sabienchen hat geschrieben:KA, ich sehe mir lieber Bayonetta lasziv am Lolly lutschen an,
als Kratos mit nacktem Oberkörper, der im Blutrausch iwen malträtiert...
Ja? Und?
Mit beidem verbinde ich allerdings weder geschmacklos noch pubertär..
Mir sind diese Begriffe einfach zu abwertend.
Jain...
Ich denke, die Wertung der Worte ist schwer subjektiv. So wie das empfinden dahinter.
Ja, sie sind von einem bestimmten (hochnäsigen) Standpunkt aus abwertend gemeint.
Ich persönlich nehme dies aber dankend an und sage: JA, genau weil IHR das für blöd haltet!
(Was dann das pupertäre wäre, eigenen Raum finden, wider dem Establishment und so...)
Sprich, ich würde Bayonetta spielen, nicht trotz der (stringend designten) Geschmacklosigkeit und der jugendlichen Sorglosigkeit, sondern genau deswegen.
[Disclosure: Ich spiele Bayonetta nicht, weil Spectacle Fighter nicht mein Ding sind. Wer bei DMC schon cheaten muss...]
Ich spiele Bayonetta nicht wegen dem Sexappeal.. das wäre pubertär.
Ich spiele es da das Gameplay Spaß macht, dass das Hexchen shön anzusehen ist kommt nur als Bonus hinzu.
Schön anzusehen ist ein netter Euphemismus für: "Bedient pro Shot ca. fünf Fetische".

Aber nochmal: Das ist ja kein Problem. Steht dick auf der Packung drauf, wird kein Hehl von gemacht. Kann man mögen, ablehnen oder indifferent gegenüber sein, alles legitim.
Deswegen sehe ich Anitas Kritik auch als richtig, denn die sich ständig wiederholenden Stereotypen gehen einen ziemlich "auf den Sack" (...

) und jedes Spiel, dass hier Erfrischung bringt ist eine Bereicherung für VideoSpiele.
Ich kenne die Kritik nicht im Detail, deshalb kann ich da keine Aussage zu treffen.
Persönlich unterstützte ich jede Form der Diversifikation.
Wobei das Leben so einfach sein kann: Man muss nur GUTE Charaktere schreiben, dann ist das Geschlecht fast egal.
Ich kann es nur nicht ab, dass in den resultierenden Diskussionen (und daran sind u.a. Anitas aus dem Kontext gerissene Spielszenen Mitschuld) oftmals jegliche "anstößige" Darstellung gleich Frauenfeindlich ist. Es ist in den meißten Fällen gerade mal schwach sexistisch (im Sinne von mit Klischees und Stereotypen spielen).
Ich denke, der Grund wird sein, dass darin halt die Anfänge liegen und man das Übel mit der Wurzel ausreißen muss.
Und da ist Sexismus ja nicht alleine, die Herausforderung hast du ja auch im Rassismus. Wo hört freundlich gemeinte Kebbelei auf und wo fängt Rassismus an, wenn ich dem Niederländer vor mir vorwerfe, er führe zu langsam... weil er 120+ km/h von Zuhause nicht kennt.
Und da sind wir noch nicht beim Fußball.
Mir ist das alles Latex.
Ich hasse eh alle Menschen gleich, mir ist das Aussehen oder sonstige persönliche Eigenschaften, egal, wenn es um die Bewertung geht, ob mein Gegenüber von mir als "Arschloch" eingeordnet wird.
Ich spiele halt lieber die breitschultrige Barbarin als die Magierin mit Piepsstimme (echt, Blizzard - geht gar nicht). Meine Commander Shepard war eine vernarbte Rassistin mit Hang zur Kurzschlusshandlung.
Bei Tekken und Soul Calibur bevorzuge ich Yoshimitsu, weil er der interessantest designte Charakter ist.
Was ich natürlich hinterfragen kann ist meine Motivation, bei einer Charaktererstellung möglichst einen weiblichen Charakter zu erstellen.
Ist es das "Wenn schon stundenlang Arsch gucken, dann wengistens anderes Geschlecht" "Argument"?
Langweilen mich männliche Figuren einfach, bzw. sind Frauen meist "hurrdurr" "ausführlicher" designed?
Leide ich an Persönlichkeitsstörungen?
Und schließlich:
Ist das relevant, bzw. geht's jemanden was an, was ich zu Hause mache?