Dinge, von denen ich nicht glaube, sie nochmal zu erleben:
- Die nächste Jahrhundertwende.
- Eine einzige Diskussion über Frauen, Feminismus, whatever, in der nicht eines dieser Elemente vorkommt:
- Die Verwendung des Begriffes "Radikalfeminismus" ohne zu wissen, was das ist.
- Ein völliges Unverständnis dafür, was mit "Privileg des weißen heterosexuellen Mannes" eigentlich gemeint ist.
- Ein "Männer gehts ja auch nicht immer gut"-Argument.
- "Feminazis"
- Scorcher und sein "Anita ist ja gar keine Gamerin"-Link.
- "Cultural Marxism"
- Die Anzweiflung bestätigter Fakten entgegen bessern Wissen und angesichts vorgebrachter Beweise; aufgrund der Tatsache dass man sich sein gesamtes Weltbild ja sowieso aus der Echokammer besorgt und sich dabei wohl auch gegenseitig einen besorgt.
- "Ich bin kein Sexist, ich liebe Frauen, ABER..." bzw. "Ich bin kein Rassist, einige meiner besten Freunde sind Neger, ABER"
- Die Frage was denn an reaktionär, grenzwertig rechtsradikalem Material so schlimm ist.
- "Social Justice Warrior"
- Eine Beleidigung plus "Hat sie verdient".
- "WARUM HEIßT ES DANN NICHT EGALITARISMUS SCHACHMATT FEMINAZIS!"
- Ein Argument basierend auf völliger Leseunfähigkeit / ein Argument basierend auf gefaktem Material, dass dann mit "Naja, aber der traue ich zu dass die sowas wirklich sagt/meint!" verteidigt wird.
- Die Einnahme eines Begriffes, der eine weit größere Personengruppe bezeichnet und so tun, als würde man für diese sprechen, bzw. überhaupt sprechen können. ("Gamer", "Männer", etc.)
- "Aber irgendein bekannter Name glaubt auch an unseren Scheiß, das muss wahr sein!"
- Der Einwand, dass man "sowas" [Morddrohungen, Doxxing, Vergewaltigungen, Belästigung, etc.] halt zu erwarten hätte, was ironischerweise unabsichtlich nur beweist dass wenn das wirklich so normal und zu erwarten ist, dass wohl erst recht ein Grund ist den ganzen beschissenen hasserfüllten Schweinen die es tun ihre Grundrechte zu nehmen.
- Leicht zu öffnende Plastikverpackungen im MediaMarkt.
Lebensmittspekulant hat geschrieben:Gamergate wird ebenfalls von Szenegrößen unterstützt wie Totalbiscuit, Daniel Vavra oder Adam Baldwin.
Und Jim Carrey glaubt das Kinder von Impfungen Autismus bekommen und sich das Universum danach richtet, was man sich wünscht. ("law of attraction")
Das Problem hier ist dass, wenn die Anti-Gamer-Gater Seite darüber redet, wer sie unterstützt, sie damit widerlegt dass Gamergater in irgendeiner Weise Gamer an sich repräsentieren.
Wenn die Gamergater aufzählen wer sie alles unterstützt, glauben sie irgendwie, dass das ihre Argumente in irgendeiner Weise stützt, was es logischerweise eben nicht tut.
Und noch dazu kommt dass sie sich selbst als Idioten entlarven, weil sich auch die lauten Befürworter als Idioten entlarven.
Adam Baldwin hat selbst überhaupt nichts mit Games am Hut und unterstützt die Sache nur, weil sie zu seiner rechtskonservativen Einstellung passt. Gleiches gilt für den hier - vielleicht absichtlich - nicht genannten, aber eben so lauten Milo Yiannopoulos, ebenfalls rechtskonservativer, vor ein paar Monaten noch lauter "Killerspiel"-Rufer, jetzt plötzlich Verfechter des ach so verhassten Objekts. Ha, ha, ha.
TotalBiscuit fand ich jetzt persönlich etwas enttäuschend und sicherlich ist es nicht angebracht, in seiner aktuellen Lebenssituation auf ihm herumzuhacken; aber meine Scheiße, auch ne schwere Krebsbehandlung entschuldigt es nicht, Websiten zu unterstützen die auf ihrer allerersten Seite schon Bullshit verbreiten, der von 5 Minuten auf Google als solcher enthüllt wird.
Scipione hat geschrieben:moment.... warst du nicht immer der ad hominem -Schreihals? ^^
Und wo wir einmal dabei sind, und weil irgendwie immer alle missverstehen, was ad hominem heißt: Ad hominem bezieht sich auf die Ableitung von Unfähigkeit aus nicht-zusammenhängenden charakterlichen Eigenschaften; es ist nicht einfach Code für "ha, du hast etwas gesagt was als Beleidigung aufgefasst werden kann, Argument verloren!"
Mit anderen Worten, nur weil ich jemanden der misogynistisches Material unterstützt als Misogynist bezeichne, ist das nicht gleich ein ad hominem. Selbst wenn ich ihn Arschloch nenne, ist das immer noch kein ad hominem.