WolfBeast hat geschrieben:1. Charaktere in Spielen sind keine Schauspieler, der Vergleich von Schwarzen die keinen Job kriegen ist also schon mal völlig unangemessen, denn das ist wirklich Rassismus, da ein Mensch aufgrund seiner Hautfarbe wirklich benachteiligt wird.
Es ist nicht unangenemessen, es ist schwierig. Natürlich ist das noch mal eine Ecke schärfer, weil hier noch mal eine reale Person beteiligt ist aber nichts desto trotz, blendest du einfach aus, dass es noch eine weitere Komponente gibt und das ist eben die kulturelle. Ist ja schön, dass keinen realen Frauen eine Rolle verweigert wird aber es läuft dann dennoch auf eine ähnliche Problematik hinaus, nämlich die fehlende Darstellung und das fehlen von Identifikationsfiguren. Dass Schwarze irgendwann deutlicher in den Vordergrund rückten und nicht mehr nur in ihren vorgegebenen Rollen, war doch nicht nur ein Fortschritt für die Schauspieler.
2. Es gibt keinen Sexismus wenn man über Charaktere in Spielen spricht. Es gibt bestimmte Vorurteile, Stereotypen und "Klischees" die in Spielen deutlich werden. Das ist immer noch kein Sexismus verdammt!
Das ist wie zusagen, wenn ein schwarzer dümmlich, mit fetten Lippen, breiter Nase und Knochen dargestellt wird, dann werden in Spielen Vorurteile, Stereotype und Klischees deutlich aber das ist doch kein Rassismus verdammt! Natürlich kann eine Darstellung auch sexistisch sein, eine Darstellung kann auch nur Sexismus darstellen aber weder Videospiele, noch sonst ein Medium, kann sich einfach freisprechen in dem doch nur "Stereotype deutlich werden".
3. Es ist absolut schwachsinnig hier historisch zu argumentieren. Fakt ist (es wurde ja schon gesagt vergessen wer), dass Frauen im Mittelalter, in der Antike und in der frühen Neuzeit und Neuzeit einen anderen Stellenwert besaßen als heute. Wenn ein Spiel ein historisches Setting aufnimmt dann muss es auch diesen "Sexismus" mit einbauen! Ganz einfach! Das heißt dann immer noch nich dass der Entwickler oder die Spieler sexistisch sind! (und nein SethSteiner im Mittelalter gab es keine Frauen im Rittertum zumindest nichts was da iwie belegbar wäre)
Allgemein zu dem Thema habe ich ja schon Stellung genommen aber noch mal: Assassin's Creed baut diesen Sexismus so aber gar nicht ein. Auch muss es ein Spiel (oder Film oder Buch) nicht tun. Warum auch? Ritter aus Leidenschaft vermischt großartig moderne Elemente mit historischen. Sexismus ist ein Element und wie jedes Element kann man völlig frei damit spielen und Assassin's Creed tut das ja sogar, nur eben nicht in der Hauptrolle und in diesem speziellen Fall, nicht im Koop.
4. (...) Da sind taffe Kriegerinnen, Soldatinnen und Zauberinnen, etc. doch ebenso vertreten.
Stimmt ja auch. Aber die sind halt oft auch einfach Nebenrollen und das ist eben schade.
5. Das worauf sich die liebe Anita immer bezieht sind die Stereotypen von Frauen in Videospielen, nämlich die der hilflosen Dame die gerettet werden muss (Zelda, Mario, bla) oder eben die ticktittite Lara Croft. Das ist aber der Zielgruppe Mann des jungen Mediums Videospiel zu verschulden und hat ebenfalls nichts mit Sexismus zu tun wie ich schon mehrfach hier ausgeführt habe.
Was man anders sehen kann, Beispielsweise wenn das Element der Systematik dazu kommt und Zielgruppe Mann ist eine schwache Ausrede, die regelrecht konstruiert wird. Eigentlich ist es bspw. bei Peach, einfach nur ein Element um ein Ziel zu haben, möglicherweise kommt man noch mit dem Beschützerinstinkt, über dessen Existenz in einem Spiel man wohl streiten kann. Damsel in Distresses sind das Ergebnis der Nutzung des Baukastenprinzips, man braucht einfach irgendwas um die Spielfigur anzutreiben also nimmt man eine Prinzessin die gerettet werden muss, ohne darüber nachzudenken. Mitschuld neben dem Desinteresse für eine kreative Handlung ist sicherlich auch in frühen Tagen das Problem der Hardware, mit der man schlicht und ergreifend nicht viel machen konnte, weil der Speicherplatz genauso begrenzt war wie die technischen Möglichkeien der Darstellung. Nichts desto trotz, wenn immer und immer wieder Frauen in Nebenrollen auftauchen oder schlicht als bestimmter Typus präsentiert werden, dann ist das nicht völlig wertfrei zu betrachten. Das heisst nicht, dass hier eine böse Absicht vorliegt aber die ist dabei gar nicht entscheidend. Wie oben schon gesagt, ein Stereotyp ist kein Schutzschild vor Worten wie Rassismus oder Sexismus, Stereotype können leicht selbst Symptom und damit selbst welcher sein.
5. Ebenso zu diesem weiblichen Stereotyp gibt es einen männlichen Stereotyp: Lara Croft hat dicke Titten, Frauen sind knapp bekleidet und "Vamps" <=> Männer haben Sixpack, militante Firsur, sind stark und emotionslos. Da tut sich bei beiden Geschlechtern nichts. Komischerweise beschweren sich die Männer nicht, dass sie in den meisten Spielen auf solche Stereotypen beschränkt werden.
*seufz* Wieso eigentlich immer "komischerweise beschwert sich XY nicht"? Lies dir andere Threads durch oder sogar den mit diesem Thema, immer wieder wirst du auch lesen, dass die männliche Darstellung schlecht und verbessert werden sollte. Zu Mal wie auch gesagt, ein Stereotyp oder Trope, nicht immer zwangsweise schlecht ist oder keinen Sinn ergibt. Bei Lara Croft bspw. reduziert man sie selbst, obwohl sie, würde man die Spiele spielen, durchaus mehr zu bieten hat. Auch macht die Sportlichkeit in diesen Actionrollen einen Sinn und Laras Brustgröße im speziellen hat sich ja auch verändert.
6. Das ist alles kein Sexismus sondern sind Stereotypen die einfach präsent sind und die auch die nächsten Jahre noch präsent sein werden. So ein Veränderung tritt nicht von heute auf morgen ein und kann auch nicht erzwungen werden! Würde sie erzwungen wäre es Sexismus!
Öhm, niemand zwingt etwas und auch keiner will, dass irgendwer anders jemanden zwingt. Allerdings sind solche Gesetze wohl kaum Sexismus, denn solche Gesetze gibt es schon lange. Genannt sei hier Volksverhetzung. Aber wie gesagt, SO schlimm ist es ja gar nicht und soweit will es auch gar keiner treiben also ist das einfach ein blöder Strohmann. Zwang und Quote sind einfach fehl am Platz.
Diese Belege sind in der Geschichtswissenschaft (ich studiere Geschichte mit Schwerpunkt Alte Geschichte) noch sehr umstritten. War auch großes Thema bei der Serie "Vikings" Jedoch finde ich solltest Du auch bei den altnordischen Gesellschaften und den Wikingern noch etwas differenzieren. Die waren auch generell anders aufgebaut als die monotheistischen Gesellschaften Europas im Mittelalter

Ich differenziere auch durchaus, ich sage ja immer wieder, wenn ich darüber spreche, dass es Einzelfälle sind oder dass es kulturelle Eigenheiten sind, gerade eben erst, dass wirkliche Gleichberechtigung eben wirklich extrem modern ist. Aber wenn man sagt, dass in der Schifffahrt so und so ist und es ja nie nirgends was gab, na ja dann ist das einfach zu undifferenziert. Ich sage ja auch, wenn man jetzt tatsächlich ein historisch akkurates Spiel machen wollte, das also der Ansatz wäre, würde ich nicht wie hier sagen, dass doch der Soldat da in der Armee von Edward IV. doch von einer Frau verkörpert werden könnte.
@MoJoe83
worüber diskutieren wir hier eigentlich noch, mehr gute spiele mit frauen in hauptrollen DAFÜR
mehr spiele mit überhaupt guten geschichten, egal ob mit Männlichem oder weiblichem protagonist DAFÜR
einer firma sexismus oder diskriminierung vorzuwerfen weil sie keine frauen als hauptcharakter oder im multiplayer hat TOTALER SCHWACHSINN
Wie gesagt, es geht nicht einfach darum, dass sie keine Frau gewählt haben, es geht einerseits, wenn wir jetzt über den Hauptcharakter sprechen, dass man in der Mainserie keine Abwechslung im Geschlecht bietet, obwohl es möglich ist und im Multiplayer, dass man da vier Männer hat und das obwohl man vormals ja tatsächlich Frauen dort bot. Und ausserdem gab es da ja noch den Fall mit den aufgespießten Köpfen, die wohl seltsamerweise alle weiblich waren aber damit habe ich mich nicht außeinandergesetzt und die Szene habe ich nicht richtig gesehen. Totaler Schwachsinn ist es nun wirklich nicht, da einen sexistischen Unterton zu diskutieren. Totaler Schwachsinn wäre es eher bei The Witcher 3 mit Sexismus zu kommen, weil sich da nichts anbietet.