sphinx2k hat geschrieben:Balmung hat geschrieben:
Erst ein Beitrag zum dem
Thema auf meinem Blog veröffentlicht (praktisch zukünftig nur noch verlinken zu müssen

).
Ich würde sagen du hast ganz gut dargestellt warum die die Sachen so siehst.
Mir sind ein paar Sachen aufgefallen wo ich aber eine andere Sichtweise von hab. Ein paar der Wichtigsten:
Du gehst davon aus das man bei einem Abo Modell besser Planen kann. Das ist auf kurze Zeit gesehen richtig. Aber ein Abfall der Spieler kann auch dort schneller passieren als man reagieren kann.
Zum einen man hat ja nicht freue Auswahl an Programmierern/Entwicklern die man jederzeit an heuern/Feuern kann.
Zum anderen kann ein Spiel ganz schnell Kippen..hab schon einige MMOs miterlebt die ziemlich Hui waren bis zum Lategame und dann auf einmal doch ehr Pfui. Oder Beispiel WoW auf dem Server wo ich war, der hatte ne mittlere Spielerdichte, dann ist eine Große Gilde weggebrochen und das hat eine Kettenreaktion von Spielern ausgelöst die aufgehört haben oder nur den Server gewechselt.
Innerhalb von ein paar Monaten kann sich also ein Blatt komplett wenden und dann hat man das selbe Problem was du bei P2P/F2P siehst. Kein Geld mehr für mehr Entwicklung, ohne mehr Entwicklung keine neuen Kunden -> Tot des Spiels.
Ist natürlich richtig, aber du hast als Betreiber/Entwickler deutlich mehr Zeit zu reagieren, weil so eine Entwicklung kommt normalerweise nicht über Nacht, außer man hat es mit einem Content Patch völlig versaut, da muss man sich dann aber schon ziemlich dämlich anstellen wie SOE bei SW:G seinerzeit.
Auch sind natürlich die Ansprüche an ein Free to Play MMORPG erheblich niedriger
Bei mir nicht ich erwarte nur weil ein Spiel F2P ist nicht weniger davon. Aber ähnlich wie bei den anderen Modellen muss es Qualität liefern sonst bleiben die Spieler nicht lang.
Das ist doch eben der Punkt, für den Betreiber muss ein Spieler nicht lange bleiben, es reicht wenn der Spieler mit dem MMORPG anfängt, Geld im Shop da lässt und dann kann er eigentlich schon wieder gehen, weil damit hat er schon seine Schuldigkeit getan und Geld eingebracht, während der Großteil erst gar kein Geld investiert. Viel Geld kommt eben gerade von den Spielern, die frisch dabei sind und daher noch freudig bei der Sache sind ehe sie später merken was sie da eigentlich spielen haben viele schon ordentlich Geld ausgegeben. Dauerspieler, die immer wieder Geld ausgeben, sind zwar nett, aber das Meiste kommt eher durch die Kurzzeitspieler.
Außerdem sind doch die P2P MMOs, die als P2P erfolglos waren und nun als F2P bestens funktionieren (und davon gibt es jede Menge), doch der beste Beweis dafür. Für P2P hatten sie nicht genug Qualität, aber für F2P klappt es wunderbar, obwohl wie z.B. bei SW:TOR nach der F2P Umstellung der Kundensupport massiv nachgelassen hat.
Zeittarife schaffen Stress weil man immer auf die Uhr schaut
Das mag bei einer Abrechnung nach Minuten definitiv der Fall sein aber das halte ich auch für übertrieben. Tagesticket oder Wochenendticket und der Stress ist weg.Unkompliziertes verlängern Ingame kann auch viel Stress entfernen. "Hey dein Tagesticket ist abgelaufen, du kannst es jetzt mit 2 Mausklicks verlängern oder du wirst in 10 Min vom Spiel getrennt"
Generell hätte natürlich ein Zeit System das Problem, das du siehst, mit eine Sprunghafteren Community. Ich denke aber das hat nicht so viel mit dem Bezahlmodell zu tun. Klar "Grumel hab für nen Monat gezahlt also Spiele ich auch" Spieler gibt es. Aber mehrheitlich wird doch niemand Spielen wenn es nichts unterhaltsames Ingame gibt was ihn hält.
Das ist doch aber für viele überhaupt der Grund keine P2P MMOs anzurühren, wobei Nr. 1 Grund immer noch Unwissenheit ist was für laufende Kosten ein MMO produziert, wobei das wiederum den meisten F2P only Spielern eh scheiß egal ist, die spielen es einfach kostenlos und wenn sie es nicht können haben sie sogar noch die Unverschämtheit sich darüber zu beschweren.
Ich für meinen Teil bin da offen für alles mögliche. Zum einen gut das es verschiedene Modelle gibt und man aktuell ne gute Auswahl an allem möglichen hat. Abgesehen von Ultra Hardcore da muss man aber wohl richtung Asien gehen.
Aktuell fühle ich mit bei Guild Wars 2 noch recht wohl. Auch wenn ich aktuell da weniger Spiele weil ich gerade ehr Singelplayer mässig drauf bin. Ich werde mir demnächst Wildstar (P2P+Abo) anschauen wenn es raus kommt. Ich weiß genau das mich das Spiel nicht längerfristig halten wird mit seinen "angestauben" Spielmechaniken aber hoffe die abgedrehte Welt bringt für ne weile viel Spaß. Und genau solange bin ich bereit für das Abo zu zahlen.
Ich halte da an meinen Prinzipien fest und werde die ganz sicher nicht verweichlichen.
Und ja, Wildstar ist interessant, aber wie du schon sagst eines dieser "werd ich eh nur kurze Zeit spielen" MMOs und die sind ja auch schön und gut, aber ich will nicht ein MMO beginnen mit dem Hintergedanken es eh nur für kurze Zeit zu spielen sondern ich will einfach anfangen können und es Monate lang spielen können. Ich mag es nicht eine Bindung zu meinem Charakter aufzubauen, nur um kaum das sie besteht schon wieder abreißen zu lassen, dann müsste ich solche Spiele so spielen wie die Masse... Charakter ist nur Mittel zum Zweck und hat null Bedeutung für den Spieler... so tief will ich niemals sinken.
Werde auf Everquest Next gespannt warten (Aktuell glaub ich P2P angepeilt). Und mal sehen ob sie nur nen Teil ihrer versprechen halten können.
Nein, EQN ist seit Enthüllung an als F2P angekündigt. Wegen den neuen Ansätzen ist es dennoch interessant.
Abgesehen davon bleib ich offen und lasse mich auf jeden fall nicht von einem Bezahlmodell abschrecken wenn mir das Spiel an sich gefällt.
Ich nicht, weil ich Anspruch will und den einzigen Anspruch den F2P Titel haben ist so viele Spieler wie möglich ansprechen zu wollen, somit automatisch Casual, alles schnell erspielbar und kaum etwas wirklich herausfordernd... jedenfalls nicht das was ich unter herausfordernd empfinde.