@superflo:
Unsinn, hätte man sie einem Kind geschenkt, gäbe es garantiert keinen Aufschrei wie hier. Verharmlose doch nicht alles.
Ich wette, es macht sehr wohl Sinn.
Aufschreie gäbe es in beiden Fällen, mal anbsehend von der Lautstärke. Beim Sponsoring eines Fußballspielers, wie auch beim Sponsoring eines Kindes. Im einem Fall ist es das Gehalt des Werbeträgers, im anderem das "sich positiv hinstellen", obwohl man nur einen Unterhaltungs-Stromverbraucher hergestellt und damit weder zur Lösung der Energiekrise, noch zur Befriedigung der Vorbesteller beigesteuert hat. Wenn man will, so findet sich immer irgendwo was zum losschreien. Deshalb halte ich es hier für unnötig, sich irgendwie dick verbiegen zu wollen.
Ist es für das Unternehmen SONY, welches sich das Image von einem "sportlichem Unternehmen", die nunmal auch Sportspiele auf den Kasten abspielen, wirklich sachlich unhaltbar, mit einem Sportler zu werben? Nein. Sie können mit sovielen Sportlern, Trainern oder rumkickenden Kindern werben wie sie möchten. Nichts spricht rechtlich oder moralisch dagegen, solange sie nicht unbedingt die Kinder hinter der Kamera auspeitschen

. Sind sie dazu verpflichtet? Auch nicht. Sie können, sie müssen es aber nicht. Haben sie wenigstens gewisse geregelte Verpflichtungen gegenüber ihren Kunden? Auch nicht. Aber hier wird das Bewerben mit einem Fußballspielers als unmoralische(re) Handlung dargestellt, obwohl diese Leute weder eine signifikante Zahl an SONY-Aktien besitzen und damit die Richtung der Firma mitbestimmen, noch als Kenner einer Moral besonders aufgefallen wären. Wo waren die Geschreie exakt dieser Leute, wenn es um finanzielle Vorteile anderer Unternehmen ging? Haben sie ihre Positionen beim Shitstorm gegen einen werbenden Schauspieler X oder Sängerin Y ebenfalls als konstruktive Kritik vorgetragen? Ich kann mich nicht daran erinnern
Ich schätze mal, dass es nur eine niedrige Zahl an Menschen gibt, welche ihr Leben der Senkung des Gehaltes eines Fußballspielers gewidmet haben. Die meisten haben besseres im Leben zu tun, als ihr Gehalt 24/7 mit dem eines Fußballspieler, Schauspieler, Fernsehmoderator, Politiker oder anderen x-beliebigen Promis zu vergleichen.
In diesem Fall sind meiner Meinung schlicht und einfach einige Faktoren zusammengekommen: das Image der Fußballspieler, Neid gegenüber dem Einkommen / Werbeeinnahmen und ein mangelndes Wissen über die kommerzielle Wirtschaft in unseren Breitengraden. Alles zusammen führte zum subjektivem Unwohlsein und zu einem Aufschrei. Wem kann man dies übel nehmen? Wir alle fühlen irgendwie mit. Dank der sozialen Medien wurde es nun zum Geschrei von unzähligen Menschen die dieses Gefühl einer "falschen PR" teilen. Dröselt man die Faktoren hingegen ruhig und gelassen mal auseinander, ist es letztenendes nur ein schwacher Sturm im Wasserglas. Dort draussen gibt es weitaus größere Probleme als die Bestimmung, wer für die verf*ckte Bewerbung einer Spielkonsole geeigneter gewesen wäre - ein beschenktes Kind für den Häkelexperten oder ein Profifußballspieler für den FIFA-Zocker. Der Sturm ist für mich im Vergleich zu anderen Probleme, etwa z.Bsp. einem aufgezwungenem stringentem DRM-System, einfach nur lächerlich. Will man dem Kroos keine Kohle in seinen Rachen werfen, so sollte man dem Unternehmen einfach nicht durch einen Kauf des Produktes Geld geben. Fehlt SONY das Geld, können sie es nicht für Fußballspieler ausgeben, so einfach ist das. Microsoft wollte dicke Eier beweisen und hielt ihr Ding durch. Jedenfalls bis zur Bekanntgabe der Amazon-Vorbestellerzahlen, danach wurden ihre #deal-Beine zu Pudding und gaben den Käufern das, was sie letztenendes auch haben wollten. Die Kunden waren nicht an dem ursprünglichen Always-On-Gerät interessiert, und fühlten sich durch keine Bewerbung irgendwie zu einem Kauf ermutigt. SONYs Gerät bleibt das selbe, auch wenn Beckenbauer oder der Papst es bewerben würde. Wenn SONY sich durch das Sponsoring von Indie-Entwickler hervortun wollen, sollen sie es ruhig machen. Wenn sie Sport-Indies, etwa kleine Jugendvereine, sponsoren sponsorieren versponsoren ... (schei** Uhrzeit, bin zu Müde um klar nachzudenken

) ... fördern wollen, so können sie dies machen und ein gewisses Image aufbauen. Was sich letztenendes großartig am Gerät selbst und seinen Diensten ändern würde, bleibt mir jedoch beim Wechsel eines Werbeträgers ein Rätsel. Der einzigste Gewinner wäre mein eigenes Gewissen. Doch ich bin letztendlich zu verdorben, als dass der kümmerliche Gewissensrest in mir was zu sagen hätte
Viel Text für Nichts. Ich kürze es mal schnell ab: In allen Fällen würde man aufschreien, wenn man möchte. Mal lauter, mal leiser. Was man bewirken würde, ist das Geschrei aber nicht wert. Man feilt höchstenfalls am Image der Firma rum. Und SONY muss es wohl selbst am besten Wissen, welches Image sie haben und bei wem sie um ihr Produkt werben möchten. Man kann es niemandem Recht machen. Dazu sind wir Zocker viel zu verschieden. Und haben damit auch immer unterschiedliche Meinungen.
Ausser bei den bekannten "mordenden Killerspiele". Das sowas reinster Bullshit ist, da sind wir alle einer Meinung. Leider lässt sich damit im Vergleich zu einem Profifußballspieler nicht so gute PR im Sportbereich machen
