The Elder Scrolls Online: Abo-Gebühr: "Es kommt auf den Gegenwert an"

Hier findet ihr die entsprechenden Kommentare - inkl. Link zur News!

Moderatoren: Moderatoren, Redakteure

Benutzeravatar
Exedus
Beiträge: 6125
Registriert: 06.09.2008 23:50
Persönliche Nachricht:

Re: The Elder Scrolls Online: Abo-Gebühr: "Es kommt auf den

Beitrag von Exedus »

Vielleicht funktioniert P2P auch einfach nicht mehr, weil die Leute gar keinen Bock haben Gebüren zu bezahlen aber gefühlt eben einfach zu wenig zu bekommen?
Genau das ist das Problem. Heute mmo Entwickler wollen Monatliche Gebühren bieten dafür aber nur aufgewärmten alten Brei. Für ab und mal rein schauen vollkommen ok aber nicht für 13 Euro im monat + Spielpreis + Adonn preise.

Für ein Ordentliches mmo würde ich auch mehr Zahlen, aber nicht für Teso
unknown_18
Beiträge: 26973
Registriert: 05.08.2002 13:11
Persönliche Nachricht:

Re: The Elder Scrolls Online: Abo-Gebühr: "Es kommt auf den

Beitrag von unknown_18 »

Der einzige Grund (und wirklich der Einzige) warum P2P nicht funktioniert sind die MMORPGs selbst. Wenn ich nach dem Freimonat eh schon alles gesehen habe, dann muss man sich nicht wundern wieso kaum Jemand einsieht dafür ein Abo zu bezahlen. Daher ist der einzige Grund für das scheitern von P2P MMORPGs der fehlende Dauerspielspaß über Monate hinweg.

Das Einzige was ich von Spielern immer nur höre ist "ich hab kein Bock auf das, ich hab kein Bock auf dies... aber ich will trotzdem ein MMORPG spielen!". Kein Bock sich etwas zu erarbeiten "ich hab tagsüber schon genug Arbeit", kein Bock Texte zu lesen, kein Bock den Kopf einzuschalten, kein Bock zu sterben, kein Bock Wege zu laufen, kein Bock sich mit anderen Spielern auseinander setzen zu müssen, kein Bock etwas zu verlieren und sei es nur EXP beim Tod, kein Bock Entscheidungen zu fällen und auch dazu zu stehen, kein Bock den Text Chat zu benutzen um ein simples "Hi" zu sagen, kein Bock eine Gruppe zu suchen, kein Bock zu warten usw. Warum zum Geier spielt ihr dann ein Genre, das ganz offensichtlich nicht für euch gemacht ist? Nur weil das Genre angesagt ist, weil es Andere spielen? Jedenfalls tausend Dank das ihr mir ein Hobby ruiniert habt, nur weil ihr auch unbedingt mitspielen wolltet, aber nach euren Regeln und nicht die des Genres oder auch bloß eines MMORPGs. :P

Wenn ich jedenfalls heute noch Spaß an einem MMORPG haben will muss ich genau das machen was die Masse macht, Hirn ausschalten und spielen und wehe ich fange an über eine der heute üblichen Game Mechanik nachzudenken, dann wars das erst mal mit MMORPG spielen für die nächsten Stunden, weil ich dann eigentlich nur noch kotzen könnte über so viel Dummheit... Dummheit der Entwickler als auch der Spieler so etwas auch noch gut zu finden.
Zuletzt geändert von unknown_18 am 03.03.2014 01:51, insgesamt 1-mal geändert.
Benutzeravatar
SethSteiner
Beiträge: 11871
Registriert: 17.03.2010 20:37
User ist gesperrt.
Persönliche Nachricht:

Re: The Elder Scrolls Online: Abo-Gebühr: "Es kommt auf den

Beitrag von SethSteiner »

Natürlich, das ist sowohl die Freiheit von F2P als auch der Sinn. Die anderen Spieler, die nicht ihr Geld aus dem Fenster werfen sind die Bespaßung für die fetten Kühe, wenn auch ohne es zu merken und das ist wohl auch was das System so beliebt macht. Das System funktioniert und scheint langlebig zusein. Wie Langlebig ist P2P? Bisher ist der größte Teil der MMOs sang und klanglos untergegangen und lebt nun als F2P weiter. Es funktioniert eben nur eingeschränkt, bisher sieht es auch nicht danach aus als würde sich etwas daran ändern und das wo es ja soviel besser ist? Das ist dann ja wohl eher zu bezweifeln. Ich bin gespannt was passiert, sobald WoW weg vom Fenster ist, denn das ist das einzige Spiel was mit monatlicher Gebühr wirklich eine extrem hohe Anzahl an Spielern fassen konnte. Daneben gibt es einfach nichts. Wird es jemals ein Spiel mit P2P geben was entweder daneben existieren oder es dann beerben kann? Also ich habe meine ernsten Zweifel.
unknown_18
Beiträge: 26973
Registriert: 05.08.2002 13:11
Persönliche Nachricht:

Re: The Elder Scrolls Online: Abo-Gebühr: "Es kommt auf den

Beitrag von unknown_18 »

P2P kann ewig funktionieren, siehe z.B. Final Fantasy XI und XIV hat auch nicht gerade zu jammern weil es P2P ist.

Das schöne an F2P ist, man kann den letzten Schrott noch unter die Leute kriegen, das klappt mit P2P nicht. Und genau deswegen funktioniert F2P und genau deswegen ist F2P auch der Sargnagel für das Genre, weil es nicht darum geht das Genre weiter zu entwickeln bzw. immer besser zu machen, sondern nur noch darum wie man den letzten Lebenssaft aus dem Genre rauspressen kann, bis nichts mehr geht. Der einzige Vorteil von F2P ist, dass man als Spieler auch mal 2 Wochen nicht spielen kann und trotzdem für die Zeit gezahlt hat und das wars auch schon. Die meisten Vorteile bei F2P liegen beim Betreiber, nicht bei den Spielern und schon gar nicht beim Spiel.

Mal ernsthaft, was bringt F2P einem MMORPG selbst? Nichts positives. Es interessiert nicht ob da 5 P2P Server oder 20 F2P Server sind, denn ich spiele ohnehin nur auf einem und daher zählt nur eines: das dieser Server voll genug ist und das kann er sowohl mit P2P als auch mit F2P sein. Daher zählt das Argument F2P bringt mehr Spieler für das MMORPG an sich rein überhaupt nichts, das ist nur das Argument für den Betreiber mehr potenzielle Opfer zu haben, die Geld ausgeben, bevor sie merken was für einen Schrott sie da spielen.

Nachteile für das MMORPG bringt F2P dafür massig... die Inhalte werden weichgespült, damit sie auch möglichst Jeder schaffen kann, selbst mit verbundenen Augen, denn nur so kann man eine breitete Masse ansprechen. Auch wird das MMORPG beschleunigt, weil wenn es zu langsam geht könnten ja auch wieder Spieler abspringen, davon abgesehen sind die meisten F2P Spieler ohnehin nicht daran interessiert ein F2P MMORPG für Monate zu spielen, F2P MMORPGs werden meist nur als Lückenfüller genutzt, bis das nächste Spiel erscheint oder weil man gerade Ferien/Urlaub hat, etc.

Womit wir auch schon beim nächsten Punkt wären: die Community. Dank F2P hat man eine hohe Frequenz an neuen Spielern und Spielern die wieder aufhören, sprich eine richtige feste Community kann sich im Spiel gar nicht bilden, dazu sind die Spieler zu kurz da und weil sie so kurz da sind haben sie oft auch kein Interesse irgendwas im MMORPG aufzubauen, also eine Gilde oder auch nur irgendwelche Kontakte richtig pflegen.

F2P mag toll für "Spieler" sein, die in einem MMORPG nur reine Unterhaltung sehen und kein richtiges Spiel, aber das hat mit dem ursprünglichen Genre rein überhaupt nichts mehr zu tun und ist in etwa so wie ein richtiges Spiel zu einem Browser Spiel, wobei die teilweise schon besser sind als MMORPGs...
Zuletzt geändert von unknown_18 am 03.03.2014 02:12, insgesamt 1-mal geändert.
Benutzeravatar
Wigggenz
Beiträge: 7449
Registriert: 08.02.2011 19:10
Persönliche Nachricht:

Re: The Elder Scrolls Online: Abo-Gebühr: "Es kommt auf den

Beitrag von Wigggenz »

Im Idealfall wird P2P ganz verschwinden, und im noch idealeren Idealfall in den Folgejahren auch F2P, sodass niemand mehr auf die Idee kommt, aus beliebten SP-Franchises eine schlechte MMO-Verwurstung zu machen, wie etwa bei KOTOR geschehen.
Benutzeravatar
Scorcher24_
Beiträge: 15527
Registriert: 11.11.2004 14:31
Persönliche Nachricht:

Re: The Elder Scrolls Online: Abo-Gebühr: "Es kommt auf den

Beitrag von Scorcher24_ »

Balmung hat geschrieben:Der einzige Grund (und wirklich der Einzige) warum P2P nicht funktioniert sind die MMORPGs selbst. Wenn ich nach dem Freimonat eh schon alles gesehen habe, dann muss man sich nicht wundern wieso kaum Jemand einsieht dafür ein Abo zu bezahlen. Daher ist der einzige Grund für das scheitern von P2P MMORPGs der fehlende Dauerspielspaß über Monate hinweg.
Nein, es sind die Spieler die nicht verstehen, dass ein MMORPG das grade rausgekommen ist, nicht mit genauso viel Content aufwarten kann wie andere die schon seit Jahren auf dem Markt sind.
Ein MMORPG braucht Zeit zum reifen und ausgebaut zu werden. Wie lange hats in WoW gedauert bis Molten Core rauskam? 1 Jahr oder so? Schau es heute an. Auch da haben Leute das Spiel verlassen und gemeckert, dass es zu wenig Content gibt.
Es ist ein Catch 22 Problem. Leute wollen schnell leveln, am besten in 2 Tagen von Level 1 auf Maximum, wollen aber dass man ihnen ständig neuen Content im Wochentakt vor die Füße wirft. Dann wird durchgerushed und nach 2 Tagen wills schon wieder keiner mehr spielen. Raids am besten nur mit Leuten die total overgeared sind, alle Taktiken kennen, damit man sich selber bloss nicht einlesen muss und schnell den Endgame Loot abgreifen kann, weil sonst braucht ja keiner mehr was aus dem Dungeon.
LFG Zitadelle, iLevel 270 und Taktik Pflicht, Achievement Check Dalaran Brunnen
Und dann steht da ein DD mit grünem Questzeug.

DAS ist wie es in heutigen MMORPG's zugeht.
Nichts mehr mit probieren bis man den Boss gelegt hat und wenns 2 Abende dauert. Wenn der nach dem zweiten Try nicht liegt, dann verlassen alle den Raid, am besten noch mit "KACKNOOBS SPACKOS ZU DUMM FÜR ALLES" als Abschied, selber aber noch grün equipped ohne jegliches Verständnis für irgendwelche komplexen Fights.

Goth, ich könnte darüber stundenlang ragen.
Phayne
Beiträge: 119
Registriert: 16.05.2012 21:12
Persönliche Nachricht:

Re: The Elder Scrolls Online: Abo-Gebühr: "Es kommt auf den

Beitrag von Phayne »

Balmung hat geschrieben: Das schöne an F2P ist, man kann den letzten Schrott noch unter die Leute kriegen, das klappt mit P2P nicht. Und genau deswegen funktioniert F2P und genau deswegen ist F2P auch der Sargnagel für das Genre, weil es nicht darum geht das Genre weiter zu entwickeln bzw. immer besser zu machen, sondern nur noch darum wie man den letzten Lebenssaft aus dem Genre rauspressen kann, bis nichts mehr geht.
Den Punkt sehe ich ähnlich. Gerade die Umstellung von P2P auf F2P hat fatale Folgen für die gesamte Spielgestaltung. Das macht sich insbesondere bei neuen Spielinhalten bemerkbar. Wenn Spiele auf ein F2P Modell umgestellt werden, nimmt die Qualität rapide ab. Die Inhalte beschränken sich meistens auf eine aufgewärmte Variante von dem bestehenden Spielinhalt, neue Rassen, Klassen oder eine Verfeinerung in der Präsentation von Quests etc gibt es nicht.
Größere, planvoll in die Welt integrierte Erweiterungen sucht man vergebens.
Dazu kommt, dass man bei F2P dann plötzlich für jeden Scheiß Geld im Ingame-Shop ausgeben soll. In SW:TOR zum Beispiel für Schnellleisten, Beute in Dungeons, Berechtigung zum Tragen hochstufiger Ausrüstung usw. Im Gegenzug wird das Spiel mit möglichst geringem Kostenaufwand am Laufen gehalten. Das riecht dann alles sehr nach "Komm, wir stellen eine Wärmelampe über der toten Kuh auf, damit wir wenigstens noch die nächsten drei Tage was davon haben."

P2P mit Spielinhalten, in die auch etwas investiert wurde, ist mir da deutlich lieber als diese Resteverwertung. Hier sollte man sich dann aber Gedanken über flexiblere Abo-Modelle machen, wie hier bereits von einigen erwähnt wurde.
Ein Wochenend-Pass für 5€ für Leute, die unter der Woche ohnehin keine Zeit haben, wäre zum Beispiel sehr sinnvoll.
Allerdings werde ich das Gefühl nicht los, dass jeder Entwickler/Publisher mit einer "großen" Lizenz nur die Dollarzeichen in den Augen hat, weil "Brachenprimus" WoW so abartige Gewinne einbringt, und das mit einer ähnlich bekannten Marke schließlich genauso klappen muss. Ist das in den ersten 6 Monaten nicht der Fall, zieht man direkt den Stecker und setzt lieber darauf, von möglichst vielen Leuten wenigstens mal 10€ für ein Ingame-Item abzustauben, ohne weiter in das Spiel investieren zu müssen.
Solange man in dem Bereich nicht etwas Sinn für Realität entwickelt, werden neue MMOs wohl weiterhin den Weg von Warhammer:Online und SW:TOR gehen. Erst F2P, dann weg vom Fenster.
Ich sehe jedenfalls weder TESO noch Wildstar im nächsten Jahr noch als P2P laufen. ;)
unknown_18
Beiträge: 26973
Registriert: 05.08.2002 13:11
Persönliche Nachricht:

Re: The Elder Scrolls Online: Abo-Gebühr: "Es kommt auf den

Beitrag von unknown_18 »

Ja, so sieht es leider aus. Das größte Problem ist aber der Erfolg von F2P an sich und das schlichte Fehlen der Erfahrung mit einem P2P MMO. Viele F2P Anhänger hört man ja immer wieder über P2P wettern, haben selbst aber keine Ahnung davon was für Qualität man mit P2P bekommen kann oder eben besser könnte... weil die Entwickler diese Qualität schon länger nicht mehr liefern und damit den F2P Anhängern eher noch Recht geben.

Es bräuchte nur ein richtiges P2P MMORPG mit hoher Qualität, das nicht an Tag 1 darauf abzielt so viele Spieler wie möglich ins Boot zu holen sondern darauf über Zeit die Spieler ins Boot zu holen (so wie es zu den Glanzzeiten der MMORPGs eigentlich immer der Fall war) und viele wären bereit P2P zu zahlen oder sogar noch mehr als die üblichen 13-15 Euro pro Monat, weil viele schon seit Jahren so extrem hungrig auf Qualität sind. Aber ob es so ein MMORPG je geben wird? Ich bezweifle es, dazu sind Investoren heutzutage viel zu sehr aufs schnelle Geld aus und damit zu feige in ein Langzeitprojekt Geld zu investieren. Vielleicht ja per Crowdfunding, aber dann müsste man ähnlich gut vermarkten können wie Roberts. ;)
CaptainKennway hat geschrieben:
Balmung hat geschrieben:Der einzige Grund (und wirklich der Einzige) warum P2P nicht funktioniert sind die MMORPGs selbst. Wenn ich nach dem Freimonat eh schon alles gesehen habe, dann muss man sich nicht wundern wieso kaum Jemand einsieht dafür ein Abo zu bezahlen. Daher ist der einzige Grund für das scheitern von P2P MMORPGs der fehlende Dauerspielspaß über Monate hinweg.
Nein, es sind die Spieler die nicht verstehen, dass ein MMORPG das grade rausgekommen ist, nicht mit genauso viel Content aufwarten kann wie andere die schon seit Jahren auf dem Markt sind.
Das ist wieder ein ganz anderer Punkt, aber Tatsache ist nun mal, dass vor 5+ Jahren man ein neues MMORPG nicht quasi innerhalb 4 Wochen durch hatte, da brauchte man noch Monate ehe man mal das maximal Level erreichte. Inhaltlich bekam man dennoch nicht mehr geboten.
Ein MMORPG braucht Zeit zum reifen und ausgebaut zu werden. Wie lange hats in WoW gedauert bis Molten Core rauskam? 1 Jahr oder so? Schau es heute an. Auch da haben Leute das Spiel verlassen und gemeckert, dass es zu wenig Content gibt.
Es gibt natürlich immer Spieler, die wie die Bekloppten durch die Inhalte rasen und am Ende jammern es wäre zu wenig da, obwohl sie nicht mal die Quest Texte gelesen haben, kein Exploring betrieben haben (sprich Blind der Quest Schnur gefolgt sind) etc. Von daher ist das zu wenig Content Gejammer immer da, aber wenn Spieler nur wenige Prozent des Contents überhaupt spielen, dann brauchen sie sich auch nicht beschweren. Womit ich jetzt nicht sagen will, dass man alle Inhalte spielen soll, bloß nicht, ich kann dieses MMORPG 100% durchspielen wollen ganz und gar nicht ab, auch das hat genug im Genre Schaden angerichtet.

Was ein MMORPG vor allem braucht ist den goldenen Mittelweg zu finden und das tun diese schon seit Jahren nicht mehr, weil sie nur noch Extreme in die eine oder andere Richtung kennen, alles zum wohle der Verkaufszahlen, aber ganz sicher nicht zum Wohle des MMORPGs selbst.
Es ist ein Catch 22 Problem. Leute wollen schnell leveln, am besten in 2 Tagen von Level 1 auf Maximum, wollen aber dass man ihnen ständig neuen Content im Wochentakt vor die Füße wirft. Dann wird durchgerushed und nach 2 Tagen wills schon wieder keiner mehr spielen. Raids am besten nur mit Leuten die total overgeared sind, alle Taktiken kennen, damit man sich selber bloss nicht einlesen muss und schnell den Endgame Loot abgreifen kann, weil sonst braucht ja keiner mehr was aus dem Dungeon.
Tja, und was sollte man als MMORPG Entwickler da machen? Auf diese Leute pfeifen, entweder lernen diese, dass ein MMORPG nicht dazu da ist es innerhalb von Tagen/Wochen durchzuspielen oder sie haben schlicht Pech gehabt. Aber wie so schön gesagt... Geld ist wichtiger als ein funktionierendes MMORPG. Und Grind so ein schönes Schimpfwort, nur weil man nicht versteht das Grinding ein fester Bestandteil des Genres ist, aber natürlich in einer angemessenen Form... "Grinde jetzt auf der Stelle 100 Mobs" ist nicht wirklich angemessen.

Viel Grinding wird aber vor allem durch Ungeduld der Spieler selbst erst erzeugt, z.B. wenn man 100 Holzbretter für ein Hausbau braucht verfallen viele schnell ins Holz grinden, dabei war es eigentlich gedacht sich das Holz nach und nach mal zusammen zu suchen und nicht alles auf einmal und dann hätte es auch nichts mehr mit Grinding zu tun.
LFG Zitadelle, iLevel 270 und Taktik Pflicht, Achievement Check Dalaran Brunnen
Und dann steht da ein DD mit grünem Questzeug.

DAS ist wie es in heutigen MMORPG's zugeht.
Nichts mehr mit probieren bis man den Boss gelegt hat und wenns 2 Abende dauert. Wenn der nach dem zweiten Try nicht liegt, dann verlassen alle den Raid, am besten noch mit "KACKNOOBS SPACKOS ZU DUMM FÜR ALLES" als Abschied, selber aber noch grün equipped ohne jegliches Verständnis für irgendwelche komplexen Fights.
Ja, nur warum geht es denn so zu? Weil die Entwickler auf das Geheule gehört haben und die MMORPGs immer mehr in die Richtung entwickelt haben, das so zu spielen überhaupt möglich ist bzw. das die Spieler die eigentlichen MMORPG Ziele aus den Augen verloren haben oder gar nie kennen gelernt haben. Im Grunde wollen diese Spieler eigentlich ein Diablo spielen, weil außer Kampf und Items ist der Rest vom MMORPG nur nerviger Balast für diese. Und genau darum bin ich ganz klar der Meinung, dass solche Spieler schlicht im falschen Genre unterwegs sind und dort nicht rein gehören. Aber gleich kommt wieder so ein Oberschlauer daher und meint das er sich die Spiele aussucht die er spielt und dann kann es nur das richtige Spiel sein...
Goth, ich könnte darüber stundenlang ragen.
Ich rage bei dem Thema inzwischen seit 2+ Jahren und da sich dabei immer wieder alles ständig wiederholt und es vielen schon auf die Nerven geht, selbst denen, die eigentlich der gleichen Meinung sind, hab ich mich Vorgestern entschlossen einen MMO Blog zu machen, in dem ich immer wieder solche Themen vornehme, die mich gerade wieder auf 180 gebracht haben (MMOFans.de - aber noch gibts nicht viel). Ich hoffe mal es wird ein ganz gutes Ventil sein um Dampf abzulassen, vor allem habe ich mehr Zeit einen Beitrag zu schreiben und etwas mehr auf die Wortwahl zu achten, im Forum vergreife ich mich auf die schnelle doch immer mal wieder im Ton. ^^
Benutzeravatar
sphinx2k
Beiträge: 4057
Registriert: 24.03.2010 11:16
Persönliche Nachricht:

Re: The Elder Scrolls Online: Abo-Gebühr: "Es kommt auf den

Beitrag von sphinx2k »

Nanimonai hat geschrieben:
Phayne hat geschrieben: Und zum Bogenschießen: Natürlich erwarte ich nicht, dass ich mit meinem Kurzbogen einem Kaninchen in 10km Entfernung bei Windstärke 7 das linke Ohr abschießen kann, aber wenn ich quasi in Wurfweite von einem Wolf entfernt bin und ihn direkt im Visier habe, sämtliche Pfeile aber wirkungslos verpuffen, weil ich noch genau einen Schritt nach vorne machen muss, damit er "erfasst" wird, ist das einfach nur albern. Sobald das Ziel erstmal offiziell angepeilt ist, reicht ja ein halbherziger Schuss auf die Beine, damit das Vieh in sich zusammensackt.
Man muss sich ja immer noch im Bereich des technisch machbaren bewegen.
Sicherlich wäre es schöner, wenn hinter einem Bogenschuss eine akurate Ballistik liegen würde und wenn die Gegner auch zahlreiche Trefferzonen hätten, aber das ist wohl nach dem derzeitigen Stand der Technik nicht so ohne Weiteres möglich.
Albern ist das aber auch in der Realität nicht. Selbst ein Gewehrschuss verpufft wirkungslos, wenn man einen Schritt zu weit vom Ziel wegsteht.
Technisch machbar ist es auf jeden Fall. Siehe Planetside 2, alle Projektile haben eine Flugbahn. Irgendwo wurde mal gesagt es soll sogar Wind einen Einfluss haben können (Ist aber nicht aktiviert soweit ich festgestellt hab).
Balmung hat geschrieben:Der einzige Grund (und wirklich der Einzige) warum P2P nicht funktioniert sind die MMORPGs selbst. Wenn ich nach dem Freimonat eh schon alles gesehen habe, dann muss man sich nicht wundern wieso kaum Jemand einsieht dafür ein Abo zu bezahlen. Daher ist der einzige Grund für das scheitern von P2P MMORPGs der fehlende Dauerspielspaß über Monate hinweg.
Damit hast du es IMO so ziemlich auf den Kopf getroffen. Ist auch der Hauptgrund warum ich gegen das P2P Modell nicht erfreut bin..es schafft keiner entsprechend Content nachzuliefern weil es eben erheblich länger dauert ihn zu erstellen als zu Spielen.
Phayne hat geschrieben:
Balmung hat geschrieben: Das schöne an F2P ist, man kann den letzten Schrott noch unter die Leute kriegen, das klappt mit P2P nicht. Und genau deswegen funktioniert F2P und genau deswegen ist F2P auch der Sargnagel für das Genre, weil es nicht darum geht das Genre weiter zu entwickeln bzw. immer besser zu machen, sondern nur noch darum wie man den letzten Lebenssaft aus dem Genre rauspressen kann, bis nichts mehr geht.
Den Punkt sehe ich ähnlich. Gerade die Umstellung von P2P auf F2P hat fatale Folgen für die gesamte Spielgestaltung.
Ich möchte widersprechen. Grade bei F2P kann man eben nicht jeden Schrott unter die Leute bekommen. Weil es bei Free2Player eben wichtig ist die Leute im Spiel zu halten damit sie eben Geld ausgeben. Da man keine Anschaffungshürde hat wie "Mist jetzt hab ich 60 Euro ausgeben jetzt Spiele ich es auch" sind viele bei einem schlechten Spiel auch genauso schnell wieder weg.
Das die Umstellung Fatale folgen hat sehe ich auch so, aber aus anderem Grund. Man entwickelt ein Spiel mit einer Planung wie es nach dem Release ablaufen soll. Jetzt funktioniert das Geschäftsmodell aber nicht und man Stellt um. Das heißt aber man muss das Spiel was komplett anders konzipiert war auch umstellen und das geht eben meist nicht sonderlich gut.
Benutzeravatar
sphinx2k
Beiträge: 4057
Registriert: 24.03.2010 11:16
Persönliche Nachricht:

Re: The Elder Scrolls Online: Abo-Gebühr: "Es kommt auf den

Beitrag von sphinx2k »

Balmung hat geschrieben:Und Grind so ein schönes Schimpfwort, nur weil man nicht versteht das Grinding ein fester Bestandteil des Genres ist, aber natürlich in einer angemessenen Form... "Grinde jetzt auf der Stelle 100 Mobs" ist nicht wirklich angemessen.
Grind ist aber letztendlich immer etwas was von einem Fehler im Spieldesign ausgeht. Sagen wir mal so: Das ideale Spiel hat gar keinen Grind man hat Action/Gute unterhaltung non Stop. Klar ist das nicht zu bewerkstelligen also muss man den Grind gut verpacken.
Viel Grinding wird aber vor allem durch Ungeduld der Spieler selbst erst erzeugt, z.B. wenn man 100 Holzbretter für ein Hausbau braucht verfallen viele schnell ins Holz grinden, dabei war es eigentlich gedacht sich das Holz nach und nach mal zusammen zu suchen und nicht alles auf einmal und dann hätte es auch nichts mehr mit Grinding zu tun.
Stellt sich aber die Frage wenn es mehrheitlich so gemacht wird sollte man dann nicht das Spiel ehr daran anpassen als versuchen den Spielern ein Spielprinzip aufzuzwängen?


Ja, nur warum geht es denn so zu? Weil die Entwickler auf das Geheule gehört haben und die MMORPGs immer mehr in die Richtung entwickelt haben, das so zu spielen überhaupt möglich ist bzw. das die Spieler die eigentlichen MMORPG Ziele aus den Augen verloren haben oder gar nie kennen gelernt haben. Im Grunde wollen diese Spieler eigentlich ein Diablo spielen, weil außer Kampf und Items ist der Rest vom MMORPG nur nerviger Balast für diese. Und genau darum bin ich ganz klar der Meinung, dass solche Spieler schlicht im falschen Genre unterwegs sind und dort nicht rein gehören. Aber gleich kommt wieder so ein Oberschlauer daher und meint das er sich die Spiele aussucht die er spielt und dann kann es nur das richtige Spiel sein...
Ja die immer weiter runterschrauberei der Ansprüche ist in der Tat eins der Haupt Probleme die ich bei MMORPGs sehe. Jeder soll alles können, am besten noch Solo und bloß nicht zu Anstrengend.
Hier bin ich aber auch zwiegespalten zum einen hab ich es gerne Anspruchsvoller und mag es auch wenn die Klassen noch von einander zu unterscheiden sind.
Auf der anderen Seite hab ich noch vielen Jahren keinen Bock mehr auf langweiligen Grind oder unfaire Schwierigkeitsgrade.
dippiiduu
Beiträge: 104
Registriert: 01.12.2009 18:19
Persönliche Nachricht:

Re: The Elder Scrolls Online: Abo-Gebühr: "Es kommt auf den

Beitrag von dippiiduu »

sphinx2k hat geschrieben: Ich möchte widersprechen. Grade bei F2P kann man eben nicht jeden Schrott unter die Leute bekommen. Weil es bei Free2Player eben wichtig ist die Leute im Spiel zu halten damit sie eben Geld ausgeben. Da man keine Anschaffungshürde hat wie "Mist jetzt hab ich 60 Euro ausgeben jetzt Spiele ich es auch" sind viele bei einem schlechten Spiel auch genauso schnell wieder weg.
Das die Umstellung Fatale folgen hat sehe ich auch so, aber aus anderem Grund. Man entwickelt ein Spiel mit einer Planung wie es nach dem Release ablaufen soll. Jetzt funktioniert das Geschäftsmodell aber nicht und man Stellt um. Das heißt aber man muss das Spiel was komplett anders konzipiert war auch umstellen und das geht eben meist nicht sonderlich gut.
Schön. Warum sind dann 99% der F2P MMOs Schrott? Ich hab leider einige angespielt und gerade im MMO bereich spielen die sich alle wie der letzte copy paste Mist. Das wie du es beschrieben hast ist vielleicht deine Wunschvorstellung, die aber nicht wirklich was mit der Realität zu tun hat ;)
Benutzeravatar
sphinx2k
Beiträge: 4057
Registriert: 24.03.2010 11:16
Persönliche Nachricht:

Re: The Elder Scrolls Online: Abo-Gebühr: "Es kommt auf den

Beitrag von sphinx2k »

an_druid hat geschrieben:sphinx2k@
Was Zeitgemäß oder nicht ist, entscheidet was A technisch nicht hindert und B wie viel Nachfrage besteht.
Warum werden immer und immer wieder die gleichen Argumente rausgekramt obwohl diese schon bei der Ankündigung ausdiskutiert wurden? Ich habe hier Argumente erwartet die zum Inhaltlichen Verbesserungspotential beitragen, anstatt dieses ewige FTP oder nicht. Es gibt doch schon haufenweise FTP's warum also nicht mal etwas wo auch Abo's dabei sind . Soll doch für jeden was drin sein?!
WoW ist sowieso kein Vergleich mehr zwischen dem was es mal war und was es ist.
Mir ist ziemlich egal ob TESO ein Abbo Modell hat oder nicht. Mir ist es das in dem Fall nur nicht Wert.
Generell dreht es sich doch schon ne weile darum ob ein solches Modell überhaupt noch Zeitgemäß ist.
Wie du schreibst die Nachfrage muss es eben regeln und wenn genug ihren Spaß dran haben und sich das Spiel mit Abo trägt, gut.
Ein Verbesserungsvorschlag wurde hier auch schon mehrmals gebracht eben neben dem Vollen Monats Abos andere Zeiteinheiten.
Oder Eve Online Modell...das Spiel kostet nichts, man braucht nur das Monats Abo.

Hier noch mal meine Begründung und Anforderungen an ein Abomodel:
- Das ewige Thema inhalte zu Abonieren oder einzeln zu kaufen ist mir zu leidig, daher Ansichtssache. Fest steht, dass beim Abo deutlich weniger Balanceprobleme und weniger abzocke betrieben wird (außer einzelfall WoW )
Es mag für dich Fest stehen für mich eindeutig nicht. Balance hat IMO noch am aller wenigsten mit dem Bazahlmodell zu tun, das hängt ehr vom Entwickler ab wie gut er dieses "schwierige Feld" beherrscht.
Auch abzocke ist sehr relativ. Ich sehe auch die CE von TESO als abzocke an. Oder Monatelang auf neuen Content warten zu müssen trotz Abo.
- Das nächste Thema ist noch gut erreichbarer Support, Events, Zwischendurchmal hier und da ein Tapetenwechsell (an Animationen sowie Textur) alles Dinge die zusammen viel ausmachen und sehr schleppend bei FTPs eingebracht werden.
Hängt aber sowohl beim P2P als auch beim F2P davon ab wie viel Geld reinkommt. Wenn genug Geld verdient wird kann man das alles machen, wenn es eben nicht läuft dann nicht. Warum gibt es so viele F2P MMOs bei denen es nicht passiert?
Weil sie schlecht sind, nur aus Grind bestehen oder sonstige Macken haben, dann schauen sich die Spieler das an und sind aber auch schnell wieder weg ohne einen Cent bezahlt zu haben. Damit es nicht ganz tot wirkt wird dann hier und dort etwas Schönheitsrenoviert...was aber nix dran ändert das es von Grund auf falsch/schlecht Konzipiert war.
- Es sollte auch nicht zuviel von der Com.Kritick. abhängen denn sonnst kann das begonnene Konzept kippen und das erschaffene zu einem neu erfundenem Haufen Nichts werden. ( WoW)
Sehe ich genauso, das richtige Maß zu finden ist allerdings unglaublich schwer und erfordert Erfahrung. Erfahrung die viele nicht Sammeln können weil das Spiel zu schnell tot ist.
Thema Gegenwert dieser erschließt sich aus der Summe der Positiven Erfahrungen, die man in einer gewissen Zeitspanne hatte. Bei einem MMO sollte man jedoch mit der Zeit nicht Sparsam sein, da gerade in einem MMO aufgrund der Masse am Inhalt und der Möglichkeiten viel Gedult (gerade beim Einstieg) investiert werden muss, nur sollte diese aber auch nicht überstrapaziert werden. TSOo bot den Einstieg etwas zu lahm hier gibt es hier Verbesserungspotential nach oben, dazu kommen so einige Durststrecken von A nach B.
Ungefragt gerade am Anfang kann man in alle MMOs richtig Zeit stecken. Erst wenn der Lack abbröckelt und man etwas hinter die Spielmechanik schauen kann und/oder viel vom Spiel gesehen hat muss sich Zeigen wie gut es wirklich ist.
Zuletzt geändert von sphinx2k am 03.03.2014 12:38, insgesamt 1-mal geändert.
Benutzeravatar
sphinx2k
Beiträge: 4057
Registriert: 24.03.2010 11:16
Persönliche Nachricht:

Re: The Elder Scrolls Online: Abo-Gebühr: "Es kommt auf den

Beitrag von sphinx2k »

dippiiduu hat geschrieben:
Schön. Warum sind dann 99% der F2P MMOs Schrott? Ich hab leider einige angespielt und gerade im MMO bereich spielen die sich alle wie der letzte copy paste Mist. Das wie du es beschrieben hast ist vielleicht deine Wunschvorstellung, die aber nicht wirklich was mit der Realität zu tun hat ;)
Das es so viele schlechte gibt streite ich auch keines falls ab. Aber daraus den Schluss zu ziehen sie sind so weil sie F2P sind halte ich eben für falsch. Ich sehe es ehr anders herum.
Beispiel:
Wir hoffen auf ein Erfolgreiches Millionen einbringendes MMO. So schwer kann sowas zu bauen doch nicht sein -> Wir schustern ein MMO zusammen. Mist das ist nicht wirklich gut das kauf uns keiner ab. Ach wir bringen es F2P raus und hoffen das wir so noch etwas Geld abgreifen können.
Nanimonai
Beiträge: 5637
Registriert: 10.11.2007 01:02
Persönliche Nachricht:

Re: The Elder Scrolls Online: Abo-Gebühr: "Es kommt auf den

Beitrag von Nanimonai »

sphinx2k hat geschrieben:Technisch machbar ist es auf jeden Fall. Siehe Planetside 2, alle Projektile haben eine Flugbahn. Irgendwo wurde mal gesagt es soll sogar Wind einen Einfluss haben können (Ist aber nicht aktiviert soweit ich festgestellt hab).
Das ist Standard bei Shootern. Auch verschiedenste Trefferzonen darf man da voraussetzen.
Die müssen aber auch nicht anderes können als das.
Nanimonai
Beiträge: 5637
Registriert: 10.11.2007 01:02
Persönliche Nachricht:

Re: The Elder Scrolls Online: Abo-Gebühr: "Es kommt auf den

Beitrag von Nanimonai »

Wigggenz hat geschrieben:Im Idealfall wird P2P ganz verschwinden, und im noch idealeren Idealfall in den Folgejahren auch F2P, sodass niemand mehr auf die Idee kommt, aus beliebten SP-Franchises eine schlechte MMO-Verwurstung zu machen, wie etwa bei KOTOR geschehen.
Und wie sieht dann der Idealfall in einem realistischem Szenario aus?