Spielkultur - Anita Sarkeesian sagt Rede ab nach Drohung mit "bisher größtem Anschlag in einer Schule"

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Wulgaru
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Re: Spielkultur - Anita Sarkeesian sagt Rede ab nach Drohung

Beitrag von Wulgaru »

Lord Hesketh-Fortescue hat geschrieben: Daher finde ich die Annahme, DASS es einen gewissen Einfluss durch vermittelte Bilder, Sprache und Paradigmen auf unser Denken und Handeln gibt, sogar geben muss, schon sehr vernünftig. Da lagen etliche Poststrukturalisten glaube ich schon nicht so ganz falsch. Ansonsten könnte man sich die Diskursanalyse als Instrument auch komplett schenken. Wie übrigens auf der anderen Seite (der Input-Seite) auch die Werbung, die Propaganda, den Lobbyismus, politische Leitbilder, tradierte Wertevermittlung etc. Und natürlich ist das kein aus den Fingern gesogenes Axiom, es gibt hunderte von Studien zu Rassismus, Faschismus, Sexismus, auch in ihren historischen Dimensionen, die allesamt nahelegen, dass Menschen zu jeder Zeit und an jedem Ort massiv von den gängigen Rollenbildern, Klischees und den entsprechenden Ableitungen (z.B. Ressentiments, Hass) geprägt wurden.
Genau diesen Punkt würde ich niemals abstreiten. Ich würde sogar sagen das er größer ist als man allgemein annimmt, je nachdem was für einen Anteil Medien in der Erziehung und im Alltag einer Person haben natürlich unterschiedlich.

Aber es ist eine Sache das unvoreingenommen zu untersuchen. Ich denke sicher das man dort bestimmte klare Einflüsse finden kann, welche Medien (mal von Games und Filmen usw. weg, auch Nachrichten die das Weltbild prägen) der Amokläufer konsumiert, welche soziale Netzwerke er nutzt und auf welche Weise usw. usw. Vielleicht könnte man das ja sogar generalisieren. Das weiß ich nicht, aber theoretisch wäre es möglich.

Mein Problem fängt dann aber eben genau dann an, wenn man sowas gemacht hat und diese Einflüsse dann einordnen will. Das Stichwort "männlich" ist natürlich keine leere Worthülse und es gibt bestimmte Sachen die negativ wie positiv darunter zu finden sind, aber wenn es um weniger klare Dinge geht, wird es sehr fragwürdig. Ich lehne mich hier aus dem Fenster und würde behaupten das jemand wie Anita bestimmte negative Elemente schlicht als männlich deklarieren würde. Ich bin schlicht nicht der Meinung das das so klar zu bewerkstelligen ist, wie ein Element als rassistisch oder auch zum Beispiel frauenfeindlich zu deklarieren. Das sind ja schon bestimmte Kriterien die man nur treffen muss. Aber schlicht zu sagen: Das ist männlich (Beispiel Leistungsdruck)... letztendlich wäre das eben die Willkür bei der man sich vor allem die Frage stellen muss, was das eigentlich soll. Ich sehe da weder ein Erkenntnisinteresse in Bezug auf Gleichberechtigung noch Problemlösungsstrategien bei Amokläufen, ganz im Gegenteil.

Die hypothetische Untersuchung davor meinetwegen gerne, aber den Prozess danach halte ich für unsinnig. Wie ich aber schon sagte suggeriert Anita hier das sie mindestens schon mitten in diesem zweiten Teil einer solchen Untersuchung ist oder zumindest meint solche Kenntnisse zu besitzen und das ist wie ich eingangs schon sagte "lachhaft". :wink:
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Lord Hesketh-Fortescue
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Re: Spielkultur - Anita Sarkeesian sagt Rede ab nach Drohung

Beitrag von Lord Hesketh-Fortescue »

mr archer hat geschrieben:Ansonsten begeisterte Grüße ob des angeschlagenen Post-Niveaus an die Lordschaft! Bin Fan.
Nicht doch. Das Kompliment gebe ich gerne postwendend zurück. Aber danke. Und wehe hier kommen gleich Sprüche von wegen "Zimmer suchen".

@Wulgaru: Ja, das kann ich soweit schon alles ganz gut verstehen. Ich muss an dieser Stelle dennoch mal aussteigen, weil sonst ein Riss im Raum-Zeit-Kontinuum eine endlose Zeitschleife im Anita-Nebel auslöst und wir fortan jeden Tag immer wieder auf's Neue mit unseren Argumenten im allerersten Sarkeesian-Thread landen...oh wait. Nee quatsch. Also dank dir einstweilen für die gute Unterhaltung!
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zmonx
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Re: Spielkultur - Anita Sarkeesian sagt Rede ab nach Drohung

Beitrag von zmonx »

Edit, hier stand was unpassendes.
Zuletzt geändert von zmonx am 29.10.2014 18:53, insgesamt 1-mal geändert.
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mr archer
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in einer Schule"

Beitrag von mr archer »

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zmonx
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Re: Spielkultur - Anita Sarkeesian sagt Rede ab nach Drohung

Beitrag von zmonx »

:)

Wollt das Thema jetzt nicht in eine andere Richtung lenken ^^

Hoffe ihr erkennt, dass das nur Spaß war!
AtzenMiro
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Re: Spielkultur - Anita Sarkeesian sagt Rede ab nach Drohung

Beitrag von AtzenMiro »

Irgendwie wird hier gerade angenommen, dass tatsächlich ein kausaler Zusammenhang zwischen der Männlichkeit (in was für einer Form auch immer) und Amokläufen bestehe. Ich wüsste gerne, wie man so einen Zusammenhang denn bitte rechtfertigen möchte. Bis vor kurzem schien man sich ja doch noch darauf festgefahren haben, dass sogenannte "Killerspiele" (die ja natürlich hauptsächlich von Jungen gespielt werden) für die Amokläufe verantwortlich sind, bis man auf den Trichter kam, dass die Probleme evt. doch eher im sozialem Umfeld zu suchen sind. Warum versucht man es nun mit dem Geschlecht? Ich finde das noch viel absurder, als die Behauptung Killerspiele seien dafür verantwortlich, wobei ich bei Killerspiele zumindest noch einsehen könnte, wenn man mir denn stichhaltige Beweise vorlegt, dass solche Spiele sowas wie eine Insprirationsquelle für Kids mit Selbstmord-Sehnsucht sind (wobei das natürlich dann noch immer nicht der Auslöser ist).
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Lord Hesketh-Fortescue
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Re: Spielkultur - Anita Sarkeesian sagt Rede ab nach Drohung

Beitrag von Lord Hesketh-Fortescue »

zmonx hat geschrieben::)

Wollt das Thema jetzt nicht in eine andere Richtung lenken ^^

Hoffe ihr erkennt, dass das nur Spaß war!
Nein!!!

Doch.

Und damit sich niemand benachteiligt fühlt, gibt's für jeden Mitdiskutunten, äh Diskutanten einen dicken fetten und unfassbar männlichen Hetero-Bro-Wangen-Knutscher gratis. Schmmmmmmatz :bussi: Ich hab euch alle schrecklich lieb.
Hafas
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Re: Spielkultur - Anita Sarkeesian sagt Rede ab nach Drohung

Beitrag von Hafas »

Ja, hier sieht man es doch perfekt: Spiele fördert nicht nur Misogynie und Terrorismus, sondern auch noch Homophobie.
Alles homophobe Phomohoben hier!
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zmonx
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Re: Spielkultur - Anita Sarkeesian sagt Rede ab nach Drohung

Beitrag von zmonx »

Puh, na zum glück hatte ich noch die Weitsicht dass dann noch zu erwähnen.

Hab es mal wegeditiert... Wollte niemandem zu nahe treten und bitte um Verzeihung.

Edit,
Oh man, stand das "Doch" schon die ganze Zeit da? ^^

War grad unterwegs auf dem Weg nach Hause, und aufm Handy sah das aus wie ne Trennlinie aus Punkten... Sehr gewieft!

Völlig umsonst editiert... Noch ein Puh :lol:
Zuletzt geändert von zmonx am 29.10.2014 19:36, insgesamt 2-mal geändert.
Nanimonai
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Re: Spielkultur - Anita Sarkeesian sagt Rede ab nach Drohung

Beitrag von Nanimonai »

AtzenMiro hat geschrieben:Irgendwie wird hier gerade angenommen, dass tatsächlich ein kausaler Zusammenhang zwischen der Männlichkeit (in was für einer Form auch immer) und Amokläufen bestehe. Ich wüsste gerne, wie man so einen Zusammenhang denn bitte rechtfertigen möchte.
Nun ja, wenn die große Mehrheit der Amokläufer männlich ist, wird es schwierig, dort keinen Zusammenhang zu sehen.
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sabienchen.banned
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Re: Spielkultur - Anita Sarkeesian sagt Rede ab nach Drohung

Beitrag von sabienchen.banned »

Nanimonai hat geschrieben:
 Levi hat geschrieben:Natürlich fällt sie ununterbrochen zurück. Immer und immer wieder. Ich sagte nicht, dass sie permanent nur das schreibe. Ich sage nur sie fällt ununterbrochen zurück. Aber wirklich interessant zu sehen, wie weit sich Leute verbiegen um sie noch zu verteidigen.
Ich sagte auch nicht, dass Du unterstellt hast, dass sie permanent nur das schreibt. Mit keiner Silbe sage ich das.
Ohne Unterbrechung heißt aber doch genau das: Ohne Unterbrechung. Das ist nachweislich nicht der Fall. Sie fällt nachweislich nicht ohne Unterbrechung in dieses Muster zurück. Alleine der Wortlaut "zurück fallen" impliziert bereits, dass es kein immerwährender Zustand ist.
Doch genau das meinte er mit "permanent zurückfallen".
Du erkennst es ja sogar richtig, dass zurückfallen nur möglich ist wenn es kein immerwährender Zustand ist.
Ein Zustand kann sich permanent ändern, ohne dass der Zustand permanent ist.
Permanent kann dauerhaft meinen, jedoch genauso ständig.
EIn permanenter Wechsel kann also
a: ein dauerhafter Wechsel von X -> Y sein
b: ein ständiger Wechsel von X -> Y -> X -> Y [...] sein

Und da Du dich anschließend am "ununterbrochen" aufhängst..
ist unschön von ihm gewählt, allerdings kannst du obiges b ebenfalls darauf verwenden.
Für a beschreibt ununterbrochen allerdings wie der Wechsel von statten geht (ohne Unterbrechnung..), nicht den Endzustand.
-> Allerdings impliziert es hier, dass ohne Pause die Argumentatiosweise der Person sich ändert. (daher unschön gewählt von ihm.. allerdings kam das erst als du dich bereits bei dem "permanent" aufgehängt hast.

Mit dem verbiegen hatte er da wirklich recht..^^

/Edith schreibt
Es geht mir hier rein um die Semantik.. nicht um den Inhalt der Aussage.

Meine Meinung kommt jetzt.. :wink:
@ Anitas Tweets..
WTF.. das ist geschmacklos und unsachlich.
Verstärkt aber nur mein persönliches Bild, dass ich von dieser Person habe.
Zuletzt geändert von sabienchen.banned am 29.10.2014 20:31, insgesamt 1-mal geändert.
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sabienchen.banned
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Re: Spielkultur - Anita Sarkeesian sagt Rede ab nach Drohung

Beitrag von sabienchen.banned »

Nanimonai hat geschrieben:
AtzenMiro hat geschrieben:Irgendwie wird hier gerade angenommen, dass tatsächlich ein kausaler Zusammenhang zwischen der Männlichkeit (in was für einer Form auch immer) und Amokläufen bestehe. Ich wüsste gerne, wie man so einen Zusammenhang denn bitte rechtfertigen möchte.
Nun ja, wenn die große Mehrheit der Amokläufer männlich ist, wird es schwierig, dort keinen Zusammenhang zu sehen.
Einen kausalen Zusammenhang bei der geringen Datenmenge zu ziehen ist absurd.
Und wenn man sich manch anderen Post durchliest werden Gegegenbeispiele, dann auch noch als
Ausnahme zur Regel oder als kein Amoklauf gewertet... :roll:

Und die meisten stören sich sogar weniger daran, dass sie sagt "alle" (..falsch) Amokläufe wurden von Männern begangen..
sondern dass dies durch ein schädliches/giftiges Männlichkeitsbild provoziert wird.
-> Im aktuellen Kontext eines solchen Amoklaufs solche Tweets zu posten ist in meinen Augen einfach nur geschmacklos.. egal ob man ihr zustimmt oder nicht.
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3nfant 7errible
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Re: Spielkultur - Anita Sarkeesian sagt Rede ab nach Drohung

Beitrag von 3nfant 7errible »

Lord Hesketh-Fortescue hat geschrieben:

Daher finde ich die Annahme, DASS es einen gewissen Einfluss durch vermittelte Bilder, Sprache und Paradigmen auf unser Denken und Handeln gibt, sogar geben muss, schon sehr vernünftig. Da lagen etliche Poststrukturalisten glaube ich schon nicht so ganz falsch. Ansonsten könnte man sich die Diskursanalyse als Instrument auch komplett schenken.
Vielleicht sollten wir das. Oder zumindest bei denen, die es nicht gebacken bekommen sich an wissenschaftl. Standards zu halten, die Küchenpsychologie praktizieren, die unseriöses Halbwissen mit Fachbegriffen zu kaschieren versuchen. Alan Sokal hat die selbstgerechten Clowns und Möchtegern-Intellektuellen schon mal vorgeführt.

Es gibt keine Entschuldigung für BS. Auch nicht wenn man vorher fabrizierte Regeln aufstellt, die diesen BS rechtfertigen sollen und diese dann zitiert, um einem unbedarften Publikum eine Wissenschaftlichkeit vorzugaukeln; sich damit immun gegen jegliche Kritik zu machen und seinen BS weiter frei von jeder Kritik verbreiten zu können.
Wie übrigens auf der anderen Seite (der Input-Seite) auch die Werbung, die Propaganda, den Lobbyismus, politische Leitbilder, tradierte Wertevermittlung etc. Und natürlich ist das kein aus den Fingern gesogenes Axiom, es gibt hunderte von Studien zu Rassismus, Faschismus, Sexismus, auch in ihren historischen Dimensionen, die allesamt nahelegen, dass Menschen zu jeder Zeit und an jedem Ort massiv von den gängigen Rollenbildern, Klischees und den entsprechenden Ableitungen (z.B. Ressentiments, Hass) geprägt wurden.


Du wirfst hier total verschiedene Dinge zusammen. Es gibt einen Unterschied, ob ich eine Urlaubswerbung mit einer hübschen Dame im Bikini schmücke, ob ich im Mushroom Kingdom eine kleine Pixelprinzessin rette, ob ich ein verbrecherisches Regime habe, in dem jegliches Andersdenken verboten wird, oder ob ich eine Sekte habe, die sich gezielt die schwachen Schäfchen aus der Herde rauspickt und einer regelrechten Gehirnwäsche unterzieht.
Und zu jeder Zeit? Du wirfst sogar unterschiedliche Epochen durcheinander mit unterschiedlichem Bildungsstand, Aufklärung, Hierarchien, Ständesystemen etc..
Du kannst das nicht alles vergleichen und dann auch noch als "Beweis" benutzen.

Davon abgesehen gibt es auch Studien, die zeigen, dass schon Kinder ziemlich früh zwischen Fiktion und Realität unterscheiden können. Frage dich doch zb mal selbst, ab wann du nicht mehr an den Weihnachtsmann geglaubt hast, falls man das überhaupt jemals wirklich getan hat, so ganz ohne eine Portion Skepsis.

Unseriös wird es erst an dem Punkt, an dem ich mit monokausalen Brachial-Manifesten um die Ecke komme oder bewusste Hetze à la Manfred Spitzer betreibe.
Wenn man alles zusammennimmt, kommt es dem sehr nah....

Sie fordert ein Stopp von Attacken im Internet NUR gegen Frauen. Sie propagiert ein "priviliged white male". Sie fordert, dass Frauen grundsätzlich geglaubt werden soll. Und jetzt haben wir auch noch eine "schädliche Männlichkeit".
Und wie passt das alles überhaupt zusammen? Jemand, der ein Amoklauf begeht und damit sein Leben mehr oder weniger wörtlich wegwirft, ist sicherlich niemand dem die Sonne ausm Arsch scheint. Er ist sicherlich auch niemand, dem die Gesellschaft ausreichend Aufmerksamkeit geschenkt hat, dem man ausreichend zugehört hat. Und jetzt liegt die Schuld auch noch ganz allein in der Männlichkeit??
Was kriegt man denn ua hier regelmässig zu hören, wenn man sich für echte Gleichheit ausspricht? "Oooooch, ja die armen Männer. und Hör auf zu relativieren...."
Das ist ein ziemlich schizophrenes Verhalten. Angeblich liegt es in der Einzelkämpfer-Mentalität, aber nach Unterstützung und Aufmerksamkeit darf man(n) ja auch nicht fragen. :ugly:
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sabienchen.banned
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Re: Spielkultur - Anita Sarkeesian sagt Rede ab nach Drohung

Beitrag von sabienchen.banned »

Lord Hesketh-Fortescue hat geschrieben:Bei Sarkeesian lese ich zunächst nur heraus, dass sie einen Einfluss von fragwürdigen Männlichkeitsidealen und darauf bezogenen Handlungsmustern AUCH bei extrem seltenen Gewalttaten für gegeben hält. [Ich tue das btw. auch, warum sollte man das denn ausklammern?] Ich lese nicht heraus, dass sie NUR diesen Einfluss als kausal akzeptieren würde. Kann gut sein, dass sie in anderen Posts/Tweets in diese Ecke abdriftet, das weiß ich nicht.
Ich sehe ein, dass Männer Konflikte mehr mit physischer Gewalt lösen, Frauen dagegen eher zu psychlogischer Gewalt greifen.
Jungen prügeln sich, bei Mädchen wird dagegen stärker hinter dem Rücken gelästert und ausgegrenzt.

Ist kein Thema bei de ich mich besonders auskenn ich entschuldige daher den "unwissenschaftlichen" Link:
Dissoziales Verhalten ist eine männliche Domäne, davon war man jedenfalls früher derart überzeugt, dass es für die von Mädchen ausgeübten „verwerf­lichen Verhaltensweisen“ lange Zeit keine wissenschaftlichen Kriterien gab. Das von Mädchen eher ausgeübte dissoziale Verhalten, das durch indirekte, vor allem verbal aggressive Reaktionen, durch Ausgrenzung oder rufschädi­gende Nachrede gekennzeichnet ist, wird in den wissenschaftlichen Klassifi­kationskriterien bis heute nicht befriedigend aufgeführt. Das macht entspre­chende Geschlechts-Angaben schwer.
http://www.psychosoziale-gesundheit.net ... /kiju.html

Bevor ich persönlich auf "Männlichkeitsbilder" bei Amoklaufen schliessen würde käme mir ein psychologischer Aspekt deutlich wahrscheinlicher vor.
Natürlich gibt es auch soziologische Einflüsse.. in meinen Augen sind soziologische Einflüsse bezügliche unterschiedlicher Geschlechterbilder allerdings so marginal bei Amokläufen, dass man solche Kausalzusammenhänge nicht derart losgelöst von allem anderen erwähnen sollte.
(Ja Twitter lässt einem nicht viel Raum.. vlt. sollte man dann sowas auch nicht tweeten da falsches Medium?.. :roll: )

Psychologische Krankheiten sind meist genetisch veranlagt.
Und es ist kein Geheminis, dass die verschiedenen psychologischen Störungen mit unterschiedlicher Wahrscheinlichkeit bei den beiden Geschlechtern auftreten.

Hinzu kommt ein unterschiedlicher Hormonhaushalt, der ebenfalls die Handlungen eines Menschen beeinflusst.

Bevor ich irgenwelche unhaltbaren kausalen Zusammenhänge zwischen Amokläufen und Mannlichkeitsbildern ziehe müssen die beiden oben genannten Punkte erstmal beachtet werden.

Und wie ich bereits 2x in anderen Post schrieb.
Ohne eine Studie einfach nur in den Raum diese Aussage zu werfen ist unsachlich.
Diese Tweets dann aufmerksamkeitshaschend kurz nach einem Amoklauf zu zwitschern ist einfach nur geschmacklos.
Nanimonai
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Re: Spielkultur - Anita Sarkeesian sagt Rede ab nach Drohung

Beitrag von Nanimonai »

sabienchen hat geschrieben:
Nanimonai hat geschrieben: Nun ja, wenn die große Mehrheit der Amokläufer männlich ist, wird es schwierig, dort keinen Zusammenhang zu sehen.
Einen kausalen Zusammenhang bei der geringen Datenmenge zu ziehen ist absurd.
Es ist aufgrund der geringen Datenmenge also demnach auch absurd einen Zusammenhang zwischen den Amokläufen und der psychischen Verfassung der Amokläufer zu sehen?