Star Citizen: "Seit 14 Jahren will ich dieses Spiel machen."

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beatnicker
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Re: Star Citizen: "Seit 14 Jahren will ich dieses Spiel mach

Beitrag von beatnicker »

Temeter  hat geschrieben:Selbst mit Sci-Fi-Hardware gäbe es immer noch Dinge wie Orbitalmechanik und Umlaufbahnen, die dir gehörig den Tag versauen können.
Inwiefern? Sieh dir mal die ganzen Lenk-, Brems-, Einpark-, Spurhalte-, Geschwindigkeitsregelanlagen, -Assistenten, -Hilfen, etc. bei den heutigen Autos an. In den 70ern hätte sich so ein Wagen bestimmt auch ziemlich "arcardig" angefühlt. Heute wären sie hingegen Teil einer Simulation.

Woher wissen wir also, wie "echt" eine Spacesim ist, wenn wir nichtmal wissen, wie sich in Zukunft "echt" anfühlen wird?
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SpookyNooky
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Re: Star Citizen: "Seit 14 Jahren will ich dieses Spiel mach

Beitrag von SpookyNooky »

Einigen wir uns darauf, da der Übergang zwischen Arcade <-----> Simulation fließend ist und im Genre der Weltraumspiele die einen in der Arcade-Ecke (Wing Commander), die anderen eher in der Sim-Ecke (I-War) anzutreffen sind. Und weil's so schön auf den Punkt gebracht ist, hier noch mal:
Kajetan hat geschrieben:Sims zeichnen sich ja dadurch aus, dass sie detailgetreu wie möglich "nachbilden". Ein Wing Commander war nie eine Space Sim, sondern ein geiles Actionspiel. Die X-Serie ist eine handfeste Wirtschaftssimulation, aber nicht in Sachen Flugphysik.
Wenn Star Citizen daher "nur" ein geiles Space-Action-Spiel ist, soll es mir recht sein.
scapegrace
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Re: Star Citizen: "Seit 14 Jahren will ich dieses Spiel mach

Beitrag von scapegrace »

popcorn hat geschrieben: Mal eine kurze Frage.
Was machst du wenn du in ein MMO einsteigst was schon 1 Jahr läuft und viele Spieler schon Rüstungen, Reittiere usw. haben, sagst du auch das alle extra für dich wieder auf null zurückgesetzt werden sollen?
Nur das hier backer eben lebenslange Versicherungen für ihr Schiff dazukriegen. Das ist, je nachdem wieviel Versicherungen im Spiel später kosten werden ein vielleicht gigantischer Vorteil.
Und es geht ja nicht nur ums grinden, wenn ein Schiff jetzt 200€ kostet, werden sie wahrscheinlich versuchen, das Spiel so zu designen, das ein Schiff, welches man im Spiel erlangt hat, auch einen Gegenwert von mindestens 200€ hat.
Admiral Thrawn hat geschrieben: das spiel wäre ohne die ganzen schiffskäufer gar nie in der form entstanden.
mit den gewinn-maximierungs-angsthasen-publishern wäre ein hingerotzter multi-plattform-einheitsbrei mit mickriger grafik rausgekommen
Das Spiel ist aber dummerweise noch nicht entstanden. Und das alle Spiele von einem Publisher nur Scheiß sind, ist ja mal ein totaler Witz.
Admiral Thrawn hat geschrieben: was kommt als nächstes ? dass du dich beschwerst, dass jemand mit 1500€ hardware eine bessere grafik hat als jemand mit einem 500€ notebook ? mimimimi, voll unfair, mimimimi
Das ist ja wirklich ein unglaublich toller Vergleich. Mein Problem ist, das die zuerst mit einer "Independent as a fuck"-Einstellung anfangen und dann in einem Ausmaß "DLC" verkaufen, dass selbst EA noch übertrifft. "Unser Spiel ist nicht Abo basiert". "Aber ein Abo könnt ihr euch trotzdem kaufen."
"Unser Spiel ist nicht pay2win." "Aber wenn ihr keine Lust habt zu grinden, könnt ihr uns auch einfach mehr Geld geben, wir schenken euch dann noch ein paar Schiffe." Nicht zu verschweigen, dass dieser Cashshop für ein Spiel, das ja wie EVE Online, sehr auf Metagaming setzen soll, Gift sein könnte.
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Mindflare
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Re: Star Citizen: "Seit 14 Jahren will ich dieses Spiel mach

Beitrag von Mindflare »

Ich habe die Aussage auf der offiziellen HP doch noch gefunden:
Each of these thrusters is able to traverse a finite amount and provide a maximum amount of thrust. When a player pulls back on the stick, the game calculates in real-time how quickly the maneuvering thrusters can traverse and apply the amount of thrust allowed by the weight of the ship and respond to the player's input as it pitches up. True hotshots can disable the fly-by-wire system for full control over the most realistic space combat ever simulated!
https://robertsspaceindustries.com/about-the-game

Es wird also schon alles simuliert, nur eben über Assistenzsysteme unterstützt. Der Vergleich von beatnicker trifft es da doch sehr gut. Es gibt die Physik, aber viele Feinheiten werden vom Schiffscomputer "abgefangen"
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MrLetiso
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Re: Star Citizen: "Seit 14 Jahren will ich dieses Spiel mach

Beitrag von MrLetiso »

scapegrace hat geschrieben:Mein Problem ist, das die zuerst mit einer "Independent as a fuck"-Einstellung anfangen und dann in einem Ausmaß "DLC" verkaufen, dass selbst EA noch übertrifft. "Unser Spiel ist nicht Abo basiert". "Aber ein Abo könnt ihr euch trotzdem kaufen."
Der Vergleich hinkt aber auch. Wenn ich ein Projekt mit Schwarmfinanzierung ins Leben rufe und dem "Spender" in Höhe seiner Spende einen Gegenwert im Spiel liefere, hat das nichts mit der DLC-Politik von EA zu tun.
johndoe1544206
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Re: Star Citizen: "Seit 14 Jahren will ich dieses Spiel mach

Beitrag von johndoe1544206 »

beatnicker hat geschrieben:
Temeter  hat geschrieben:Selbst mit Sci-Fi-Hardware gäbe es immer noch Dinge wie Orbitalmechanik und Umlaufbahnen, die dir gehörig den Tag versauen können.
Inwiefern? Sieh dir mal die ganzen Lenk-, Brems-, Einpark-, Spurhalte-, Geschwindigkeitsregelanlagen, -Assistenten, -Hilfen, etc. bei den heutigen Autos an. In den 70ern hätte sich so ein Wagen bestimmt auch ziemlich "arcardig" angefühlt. Heute wären sie hingegen Teil einer Simulation.

Woher wissen wir also, wie "echt" eine Spacesim ist, wenn wir nichtmal wissen, wie sich in Zukunft "echt" anfühlen wird?
Die ändern aber nix an der Phsyik.

Im weltraum hast dus immer auch mit Orbitmechanik zu tun. Bremst du zB, fällst du im Orbit, dadurch wird aber auch die Umlaufbahn kürzer, weshalb du einen Umlauf später weiter vorne wieder rauskommst. Sprich, um ein vor dir fliegendes Raumschiff zu überholen, bremst du und kommst einen Umlauf später davor wieder raus. Für eine direkte steuerung mit "orbithalteassistenten" müsste dein raumschiff nonstop masse ausstoßen, um das alles auszugleichen, da massenausstoss nunmal das einzige ist, womit man im weltraum bewegungsänderung erzwingen kann. Daran kann auch die fortschrittlichste technolgie nix ändern.

Letztendlich geb ich dir aber recht, zukunftstechnologie nicht simulieren zu können, was aber gleichzeitig den anspruch "realistische flugphysik" ad absurdum führt, nur weil man ein bisschen auf die Trägheit eingeht.
scapegrace
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Re: Star Citizen: "Seit 14 Jahren will ich dieses Spiel mach

Beitrag von scapegrace »

MrLetiso hat geschrieben:[
Der Vergleich hinkt aber auch. Wenn ich ein Projekt mit Schwarmfinanzierung ins Leben rufe und dem "Spender" in Höhe seiner Spende einen Gegenwert im Spiel liefere, hat das nichts mit der DLC-Politik von EA zu tun.
Dann war Schwarmfinanzierung vielleicht der falsche Weg? Sie wollten ja zu Beginn auch eigentlich noch einen Publisher suchen, doch als sie dann gemerkt haben, dass Leute gerne 200€ für ein Spiel ausgeben, dass sie noch nie gespielt haben, haben sie gesagt, dass nur Crowdfunding reicht. Meiner Meinung nach in diesem Fall ein großer Fehler. Vor allem, da es als ein quasi-MMO auch noch nach Release laufende Kosten haben wird. "Spenden" würde ich die ganze Sache übrigens nicht nennen, da es eigentlich eher wie ein ganz normaler Kauf ist. Für den Endverbraucher ist das hier nicht anders, als könnte ich mir vor dem Release von CoD für 200€ eine stärkere Waffe für den Multiplayer kaufen. Es ist exakt dasselbe. ob das Spiel jetzt Schwarmfinanziert wurde, sollte da für den Spieler keinen Unteschied machen. Genauso sollte es auch für die öffentliche Einschätzung keinen Unterschied machen.
johndoe1544206
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Re: Star Citizen: "Seit 14 Jahren will ich dieses Spiel mach

Beitrag von johndoe1544206 »

stimmte da spacegrace zu.
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MrLetiso
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Re: Star Citizen: "Seit 14 Jahren will ich dieses Spiel mach

Beitrag von MrLetiso »

scapegrace hat geschrieben:
MrLetiso hat geschrieben:[
Der Vergleich hinkt aber auch. Wenn ich ein Projekt mit Schwarmfinanzierung ins Leben rufe und dem "Spender" in Höhe seiner Spende einen Gegenwert im Spiel liefere, hat das nichts mit der DLC-Politik von EA zu tun.
Dann war Schwarmfinanzierung vielleicht der falsche Weg? Sie wollten ja zu Beginn auch eigentlich noch einen Publisher suchen, doch als sie dann gemerkt haben, dass Leute gerne 200€ für ein Spiel ausgeben, dass sie noch nie gespielt haben, haben sie gesagt, dass nur Crowdfunding reicht. Meiner Meinung nach in diesem Fall ein großer Fehler. Vor allem, da es als ein quasi-MMO auch noch nach Release laufende Kosten haben wird. "Spenden" würde ich die ganze Sache übrigens nicht nennen, da es eigentlich eher wie ein ganz normaler Kauf ist. Für den Endverbraucher ist das hier nicht anders, als könnte ich mir vor dem Release von CoD für 200€ eine stärkere Waffe für den Multiplayer kaufen. Es ist exakt dasselbe. ob das Spiel jetzt Schwarmfinanziert wurde, sollte da für den Spieler keinen Unteschied machen. Genauso sollte es auch für die öffentliche Einschätzung keinen Unterschied machen.
Sehe ich wirklich anders - da werden wir sicher nie einer Meinung sein.
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Mindflare
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Re: Star Citizen: "Seit 14 Jahren will ich dieses Spiel mach

Beitrag von Mindflare »

Was da derzeit an Schiffen rausgegeben wird, sind aber vornehmlich kleinere Modelle. Damit hat man natürlich einen leichten Startvorteil, aber bei weitem nicht gleich zu Anfang irgendwas Übermächtiges.

P2W gibt es doch sowieso nur in arenamäßigen Spielen. Bei einer offenen Welt verteilen sich doch die verschiedenen "Leistungsklassen" auf alle Fraktionen. Das ist doch nur für Leute unerträglich, die den Drang haben, die Nr. 1 auf dem Server zu sein.
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Kajetan
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Re: Star Citizen: "Seit 14 Jahren will ich dieses Spiel mach

Beitrag von Kajetan »

scapegrace hat geschrieben: Dann war Schwarmfinanzierung vielleicht der falsche Weg?
Nein. Du verwechselst eine Produktstrategie zur Umsatzmaximierung (DLC) mit einem Belohnungssystem für Crowdfunding-Backer. Und die laufenden Kosten für den Serverbetrieb, die werden dann locker-lässig über die Einnahmen nach Release bestritten, wenn diejenigen kaufen, die lieber abwarten wollten, ob das überhaupt was wird.

DLC kann jeder zu jeder Zeit erwerben. Solche Schiffe kaufen, dass ist nur für Backer für einen bestimmten Zeitraum möglich. Nach dem Release ist das nicht mehr möglich, danach muss man "grinden", um so ein Schiff zu bekommen.
scapegrace
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Re: Star Citizen: "Seit 14 Jahren will ich dieses Spiel mach

Beitrag von scapegrace »

Kajetan hat geschrieben:
scapegrace hat geschrieben: Dann war Schwarmfinanzierung vielleicht der falsche Weg?
Nein. Du verwechselst eine Produktstrategie zur Umsatzmaximierung (DLC) mit einem Belohnungssystem für Crowdfunding-Backer.
Wenn diese Belohnungen jedoch eventuell im späteren Spiel einen Unterschied zwischen den Spielern, die viel Geld investiert haben und Spielern, die kein Geld investiert haben, machen, dann ist es für mich als Spieler egal, ob ich da einer Firma zusätzliche Gewinne beschert habe, oder ob ich als Backer belohnt werde. Da sollte meiner Meinung nach nicht mit zweierlei Maß gemessen werden. Für den Kunden macht das keinen Unterschied.
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Kajetan
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Re: Star Citizen: "Seit 14 Jahren will ich dieses Spiel mach

Beitrag von Kajetan »

scapegrace hat geschrieben: Wenn diese Belohnungen jedoch eventuell im späteren Spiel einen Unterschied zwischen den Spielern, die viel Geld investiert haben und Spielern, die kein Geld investiert haben, machen, dann ist es für mich als Spieler egal, ob ich da einer Firma zusätzliche Gewinne beschert habe, oder ob ich als Backer belohnt werde. Da sollte meiner Meinung nach nicht mit zweierlei Maß gemessen werden. Für den Kunden macht das keinen Unterschied.
Soweit ich das verstanden habe, sind die Vorteile nur marginaler Natur. Zum einen kann jeder diese Schiffe im Spiel durch das Spiel bekommen können und zum anderen sollen die Leistungswerte keine massiven Vorteile bringen.

Abgesehen davon ... Du spielst einen Kopfgeldjäger und willst einen Backer mit einer solchen Maschine zur Strecke bringen? Erhöhe das Kopfgeld und schliesse Dich mit anderen zusammen. Das ist der Multiplayeraspekt des Spieles. Vorteile können sich schnell in Nachteile verwandeln, wenn man plötzlich Ziel dutzender von Bounty-Huntern ist, die es dem "reichen Schnösel" mal so richtig zeigen wollen.
maho76
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Re: Star Citizen: "Seit 14 Jahren will ich dieses Spiel mach

Beitrag von maho76 »

meine güte, keiner hier hat eine Ahnung wie wichtig die basisschiffe für den spielverlauf sind. schaut man sich eve an ist das schiff nur eine blechbox, die Upgrades machen dann erst die Leistung bzw. Individualität aus. wenns hier genauso ist (und es wird so sein, denn es geht ja schliesslich ums fliegen) dann hat man nach allerspätestens 2-3 tagen ein schiff mit äquivalenten werten wie die kleinen baker, nur vielleicht kein so schickes Modell, so what...

und nochmal zum MMO: da ists passiert, ich glaubs ja echt nicht. ein onlinespiel mit tausenden verbundener Mitspieler ist also ein MMO ... ergo, SIMCITY ist ein MMO ??? denkt mal drüber nach.^^
Jurassic Parker
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Re: Star Citizen: "Seit 14 Jahren will ich dieses Spiel mach

Beitrag von Jurassic Parker »

Mir stellt sich aber trotzdem die Frage, warum Leute, die überdurchschnittlich hohe Summen überweisen, bestimmte Ingame-Vorteile erhalten. Sollte der Fakt, dass das Spiel entwickelt wird nicht für die Backer-Community ausreichen und war dies nicht das ursprüngliche Mission Statement von Kickstarter?