Tropes vs. Women: Frauen als Sexobjekt und Opfer von Gewalt

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Highnrich
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Re: Tropes vs. Women: Frauen als Sexobjekt und Opfer von Gew

Beitrag von Highnrich »

Wenn ein unbewaffneter Schwarzer von einem weißen Polizisten wegen einer Bagatelle mit mehreren Schüssen in den Rücken niedergestreckt wird, dann ist das keine so fernliegende Assoziation.
Öh, wenn 1400 weiße Mädchen von 100% muslimischen Pakistani gangs in England über Jahre vergewaltigt werden ist das dann aber plötzlich eine fernliegende Assoziation, wenn man sagt, dass das wohl was mit Pakistanis /Islam zu tun hat, oder? ^^ Die Vermutung wäre ja dann rassistisch, also hat die Polizei das garnicht erst untersucht

Übrigens...nach den "death threats" wegen denen die arme Anita angeblich aus ihrem Haus flüchten musste geht sie erstmal zu Polygon, Kotaku, Twitter und co statt zur Polizei/ FBI, wers glaubt eh (leider sehr viele) :lol:
Zuletzt geändert von Highnrich am 29.08.2014 22:01, insgesamt 3-mal geändert.
Crypo
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Re: Tropes vs. Women: Frauen als Sexobjekt und Opfer von Gew

Beitrag von Crypo »

Temeter  hat geschrieben:
Crypo hat geschrieben:Ich glaube Anita ist nicht einmal bewusst wie heftig theoriebeladen ihre Wortwahl ist. Ansonsten stimme ich euch aber absolut zu.
Okay, das kann natürlich auch (oder sogar Teil davon) sein. Aber ihre Aussagen an sich waren ansonsten - zumindest für mich - relativ klar, wenn auch ein bischen sprunghaft. Gerade deswegen viel mir sowas auf.
Beim zweiten Teil stimme ich zu.

Beim ersten hätte ich schon gerne erfahren wofür diese Begrifflichkeit von Nussbaum eigentlich gut sein soll und wieso sie herangezogen wird. Eine simple Einleitung wäre auch nett gewesen. Wenn ich mal ganz viel Langeweile habe werde ich den Teil vielleicht noch mal schauen. Und dass das nötig ist finde ich schon ziemlich negativ - ich bin ja doch ncoh vergleichsweise vertraut mit dieser Art von Überlegung. Wie soll man das als komplett Außenstehender nachvollziehen. Möglicherweise war ich beim Schauen auch unkonzentriert, will das nicht ausschließen ;)
Fiddlejam
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Re: Tropes vs. Women: Frauen als Sexobjekt und Opfer von Gew

Beitrag von Fiddlejam »

Ich muss ja wirklich sagen, es ist erstaunlich wie viele hier immer noch munter von "Radikalfeminismus" sprechen ohne überhaupt zu wissen, was Radikalfeminismus ist. Kann doch nun wirklich nicht so schwer sein, mal eben eine Definition nachzuschlagen.
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Usul
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Re: Tropes vs. Women: Frauen als Sexobjekt und Opfer von Gew

Beitrag von Usul »

Highnrich hat geschrieben:Öh, wenn 1400 weiße Mädchen von 100% muslimischen Pakistani gangs in England über Jahre vergewaltigt werden ist das dann aber plötzlich eine fernliegende Assoziation, wenn man sagt, dass das wohl was mit Pakistanis /Islam zu tun hat, oder? ^^ Die Vermutung wäre ja dann rassistisch, also hat die Polizei das garnicht erst untersucht
Wenn Pakistanis die Vergewaltigungen begehen, ist es selbstverständlich keine fernliegende Annahme, daß das Ganze mit Pakistanis zu tun hat. Also versuch doch bitte nicht, meine Worte durch einen blöden Vergleich zu unterminieren, indem du mir dann quasi auch eine falsche Antwort im Voraus schon in den Mund legst.
Abgesehen davon wüßte ich jetzt nicht, daß das Grundthema "Pakistani in England" mit dem Grundthema "Schwarze in den Vereinigten Staaten" auch nur im Ansatz zu vergleichen ist im Hinblick auf das Detail Rassismus.
Aber um deine obskuren Vorstellungen unter die Leute zu bringen, ist dir ja offensichtlich jedes Mittel recht, wie wir seit deinem Auftauchen hier beobachten konnten.
Fiddlejam
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Re: Tropes vs. Women: Frauen als Sexobjekt und Opfer von Gew

Beitrag von Fiddlejam »

Abgesehen davon wüßte ich jetzt nicht, daß das Grundthema "Pakistani in England" mit dem Grundthema "Schwarze in den Vereinigten Staaten" auch nur im Ansatz zu vergleichen ist im Hinblick auf das Detail Rassismus.
Wobei wir wohl vor allem noch mal darauf hinweisen sollten, dass die Pakistanis nach aktueller Beweislage tatsächlich etwas getan haben, und der/die Schwarze(n) in den USA offensichtlich nicht.
Ich möchte nochmal besonders auf "Beweislage" deuten. Fakten.

Mit anderen Worten, ich habe keine Ahnung was dieser Einwurf eigentlich bezwecken sollte. Anti-Rassismus bedeutet hier nicht dass man Fakten ignoriert, um nicht rassistisch zu erscheinen; es bedeutet ausschließlich auf Fakten zu blicken statt sich von der Hautfarbe des mutmaßlichen Täters leiten zu lassen.

Man sieht echt langsam den Wald vor lauter Strohmännern nicht mehr. Anti-Rassisten wollen Straftaten verstecken, Radikalfeministinnen wollen Männer die Eier abschneiden und Anita Sarkeesian will Sonderrechte für Frauen, die sie seltsamerweise nirgends fordert.
Crypo
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Re: Tropes vs. Women: Frauen als Sexobjekt und Opfer von Gew

Beitrag von Crypo »

Fiddlejam hat geschrieben:Man sieht echt langsam den Wald vor lauter Strohmännern nicht mehr. Anti-Rassisten wollen Straftaten verstecken, Radikalfeministinnen wollen Männer die Eier abschneiden und Anita Sarkeesian will Sonderrechte für Frauen, die sie seltsamerweise nirgends fordert.
Zum Glück halten Usul und du noch die Fahne der Aufrechten hoch. Feministen, Schwarze, Anita - durchhalten, die Hilfe naht!!!
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Kajetan
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Re: Tropes vs. Women: Frauen als Sexobjekt und Opfer von Gew

Beitrag von Kajetan »

Crypo hat geschrieben:
Fiddlejam hat geschrieben:Man sieht echt langsam den Wald vor lauter Strohmännern nicht mehr. Anti-Rassisten wollen Straftaten verstecken, Radikalfeministinnen wollen Männer die Eier abschneiden und Anita Sarkeesian will Sonderrechte für Frauen, die sie seltsamerweise nirgends fordert.
Zum Glück halten Usul und du noch die Fahne der Aufrechten hoch. Feministen, Schwarze, Anita - durchhalten, die Hilfe naht!!!
Du hast schwule, behinderte Juden vergessen. Und, am allerwichtigsten, verunsicherte Jung- und Altmannen, die nicht von ihren paranoiden Angstvorstellungen lassen können, dass man ihnen die Eier abschneiden möchte.
Crypo
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Re: Tropes vs. Women: Frauen als Sexobjekt und Opfer von Gew

Beitrag von Crypo »

Kajetan hat geschrieben:
Crypo hat geschrieben:
Fiddlejam hat geschrieben:Man sieht echt langsam den Wald vor lauter Strohmännern nicht mehr. Anti-Rassisten wollen Straftaten verstecken, Radikalfeministinnen wollen Männer die Eier abschneiden und Anita Sarkeesian will Sonderrechte für Frauen, die sie seltsamerweise nirgends fordert.
Zum Glück halten Usul und du noch die Fahne der Aufrechten hoch. Feministen, Schwarze, Anita - durchhalten, die Hilfe naht!!!
Du hast schwule, behinderte Juden vergessen. Und, am allerwichtigsten, verunsicherte Jung- und Altmannen, die nicht von ihren paranoiden Angstvorstellungen lassen können, dass man ihnen die Eier abschneiden möchte.
Jo. Sorry, dass ich dich in dem Risenthread so angemacht habe. Nachdem ich jetzt mehr Beiträge von dir gelesen habe, würde ich dir nciht so blöd kommen ;)
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Kajetan
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Re: Tropes vs. Women: Frauen als Sexobjekt und Opfer von Gew

Beitrag von Kajetan »

Crypo hat geschrieben: Jo. Sorry, dass ich dich in dem Risenthread so angemacht habe. Nachdem ich jetzt mehr Beiträge von dir gelesen habe, würde ich dir nciht so blöd kommen ;)
Halb so wild, kein Problem. Ist ja nur ein Internet-Forum :)
Plor
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Re: Tropes vs. Women: Frauen als Sexobjekt und Opfer von Gew

Beitrag von Plor »

Wulgaru hat geschrieben:Die Frage nach Anitas Methodik kann man nicht als Abwehrargument benutzen, das ist ziemlich billig.

Sie wählt kein wissenschaftliches Publikum an einer Universität oder eine Fachzeitschrift. Sie wählt Youtube also die große Masse. Alles was sie zu sagen hat, muss für diese verständlich sein und ich bin der Meinung das das auch der Fall ist. Wenn man sie verteidigt ist das gar kein Problem, aber bitte doch nicht damit das man ihre Methodik nicht versteht. Wenn die Methodik irgendeine Rolle gespielt hätte, hätte sie sie in irgendeiner Form vorgestellt.

Die Beispiele in ihrem Video folgen aber keinem erkennbarem Muster. Ich habe schon paar Arbeiten nach Focault gelesen, aber die gehen wesentlich systematischer vor (und erklären vor allem die Fallauswahl) und das ist nicht dem Medium Video geschuldet.
Fühle mich mal angesprochen (auch von deinem zweiten Posting): Ich glaube nicht, dass man studiert haben oder sich mit Wissenschaftstheorie besonders gut auskennen muss, um Anitas Methodik zu verstehen. Finde diese sogar relativ simpel, aber auch für ein YouTube-Format total angemessen. Im Prinzip sagt sie im ersten Damsel-Video ja auch alles, was notwendig ist, um zu verstehen, wie sie im Folgenden vorgehen wird.
This project will examine the tropes, plot devices and patterns most commonly associated with women in gaming from a systemic, big picture perspective.

This series will include critical analysis of many beloved games and characters, but remember that it is both possible (and even necessary) to simultaneously enjoy media while also being critical of it’s more problematic or pernicious aspects.
Klar, dass kann man, gerade wenn man aus dem Wissenschaftsbetrieb kommt, etwas dünn finden, und ich würde mir von ihr auch öfter ein bisschen mehr akademische Tiefe von ihr wünschen, aber das ist dann halt auch irgendwie so ein Kompromiss zwischen "dem Zuschauer erklären, wie vorgegangen wird" und "Gleich ins Thema reinspringen". Wie gesagt, wenn ich sage: "Ihre Methodik wurde nicht verstanden" meint das weniger, dass sie so ungeheuer komplex und deswegen für den Durchschnittsgamer nicht geeignet ist, sondern viel mehr, dass ich ehrlich verblüfft darüber bin, wie vielen Gamern es schwer fällt sich auf ihre Big Picture Perspektive von Tropes anhand von vielen Beispielen einzulassen, gerade weil das so ein Common Sense Vorgehen in der feuilletonistischen/ populärwissenschaftlichen/ journalistischen Kulturkritik ist. Diese Art der Untersuchung von kulturellen Phänomenen findet man in so ziemlich jedem "geistreicheren" Printmagazin, auf unzähligen Websites, die sich etwas tiefergehend (aber nicht zu verkopft) mit Filmen auseinandersetzen, in jedem ordentlichen populärwissenschaftlichen Überblick über Literatur-, Musik-, und Filmgeschichte. Da finde ich es schon überraschend, dass das von manchen so rundheraus verdammt wird.

Und ja, wenn dann jemand sagt, dass ein bisschen Wissen über Diskursanalyse reichen würde, um zu sehen, wie unwissenschaftlich und schlecht Sarkeesians Vorgehen sei, dann habe ich kein Problem damit zurück klugzuscheißen.

PS.: Falls du dich durch meine Generalattacke gegen Sarkeesian-Hater angegriffen gefühlt hast (was ich nicht glaube/hoffe): Wenn ich an deine Postings zum Thema richtig erinnere, gehörst du ja eher zur Minderheit derer, die Sarkeesian inhaltlich nicht so prall finden und das vernünftig begründen können. Dazu genügt es wahrscheinlich schon, auf diese ganze Ad Hominem Scheiße und generalisierende antifeministische Entgleisungen zu verzichten, aber allein das fällt meiner Beobachtung nach der Mehrheit der Sarkeesian-Kritiker schon unfassbar schwer.
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Wulgaru
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Re: Tropes vs. Women: Frauen als Sexobjekt und Opfer von Gew

Beitrag von Wulgaru »

Ich bin nach wie vor der Meinung, dass jemand sagt das sie unwissenschaftlich vorgeht zwar nicht völlig recht hat, aber einen Punkt exakt trifft: Ihre Methode ist nicht wirklich gut.

Ich glaube jeder versteht was ein Trope ist und kann sich auch etwas unter ihren Tropes vorstellen. Das ist eigentlich eine ziemlich solide Basis. Anders als in ihren anderen Videos, wo sie es aus ihrer Sicht meiner Meinung nach richtig gemacht hat (egal ob man generell nachvollziehen/dem zustimmen kann was sie da so redet): Dort nimmt sie genau wie bei ihren Game-Videos ein Trope pro Video, aber auch nur ein Beispiel an dem sie sich abarbeitet und das sie ausführlich beleuchtet. Danach weiß ich immer genau warum, wieso, weshalb sie nun gerade Lego oder Dollhouse doof findet. Ich muss ihr da nicht zustimmen, aber ihre Argumentation ist in sich schlüssig.

Ihre Gamingvideoreihe ist dagegen wie ein Schluckauf. Es ist Namedropping. Damsel in Distress-Trope vorhanden, rein damit. Ich erfahre nichts über diese Spiele, ihren Kontext, ihr generelles Thema und warum es gerade so verwerflich ist das ein Trope wie Damsel in Distress u.a. in genau diesem Kontext verwendet wird. Ich höre was sie allgemein sagt, aber ihre Beispiele unterstützen das nicht wirklich. Besser wären weniger Beispiele, die dafür ausführlicher gewesen.

Daher würde ich schon sagen das ihre Art lückenhaft ist, das man locker sagen kann "jeder der schon mal was von Diskursanalyse gehört hat, lacht sich tot". Oder anders ausgedrückt...ne 1 würde sie dafür von wenigen Leuten kriegen, eine 2 wahrscheinlich auch nicht und dabei geht es nicht um das Thema an sich, was eigentlich ein Elfmeter ohne Torwart ist.

Langer Rede kurzer Sinn: Man sollte sie nicht mit der Wissenschaftsschiene verteidigen. :wink:
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Imperator Palpatine
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Re: Tropes vs. Women: Frauen als Sexobjekt und Opfer von Gew

Beitrag von Imperator Palpatine »

Plor hat geschrieben:
Wulgaru hat geschrieben:Die Frage nach Anitas Methodik kann man nicht als Abwehrargument benutzen, das ist ziemlich billig.

Sie wählt kein wissenschaftliches Publikum an einer Universität oder eine Fachzeitschrift. Sie wählt Youtube also die große Masse. Alles was sie zu sagen hat, muss für diese verständlich sein und ich bin der Meinung das das auch der Fall ist. Wenn man sie verteidigt ist das gar kein Problem, aber bitte doch nicht damit das man ihre Methodik nicht versteht. Wenn die Methodik irgendeine Rolle gespielt hätte, hätte sie sie in irgendeiner Form vorgestellt.

Die Beispiele in ihrem Video folgen aber keinem erkennbarem Muster. Ich habe schon paar Arbeiten nach Focault gelesen, aber die gehen wesentlich systematischer vor (und erklären vor allem die Fallauswahl) und das ist nicht dem Medium Video geschuldet.
Fühle mich mal angesprochen (auch von deinem zweiten Posting): Ich glaube nicht, dass man studiert haben oder sich mit Wissenschaftstheorie besonders gut auskennen muss, um Anitas Methodik zu verstehen. Finde diese sogar relativ simpel, aber auch für ein YouTube-Format total angemessen. Im Prinzip sagt sie im ersten Damsel-Video ja auch alles, was notwendig ist, um zu verstehen, wie sie im Folgenden vorgehen wird.
This project will examine the tropes, plot devices and patterns most commonly associated with women in gaming from a systemic, big picture perspective.

This series will include critical analysis of many beloved games and characters, but remember that it is both possible (and even necessary) to simultaneously enjoy media while also being critical of it’s more problematic or pernicious aspects.
Klar, dass kann man, gerade wenn man aus dem Wissenschaftsbetrieb kommt, etwas dünn finden, und ich würde mir von ihr auch öfter ein bisschen mehr akademische Tiefe von ihr wünschen, aber das ist dann halt auch irgendwie so ein Kompromiss zwischen "dem Zuschauer erklären, wie vorgegangen wird" und "Gleich ins Thema reinspringen". Wie gesagt, wenn ich sage: "Ihre Methodik wurde nicht verstanden" meint das weniger, dass sie so ungeheuer komplex und deswegen für den Durchschnittsgamer nicht geeignet ist, sondern viel mehr, dass ich ehrlich verblüfft darüber bin, wie vielen Gamern es schwer fällt sich auf ihre Big Picture Perspektive von Tropes anhand von vielen Beispielen einzulassen, gerade weil das so ein Common Sense Vorgehen in der feuilletonistischen/ populärwissenschaftlichen/ journalistischen Kulturkritik ist. Diese Art der Untersuchung von kulturellen Phänomenen findet man in so ziemlich jedem "geistreicheren" Printmagazin, auf unzähligen Websites, die sich etwas tiefergehend (aber nicht zu verkopft) mit Filmen auseinandersetzen, in jedem ordentlichen populärwissenschaftlichen Überblick über Literatur-, Musik-, und Filmgeschichte. Da finde ich es schon überraschend, dass das von manchen so rundheraus verdammt wird.

Und ja, wenn dann jemand sagt, dass ein bisschen Wissen über Diskursanalyse reichen würde, um zu sehen, wie unwissenschaftlich und schlecht Sarkeesians Vorgehen sei, dann habe ich kein Problem damit zurück klugzuscheißen.
Wenn ein " Spiegel ", " Welt " oder " Focus " Journalist im Feuilleton oder der Medienrubrik einen Artikel über Videospiele oder - in letzter Zeit vermehrt - Oculus Rift verfasst dann kann der Gamer von Welt davon ausgehen dass sich darin einige Fehler finden. In den dazugehörigen Kommentarspalten werden diese erwähnt und in vielen Fällen korrigiert und/oder diskutiert.

Der Gründe sind meistens naheliegend. Sehr kurze Recherchezeit und in vielen Fällen " Artfremde " Personen. Und dies wird demenstprechend auch kritisiert.
Und was bitte ist das für eine Argumentation, andere Formate wie im Journalismus sind ebenso fehlerhaft also darf Frau Sarkeesian das auch ?

Wenn aber - wie in diesem Fall - eine Dame mit den Doppel ja sogar Dreifachlabels Frau, Gamerin, Feministin
( Edit: mit Masterabschluss ) daherkommt bzw. damit auf Finanzierungssuche geht entsteht eine gewisse Erwartungshaltung. Ich bezweifele dass die selbe Summe herausgekommen wäre wenn Horst Kowalski, Schlosser und leidenschaftlicher Gamer, das selbe versucht hätte.

Bezüglich des Labels Gamerin hat sie als erstes gelogen wie aufgrund einiger Videos bereits relativ früh bewiesen wurde. Und so ging es dann bis heute weiter.

Es gibt genug Beispiele in denen Themen einem zunächst fachfremden Publikum sachgerecht vorgestellt werden ohne jenes auf der einen Seite zu überfordern und andererseits das Thema zu verwässern.

Aber Frau Sarkeesian hatte derartiges gar nnicht im Sinn.
Sie hat ihre Agenda und geht dementsprechend vor.
Und ich sehe keinen Grund dies in irgend einer Art und Weise zu verteidigen.


P.S Morgen bzw. in einigen Stunden geht es für zwei Wochen in die -für einige so bösen - USA. Haltet mir den Thread so lange am leben, Potenzial genug bietet er immer noch :wink:
Zuletzt geändert von Imperator Palpatine am 30.08.2014 00:08, insgesamt 3-mal geändert.
Jieüüüp
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Re: Tropes vs. Women: Frauen als Sexobjekt und Opfer von Gew

Beitrag von Jieüüüp »

Kajetan hat geschrieben:
Crypo hat geschrieben:
Fiddlejam hat geschrieben:Man sieht echt langsam den Wald vor lauter Strohmännern nicht mehr. Anti-Rassisten wollen Straftaten verstecken, Radikalfeministinnen wollen Männer die Eier abschneiden und Anita Sarkeesian will Sonderrechte für Frauen, die sie seltsamerweise nirgends fordert.
Zum Glück halten Usul und du noch die Fahne der Aufrechten hoch. Feministen, Schwarze, Anita - durchhalten, die Hilfe naht!!!
Du hast schwule, behinderte Juden vergessen. Und, am allerwichtigsten, verunsicherte Jung- und Altmannen, die nicht von ihren paranoiden Angstvorstellungen lassen können, dass man ihnen die Eier abschneiden möchte.
hallo... neben schwulen, behinderten und juden und blablabla sind wohl gamer die minderheit, welche unbedingt geschützt werden muss! ... insbeondere vorm Staat, Verfassungsschutz, Frauen etc. dagegen sind feministinnen ein rotz, aber sowas von. heil dem game! geil dem gamer! heil dem sieg!
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Re: Tropes vs. Women: Frauen als Sexobjekt und Opfer von Gew

Beitrag von Crypo »

Welche Erwartungshaltung entsteht denn, wenn jemand mit einem poppeligen Masterabschluss(?) ohne jegliche wissenschaftliche Meriten (woher auch) auf Kickstarter(!) ein wissenschaftliches(?) Projekt in Form einer Videoreihe(!) auf Youtube(!) ankündigt? :lol:

Also beim besten Willen, wer da jetzt als Backer enttäuscht tut, hat echt keinen Plan was er da eigentlich unterstützt.

Und an Anitas Stelle hätte ich mein Glück auch kaum fassen können, dass die Leute mich mit Geld beschmeissen.

Und sie gibt sich ja immerhin mühe. Das ist für ein Kickstarterprojekt ja eigentlich schon fast Oberklasse :lol:

btw So viel Geld hat sie nun auch wieder nicht eingenommen wenn man bedenkt dass wir uns scheinbar auf ein mehrjähriges Projekt freuen dürfen :lol:
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Kajetan
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Re: Tropes vs. Women: Frauen als Sexobjekt und Opfer von Gew

Beitrag von Kajetan »

Imperator Palpatine hat geschrieben:P.S Morgen bzw. in einigen Stunden geht es für zwei Wochen in die -für einige so bösen - USA. Haltet mir den Thread so lange am leben, Potenzial genug bietet er immer noch :wink:
Kein Problem. Ich ruf meinen Kumpel bei der Homeland Security an, der setzt Dich kurzerhand auf die No-Fly-Liste und Du kannst hierbleiben, hrhrhr!