Resident Evil: Warum Action in den Vordergrund rückte und der Horror verdrängt wurde

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LordOfNosgoth
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Re: Resident Evil: Warum Action in den Vordergrund rückte un

Beitrag von LordOfNosgoth »

Mit DS meint ihr Deadly Silence, oder?
Ähm, ich persönlich kürze Dead Space immer mit DS ab. :oops: Oder Demons Souls, aber das würde nicht in den Kontext passen. ^^
Aber das ist imo alles eine a Frage der Balance. Wie schnell und Zahlreich sind die Monster gegen die Geschwindigkeit und Beweglichkeit der Figur. Schrittweise rückwärts gehen und am besten dann mit dem Rücken zur Wand stehen, empfinde ich nicht als Gamebreaker.
Nun, in RE4 waren die Gegner aber wirklich sehr eingeschränkt in ihrer Bewegung und rennen konnten die auch nur bis ca. 10m vor dich, ab dann sind sie elendig langsam auf einen zugewankt. Durch Rückwärtsgehen hätte man sich so die mögliche Zeit zum Zielen / Schießen also fast verdoppeln können. Beim 5er hatten sie es ja auch groß beworben, dass die "Zombies" nun agiler seien und unerwartet reagieren würden. In der Realität sind sie dann bis auf einen Meter auf einen zugerannt und haben auch mal den Kopf zur Seite gerissen oder sich weg geduckt, um einem Schuss zu entgehen.
Meine.Verordnung an capcoms aktuelles Resi Team.
Klasse statt Zombiemasse, mehr Echte Rätsel und ein wenig Think Tanking für die Abwechslung im Spiel verlauf. Für die Geschichte die versammelte Mannschaft einen Lucio Fulci Film Marathon absitzen lassen, außer, jemand im Team hat ne bahnbrechende Idee. Derzeit ist jegliches Interesse meinerseits erloschen. Im Zweifelfall die ganze Reihe begraben und was anderes machen. Aber das wird nicht passieren.
CREAM
Kann ich so eigentlich unterschreiben, vor allem die Reduzierung der Massen an Wiedersachern. Wobei ich mir vorstellen kann, dass es unglaublich schwierig ist, hier eine gute Balance zu finden, wenn man den Spieler nicht unnötig träge machen möchte oder ihn durch eine ekelhafte Panzer-Steuerung einschränken will, damit ein einzelner Zombie wieder gefährlich wird. Was also sollen sie machen? Man könnte einem z.B. einfach die Mittel zur Verteidigung nehmen und einem keinen super ultra Ninja-GSG9-Übersoldaten steuern lassen. Oder die Gegner müssten schlauer agieren, die Level dafür natürlich labyrinthartiger sein, dass man nicht immer alles im Überblick hat und die Controller garnicht erst groß erlangt. Oder, was wohl am lahmsten wäre, man dreht die Anzahl der Zombies herunter, aber ihre Lebensenergie herauf.
Allgemein könnte allerdings die ganze Geschichte mal neu aufgesetzt werden. Der RE-Gaul wurde einfach tot geritten. Aber dann könnten sie in der Tat auch einfach eine neue IP erschaffen...
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crewmate
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Re: Resident Evil: Warum Action in den Vordergrund rückte un

Beitrag von crewmate »

Der trash gehört zu Resi. Ich erwarte da keine Charaktere auf EH oder TWD Niveau. Die STARS waren seit dem ersten Resi als Elite Einsatz truppe gedacht, gerieten jedoch in eine Situation, auf die sie niemand verbereiten konnte.
Die Stärke waren imo seit jeher das Setting und die Wendungen.

Das Geheim Labor entdecken. Die Ashcroft Zwillinge (das war irre), Nemesis, mit Luis Rücken an Rücken das Haus verteidigen.

Resi steht wieder am Scheideweg. Capcom ist laut eigener Aussage mit dem Action Fokus und Zwangs Koop gescheitert. Noch ein Remake wäre nur persönlich zu wenig. Da kann ich zum GC Remake greifen, wenn es sein muss semi legal per Emulator. Für weitere Fortsetzungen hat sich die Reihe gnadenlos verrannt.

Ich kann mir weitere Neben geschichten vorstellen. "Wusstet ihr übrigens, das neben Leon noch weitere Bewerber für STARS in Racoon City waren? Hier ist ihre Geschichte."
Und eben Barry. Angeblich ist der dich nicht so tot, wie ich mich erinnere.
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Kumbao
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Re: Resident Evil: Warum Action in den Vordergrund rückte un

Beitrag von Kumbao »

crewmate hat geschrieben:Und eben Barry. Angeblich ist der dich nicht so tot, wie ich mich erinnere.
Oder man distanziert sich insgesamt ein wenig von STARS, und schickt Lieschen Mueller und Joe Jedermann in die Schlacht. So koennte man die Reihe durchaus nochmal neu starten.
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Bedameister
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Re: Resident Evil: Warum Action in den Vordergrund rückte un

Beitrag von Bedameister »

Mich wunderts, dass Jill im 6er nich mehr vorkam. Mitlerweile haben sie ja genug Charaktere mit denen sie rumspielen können. Sherry, Jake, Ada, Sheva etc. etc. Nur in Sachen Bösewichte wirds langsam eng :D
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the curie-ous
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Re: Resident Evil: Warum Action in den Vordergrund rückte un

Beitrag von the curie-ous »

crewmate hat geschrieben: Und eben Barry. Angeblich ist der dich nicht so tot, wie ich mich erinnere.

Gerne nocheinmal: wer rettet Jill und Carlos am Ende von Resident Evil 3?




Den Punkt das man in Resident Evil jemanden spielt der aus einer Spezialeinheit kommt und sich dementsprechend tapfer und erfolgreich durch die Horden kämpft, finde ich plausibler gelöst, als wenn man Joe Jedermann in so eine Situation wirft und er mindestens genauso triumphierend den Gefahren entkommt.

Man stelle sich vor man kann die Waffen NICHT im Inventar nachladen und durch die "simulierte Unerfahrenheit" von Joe, dauert das Nachladen der Shotgun 4 mal länger UND Joe war schon immer faul was den Sport anbelangt, dementsprechend hat das flüchten oder dranvorbeirennen mehr mit Glück zu tun. Wenn man Resident Evil so aufziehen würde, von Anfang an, das hätte definitiv was.
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LordOfNosgoth
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Re: Resident Evil: Warum Action in den Vordergrund rückte un

Beitrag von LordOfNosgoth »

*lach* Genau, nach 50m Sprint hat man erst einmal fünf Sekunden Abklingphase, in welcher man seinen Charakter nicht mehr forwärts bewegen kann und bevor man eine Waffe verwenden kann, muss man erst einmal per Upgrade den Abzug der Waffe vergrößern, weil unser Held solche Wurstfinger hat. :P
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crewmate
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Re: Resident Evil: Warum Action in den Vordergrund rückte un

Beitrag von crewmate »

Also doch mehr Action
Kumbao hat geschrieben:
crewmate hat geschrieben:Und eben Barry. Angeblich ist der dich nicht so tot, wie ich mich erinnere.
Oder man distanziert sich insgesamt ein wenig von STARS, und schickt Lieschen Mueller und Joe Jedermann in die Schlacht. So koennte man die Reihe durchaus nochmal neu starten.
Ein neues Resident Evil Outbreak wäre auch nicht schlecht. ;-)

Aber die STARS gehören für mich einfach dazu. Zumal es da auch Alternativen wie Dead Rising, TWD (TT/Actiblizz) un

Dass mit den Waffen ist in Amerika eigentlich auch kein Problem. Neue Rekruten sind da denke ich ein schöner Mittelweg. Ungefähren und noch nicht so abgebrüht.
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LordOfNosgoth
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Re: Resident Evil: Warum Action in den Vordergrund rückte un

Beitrag von LordOfNosgoth »

Naja, was mich bei neuen S.T.A.R.S.-Mitgliedern in einer eigenen Geschichte stören würde, wäre, dass es eigentlich keine richtig wuchtigen Bosskämpfe mehr geben könnte, weder gegen einfallsreiche BOWs, noch gegen "richtige" bekannte Gegner, da man chronologisch gesehen schon von denen hätte hören müssen und noch einen "Wesker hat plötzlich Kinder, von denen niemand was wusste"-Trick würde der Reihe wohl nochmal mehr schaden, als nützen. ;)
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Wulgaru
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Re: Resident Evil: Warum Action in den Vordergrund rückte un

Beitrag von Wulgaru »

Also was an Story kommt ist doch eigentlich egal. Das war es aber in meinen Augen bereits bei Teil 4 oder Code Veronica. Gut war daran kaum jemals was.

Was ich gerne von einem Resi hätte, das sage ich mal als Nichtfan aber "gerne-Spieler-wenn sie gut sind":
Mal wieder ein neues Gameplayersystem. Das 4er-System hat man jetzt in vier Games gesehen (oder sogar noch mehr? Man kläre mich auf) das sind fast genauso viele Spiele wie das alte hatte, wenn man dort Zero und Code Veronica mitzählt. Einfach mal ans Reißbrett und gucken wie man das weiterentwickeln kann...ich finde den 6er und den 3ds-Teil nämlich allein schon deswegen ein bisschen langweilig anzuschauen, weil sich bis auf die Grafik seit dem 4er nichts getan hat.
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Nightfire123456
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Re: Resident Evil: Warum Action in den Vordergrund rückte un

Beitrag von Nightfire123456 »

Wulgaru hat geschrieben:Also was an Story kommt ist doch eigentlich egal. Das war es aber in meinen Augen bereits bei Teil 4 oder Code Veronica. Gut war daran kaum jemals was.

Was ich gerne von einem Resi hätte, das sage ich mal als Nichtfan aber "gerne-Spieler-wenn sie gut sind":
Mal wieder ein neues Gameplayersystem. Das 4er-System hat man jetzt in vier Games gesehen (oder sogar noch mehr? Man kläre mich auf) das sind fast genauso viele Spiele wie das alte hatte, wenn man dort Zero und Code Veronica mitzählt. Einfach mal ans Reißbrett und gucken wie man das weiterentwickeln kann...ich finde den 6er und den 3ds-Teil nämlich allein schon deswegen ein bisschen langweilig anzuschauen, weil sich bis auf die Grafik seit dem 4er nichts getan hat.
Ich wüsste nicht wie man da was neues einführen könnte ohne das man das Spielprinzip komplett auf den Kopf stellt und am Ende was raus kommt was mit dem Grundgedanken der Resi Serie überhaupt nichts mehr zu tun hat. Da gefällt mir der Ansatz der 3ds Resi Teils deutlich besser. Einfach das Gameplay der alten und neuen Resi Teile gemischt und so einen interessanten Mittelweg gefunden. Echter Oldschool Horror gemischt mit flüssigen Gameplay. Zwar noch nicht ganz rund aber dennoch ein ziemlich guter Mittelweg
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Wulgaru
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Re: Resident Evil: Warum Action in den Vordergrund rückte un

Beitrag von Wulgaru »

Naja, ich wusste auch nicht vorher wie Resi 4 aussehen könnte...das ist es eben...ich bin nicht der Entwickler nur der Spieler. Das ist auch so ein Problem...der Hersteller fragt immer die Fans was sie denn gerne in ihrer Serie haben wollen bzw. versucht das herauszubekommen...dabei kann doch in der Masse gar nichts originelles herauskommen, schon gar nicht "die Idee" um die Serie voranzubringen. Das soll die kreative Branche schon selber erledigen finde ich. Ich spiels dann gerne.
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Nightfire123456
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Re: Resident Evil: Warum Action in den Vordergrund rückte un

Beitrag von Nightfire123456 »

Wulgaru hat geschrieben:Naja, ich wusste auch nicht vorher wie Resi 4 aussehen könnte...das ist es eben...ich bin nicht der Entwickler nur der Spieler. Das ist auch so ein Problem...der Hersteller fragt immer die Fans was sie denn gerne in ihrer Serie haben wollen bzw. versucht das herauszubekommen...dabei kann doch in der Masse gar nichts originelles herauskommen, schon gar nicht "die Idee" um die Serie voranzubringen. Das soll die kreative Branche schon selber erledigen finde ich. Ich spiels dann gerne.
Da hast du natürlich recht. Aber als Resi 4 auf den Markt kam war die Steuerung die es vorher gab aber veraltet und das war auch jedem bewusst da die Konkurrenz schon viel weiter war Da hatte man den Luxus das man sich einiges abgucken konnte. Jetzt sieht es aber so aus das mir kein Titel einfällt der die Steuerung besser gelöst hat. Also müssten sich die Entwickler was komplett neues einfallen lassen was bei einem so großen Titel wie Resi wohl recht unwahrscheinlich ist.
Und deshalb wäre ich dafür das man sich das Gameplay der alten Teile noch mal ansieht und daraus etwas nicht komplett neues aber Generalüberholtes auf den Markt bringt. Ich habe lieber eine zusammenfassung von Gamemplayelementen die Funktionieren als etwas zwanghaft Innovatives was dann nicht funktionert
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Wulgaru
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Re: Resident Evil: Warum Action in den Vordergrund rückte un

Beitrag von Wulgaru »

Ich weiß nicht welche Konkurrenz zum Zeitpunkt von Resi 4 schon weiter war. So generisch die Serie manchmal scheint, steht sie eigentlich meist relativ eigen dar. Die Steuerung von Resi war auch schon auf der PSX veraltet und man hätte ab Teil 2 was tun müssen, hat das aber noch ne ganze Weile so ausgereizt wie es eben kommerziell funktioniert hat. Ich finde das dieser Punkt nun wieder erreicht ist. Klar sagen die Leute dann "der Mix machts" Action-Elemente vermischt mit klassischen Elementen, aber ich finde auch das nicht allzu beeindruckend. Ich würde gerne wieder nen neuen Sprung haben.

Damit meine ich übrigens nicht diesen ganzen Schwachsinn ala Resi soll so werden wie Serie xy...lese ich auch gerade wieder bei Outlast in manchen Kommentaren obwohl jedem klar sein sollte der das Game länger als bis zum Hauptmenü spielt das Resi nicht das geringste mit sowas zu tun hat, egal wie gut oder schlecht das jeweilige Horrorkonzept ist. In Resi kann man sich eben wehren und das ist auch gut so.
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crewmate
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Re: Resident Evil: Warum Action in den Vordergrund rückte un

Beitrag von crewmate »

Wobei ich die Abschnitte mit Ashley in RE4 richtig gut fand
ob jetzt die Ritterrüstungen oder wenn sie sich vor den Kultisten versteckt,
die ihr Vergewaltiger mäßig hinterher lechzen.

RE4 wa ein einfach dieser riesige Pool an Ideen und imo hat abolut alles funtioniert. Es fühlte sixh dennoch wie Resident Evil an. Silent Hill 4 - The Room kam auch zu der Zeit raus und hat auch Vieles anders gemacht. Es muss sich eben weiterbin wie die Reihe anfühlen. Auf der anderen Seite überschreiten viele Serien ihren Zenit, das ich so oder so kein Interesse mehr hab. Aber neue IPs habens nun mal schwer.
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Wulgaru
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Re: Resident Evil: Warum Action in den Vordergrund rückte un

Beitrag von Wulgaru »

Ich fand die auch super, das ist übrigens auch ein Teilabschnitt den man in diesem Video sieht was bei dieser News verlinkt ist. Hat man also nicht einfach wegeschnipselt sondern schön verwendet.

Allerdings ist sowas wie der Ashley-Abschnitt einfach nicht das was Resi ist und das war es auch nie, nicht einmal in Resi 1 und 2 Zeit. Du bist ein Soldat der schießen kann. Eventuell hast du wenig Munition und noch andere Handicaps, aber man ist halt nicht wehrlos. Sowas wie Outlast oder Amnesia und selbst Silent Hill sind von der Konzeption schon einmal völlig anders und daher ebenfalls als Vorbilder kaum geeignet. Bei Resi 4 mochte ich auch die Verwendung klassischer Horror-Film-Themen ala Dorf der Verdammten oder Spukschloss usw. das ist einfach nichts was man aus nem anderem Spiel geklaut sondern einfach etwas von dem man sich dachte das es super funktioniert. Man hat einfach "gemacht".