Blizzard - Reaktion auf einen offenen Brief: Frauen und Minderheiten sollen besser repräsentiert werden

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mole85
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Re: Blizzard - Reaktion auf einen offenen Brief: Frauen und

Beitrag von mole85 »

lAmbdA hat geschrieben:Das Problem an der Geschichte ist, dass es durchaus noch wirkliche Diskriminierung gibt. Aber das größte Publikum erreichen nach wie vor solche 1. Welt "opfer", die das derart ins lächerliche, dass eine regelrechte Massenabstumpfung verursacht wird. Es nimmt doch keiner mehr ernst, wenn man heute von Diskriminierung liest. Genau genommen diskriminieren Leute wie auch diese Youtube Emanze wirkliche Opfer.

Blizzard hätte nicht antworten sollen und es hätte auch keine News wert sein dürfen. Damit gibt man denen eine nur noch größere Reichweite um ihren Unsinn zu verbreiten.
Das bringt dieses ganze Thema (und andere ähnlich gelagerte) ziemlich genau auf den Punkt:

/sign

PS: Ich werde ab jetzt versuchen nen Bogen um solche Themen zu machen, diese Klickbaits gehen mir mittlerweile gewaltig auf den Senkel, Sommerloch hin oder her.
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JCD_Bionicman
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Re: Blizzard - Reaktion auf einen offenen Brief: Frauen und

Beitrag von JCD_Bionicman »

imiDazzol hat geschrieben:Danke, danke für diesen Beitrag. Schon beim Lesen der Nachricht war mir klar, wie sich wieder ein wütender konservativer Mob mit leichtem Rechtsdrall mokieren würde ob der überzogenen politischen Korrektheit, die diese armen Mitglieder der Mehrheitsgesellschaft in ihrem Leben ja so furchtbar einschränkt. Eine Runde Mitleid für diese armen Gebeutelten. Ob die Kritik an der vermeintlichen Vernachlässigung von Minderheiten nun gerechtfertigt ist oder nicht, mir will nicht einleuchten, warum man sich nun so künstlich aufregen muss. Vielleicht dient die News diesen Leuten ebenso als Vorwand, den sogenannten linken Spinnern und sozialistischen Gleichmachern eins auszuwischen. In jedem Fall kommt hier in den Kommentaren deutlich mehr zum Ausdruck, als es auf den ersten Blick den Anschein erweckt.
Man regt sich darüber auf, weil sich die künstliche Hochstilisierung einer solchen Thematik zum Politikum immer auch in der Qualität der Spiele widerspiegeln wird. Beispiel Dragon Age: Mit der Homosexualität eines Charakters als offenbar primär relevantes Merkmal zu werben, ihm ein lächerliches Zitat / Motto und einen Schnurrbart zu verpassen, schreit doch förmlich nach uncanny valley. Und ganz allgemein gesprochen: Keine Geschichte, die aus der Motivation heraus geschrieben wurde, jedem gerecht zu werden, wird jemals gut, glaubwürdig, packend, bewegend, ... sein.
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mr archer
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Re: Blizzard - Reaktion auf einen offenen Brief: Frauen und

Beitrag von mr archer »

JCD_Bionicman hat geschrieben: Und ganz allgemein gesprochen: Keine Geschichte, die aus der Motivation heraus geschrieben wurde, jedem gerecht zu werden, wird jemals gut, glaubwürdig, packend, bewegend, ... sein.
Für diesen weisen Satz hat es sich ja dann doch gelohnt, bis Seite 8 diesen Thread zu lesen.
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Charlatan
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Re: Blizzard - Reaktion auf einen offenen Brief: Frauen und

Beitrag von Charlatan »

woohoooo Blizzard reagiert auf eine Beschwerde und will sich mehr den Minderheiten und Frauen zuwenden ?

Endlich ! Noch mehr übertragenes rassen-clichè und sinnlos nakte bauchfreie outfits geformt für mega-titten erwarten uns! Blizzard wird es diesen pubertären machos wirklich zeigen !

Anmerkung:
Der obige Satz könnte etwas Sarkasmus enthalten.
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MrLetiso
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Re: Blizzard - Reaktion auf einen offenen Brief: Frauen und

Beitrag von MrLetiso »

Ich denke, Blizzard hat auf den Brief nur geantwortet, um ein Bashing wie im Falle von Giant Bomb zu vermeiden.
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shinukorosu
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Re: Blizzard - Reaktion auf einen offenen Brief: Frauen und

Beitrag von shinukorosu »

Ich finde es fast schon schade, dass es keine Spielekutltur-Wissenschaft gibt, dort würden genau diese Themen bearbeitet werden. (Vielleicht auch von etablierten Kulturwissenschaftlern, irgendwann einmal)

Rolle der Frau und Minderheiten in Videospielen?
Videospielgeschichte im Vergleich zur Literatur, Kunst?
Jobchancen von Frauen?
Spiele als Kulturgut und ihren Einfluss auf die Gesellschaft?
Kulturelle Einflüsse und darausfolgend auf Videospiele?
Untersuchungen zu Einzelpersonen, in Hinblick auf ihre Beiträge zur Spielekultur usw.?

und so weiter

Also als Wissenschaft würde ich das interssant finden, und Sie würden natürlich auch Thesen aufstellen und Ansätze bieten, wie man das besser machen könnte.

Vielleicht ist das Videospiel als solches, aber noch zu jung.

Des Weiteren schreibt er ja auch in seinen Brief, dass er mehr Abwechslung und sie sich auch erwachseren Themen zuwenden sollten, dem bin ich grundsätzlich erstmal nicht abgeneigt.
Zuletzt geändert von shinukorosu am 14.07.2014 13:53, insgesamt 2-mal geändert.
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Dark Kei
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Re: Blizzard - Reaktion auf einen offenen Brief: Frauen und

Beitrag von Dark Kei »

MrLetiso hat geschrieben:Ich denke, Blizzard hat auf den Brief nur geantwortet, um ein Bashing wie im Falle von Giant Bomb zu vermeiden.
"Bin eine Transe, stellt mich gefälligst ein - oder ihr seid homophob".

Das ist die Logik die manche hier zu verteidigen wissen :Häschen:
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SethSteiner
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Re: Blizzard - Reaktion auf einen offenen Brief: Frauen und

Beitrag von SethSteiner »

JCD_Bionicman hat geschrieben:
SethSteiner hat geschrieben:Nein, werden sie nicht. Aber so wie ein Künstler machen kann was er will, kann eben auch ein potentieller Konsument seine Meinung abgeben und es ist dann eben die Entscheidung des Künstlers, ob er die Kritik annimmt oder ablehnt. Die Frage ist doch eher, warum macht man daraus immer so ein großes Thema? Jedes Mal wird ein Faß aufgemacht, weil ausnahmweise mal nicht um Gameplay oder Grafik, sondern Inhalt und Repräsentation verschiedener Bevölkerungsgruppen geht.
Die Frage ist doch, wer hier das Fass aufmacht. Man könnte dem Medium "Videospiel" einen zwar in Kinderschuhen steckenden aber längst aktiven Reifeprozess zugestehen und ihn konstruktiv unterstützen. Stattdessen glaubt man, so etwas mit verbaler Pistole auf der Brust der Industrie künstlich beschleunigen oder forcieren zu müssen, was letztlich zu genau der hier gesehenen Reaktion führt: Ablehnung. In meinen Augen verhält sich das absolut analog zur Debatte um eine "Frauenquote"...
Es gibt doch einen Unterschied zwischen Ablehnung und aus einer Mücke einen Elefanten zu machen. Natürlich sollte man dem Medium Videospiel einen Reifeprozess zugestehen aber die konstruktive Unterstützung sind solche Briefe, das ist Feedback. Muss einem nicht gefallen, mir gefällt auch lange nicht jede Reaktion aber die kann man anders beantworten als es bspw. hier im Forum getan wird. Das Medium mag reifen, die Rezipienten offenbaren sich allerdings noch immer als Kinder.
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Wigggenz
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Re: Blizzard - Reaktion auf einen offenen Brief: Frauen und

Beitrag von Wigggenz »

Man sollte aber niemals die jeweils geäußerte Kritik an sich aus den Augen verlieren.

Ich empfinde es nicht als "aus einer Mücke nen Elefanten machen", wenn sich über sowas wie hier in diesem Fall aufgeregt wird. Die Kritik des offenen Briefes ist völlig offensichtlich lächerlich und an den Haaren herbeigezogen (nicht so wie in AC oder bei anderen Beispielen), trotzdem traut man sich bei Blizzard nicht, dies einfach zu ignorieren oder ein Statement abzugeben, die die Kritik sachlich zurückweist (was ja auch ohne weiteres möglich gewesen wäre), weil, so vermute ich, man dort nicht riskieren möchte, ins Zentrum einer Sexismus-, Rassismus-, etc.-Debatte hineingezogen zu werden.
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SethSteiner
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Re: Blizzard - Reaktion auf einen offenen Brief: Frauen und

Beitrag von SethSteiner »

Das Problem ist aber doch, dass der Brief nur der Aufhänger ist um gegen die Thematik an sich herumzupöbeln. Siehe die anderen Threads auch, irgendwie muss eine Gruppe jedes Mal sagen, wie egal es doch in Wirklichkeit ist, wie schlimm die linksgrünen Gutmenschen sind, wie traurig, dass man nicht mehr Neger sagen darf, wie verfolgt man sich doch als Mann fühlt usw. usf.. Man könnte ja einfach mal sagen, die Kritik ist übertrieben oder völlig falsch, das sage ich selbst ja auch, nur ist das eben leider nicht alles.
Hahle
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Re: Blizzard - Reaktion auf einen offenen Brief: Frauen und

Beitrag von Hahle »

Leute, jetzt regt euch doch nicht so auf.
Wigggenz hat geschrieben:Man sollte aber niemals die jeweils geäußerte Kritik an sich aus den Augen verlieren.

Ich empfinde es nicht als "aus einer Mücke nen Elefanten machen", wenn sich über sowas wie hier in diesem Fall aufgeregt wird. Die Kritik des offenen Briefes ist völlig offensichtlich lächerlich und an den Haaren herbeigezogen (nicht so wie in AC oder bei anderen Beispielen), trotzdem traut man sich bei Blizzard nicht, dies einfach zu ignorieren oder ein Statement abzugeben, die die Kritik sachlich zurückweist (was ja auch ohne weiteres möglich gewesen wäre), weil, so vermute ich, man dort nicht riskieren möchte, ins Zentrum einer Sexismus-, Rassismus-, etc.-Debatte hineingezogen zu werden.
Ja, da ist durchaus was dran.
Würde ich einen Brief an Blizzard verfassen, wären die Reaktionen wahrscheinlich etwas verhaltener.
Da fühle ich mich ja glatt diskriminiert. :(
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Alter Sack
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Re: Blizzard - Reaktion auf einen offenen Brief: Frauen und

Beitrag von Alter Sack »

SethSteiner hat geschrieben:Das Problem ist aber doch, dass der Brief nur der Aufhänger ist um gegen die Thematik an sich herumzupöbeln. Siehe die anderen Threads auch, irgendwie muss eine Gruppe jedes Mal sagen, wie egal es doch in Wirklichkeit ist, wie schlimm die linksgrünen Gutmenschen sind, wie traurig, dass man nicht mehr Neger sagen darf, wie verfolgt man sich doch als Mann fühlt usw. usf.. Man könnte ja einfach mal sagen, die Kritik ist übertrieben oder völlig falsch, das sage ich selbst ja auch, nur ist das eben leider nicht alles.
Ich hab ja nichts gegen sachlich geführte Diskussionen, im Gegenteil.
Aber wenn ich dann aus dem offenen Brief solche Sätze lese "Außerdem wird beschrieben, dass Charaktere, die mit der Farbe "schwarz" in Verbindung gebracht werden, wie beispielsweise der "schwarze Drachenschwarm", sich als feindlich entpuppen würden." dann schüttel ich nur noch mit dem Kopf.
Da behaken sich beide Seiten dann wieder vollkommen unsachlich ...
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Shevy-C
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Re: Blizzard - Reaktion auf einen offenen Brief: Frauen und

Beitrag von Shevy-C »

Dark Kei hat geschrieben:

Bild

Verdammt nochmal. Bioware hat Meisterwerke wie Baldurs Gate hervorgebracht - und jetzt das? Ein Zitat aus Blade-Runner nehmen und dahinter "literary" klatschen? http://www.youtube.com/watch?v=ZTzA_xesrL8

Aber hauptsache die Schwulen/Lesben/Femen-Agenda im Game zelebrieren :?
Auch wenn ich von den Charakterquotes ähnlich wenig halte wie du, ist das von Solas durchaus adäquat. Dazu muss man sich jedoch in der Dragon Age Lore auskennen.
Spoiler
Show
Wenn Menschen, Elfen träumen, dann befinden sie sich im Veil. Eine "Traumwelt", die von Dämonen und Geistern gewoben wird. Nur Magier, wie Solas einer ist, können sich dort "wach" bewegen, dabei aber auch von Dämonen besessen werden. Da Solas sich laut den Writern viel im Veil aufgehalten hat, hat er eben buchstäblich das gesehen, wovon die meisten nur träumen können. ;)
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3nfant 7errible
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Re: Blizzard - Reaktion auf einen offenen Brief: Frauen und

Beitrag von 3nfant 7errible »

^^ der Typ sieht übrigens mehr aus wie ein Nosferatu oder ein neuartiger Romulaner nach Abrams Design, als nach Elf :)
imiDazzol
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Re: Blizzard - Reaktion auf einen offenen Brief: Frauen und

Beitrag von imiDazzol »

JCD_Bionicman hat geschrieben:
imiDazzol hat geschrieben:Danke, danke für diesen Beitrag. Schon beim Lesen der Nachricht war mir klar, wie sich wieder ein wütender konservativer Mob mit leichtem Rechtsdrall mokieren würde ob der überzogenen politischen Korrektheit, die diese armen Mitglieder der Mehrheitsgesellschaft in ihrem Leben ja so furchtbar einschränkt. Eine Runde Mitleid für diese armen Gebeutelten. Ob die Kritik an der vermeintlichen Vernachlässigung von Minderheiten nun gerechtfertigt ist oder nicht, mir will nicht einleuchten, warum man sich nun so künstlich aufregen muss. Vielleicht dient die News diesen Leuten ebenso als Vorwand, den sogenannten linken Spinnern und sozialistischen Gleichmachern eins auszuwischen. In jedem Fall kommt hier in den Kommentaren deutlich mehr zum Ausdruck, als es auf den ersten Blick den Anschein erweckt.
Man regt sich darüber auf, weil sich die künstliche Hochstilisierung einer solchen Thematik zum Politikum immer auch in der Qualität der Spiele widerspiegeln wird. Beispiel Dragon Age: Mit der Homosexualität eines Charakters als offenbar primär relevantes Merkmal zu werben, ihm ein lächerliches Zitat / Motto und einen Schnurrbart zu verpassen, schreit doch förmlich nach uncanny valley. Und ganz allgemein gesprochen: Keine Geschichte, die aus der Motivation heraus geschrieben wurde, jedem gerecht zu werden, wird jemals gut, glaubwürdig, packend, bewegend, ... sein.
Akzeptiert. Abgesehen davon, dass es sich bei der Thematik de facto um ein Politikum handelt (auch in vielen anderen Bereichen), wird sie in der vorliegenden Kritik in einem Maße hochstilisiert, die ins Lächerliche mündet. Auch ich wünsche mir einen reifen Umgang mit der Thematik und keinen schablonenhaften Homosexuellen, der nur Alibifunktion erfüllt. Wie das in Videospielen letztendlich bewertet wird, entscheiden doch in erster Linie Fachpresse, die auch noch in der Entwicklung steckt und Antennen dafür ausbilden muss, und Konsumenten. Daher halte ich die Angst, solche Kritik hätte negative Auswirkungen auf die Qualität von Videospielen, für reichlich überzogen. Im Gegenteil. Ich glaube, das wird dem Reifungsprozess des Mediums sogar dienlich sein. Aus vielen Kommentaren hier lese ich aber eine weiter reichende Angst heraus, fast so, als stünde das Überleben des christlichen Abendlandes auf dem Spiel :wink:
Meiner Meinung nach werden Diskriminierungsdebatten häufig viel zu emotional ausgetragen, und das von beiden Seiten. Irgendwann will ich auch Videospiele sehen, die sich damit ernsthaft auseinander setzen. Soweit ist das Medium imo noch nicht, daher begrüße ich jegliche Form von Kritik (von mir aus auch überzogene). Möge sie als Katalysator für echte Neuerungen dienen. Ob es sich jedoch schlussendlich für mich lohnt, hängt nicht von den Stimmen irgendwelcher Menschenrechtler sondern von meinem persönlichen Anspruch ab. Also keine Angst, Jungs und Mädels. Meine Prognose: alles wird gut :mrgreen: