gedacht hat oder für die keine Zeit mehr war und schwupps reißt es den Spieler wieder aus dem Geschehen. Ich glaube da muss man die Kirche echt im Dorf lassen. Ich kann mir auch gut vorstellen, dass die Spiele in 10-20 Jahren auf heutigen - nachträglich dazu erhobenen - "Tugenden" aufbauen werden, dass es also gar keine substantielle Weiterentwicklung geben wird, bzw. bestimmte Bereiche zu Gunsten anderer verkümmern.

Gut, dass ich mir spannendere Dinge vorstellen kann als diesen Survival-Kram ist jetzt subjektiv. Ich würde es dann doch bevorzugen, wenn RPGs nicht diesen Weg beschritten. ^^