4Players-Talk: Tradition und Innovation

Hier könnt ihr über Trailer, Video-Fazit & Co diskutieren.

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Babelfisch
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Re: 4Players-Talk: Tradition und Innovation

Beitrag von Babelfisch »

Gutes Video, interessante Diskussion, ganz meine Meinung.

Und ich meine, ich hätte die Musik von Journey erkannt!

Kann es sein, dass die im Hintergrund läuft? ;-)
Vinterblot
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Re: 4Players-Talk: Tradition und Innovation

Beitrag von Vinterblot »

Ich spiel ja nun schon echt lange. Angefangen auf dem großen grauen Gameboy, über den NES vom Nachbarskind, dem eigenen Super Nintendo, N64 usw.

Und ja, was bei den meisten großen Produktionen vermisst wird, ist das besondere. Das Geheimnisvolle. Das Gefühl, das Spiel nicht schon nach 10 Minuten vollständig durchschaut zu haben. Das Gefühl, in eine andere Welt zu reisen und diese Welt von Hand erkunden zu müssen.

Stichwort Dark Souls: Ich spiele dieses Spiel, abgeklärt wie ich mittlerweile bin und plötzlich fühle ich mich wie als 8-jähriger vor Zelda: Link's Awakening. Wie der kleine Junge, der sich auf Cocolint verirrt hat. Der plötzlich nach zig Spielstunden irgendwo hingelangt ist, wo er nie zuvor war. Der nicht weiß, wie er in bekannte Gebiete zurück gelangt. Der Angst hat vor dem Bildschirmtod, weil er befürchtet, diesen Ort nicht wiederfinden zu können. Ich weiß nicht, wann ich vor Dark Souls zuletzt dieses Gefühl von Aufregung, Anspannung, Neugierde in einem Videospiel verspürt habe.
MJKtheVIP
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Re: 4Players-Talk: Tradition und Innovation

Beitrag von MJKtheVIP »

Hallo Zusammen, zunächst möchte ich einmal sagen das ich das Thema durchaus interessant finde denn es ist sehr schwer dazu eine Meinung zu formulieren bzw. einen konkreten verbesserungsvorschlag der Sinn ergibt. Was mich angeht so vergleiche ich Spiele gerne mit Filmen oder Büchern. Ein Spiel ist ein Medium das mir eine Geschichte erzählen soll ganz gleich was für einer Art. Vergleicht man das Spiel mit dem Film so hat es eine viel kürzere Geschichte hat sich in dieser Zeit aber viel mehr entwickelt zu einem Punkt an dem ich mich frage ob ich wirklich noch mehr gameplay verbesserungen brauche. Ich muss diese Frage mit nicht unbedingt beantworten. Natürlich ist es interessant zu sehen was Spiele wie "the stanley parable" mit einem anstellen doch auch ein The Walking Dead beindruckt mich! Und was macht ein The Walking Dead bitte neu ? Grafikadventures sind soweit ich weiß eines der ältesten Genres die es gibt, es macht die Sachen die es macht einfach Verdammt gut. Häufig wird bei Spielen kritisiert das sie zu wenig neues machen. Dabei muss ein Spiel im Gameplay meiner meinung nach nicht viel neu machen. Grafisch und Physikalisch hingegen sollte sich ein spiel weiter entwickeln sofern es das braucht z.b. Shooter, Rennspiele oder Sportspiele. Muss ein Assassins Creed von teil zu teil bahnbrechende Neuigkeiten haben? Für mich nicht solange die Geschichte gut erzählt wird, die Charaktere gut geschrieben und schön gestaltet sind. Gehe ich ins Kino, ganz gleich ob in einen Action oder Horrorfilm oder eine Komödie, weiß ich zu einem gewissem teil doch was mich erwartet. Denn ein großteil aller Filme läuft doch nach dem selben Schema ab, lediglich Grafik bzw. bei Filmen die auflösung oder die Qualität der Effekte verbessern sich noch. Warum darf ein Spiel das nicht also auch? In der Regel ist es doch so wenn die Story spannend ist hat man Spaß und möchte man das Spiel nicht zur Seite legen. Natürlich frustriert es wenn ein Kampfsystem nicht funktioniert wie es sollte oder wenn man nach dem zweitem Kampf raus hat wie man theoretisch das ganze Spiel bestehen kann ohne gefordert zu werden. Aber in wirklich guten Spielen kommt das mittlerweile doch sehr selten vor. Kürzlich habe ich The Last of Us gespielt und ich bin nach wie vor total begeistert davon. Was dieses Spiel mit mir angestellt hat beeindruckt mich sehr. Klar könnte ich jetzt sagen die Action sequenzen laufen alle recht ähnlich ab. Aber seien wir doch mal ehrlich macht mir das den Spielspaß kaputt? Nein! Uncharted, Call of Duty, Assassins Creed und viele mehr laufen wohl alle nach einem sich wiederholendem Faktor ab doch das selbe könnte ich eben auch über Filme und Bücher sagen. Zum schluss möchte ich mich noch kurz dem aktuell sehr beliebtem Independent Genre widmen. Ich finde dieser bereich der Spiele bietet eine großartige möglichkeit kleinere Konzepte auszuprobieren bis sie reif sind in größeren Titeln eingesetzt zu werden. Passend oder nicht wird sich zeigen. Um nun wirklich zum Ende zu kommen. Wenn ein Entwickler wie z.b. der von Resident Evil 6 (um beim Video zu bleiben) sich dazu entscheidet viele Elemente zu mixen ist das meiner meinung nach sehr Risikohaft. Denn jemand der am Spielprinzip eventuell gefallen finden könnte der aber nicht auf Horrorspiele steht wird daran wohl keinen Spaß finden oder aber Spieler die das alte konzept mochten werden Vergrault. Und hier sind wir am meiner Meinung nach wichtigsten Punkt angelangt: Der mangelnden bereitschaft neue Marken zu etablieren. Ein Genre wird mir nur sehr schwer langweilig den es kann sich entwickeln, hat es sich bei Filmen auch, eine Serie erleidet nach einiger Zeit aber verschleißspuren. Gefühlt kamen in den letzten 6 Jahren 20 Assassins Creed spiele auf den Markt, klar verkauft sich die Marke aber das ist zu viel zumindest für meinen geschmack. Hier würde es einigen Entwicklern gut tun neue Geschichten zu entwickeln. Denn am beispiel von Assassins Creed 4 Black Flag kann man doch auch sagen das die Geschichte als piratenspiel unter einem anderem Namen auch als eigenständiges Spiel funktioniert hätte. Klar müsste man die Fanbase neu aufbauen doch ein Publisher wie Ubisoft hat doch genug möglichkeiten das Spiel anzupreisen. Ich bin auf das neue Herr der Ringe spiel gespannt was im prinzip wohl nichts anderes als ein Assassins Creed sein wird aber mal wieder in einem anderem Universum das einige Jahre Brach lag. Auch wenn Aktuell der Hobbit im Kino läuft.

So stehe ich zu der ganzen Sache ich hoffe ich bin nicht am Thema vorbeigeschramt und würde mich freuen wenn andere User auch auf meine Punkte eingehen und mir sagen was sie davon halten.
grüße und out :)
johndoe984149
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Re: 4Players-Talk: Tradition und Innovation

Beitrag von johndoe984149 »

ColdFever hat geschrieben:Schöne Diskussion mit interessanten Beispielen und Argumenten. Nur die unterlegte Musik finde ich ablenkend. Etwas Hintergrundmusik kann gut sein, aber würdet Ihr diese ernste Filmmusik auch für SmallTalk auf einer Party hinterlegen? Vielleicht also beim nächstem Mal lieber etwas lockerere (und leisere) Hintergrundmusik.
Für mich ist diese Diskussion zu oberflächlich und habe teilweise den Eindruck vom Video das man versucht in gewisse Richtung zu Manipulieren.

Natürlich sind nicht unbedingt neue Struckturen notwendig da kann man auch als beipiel Star Wars galaxy benennen wo mehr Spieler Exitieren als in der von SOE vor der einstellung.

Aber neuerungen die man Qualitative umsetzt auch wenn sie nicht die High Grafik besitzen können sehr Erfolgreich sein.
johndoe984149
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Re: 4Players-Talk: Tradition und Innovation

Beitrag von johndoe984149 »

ugac hat geschrieben:Schönes Video!

Woar, ich vermisse die Zeiten , in denen ich mich mit Freunden über ein Spiel unterhalten hab und jeder was anderes entdeckt hat, z.b. Nebenquests bei Baldurs Gate 2.

Aber da macht das Internet wohl auch viel kaputt. :D
Nicht nur das Internet sondern die Menschen selber auch schuld und bei den langweiligen MMOs der letzten 10 Jahren auch nicht erstaunlich.
maho76
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Re: 4Players-Talk: Tradition und Innovation

Beitrag von maho76 »

"Woar, ich vermisse die Zeiten , in denen ich mich mit Freunden über ein Spiel unterhalten hab und jeder was anderes entdeckt hat, z.b. Nebenquests bei Baldurs Gate 2.
Aber da macht das Internet wohl auch viel kaputt."


Nicht nur das Internet sondern die Menschen selber auch schuld und bei den langweiligen MMOs der letzten 10 Jahren auch nicht erstaunlich.
gerade MMOs eigenen sich für entdeckergespräche, ebenso openworld-spiele, weil sie heutzutage so vollgeladen sind. "hast du in schwarzweite den Drachen aufgeweckt? cool." "hast du die trollhöhle im mydnabecken erkundet? musst du unbedingt rein!" usw. kenne ich insbesondere aus MMO und openworld mit vielen sidequests und besonderen orten... wobei beides natürlich ein anzeichen dafür ist dass sich hier jemand mühe gegeben hat. heute erledigt natürlich sowas deine steam/PS+-Historie mit ihren erfolgen und rängen auf einen clickblick, was für viele die Gespräche überflüssig macht. dämliche vernetzte welt aber auch.^^
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MrLetiso
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Re: 4Players-Talk: Tradition und Innovation

Beitrag von MrLetiso »

_Semper_ hat geschrieben:weil wirklich erfolgreiche spiele an den verkauften einheiten und am gewinn gemessen werden. dazu muss man ein maximum an käuferschichten erreichen, was ein gewisses werbebudget voraussetzt. damit diese investition getätigt wird, muss risiko minimiert werden. risiko minimiert man, indem ecken geschliffen werden, bis letztlich ein rundes potpourri an kurzweiliger unterhaltung steht, mit dem sich das gros der spieler anfreunden kann. der entwickler hat sich also dem risikokapitalträger zu beugen. er is schließlich nur auftragnehmer, der für seine arbeit bezahlt wird. das denken übernehmen gern andere.
Kickstarter. Und ich sagte nicht "erfolgreich", sondern "gut". Beispiel: Psychonauts.
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KATTAMAKKA
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Re: 4Players-Talk: Tradition und Innovation

Beitrag von KATTAMAKKA »

So ich habe jetzt 2 Tage gebraucht bis ich mir das Video bis zum Schluss angesehen habe. Warum? Weil es einfach fad ist, weil es das immer gleiche schon längst bekannte zum xten Mal ziemlich schlicht und einfallslos nochmal aufwärmt . Und das mit den typischen Spieletester Phrasen . Man erkennt glasklar das ihr nicht mehr exzessiv zockt. Logisch liegt dann euer einziger Schwerpunkt auf einer super guten Story, weil ihr euch sonst nur noch langweilen würdet. Das drumherum ist euch ziemlich scheissegal. Vor 5 Jahren wäre dieses Video vielleicht noch interessannt gewesen , aber heutzutage in Zeiten der NEXT GEN Konsolen mit ihren zigfach gesteigerten Möglichkeiten für die Spieleentwicklung klingt euer gelaber genauso fad wie die Games der NEXT GEN Generation.

Der Schlüsselsatz war für mich die Bemerkung über die Leute die sich den Kaffee selber mahlen . Da wird es offentsichtlich das ihr es nicht geschnallt habt und in eurer kleinen beschränkten Welt lebt und versucht uns die Welt zu erklären . Mann die mahlen den Kaffee selber, weil er dann besser schmeckt, frisch gemahlener Kaffee schmeckt einfach besser. Das sind nicht radikale Weltverbesserer oder Ultra Grüne.Das sind Kaffeeliebhaber , die lieben so kleine Nuancen, solche Raffinessen.HöHöHö . Eigentlich wäre das eine geniale Methapher fürs zocken gewesen , so in der Art verdammt die Leute wollen es selber erleben , die wollen es selber tun, die wollen aktiv sein und nicht alles fix und fertig , vorgekaut und fremdbestimmt schick verpackt mit neuen ``inovativen`` Geschäftsstrategien serviert bekommen.

Spielerische Raffinesse, Kreative Möglichkeiten, Spielerische Freiheit, eine bessere,raffiniertere, interessannte KI, Zockerisch die Sau rauslassen , das sind die Dinge die in Zeiten der NEXT GEN gefragt sind und zurecht gefordert werden. Eine gute Story natürlich auch, aber dazu braucht es keine Next Gen denn über eine gute Story labert man eh schon seit Anbeginn der Menscheit

Euer Traditionsgelaber ist von Vorgestern. Genauso das über Inovation , das ist so Wischi Waschi , das könnte sogar meine Omi noch deutlich interessannter zur Sprache bringen. Für mich seit ihr von Gestern so ein bischen verklemmtes Oldschool Dingens und natürlich technik verliebt. Ihr habt euch einlullen lassen und lebt in einer Blase der verklemmten Selbstgefälligkeit. Ihr habt kein Biss, keine Fantasie . Für euch ist der Kuchen gegessen. Nicht ganz jetzt kommt ja Gott sei Dank die VR Brille , Oculus , da wird AAACOD wieder richtig Rattenscharf, total Porno :mrgreen:

PS die aufmache mit zwei Leute die total Emotionslos die selben Phrasen dreschen, sich lahm ein paar Bälle zuschiessen funktioniert so einfach nicht . Das wirkt nur verdammt einschläfernd . Da würde einer total reichen . Der könnte dann frisch von der Leber weg seine Sicht der Dinge in die Welt hinausposaunen und von mir aus übers Ziel hinausschiessen , out of Controll , egal aber nicht so.

Bei euch schaut das aus wie ein Bewerbungsgespräch bei einem Bigplayer der selber keine Ideen hat und dazu vor neuen Ideen Angst hat und dem man ganz zaghaft und und extrem vorsichtig klar machen will hy ich will zwar das Rad nicht neu erfinden , aber ich will das es im TRADITIONS OLDSCHOOL Schlauch irgendwie äh äh keine Ahnung wie äh äh äh besser rüberkommt . HUMAN INOVATION :mrgreen:

PPS ich mahle mir den Kaffee nicht selber :wink:
Zuletzt geändert von KATTAMAKKA am 14.05.2014 11:11, insgesamt 14-mal geändert.
Gast
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Re: 4Players-Talk: Tradition und Innovation

Beitrag von Gast »

maho76 hat geschrieben:
"Woar, ich vermisse die Zeiten , in denen ich mich mit Freunden über ein Spiel unterhalten hab und jeder was anderes entdeckt hat, z.b. Nebenquests bei Baldurs Gate 2.
Aber da macht das Internet wohl auch viel kaputt."

Nicht nur das Internet sondern die Menschen selber auch schuld und bei den langweiligen MMOs der letzten 10 Jahren auch nicht erstaunlich.
gerade MMOs eigenen sich für entdeckergespräche, ebenso openworld-spiele, weil sie heutzutage so vollgeladen sind.
Naja, die meisten schlagen heutzutage prompt den Guide auf und nehmen sich selbst dann jegliches Überraschungsmoment. Das Phänomen tritt überdies nicht nur in MMOs auf, auch in diversen Singleplayerspielen folgen viele Achievementjäger von der ersten Minute an stur einem Guide.
Wie man auf diese Bild-Weise Spaß haben kann, entschließt sich mir - das kommt mir dann eher wie abarbeiten denn wie spielen vor - aber sollen sie halt machen.
Jancsi0082
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Re: 4Players-Talk: Tradition und Innovation

Beitrag von Jancsi0082 »

Schöne Diskussion. Vielen Dank!
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3nfant 7errible
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Re: 4Players-Talk: Tradition und Innovation

Beitrag von 3nfant 7errible »

schönes Video mal wieder. ich finde ihr macht das richtig gut :Daumenlinks:

mit den Aussagen stimme ich auch grösstenteils überein, auf der anderen Seite muss ich aber auch sagen, dass vieles davon so selbstverständlich ist bzw sein sollte, dass man es eigentlich gar nicht erwähnen müsste. Und ich denke der Grund dafür liegt in viel zu häufig wiederholten irrigen Vorstellungen, die so oft unreflektiert nachgeplappert wurden, dass sie für viele schon zu einer Wahrheit wurden.
Ich kann es jedenfalls auch nicht mehr sehen, wenn bei jedem Furz die ultimative Innovation erwartet wird, immer total neue Geschichten, die noch nie erzählt wurden, oder das Rad wirklich immer wieder neu erfunden werden soll. Linearität ist auch so eine Sache, das wird auch immer standardmässig als ein ganz fürchterlicher Kritikpunkt angesehen, obwohl es für viele Arten von Spielen oder Stories überhaupt keinen Sinn machen würde, den Charakter ständig hin und her rennen zu lassen oder auf Teufel komm raus überall eine Open World zu kreieren.

Mit einer Aussagen stimme ich allerdings weniger überein, und zwar dass Indies im Vergleich zu AAA Produktionen die ultimativen Innovationsmotoren seien. Ich fürchte diese Idee ist auch auf bestem Wege einer dieser häufig wiederholten Fehlvorstellungen zu werden. Das Problem ist, dass man bei Indies immer nur über die kleine Auswahl an Top Produktionen spricht, die riesige Menge an totalem Schrott aber ausgeklammert wird. Bei AAA Titeln kommt aber immer alles in die Gleichung mit rein, dabei steht ein CoD49 nicht für alle AAA Spiele. Wer weit genug über den Tellerrand schaut, jenseits der CoDs und BFs wird aber auch hier genügend innovative Weiterentwicklungen finden. Das einzige was AAA Titel wirklich nicht bieten können sind diese totalen Experimente wie zb Luxuria Superbia, und seid doch mal ganz ehrlich... hättet ihr das Spiel auch so gut bewertet, wenn es 50 Euro kosten würde? :wink:
Sie müssen "vollständigere" Spiele sein, und damit werden sie sich immer etwas mehr ähneln, aber das heisst nicht, dass sie gänzlich frei von Innovationen sind
johndoe984149
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Re: 4Players-Talk: Tradition und Innovation

Beitrag von johndoe984149 »

Scipione hat geschrieben:Mit einer Aussagen stimme ich allerdings weniger überein, und zwar dass Indies im Vergleich zu AAA Produktionen die ultimativen Innovationsmotoren seien. Ich fürchte diese Idee ist auch auf bestem Wege einer dieser häufig wiederholten Fehlvorstellungen zu werden. Das Problem ist, dass man bei Indies immer nur über die kleine Auswahl an Top Produktionen spricht, die riesige Menge an totalem Schrott aber ausgeklammert wird. Bei AAA Titeln kommt aber immer alles in die Gleichung mit rein, dabei steht ein CoD49 nicht für alle AAA Spiele. Wer weit genug über den Tellerrand schaut, jenseits der CoDs und BFs wird aber auch hier genügend innovative Weiterentwicklungen finden. Das einzige was AAA Titel wirklich nicht bieten können sind diese totalen Experimente wie zb Luxuria Superbia, und seid doch mal ganz ehrlich... hättet ihr das Spiel auch so gut bewertet, wenn es 50 Euro kosten würde? :wink:
Sie müssen "vollständigere" Spiele sein, und damit werden sie sich immer etwas mehr ähneln, aber das heisst nicht, dass sie gänzlich frei von Innovationen sind
Da bin ich aber anderer Meinung denn sieh doch mal die Projekte an die Speile Konzerne aufbauen und die sind oft sehr Kurzfristig ausgelegt und auf schnellen gewinn wärend Indy Spiele aufbauer eher bereit sind neue Wege zu gehn und auch oft viel Herzblut in ein Spiel setzen.
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Jörg Luibl
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Re: 4Players-Talk: Tradition und Innovation

Beitrag von Jörg Luibl »

@Scipione: Der "ultimative" Motor sind Independent-Spiele nicht. Es ist immer noch so, dass große Faszination nicht selten mit dem Budget und/oder dem kreativen Know-how von TripleA-Herstellern entsteht - bisher hatten wir kein Spiel des Jahres bei 4Players, das von einem kleinen unabhängigen Studio kam (hinter Journey stand letztlich auch Sony). Aber trotzdem sind sie aktuell die entscheidende spielkulturelle Strömung, die auch Lead Designer großer Projekte beeinflusst.

Es ist natürlich so, dass man in der Independent-Szene einfach mehr experimentieren und wagen kann. Diese Offenheit gegenüber Designthemen von Ultraretro bis Erotikspiel, von Klötzchenopenworld bis 4X-Oldschoolstrategie, die ein großer Publisher noch vor vier, fünf Jahren aus verschiedenen Gründen gar nicht erst angepackt hätte, ist also auch aus der Not der technischen und finanziellen Beschränkung geboren. Um es mal platt zu sagen: Ein Mann kann kein GTA machen. Aber dafür kann ein Mann manchmal für mehr Spannung sorgen als ein 100-Mann-Studio: Siehe aktuell Depths of Fears: Knossos. Warum? Weil er leidenschaftlich sein Ding durchziehen kann, weil er vielleicht ein Design anbietet, das nicht den "Flow", sondern den Moment in den Vordergrund stellt.

Auch deshalb reichten die wenigen (!) Erfolge dieser unheimlichen Fülle an Independent-Spielen als Impuls aus, um die Statik in den Köpfen der großen Publisher zu lösen, sie also ebenfalls offen für diese unterschätzten Bedürfnisse auf Spielerseite zu machen. Nicht nur, weil sie sich verkaufen, sondern auch, weil sie das Image da draußen verbessern. Deshalb hat ja vor allem Sony in kleine, aber feine Independent-Entwicklungen wie Journey oder LittleBigPlanet investiert, die für Kreativität stehen; Microsoft zieht jetzt für Xbox One etwas nach - man denke an die Superbrothers, die auf dem iPad noch als musikalische Querköpfe galten.

Aktuell schließt sich ja auch ein Kreis, denn die kreativen Studios bekommen mehr Chancen - die meisten dank Kickstarter, einige wenige auch dank der großen Publisher. Und wie die CEOs zurückrudern, wenn ihre Gleichmacherei für die Zielgruppe nicht aufgeht, konnte man ja in letzter Zeit nicht nur bei Square Enix nachverfolgen. Die Frage ist, ob aus Lippenbekenntnissen auch besseres Spieldesign wird. Dann dürften Marketingleute, Zielgruppenanalysten & Co auch weniger reinquatschen. Resident Evil 7 & Co müssen liefern.
johndoe984149
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Re: 4Players-Talk: Tradition und Innovation

Beitrag von johndoe984149 »

Wie groß sind denn die Erfolge der Spiele Konzerne 5% und 95% fehlschläge ?
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adventureFAN
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Re: 4Players-Talk: Tradition und Innovation

Beitrag von adventureFAN »

Sehr toll, bitte weiterführen!
Gerne auch noch mehrere Personen aus der Redaktion die evtl. eine etwas andere Meinung haben.