Valve Software: Welche Hardware steckt in Valves Steam-Machine-Prototypen?

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Temeter 
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Re: Valve Software: Welche Hardware steckt in Valves Steam-M

Beitrag von Temeter  »

tschief hat geschrieben: Das ist auch dein gutes Recht :D
Danke, sehr höflich von dir :D
Spiele PC ist nicht das gleiche wie ein Spiele-OS
Linux ist kein Spiele-OS :wink:
Wir reden ja hier aber auch nicht über Treiberkompabilität und Software-Probleme. Wie du ja selber sagst hat dieses Problem mehr oder weniger "jedes" Betriebssystem - die Schuld dazu ist meistens auch bei den Softwareherstellern zu suchen (oder aber bei fehlenden Treibern für die Hardware).

Die Diskussion in der ich mich gerade befinde geht Richtung Userfreundlichkeit. Steam bietet heute schon eine automatische Treiberinstallation von Grafiktreibern an - das wird sicher auch auf dem Steam OS der Fall sein. Ob und wie viele Treiber für das SteamOS dann veröffentlicht werden: Da können wir beide nur spekulieren. Ich könnte wetten dass das SteamOS (für am PC ungeübte User) um einiges einfacher zu bedienen sein wird als Windows.
Hier kommen wir natürlich zum den Kern der Sache. Es wird sicherlich ein Overlay/Gui geben, Treiber können auch automatisch geupdatet werden, um die Software (C+++++, Visual something, etc) kümmert sich Steam ja brereits.

Aber die Softwareprobleme entstehen zumeist aus Inkompatibilitäten verschiedener Software, Hardware, Spielen und Treibern, von normalen Bugs zu schweigen. Und unvorhersehbare Fehler kann man einfach nicht automatisiert beheben, da muss man manchmal Hand anlegen. Dann soll der 08/15-User plötzlich ohne GUI auskommen und steht völlig verloren da.
Im Hintergrund - Ja. Nur muss sich rein fürs Spielen niemand mit diesem Hintergrund beschäftigen. Wer will kann, aber ein Müssen ist es nicht. Das OS wird wohl direkt in den Steam Big-Picture Modus booten ohne unnötige andere Prozesse. Ich könnte mir vorstellen dass danach der Wechsel in eine richtige Arbeitsumgebung möglich ist, bei der dann zusätzliche Prozesse und Programme nachgeladen werden.
Und genau hier wird das Problem sein. Für eine nennenswerte Wirkung müsste Valve das ganze OS gezielt umbauen bzw. aufsplitten - aber es wird immer noch ein offenes OS sein. Ansonsten kann man höchstens 'Hintergrunddienste' deaktivieren, was bei Windows genauso möglich ist. An den zentralen Treibern und der Spielesoftware ändert das aber sehr wenig. Es wird wieder tausend verschiedene mögliche Rechnerkonfigurationen geben, welche abgedeckt werden wollen. Genau deswegen kann es niemals mit einer Konsole vergleichbar sein, die auf der Idee von homogener Hardware und festem OS aufbaut.

Ein Rechner mit Steam-OS wird identisch mit einem Windows-PC sein, der standardmäßig vielleicht weniger Hintergrundprozesse hat - die sowieso meistens ohne Wirkung im Leerlauf wären - und ein grafisches Interface beim Start. Und natürlich Linux.
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crewmate
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Re: Valve Software: Welche Hardware steckt in Valves Steam-M

Beitrag von crewmate »

Ich hab nen imo praktischen Vergleich. BRÖTCHEN!

Ob ich mir wirklich selbst die Arbeit mache, selbst zu schmieren oder teurer Geld beim Bäcker lasse für ein dort geschmiertes, ist mir selbst überlassen.
Möglicherweise ist es Faulheit (= Komfort), möglicherweise habe ich die Knete einfach, möglicherweise habe ich mir mal beim schmieren fast beide Arme mit dem Buttemesser abgetrennt und traue mich nun nicht.
Nur das ich beim Bäcker meist nicht einschätzen kann, was für ein käse da drauf ist und wie alt die Remo ist.
Die Möglichkeit, selbst zu schmieren ist trotzdem da und die Bäcker belegten bedeuten nicht, das von heute auf Morgen kein Käse mehr verkauft wird.

Ich kann die Kritik einfach nicht nachvollziehen. Es stehen weiterhin alle Möglichkeiten offen. Ich sehe keine Bedrohung oder Konsequenzen für die Herrenrasse.
Ravrav
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Re: Valve Software: Welche Hardware steckt in Valves Steam-M

Beitrag von Ravrav »

Temeter  hat geschrieben:...
Ich frage mich nur, woher du das alles schon so genau wissen willst.

Android ist z.B. ein sehr gutes Gegenbeispiel. Es ist auch ein Linux-Betriebssystem. Es ist auch offen. Es gibt auch tausende verschiedene Konfigurationen. Es wird von jedem und seiner Mutter (auch zum Spielen) benutzt. Zumal auch gar nicht feststeht, ob es von den zertifizierten, fertigen Steam-Boxen überhaupt so viele geben wird. Vielleicht gibt es ja nur eine Hand voll und die Spiele-Entwickler können dann gezielt gegen die verschiedenen Boxen testen.

Man darf sich glaub ich auch nicht nur auf die Buzzwords "PC" und "Linux" versteifen, wenn man verstehen will, was Valve da plant. Es ist eben erstmal einfach eine offene Konsole. Der Reste liegt ins Valves Hand.
Zuletzt geändert von Ravrav am 09.10.2013 10:35, insgesamt 1-mal geändert.
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Temeter 
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Re: Valve Software: Welche Hardware steckt in Valves Steam-M

Beitrag von Temeter  »

crewmate hat geschrieben:Ich hab nen imo praktischen Vergleich. BRÖTCHEN!

Ob ich mir wirklich selbst die Arbeit mache, selbst zu schmieren oder teurer Geld beim Bäcker lasse für ein dort geschmiertes, ist mir selbst überlassen.
Möglicherweise ist es Faulheit (= Komfort), möglicherweise habe ich die Knete einfach, möglicherweise habe ich mir mal beim schmieren fast beide Arme mit dem Buttemesser abgetrennt und traue mich nun nicht.
Nur das ich beim Bäcker meist nicht einschätzen kann, was für ein käse da drauf ist und wie alt die Remo ist.
Die Möglichkeit, selbst zu schmieren ist trotzdem da und die Bäcker belegten bedeuten nicht, das von heute auf Morgen kein Käse mehr verkauft wird.
Das sind Konsolen. Beim PC machtst du dir dein Brötchen selbst und belegst es persönlich, bei Steam-OS legt dir Valve stattdessen die Wurstscheibe aufs Brötchen - wenn du das Ding nicht selbst mittig platzieren kannst. Und du dir beim schmieren nicht schon die Pulsadern durchgeschnitten hast.
Ich kann die Kritik einfach nicht nachvollziehen. Es stehen weiterhin alle Möglichkeiten offen. Ich sehe keine Bedrohung oder Konsequenzen für die Herrenrasse.
Wieso Kritik? Das Ding ist ein vollwertiger PC, der unsere Überlegenheit über die Konsoleros nur noch weiter zementieren wird :ugly:
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Temeter 
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Re: Valve Software: Welche Hardware steckt in Valves Steam-M

Beitrag von Temeter  »

Ravrav hat geschrieben: Ich frage mich nur, woher du das alles schon so genau wissen willst.
Valve. Die sprechen manchmal sogar mit der Presse.
Android ist z.B. ein sehr gutes Gegenbeispiel. Es ist auch ein Linux-Betriebssystem. Es ist auch offen. Es gibt auch tausende verschiedene Konfigurationen. Es wird von jedem und seiner Mutter (auch zum Spielen) benutzt. Zumal auch gar nicht feststeht, ob es von den zertifizierten, fertigen Steam-Boxen überhaupt so viele geben wird. Vielleicht gibt es ja nur eine Hand voll und die Spiele-Entwickler können dann gezielt gegen die verschiedenen Boxen testen.
Android mag ein offenes BS sein - wobei ich da dennoch weit engere Grenzen als bei Linux vermute, aber die Geräte sind es sicher nicht. Oder kannst du dein Gerät ohne Umstände rooten? Kannst du die Hardware wechseln? Fast jedes Android-Gerät hat eine feste Ausstattung, womit der Vergleich keinen Sinn macht. Deswegen sind Smartphones auch keine portablen PC's.
Man darf glaub ich auch nicht nur auf die Buzzwords "PC" und "Linux" achten, wenn man verstehen will, was Valve da plant. Es ist eben erstmal einfach eine offene Konsole. Der Reste liegt ins Valves Hand
Nooooooooooooooope. Es ist keine Konsole.
Denn es gibt dazu keine zertifizierten Konfigurationen für Steamboxen. Das wurde bereits mehrere male von Valve erwähnt. Es ist ein OS, das du dir neben Windows auf deinen jetzigen PC hauen kannst.
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tschief
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Re: Valve Software: Welche Hardware steckt in Valves Steam-M

Beitrag von tschief »

Zertifizierte Hardware soll es aber geben. Oder habe ich etwas verpasst? Bitte um Quellenangaben dass keine zertifizierte Hardware benutzt wird :-)
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reflection
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Re: Valve Software: Welche Hardware steckt in Valves Steam-M

Beitrag von reflection »

:lol:

Die Brötchen-Metapher ist gut.
Valve bietet also evtl. Sesam-, Mohn-, Roggen- und normale Brötchen an (und vermutlich noch mehr).
Als Belag kann man wählen aus Wurst, Käse und diversem Süßkram.

»Ich hätte gerne ein Achtkerne Sesambrötchen mit einer Fleischwurst 760 GTX!«

Ob das dann kompatibel ist mit Backware von anderen Bäckern?
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Temeter 
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Re: Valve Software: Welche Hardware steckt in Valves Steam-M

Beitrag von Temeter  »

tschief hat geschrieben:Zertifizierte Hardware soll es aber geben. Oder habe ich etwas verpasst? Bitte um Quellenangaben dass keine zertifizierte Hardware benutzt wird :-)
Ich meine nicht zertifiziert im Sinne 'Steam-OS vorinstalliert mit modischen Sticker', sondern 'direkt vorgegebene Hardwarekonfiguration'. Letzteres wird's nicht geben.

Alles was du wissen willst und noch viel mehr:
http://store.steampowered.com/livingroom/SteamOS/
...SteamOS ist eine Version von Linux, die für den Einsatz mit Spielen auf großen Bildschirmen optimiert ist. Es wird bald als kostenfreies, eigenständiges Betriebssytem für Systeme in Wohnzimmern verfügbar sein....
...Benutzer können wählen, welche Hardware am sinnvollsten für sie ist...
Wobei die meisten Leute wohl mehr am OS interessiert sind und denen das Wohnzimmer völlig egal ist :D
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tschief
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Re: Valve Software: Welche Hardware steckt in Valves Steam-M

Beitrag von tschief »

Temeter hat geschrieben:
tschief hat geschrieben: Das ist auch dein gutes Recht :D
Danke, sehr höflich von dir :D
Immer wieder gerne :-D
Temeter hat geschrieben:
Spiele PC ist nicht das gleiche wie ein Spiele-OS
Linux ist kein Spiele-OS :wink:
Steam OS ist es aber. Nur weil es auf Basis von Linux aufgebaut ist bedeutet dass nicht dass es nicht dafür benutzt werden kann. Wird wohl am Anfang sehr eingeschränkt sein, aber mit jedem Monat der vergeht bessere Spieleunterstützung erfahren.

Wie du ja so schön Valve zitierst: Es wollen mehrere AAA-Entwickler/Publisher auf den Zug aufspringen. Anscheinend ;-)

Aber die Softwareprobleme entstehen zumeist aus Inkompatibilitäten verschiedener Software, Hardware, Spielen und Treibern, von normalen Bugs zu schweigen. Und unvorhersehbare Fehler kann man einfach nicht automatisiert beheben, da muss man manchmal Hand anlegen. Dann soll der 08/15-User plötzlich ohne GUI auskommen und steht völlig verloren da.
Das Gegenteil behaupte ich ja gar nicht. Das hat aber nichts mit Userfreundlichkeit zu tun. Fehler sind Fehler. Ob Sie überhaupt und falls ja wie sie erscheinen werden können wir nur spekulieren. Wissen tun wir, dass das SteamOS auf das einfache Spielen ausgelegt ist. Möglichst wenig dass der User selber "machen" muss.

Fehler sind nunmal gerade am Anfang vorprogrammiert. Wird aber nicht enorm viel mehr sein als bei Windows ja jetzt auch schon. Treiberbesserung hat NVIDIA ja schon gelobt. Nun geht es darum mehr Spiele für Linux zu programmieren - was ja anscheinend in Zukunft auch gemacht wird.

Das einzige Problem: Hardwarekompabilität untereinander das sich auf die Spielesoftware auswirkt. Das Problem hat aber nichts mit dem OS zu tun.
Und genau hier wird das Problem sein. Für eine nennenswerte Wirkung müsste Valve das ganze OS gezielt umbauen bzw. aufsplitten - aber es wird immer noch ein offenes OS sein. Ansonsten kann man höchstens 'Hintergrunddienste' deaktivieren, was bei Windows genauso möglich ist. An den zentralen Treibern und der Spielesoftware ändert das aber sehr wenig. Es wird wieder tausend verschiedene mögliche Rechnerkonfigurationen geben, welche abgedeckt werden wollen. Genau deswegen kann es niemals mit einer Konsole vergleichbar sein, die auf der Idee von homogener Hardware und festem OS aufbaut.
Warte, warte warte. Wo habe ich etwas von einer Konsole geschrieben? Ne, das ist keine Konsole sondern ein normaler PC.

Es ist doch nicht die Frage was bei Windows möglich ist und was bei SteamOS nicht. Hier hat schonmal jemand geschrieben: Es geht NICHT um Windows vs SteamOS. Aber um darauf Bezug zu nehmen:
Natürlich ist das alles bei Windows auch möglich - man muss sich aber als User explizit darum bemühen.


Es geht hier um eine Zielgruppe die nur den PC einschalten und loszocken möchte. Das ist bei Windows halt nicht so ohne Weiteres möglich.
Ein Rechner mit Steam-OS wird identisch mit einem Windows-PC sein, der standardmäßig vielleicht weniger Hintergrundprozesse hat - die sowieso meistens ohne Wirkung im Leerlauf wären - und ein grafisches Interface beim Start. Und natürlich Linux.
Nicht zu vergessen dass das OS für eine möglichst gute Spieleleistung optimiert ist. Da du so auf Valves Aussagen pochst: Das ist auch eine davon.
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tschief
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Re: Valve Software: Welche Hardware steckt in Valves Steam-M

Beitrag von tschief »

Temeter  hat geschrieben:
tschief hat geschrieben:Zertifizierte Hardware soll es aber geben. Oder habe ich etwas verpasst? Bitte um Quellenangaben dass keine zertifizierte Hardware benutzt wird :-)
Ich meine nicht zertifiziert im Sinne 'Steam-OS vorinstalliert mit modischen Sticker', sondern 'direkt vorgegebene Hardwarekonfiguration'. Letzteres wird's nicht geben.
Zertifizierung hat doch nicht nur mit "direkt fest vorgegebener Hardwarekonfiguration" zu tun :-D Aber gut. Also doch: Steam-Machines werden zertifiziert.

Und danke für den Link, aber das hab ich alles schon durchgelesen und dort drin steht klar was über eine Zertifizierung. War aber wohl auch nur ein wenig missverständlich/unglücklich ausgedrückt von deiner Seiite :-P
Ravrav
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Re: Valve Software: Welche Hardware steckt in Valves Steam-M

Beitrag von Ravrav »

Temeter  hat geschrieben: Android mag ein offenes BS sein - wobei ich da dennoch weit engere Grenzen als bei Linux vermute, aber die Geräte sind es sicher nicht. Oder kannst du dein Gerät ohne Umstände rooten? Kannst du die Hardware wechseln? Fast jedes Android-Gerät hat eine feste Ausstattung, womit der Vergleich keinen Sinn macht. Deswegen sind Smartphones auch keine portablen PC's.

Nooooooooooooooope. Es ist keine Konsole.
Denn es gibt dazu keine zertifizierten Konfigurationen für Steamboxen. Das wurde bereits mehrere male von Valve erwähnt. Es ist ein OS, das du dir neben Windows auf deinen jetzigen PC hauen kannst.
Android IST! Linux. Das ist doch der Beweis dafür, dass es mit Linux auch anders geht. Und was spricht dagegen, dass die Benutzer, die eh keine Ahnung haben und eh nicht an ihrer Kiste rumschrauben wollen dies auch einfach nicht tun und einfach die vom Hersteller vorgesehene Hardware-Konfiguration wie bei Android beibehalten? Nur weil es die Möglichekit zum Aufrüsten gibt heißt das doch noch lange nicht, dass alle das auch tun müssen.
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Temeter 
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Re: Valve Software: Welche Hardware steckt in Valves Steam-M

Beitrag von Temeter  »

tschief hat geschrieben:Steam OS ist es aber. Nur weil es auf Basis von Linux aufgebaut ist bedeutet dass nicht dass es nicht dafür benutzt werden kann. Wird wohl am Anfang sehr eingeschränkt sein, aber mit jedem Monat der vergeht bessere Spieleunterstützung erfahren.

Wie du ja so schön Valve zitierst: Es wollen mehrere AAA-Entwickler/Publisher auf den Zug aufspringen. Anscheinend ;-)
Ah, da hast du mich ein wenig falsch verstanden. Ich meine, dass Steam-OS vermutlich nur Linux mit fetgelegten Treibern und Software sein wird. Deswegen wird es allem Anschein nach ein vollständiges OS, mit dem man alles machen kann, nicht ein reines Spiele-Ding. Also genau wie Windows.

Bis jetzt gibt es allerdings recht viele Linux-Versionen, aber Valve und Steam haben die Reichweite der einen zum Erfolg zu verhelfen. Und für die können Entwickler dann Spiele entwickeln und portieren, ohne sich über ein dutzend verschiedener Linux-Versionen gedanken zu machen. Nicht zu vergessen ein ordentlicher Installer. :wink:
Das Gegenteil behaupte ich ja gar nicht. Das hat aber nichts mit Userfreundlichkeit zu tun. Fehler sind Fehler. Ob Sie überhaupt und falls ja wie sie erscheinen werden können wir nur spekulieren. Wissen tun wir, dass das SteamOS auf das einfache Spielen ausgelegt ist. Möglichst wenig dass der User selber "machen" muss.

Fehler sind nunmal gerade am Anfang vorprogrammiert. Wird aber nicht enorm viel mehr sein als bei Windows ja jetzt auch schon. Treiberbesserung hat NVIDIA ja schon gelobt. Nun geht es darum mehr Spiele für Linux zu programmieren - was ja anscheinend in Zukunft auch gemacht wird.

Das einzige Problem: Hardwarekompabilität untereinander das sich auf die Spielesoftware auswirkt. Das Problem hat aber nichts mit dem OS zu tun.
Es geht ja darum, wie man die Fehler behebt, wo sie nun herkommen ist eigentlich egal. Gerade Valve's umfangreicher Steam-FAQ hat damals ja auf jeder Seite vorgeschlagen, den eigenen PC neu zu formatieren. Wenn man das allerdings nicht machen will, dann muss man sich wohl oder übel mit Linux auseinander setzen. Und da wird das GUI in vielen Fällen nicht mehr weiterhelfen. Ich will damit nur sagen, dass ein Overlay für ein offenes System kein Allheilmittel ist. Man wird immer auf Grenzen stoßen.
Es ist doch nicht die Frage was bei Windows möglich ist und was bei SteamOS nicht. Hier hat schonmal jemand geschrieben: Es geht NICHT um Windows vs SteamOS. Aber um darauf Bezug zu nehmen:
Natürlich ist das alles bei Windows auch möglich - man muss sich aber als User explizit darum bemühen.
Wieso unterstellt man mir eigentlich dauernd, dass ich irgendein System beschützen oder angreifen möchte??? Ich sehe das hier schon als positive Entwicklung.
Es geht hier um eine Zielgruppe die nur den PC einschalten und loszocken möchte. Das ist bei Windows halt nicht so ohne Weiteres möglich.
Genau das meinte ich mit den Bugs oder Problemen, die man beheben muss. Da es keine geschlossene Konsole ist, wird es auch nicht so problemlos vonstatten gehen.
Nicht zu vergessen dass das OS für eine möglichst gute Spieleleistung optimiert ist. Da du so auf Valves Aussagen pochst: Das ist auch eine davon.
Und freue ich mich schon auf die Leistung, die man da rausholen kann. Allein ein Wechsel auf Open GL soll ja dem hörensagen nach schon einen Performanceschub bringen. Aber wie weit ist Windows nun weniger auf Leistung optimiert? Dinge wie Hintergrundprozesse verbrauchen bereits kaum Leistung, genauso wie das Interface. Visuelle Effekte und Hintergrunprogramme beeinflussen die Framerate von Spielen nicht.
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Re: Valve Software: Welche Hardware steckt in Valves Steam-M

Beitrag von Temeter  »

Ravrav hat geschrieben:Android IST! Linux. Das ist doch der Beweis dafür, dass es mit Linux auch anders geht. Und was spricht dagegen, dass die Benutzer, die eh keine Ahnung haben und eh nicht an ihrer Kiste rumschrauben wollen dies auch einfach nicht tun und einfach die vom Hersteller vorgesehene Hardware-Konfiguration wie bei Android beibehalten? Nur weil es die Möglichekit zum Aufrüsten gibt heißt das doch noch lange nicht, dass alle das auch tun müssen.
Android hat tatsächlich oft spezifische Updates. Also ein Galaxy S hat ein spezielles Firmware-Update, dass nur für ein Galaxy S gilt. Genauso kann man die Hardware nicht auswechseln. Deswegen sind diese Beispiele für stabile System unpassend zum Vergleich mit einem PC, bei dem die Vielfalt an Möglichkeiten erst die Probleme verursacht.

Und da es keine feste Gerätekonfig für SteamOS gibt, kann man auch keinen Vorteil daraus ziehen, wie man es bei einer Konsole machen würde - egal, ob man nun Fertig-PCs mit SteamOs verkauft oder nicht. Nicht mehr und nicht weniger habe ich gesagt.

tschief hat geschrieben:Zertifizierung hat doch nicht nur mit "direkt fest vorgegebener Hardwarekonfiguration" zu tun :-D Aber gut. Also doch: Steam-Machines werden zertifiziert.

Und danke für den Link, aber das hab ich alles schon durchgelesen und dort drin steht klar was über eine Zertifizierung. War aber wohl auch nur ein wenig missverständlich/unglücklich ausgedrückt von deiner Seiite :-P
Die Bedeutung meines Posts war aus dem Kontext gut erschließbar, es ging Ravrav um die Möglichkeit spezifischer Steamboxen mit bestimmter Hardware :wink:
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sphinx2k
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Re: Valve Software: Welche Hardware steckt in Valves Steam-M

Beitrag von sphinx2k »

Temeter  hat geschrieben: Eben das bezweifle ich. Schon ein Windows-PC macht ständig Probleme mit Treibern, Bugs und Softwareproblemen - gerade bei Spiele-PC's. Bei Linux wird das Problem mindestens genauso groß sein, wenn nicht sogar größer, da die Beseitigung von Fehlern immer beim verbreiteteren System Vorrang haben wird.
Zum einen wo kommen denn diese verrosteten Ideen her? Die Zeiten in denen man noch großartig Bugs und Treiber Probleme hatte sind lange vorbei. Das einzige worauf es noch ankommt ist ein aktueller Grafiktreiber, der hält sich sogar bei Windows automatisch auf dem neuen Stand (Zumindest NVidia bietet es an). Linux mit der schicken Packetverwaltung macht das sogar noch einfacher.
Durch ein Gui wie das Steam Overlay werden die Problemquellen und Fehlermeldungen vielleicht sogar besser versteckt. Nicht zu vergessen, dass man nun mit 2 OS gleichzeitig fertig werden muss, bei denen ganz unterschiedliche Dinge aus verschiedenen Gründen Probleme machen können.
Richtig können. Die meisten Probeme die es bei Spiel auf dem PC gibt sind aber Entwickler verschuldet. Und von denen ist man auch auf Konsole nicht verschont geblieben in der aktuellen Gen.
Das Ding ist keine 'unkomplizierte' Konsole, sondern im Hintergrund immer noch ein vollständiges Profi-OS.
Und genau das ist ja sinn der Sache. Wenn man das nicht wollte hätte man auch gleich ne Konsole bauen können. Aber damit gibt man eben auch alles ab was PC Gaming ausmacht.
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crewmate
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Re: Valve Software: Welche Hardware steckt in Valves Steam-M

Beitrag von crewmate »

Bei der Menge an unterschiedlicher Hardware da draußen, die Spezial anfertigungen nicht vergessen, ist das gelogen.

Treiber machen immer noch Probleme.
Von Spielen mit bevorzugter Hardware sowieso.
"The Way it's meant to be played"
Und so.

Sleeping Dogs lief auf dem ezine Graka Hersteller auch besser, als auf den anderen.