Football Manager 2013 - Über zehn Mio. Mal illegal runtergeladen

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Obstdieb
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Re: Football Manager 2013 - Über zehn Mio. Mal illegal runte

Beitrag von Obstdieb »

Kajetan hat geschrieben: Mit einem Schutz der Urheber oder des initialen Investments zur Schaffung dieser Inhalte hat das nichts mehr zu tun.
Ich sehe da eigentlich keinen Unterschied, gerade weil das eine zum anderen mutiert. Es ist wie gesagt, nicht grundsätzlich falsch an seiner Produktion verdienen zu wollen. Aber ich sehe im derzeitigen System eben zu viele Chancen, andere Leute mal kräftig in den.. naja du weisst was ich meine.
Und die Leute die da verdienen, sind ja eben meistens nicht die Leute die das ganze erfunden haben. Für die ist das alles Geschäft. Verluste sind da unwichtig, hauptsache Profit wird gemacht.
billy coen 80
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Re: Football Manager 2013 - Über zehn Mio. Mal illegal runte

Beitrag von billy coen 80 »

@ obstdieb

Ich will nicht bestreiten, dass die Copyright-Schieberei schon so manche seltsame Konstellation hervorgebracht hat, ich wollte nur darauf verweisen, dass es auch nicht sinnig ist, dass Prinzip des Copyrights an sich als schwachsinn zu bezeichnen.

Ich würde auch das Prinzip, wenn dritte die Copyrights vereinnahmen, auch nicht grundsätzlich so negativ sehen, solange es die waren, die auch die Entwicklung und Herstellung finanziert haben (klassisches Herausgeberprinzip). So sehr man auch die Publisher verachtet, ohne deren Geld hätte es viele große Spielereihen nie gegeben. Crowdfunding ist ne sympatische Sache für mal so ab und zu. Wäre es ein generelles Finanzierungsmodell für Spiele, würde der Ermüdungseffekt schon längst dafür gesorgt haben, dass wir uns durchweg nur noch mit Spielen begnügen müssten, die mit Budgets von nen paar tausend Euro entwickelt wurden.

Deshalb versuche ich, alles immer etwas nüchterner und mit sachlichem Abstand zu betrachten.
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Obstdieb
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Re: Football Manager 2013 - Über zehn Mio. Mal illegal runte

Beitrag von Obstdieb »

billy coen 80 hat geschrieben:Wäre es ein generelles Finanzierungsmodell für Spiele, würde der Ermüdungseffekt schon längst dafür gesorgt haben, dass wir uns durchweg nur noch mit Spielen begnügen müssten, die mit Budgets von nen paar tausend Euro entwickelt wurden.

Na Super. Wo kann ich unterschreiben. Genau das brauchen wir, Spiele die ohne Druck entwickelt werden können. Spiele die nicht aber witzige Millionenbeiträge wieder einfahren müssen, um Erfolgreich zu sein.
Ich hab in den letzen Jahren nicht ein Triple A Spiel gespielt, welches mich beeindruckt hat. Da waren die Indies absolut vorherrschend. Wenn das mit so wenig Kohle geht, dann brauche ich keine Publisher. Gut tue ich sowieso nicht, denn auch ohne meinen Geschmack mit in Betracht zu ziehen, kann man sehen das die großen Geldgeber nicht mehr gebraucht werden.
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Kajetan
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Re: Football Manager 2013 - Über zehn Mio. Mal illegal runte

Beitrag von Kajetan »

Obstdieb hat geschrieben: Und die Leute die da verdienen, sind ja eben meistens nicht die Leute die das ganze erfunden haben. Für die ist das alles Geschäft. Verluste sind da unwichtig, hauptsache Profit wird gemacht.
Gar keine Frage. Aber ganz ohne Urheberrecht wären die Urheber zu hundertprozent die Verlierer, da die Urheber in der Regel nicht in der Lage sind ihre Rechte wahrzunehmen. Das Urheberrecht ist schon sinnvoll, wenn man es sorgsam und zurückhaltend einsetzt und nicht wie aktuell als Brechstange durch viele Rechteverwerter, um viel Umsatz von Kunden und wenig Beteiligung von den Urhebern erpressen zu können. Nur weil es die Rechteverwerter schamlos übertrieben haben, heisst das noch lange nicht, dass man das Urheberrecht abschaffen muss, nur um den Rechteverwertern eins so richtig vors Schienbein zu treten. Das wäre, um es mal metaphorisch zu sagen, das Bad mit dem Kinde ausschütten.
billy coen 80
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Re: Football Manager 2013 - Über zehn Mio. Mal illegal runte

Beitrag von billy coen 80 »

Obstdieb hat geschrieben:
billy coen 80 hat geschrieben:Wäre es ein generelles Finanzierungsmodell für Spiele, würde der Ermüdungseffekt schon längst dafür gesorgt haben, dass wir uns durchweg nur noch mit Spielen begnügen müssten, die mit Budgets von nen paar tausend Euro entwickelt wurden.

Na Super. Wo kann ich unterschreiben. Genau das brauchen wir, Spiele die ohne Druck entwickelt werden können. Spiele die nicht aber witzige Millionenbeiträge wieder einfahren müssen, um Erfolgreich zu sein.
Ich hab in den letzen Jahren nicht ein Triple A Spiel gespielt, welches mich beeindruckt hat. Da waren die Indies absolut vorherrschend. Wenn das mit so wenig Kohle geht, dann brauche ich keine Publisher. Gut tue ich sowieso nicht, denn auch ohne meinen Geschmack mit in Betracht zu ziehen, kann man sehen das die großen Geldgeber nicht mehr gebraucht werden.
Ich wusste, dass mein Einwand das Indie-Argument triggern wird. Und ich sag ja auch gar nix dagegen. Ich hab auf meiner Playsi ja auch einige von diesen sympatischen kleinen Spielchen. Man, bei "Brothers -A Tale Of Two Sons" hab ich fast geheult...

Aber würde es nur noch solche kleinen Perlen geben, wäre ich zumindest schon jemand, dem irgendwann Spiele wie Metal Gear Solid oder The Last Of Us ganz schön fehlen würden.

Und das bloße Vorhandensein eines Publishers heißt auch nicht automatisch Druck für den Entwickler. Man darf auch da nicht immer alles über einen Kamm scheren. Flow, Flower und Journey waren konzeptionell Spiele, die schon Indie-Charakter hatten, dennoch waren sie von Sony vorfinanziert. Die alles andere als auf Massenmarkt getrimmten Ergebnisse zeigen wohl aber, dass da ein Studio ziemliche Handlungsfreiheit hatte. Auch "Team ICO" hat scheinbar bei Sony Narrenfreiheit. Obwohl keines ihrer bisherigen Spiele ein Verkaufserfolg war, werden sie weiter unterstützt. Und das obwohl "The Last Guardian", welches schon fast seit Release der PS3 in der Mache ist, nun wohl endgültig erst für die PS4 erscheinen wird. Will nicht wissen, wieviele Millionen dieses Spiel einfahren müsste, um zumindest auf Plus-Minus Null hinauszulaufen... :)

Daher: ein Bissel weniger Schwarz-Weiß ist bisweilen besser, weil man sonst evtl. einigen Unrecht tut oder auf der anderen Seite den Falschen huldigt...
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Obstdieb
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Re: Football Manager 2013 - Über zehn Mio. Mal illegal runte

Beitrag von Obstdieb »

billy coen 80 hat geschrieben: Aber würde es nur noch solche kleinen Perlen geben, wäre ich zumindest schon jemand, dem irgendwann Spiele wie Metal Gear Solid oder The Last Of Us ganz schön fehlen würden.
Brauche ich nicht. Ich rede von Gameplay. Wenn ich Story will, dann gucke ich Filme oder lese Bücher.
Das Gameplay steht bei mir an erster Stelle. Und geanus das hängt bei allen derzeitigen Mainstreamtiteln, und das ist auch kein schwarz-weiß Vergleich, zurück. Das es genug Indies gibt, die absoluten Mist auf den Tisch bringen, ist unbestritten.
billy coen 80 hat geschrieben: Und das bloße Vorhandensein eines Publishers heißt auch nicht automatisch Druck für den Entwickler. Man darf auch da nicht immer alles über einen Kamm scheren. Flow, Flower und Journey waren konzeptionell Spiele, die schon Indie-Charakter hatten, dennoch waren sie von Sony vorfinanziert.
Na klar. Alles in einen Topf kann man dann auch nicht werfen. Aber Spiele wie Flower und was weiss ich nicht, sind nunmal weniger Spiel als Interaktiver Film. Und das brauche ich nicht. Deswegen interessieren mich auch keine Last of Us Vergleiche. Das Ding hab ich mir bei Youtube angeschaut und hatte zugegeben, einen netten Abend Popcorn Unterhaltung. Spielen will ich das aber bei aller Liebe nicht.
Kajetan hat geschrieben:Nur weil es die Rechteverwerter schamlos übertrieben haben, heisst das noch lange nicht, dass man das Urheberrecht abschaffen muss, nur um den Rechteverwertern eins so richtig vors Schienbein zu treten. Das wäre, um es mal metaphorisch zu sagen, das Bad mit dem Kinde ausschütten.
Ehrlich? Ja das würde ich sogar riskieren. Am Ende kommt warscheinlich was deutlich besseres raus.
Ich will ja nicht ein dunkles Bild zeichnen aber um das ganze zu verbessern, muss man warscheinlich schon, um mal bei den Metaphern zu bleiben, über Leichen gehen.

„Wer Monster bekämpft, sollte bei seinem Handeln aufpassen, dass er nicht selbst zum Monster wird."

Kennst du ja. Nur das es hier gegeben ist. Ich glaube einfach nicht daran, dass wir mit kleinen Verbesserungen irgendwo hinkommen. Dazu ist das System viel zu gut kontrolliert. Mal davon abgesehen, wer hier alles von profitiert. Ich will garnicht das Extreme rausholen, weil das immer etwas ist, was man mit der eigenen Moral vereinbaren muss, aber dem gemeinen Profitgeier kann nicht genug passieren.
Zuletzt geändert von Obstdieb am 18.11.2013 17:00, insgesamt 1-mal geändert.
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Kajetan
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Re: Football Manager 2013 - Über zehn Mio. Mal illegal runte

Beitrag von Kajetan »

Obstdieb hat geschrieben:Dazu ist das System viel zu gut kontrolliert. Mal davon abgesehen, wer hier alles von profitiert.
Wie willst Du dann das Copyright ganz abschaffen, wenn Du schon kleinere, schrittweise Reformen für unmöglich hälst? Und nur wegen eines Streits über den Stellenwert des Copyrights gewaltätige Umstürze anzuzetteln ... warte einfach ab, bis das momentane Wirtschaftssystem in einer seiner systemimmanten so derart schwächelt, dass man dabei unaufällig das Copyright entfernen kann.

Wobei, gemäß der Weisheit, dass man sich umso ferner von einem Ziel entfernt, je verbissener man es anstrebt, kann es mit dem Copyright nicht mehr lange dauern, wenn man sich mal die Maximalforderungen der Industrie in den Verhandlungen zum Freihandelsabkommen zwischen USA und EU anschaut :)
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Obstdieb
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Re: Football Manager 2013 - Über zehn Mio. Mal illegal runte

Beitrag von Obstdieb »

Kajetan hat geschrieben:warte einfach ab, bis das momentane Wirtschaftssystem in einer seiner systemimmanten so derart schwächelt, dass man dabei unaufällig das Copyright entfernen kann.
Und wie lange soll ich darauf warten? Hier in Deutschland schaffen wir es ja nichtmal ein unabhängiges Grundeinkommen zu schaffen, obwohl der schlaue Mensch weiss, dass wir eins brauchen. Und unser Staat wird von Banken und Firmen kontrolliert. Hier werden nicht die Interessen des normalen Bürgers befriedigt. Sprich man sorgt für eine faire Lebenslage. Hier werden die Reichen so gut wies geht beschützt.
Und anstatt die Wirtschaft zu stärken, wird von sparen gequasselt, obwohl das ja nun wirklich die dümmste Idee ist, die man haben kann. Wann soll deiner Meinung nach hier was passieren.

Guck ich will mich ja nicht hinstellen und den Thread völlig in Offtopicbereiche abdriften lassen aber, von alleine wird nix passieren. Das wird schon verhindert.
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Re: Football Manager 2013 - Über zehn Mio. Mal illegal runte

Beitrag von billy coen 80 »

Obstdieb hat geschrieben:Brauche ich nicht.
Und was sagt uns das: Du brauchst das nicht. Die Verkaufszahlen sprechen aber dafür, dass es immer noch sehr viele Leute gibt, die dankbar sind, für solche tollen Spielerlebnisse. Und ganz nebenbei: nur weil du kein Fan von Stories in Spielen bist, muss man nicht gleich pauschal einem Spiel, welches man sich nur auf youtube reingezogen hat, gleich jegliches Gameplay absprechen. Das wirkt doch eher etwas unreflektiert, passt aber in deine etwas bipolare Argumentationsweise dieses Thema betreffend.

Es wird bei der ganzen Flamerei gegen Publischer eines vergessen: Warum gibt es sie eigentlich? Es ist ja nicht mal jemand rumgegangen und hat Entwickler mit vorgehaltener Waffe gezwungen, Verträge mit einem Publisher zu unterzeichnen.

Publisher sind quasi dasselbe wie Buchverlage. Kaum ein Schriftsteller hätte von der Pieke auf das Geld, sein Werk zu drucken und in den Handel zu bringen. Dafür gibt es Verleger. Die nehmen aber nicht nur einen Schriftsteller sondern gleich hunderte unter ihre Fittiche und finanzieren die Verbreitung ihrer Werke. Der Schriftsteller bekommt Geld für sein Manuskript, der Verleger verlegt es (welch Überraschung), trägt dann aber auch das finanzielle Risiko, wenn das Buch floppt. Dieses fängt er aber dadurch auf, dass er Werke vieler Schriftsteller verlegt, wo hoffentlich immer mal wieder ein Bestseller dabei ist. So ähnlich funktioniert das mit Publishern und Entwicklern.

Dass etliche Publisher als Geldgeber auch oft enormen Einfluss auf das Produkt nehmen, weil sie das Risiko minimieren wollen, überhaupt auch nur einen einzigen Flopp in ihrem Portfolio zu haben, und auch oft mehr Geld in Werbung stecken als in die Entwicklung, sind selbstredend negative Nebeneffekte. Aber sollte auch nicht dazu führen, dass man außer Acht lässt, dass es ohne Publisher schon seit ewigen Zeiten kaum noch kleine Entwicklerstudios gäbe, weil diese sich in der Regel noch nicht mal den Flopp eines Low-Budget-Spieles leisten könnten.

Erst die Verbreitungsmöglichkeiten, die das Internet zur Verfügung gestellt hat, hat es nun auch möglich gemacht, dass Studios kleine Spiele mit geringem finanziellen Aufwand an den Endverbraucher bringen können. In Bezug auf die millionschweren Spieleentwicklungen ändert dies aber wenig bis gar nichts. Da wird man auch in der näheren und mittelfristigen Zukunft nicht ohne finanzkräftige Publisher auskommen.

Aber ich denke, es bringt nichts, diese Semi-Off-Topic-Diskussion hier noch weiterzuführen. Du hasst Rechteinhaber, solange es die bösen Publisher sind und wirst mit Sicherheit auf alles, was ich hier noch anbringen könnte, ein "Ja, aber..." entgegensetzen. Diskussionen sollen ja schließlich dem austauschen von Meinungen und Argumenten dienen, nicht aber zwingend zum Ziel haben, das einer den anderen von seiner Sichtweise überzeugt. Und Meinungen augetauscht haben wir glaub ich genug... :wink:
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Obstdieb
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Re: Football Manager 2013 - Über zehn Mio. Mal illegal runte

Beitrag von Obstdieb »

billy coen 80 hat geschrieben: Und was sagt uns das: Du brauchst das nicht.
Richtig. Wenn du jemals davon ausgegangen bist, dass ich von jemand anderem als mir rede, solltest du einen Schritt zurück machen. Ich kann nur über mich reden, in erster Linie kann jeder nur von sich sprechen.
billy coen 80 hat geschrieben:Die Verkaufszahlen sprechen aber dafür, dass es immer noch sehr viele Leute gibt, die dankbar sind, für solche tollen Spielerlebnisse.
Sicherlich. Und ich vergönne niemanden das Erlebniss. Interaktive Filme haben ihre daseinsberechtigung, nur muss ich sie deshalb nicht mögen. Und im Gegenzug darf ich auch genau das, was ich nicht mag kritisieren.

Die Verkaufszahlen sind völlig irrelevant da die Zielgruppe von The Last of Us genau die Leute beinhaltet, die lieber gucken als spielen. Wenn du mir jetzt 1 Millionen Menschen vorstellst, die meinen Geschmack teilen und alle würde das Spiel kaufen, dann würde ich dir zustimmen. Weil ich aber eben eigentlich garkein Interesse habe, an der Art von "Spiel", passiert das auch nicht.
billy coen 80 hat geschrieben: Und ganz nebenbei: nur weil du kein Fan von Stories in Spielen bist, muss man nicht gleich pauschal einem Spiel, welches man sich nur auf youtube reingezogen hat, gleich jegliches Gameplay absprechen.
Mal ganz nebenbei, dein Argument funktioniert nicht. Wahnsinn wie oft man das hier zu hören bekommt.
Man kann sehr wohl ein Spiel anhand von Youtubevideos einschätzen. Und wenn ich gerenne durch lineare Levels mit Cutscenes aller 10 Minuten sehe, dann ist das schon der erste große Hint für schlechtes Design im Gameplaydepartment.
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Re: Football Manager 2013 - Über zehn Mio. Mal illegal runte

Beitrag von billy coen 80 »

Obstdieb hat geschrieben:Die Verkaufszahlen sind völlig irrelevant da die Zielgruppe von The Last of Us genau die Leute beinhaltet, die lieber gucken als spielen. Wenn du mir jetzt 1 Millionen Menschen vorstellst, die meinen Geschmack teilen und alle würde das Spiel kaufen, dann würde ich dir zustimmen. Weil ich aber eben eigentlich garkein Interesse habe, an der Art von "Spiel", passiert das auch nicht.
Jetzt antworte ich doch schon wieder... warum bin ich nur so inkonsequent?

Was du da forderst, ist schlicht unmöglich. Es gibt keine absolute Deckungsgleichheit beim Spielegeschmack. Ich könnt mir gut vorstellen, dass ich auch schon Spiele, die du zu deinen Favoriten zählst, mit großem Vergnügen gezockt habe. Ebenso hatte ich aber auch schon Spaß an Uncharted oder God of War. Für mich ist eben immer noch Abwechslung in allen Facetten, die man betrachten kann, der größte Garant dafür, dass mir mein Hobby auch in Jahren noch Spaß macht. Ich bin nicht so sehr fixiert auf "nur innovative Indie-Experimente" oder "nur AAA". Ich würze mir meinen "AAA-Brei" gerne immer mal wieder mit dem einen oder anderen Indie-Titel. Auch was Gameplay angeht, bin ich für vieles offen.

Apropos Gameplay: deine Aussagen über TLOU geben eigentlich den perfekten Beweis ab, dass youtube-videos nicht unbedingt alles über ein Spiel verraten. Es gewinnt sicher keine Innovationspreise, hat aber eine ganz nette Mischung aus Stealth- und Shooterelementen. Und warum ein schlauchartiges Design (wobei der Schlauch bei TLOU im Vergleich zu vielen anderen Schlauchshootern schon meist recht breit ist) nun gleich Gameplay ausschließen muss, ist ein Geheimnis, welches ich nicht so ganz durchschaue. Früher waren die meisten Spiele in 2D-Seitenansicht und scrollten nur von links nach recht. Die müssten ja nach der Logik schon quasi nen negativen "Gameplay-Koeffizienten" gehabt haben...

Also kurzum: TLOU ist kein Spiel, welches dich mitreißen würde, ist doch OK. Aber die Aussage, es habe kein Gameplay ist schlicht und ergreifend völliger Blödsinn. Und die Aussage, so und so viele der Käufer von TLOU wären Leute, die nur auf "solche interaktiven Filme" stehen und keinen Wert auf Gameplay legen, ist nur wieder eine Sache mehr, wo du ganz kräftig scherenderweise den Kamm bemühst.

Was wäre das Leben nur ohne Schubladen, ne wahr??? :wink:
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Obstdieb
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Re: Football Manager 2013 - Über zehn Mio. Mal illegal runte

Beitrag von Obstdieb »

billy coen 80 hat geschrieben:Früher waren die meisten Spiele in 2D-Seitenansicht und scrollten nur von links nach recht. Die müssten ja nach der Logik schon quasi nen negativen "Gameplay-Koeffizienten" gehabt haben...
Also gibst du zu, dass das Gameplay das selbe ist. Kein Fortschritt kein garnix. Wenn das jetzt schon was positives ist, dass wir immer noch den selben qautsch wie vor 20 Jahren spielen, dann musst eher du deine Argumente überdenken.
billy coen 80 hat geschrieben: Was wäre das Leben nur ohne Schubladen, ne wahr??? :wink:
Gut. Hab ja auch keine.
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Re: Football Manager 2013 - Über zehn Mio. Mal illegal runte

Beitrag von billy coen 80 »

Obstdieb hat geschrieben:
billy coen 80 hat geschrieben:Früher waren die meisten Spiele in 2D-Seitenansicht und scrollten nur von links nach recht. Die müssten ja nach der Logik schon quasi nen negativen "Gameplay-Koeffizienten" gehabt haben...
Also gibst du zu, dass das Gameplay das selbe ist. Kein Fortschritt kein garnix. Wenn das jetzt schon was positives ist, dass wir immer noch den selben qautsch wie vor 20 Jahren spielen, dann musst eher du deine Argumente überdenken.
Ach herrje, sind wir wieder an dem Punkt angelangt, an dem begonnen wird Aussagen zu verdrehen oder (absichtlich) falsch zu verstehen?

Erstens: Das 2D-Beispiel sollte nur verdeutlichen, wie unsinnig die Aussage ist "Schlauch = kein Gameplay". Es sollte nie auch nur andeuten, "Schlauch = genauso wie vor zwanzig Jahren", aber ich glaube, das wusstest du schon ganz genau. Du solltest, denke ich, eher mal die Art überdenken, wie du mit den Argumenten anderer Leute umgehst, denn dieser verzweifelte Versuch hier Widersprüche zu konstruieren, nur um mich blöd dastehen zu lassen, ist schon echt ein Armutszeugnis.

Zweitens: Ebenso ist es wenig schlau, anzunehmen, Gameplay wäre schlecht oder wäre quasi gar nicht erst echtes Gameplay, nur weil es ein altbekanntes Spielprinzip ist. Komischerweise sind es ja auch gerade die notorischen AAA-Verächter und Indie-Abfeierer, denen ständig einer abgeht, wenn mal wieder irgend ein kleines Studio einen 2D-Sidescroller alter Schule rausbringt. So schlecht können also die auch heute noch nicht sein, obwohl sie in der Regel auch nicht wirklich innovativ sind.

Aber ich verstehe schon, warum du mir derart die Worte im Munde verdrehen musstest. Schließlich musstest du mittels des Versuches, meine Argumente ins Lächerliche zu ziehen, die Tatsache überspielen, dass auch du keine plausible Begründung liefern kannst, warum Spiele kein Gameplay haben können, nur weil ihr Leveldesign geradlinig / schlauchartig ausfällt.

Aber naja, bislang verlief das hier ja recht friedlich, jetzt sind wir leider an dem Punkt angelangt, wo es offensichtlich nur noch darum geht, den doofen Mitforisten, gegen dessen Argumente einem einfach nichts mehr einfällt, auf andere Weise dumm aussehen zu lassen.

Und da ich heute keinen Nerv mehr habe, mich zum Abschluss einer sonst ganz netten Diskussion hinten raus trollen zu lassen... :zoff:

Tschüss, vielleicht liest man ja mal wieder voneinander! :winkhi:
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Re: Football Manager 2013 - Über zehn Mio. Mal illegal runte

Beitrag von Kajetan »

Obstdieb hat geschrieben:Und wie lange soll ich darauf warten? Hier in Deutschland schaffen wir es ja nichtmal ein unabhängiges Grundeinkommen zu schaffen, obwohl der schlaue Mensch weiss, dass wir eins brauchen.
Geduld, nur Geduld! Ein halbwegs anständiges Grundeinkommen wird kommen müssen, um die immer stärker wachsende Einkommensschere zwischen Arm und Reich nicht in einer sozialen Explosion enden zu lassen. Und achte bitte darauf, wer hier gegen ein Grundeinkommen ist. Das sind in erster Linie die Vertreter der konservativen Ecke, in der Arbeit noch als eigenständiger Wert betrachtet wird, wo "Nur wer im Schweisse seines Angesichts arbeitet, soll Brot essen!" gilt. Schlaue Banker und schlaue Reiche und Mächtige wissen ganz genau, dass sie sich ohne eine Art Grundsozialhängematte für die immer größer werdende Zahl der Armen nicht lange an ihrem Reichtum erfreuen werden können. Es ist für mich nicht mehr eine Frage ob ein Grundeinkommen kommen wird, sondern nur noch wann es kommen wird. Gerade die CDU/SPD-Regierung könnte hier stillschweigend einige Weichen stellen, weil Merkel und die CDU-Granden nur regieren wollen und einen Scheiss darauf geben, was der immer planlosere konservative Flügel will.
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Re: Football Manager 2013 - Über zehn Mio. Mal illegal runte

Beitrag von Enthroned »

Obstdieb hat geschrieben:
billy coen 80 hat geschrieben: Und was sagt uns das: Du brauchst das nicht.
Richtig. Wenn du jemals davon ausgegangen bist, dass ich von jemand anderem als mir rede, solltest du einen Schritt zurück machen. Ich kann nur über mich reden, in erster Linie kann jeder nur von sich sprechen.
billy coen 80 hat geschrieben:Die Verkaufszahlen sprechen aber dafür, dass es immer noch sehr viele Leute gibt, die dankbar sind, für solche tollen Spielerlebnisse.
Sicherlich. Und ich vergönne niemanden das Erlebniss. Interaktive Filme haben ihre daseinsberechtigung, nur muss ich sie deshalb nicht mögen. Und im Gegenzug darf ich auch genau das, was ich nicht mag kritisieren.

Die Verkaufszahlen sind völlig irrelevant da die Zielgruppe von The Last of Us genau die Leute beinhaltet, die lieber gucken als spielen. Wenn du mir jetzt 1 Millionen Menschen vorstellst, die meinen Geschmack teilen und alle würde das Spiel kaufen, dann würde ich dir zustimmen. Weil ich aber eben eigentlich garkein Interesse habe, an der Art von "Spiel", passiert das auch nicht.
billy coen 80 hat geschrieben: Und ganz nebenbei: nur weil du kein Fan von Stories in Spielen bist, muss man nicht gleich pauschal einem Spiel, welches man sich nur auf youtube reingezogen hat, gleich jegliches Gameplay absprechen.
Mal ganz nebenbei, dein Argument funktioniert nicht. Wahnsinn wie oft man das hier zu hören bekommt.
Man kann sehr wohl ein Spiel anhand von Youtubevideos einschätzen. Und wenn ich gerenne durch lineare Levels mit Cutscenes aller 10 Minuten sehe, dann ist das schon der erste große Hint für schlechtes Design im Gameplaydepartment
.
Vorallem der letzte Teil ist doch schon recht eigensinnig. Genau das ist es was meiner Meinung den meisten Leuten fehlt, die ständig ihre Kommentare abgeben: Erfahrung. Im Fußball hat es Peter Neururer mal treffend beschrieben: In Deuschland leben Millionen Fußball-Experten, die nie einen Ball getreten haben, aber meinen Spieler XY hätte den Ball so oder so spielen können.

Ganz klar kann man sich anhand eines Videos bzw. eines Let's Plays einen Vorgeschmack vom Spiel verschaffen, doch das ist absolut nichts, und ich meine wirklich nichts, gegen die eigene Erfahrung. Ich kann mir so viele Pornos reinziehen wie ich will und mich dann als Sexperte bezeichnen, aber jemand wie Ron Jeremy hätte mir bestimmt einiges zu erzählen.
Ich weiß von mir das ich Ego-Shooter nicht leiden kann und gestern habe ich mir zusammen mit einem Kumpel ein let's play zu CoD:Ghosts angeschaut und meine Meinung hat sich zum Thema nicht groß geändert. Ich weiß aber auch, dass Battlefield 4 mich in manchen Momenten sehr mitreißt, auch wenn ich Ego Shooter im Grunde garnicht mag. Was du beschreibst ist die Herangehensweise und bereits im Vorfeld ablehnende Haltung zum Spiel. Du hörst oder liest, dass es sich wie ein interaktiver Film spielt und gehst mit exakt dieser ablehnenden Haltung an die Betrachtung des Videos.

Der zweite Fehler ist ein Video nur kurz zu schauen. Ein Film schaut man bis zum Abspann, ein Buch liest man bis zum Ende. Du brätst dein Schnitzel auch von beiden Seiten gut durch. Genauso entfalten sich die Vorzüge eines Spieles auch erst im Laufe der Zeit. Es geht um Immersion, den Spieler mitzunehmen. Dazu gehört aber auch, dass man sich mal selbst zurücknimmt und abschaltet. Sich nur auf das Spiel bezieht, das was geboten wird und nicht immer auf das was hätte sein können bzw. wo Fehler sind.

Würden sich das mehr Leute zu Herzen nehmen, hätten wir in einem Battlefield 4 Thread bei 200 Kommentaren sicher mehr als 3 Leute die das Spiel auch tatsächlich gespielt haben.