Ich glaube du verwechselt da proximate und ultimate Ursachen für Verhalten. Zur Erklärung: Eine proximate Ursache ist eine unmittelbare Ursache für Verhalten, während eine ultimate Ursache eine evolutionsbiologische Begründung für Verhalten liefert. Ich habe Dawkins Buch zwar nicht gelesen, da er aber Evolutionsbiologe ist, dürfte er die Sache schon etwas differenzierter sehen, als du sie hier darlegst. Es mag aus evolutionsbiologischer Sicht tatsächlich Sinn machen, dass sich Frauen (auch) deshalb schön machen, um Männern zu gefallen. Damit wirst du den unmittelbaren Motiven für dieses Verhalten aber überhaupt nicht gerecht (der proximaten Ursache). Menschen besitzen eine ziemlich differenzierte Innenwelt. Ein Grund sich chic zu machen ist in de seltensten Fällen ein "ich muss allen Männern gefallen". Wie schon gesagt wurde, geht es dabei auch um sich und das eigene Gefühl. Natürlich kann man sagen, dass dieses Gefühl eben die Konsequenz der Evolution ist. Für die eigene Realität ist diese Begründung aber so gut wie uninteressant, da sie in deinem Kopf keine große Rolle spielt.Re Z hat geschrieben:Nein, ich argumentiere hier rein wissenschaftlich. Kannst da gerne mal ein paar Bücher über Primär und Sekundärreize lesen - dann können wir hier gerne weiter diskutieren. Ich empfehle dir als Einstieg für Leihen:SethSteiner hat geschrieben:Mit Äußerungen alà "Frauen die sich schminken sind wie eine Blume die an einen Schmetterling das signal "Betäube mich!" schickt" bewegt man sich schon auf ziemlich dünnen Eis.
The Greatest show on Earth von Richard Dawkins
Du machst dich doch bestimmt auch manchmal schön oder? Würdest du sagen es sei hinlänglich dieses Verhalten allein durch irgendwelche evolutionsbiologischen Theorien zu begründen? Oder spielen eher andere Motive eine Rolle? Das Problem bei einer rein evolutionsbioloischen Erklärung ist der dadurch entstehende Reduktionismus. Er wird dem Menschen nicht ganzheitlich gerecht.
