The Elder Scrolls Online: Setzt auf ein Abo-Modell und Updates alle vier bis sechs Wochen

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unknown_18
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Re: The Elder Scrolls Online: Setzt auf ein Abo-Modell und U

Beitrag von unknown_18 »

Wigggenz hat geschrieben:Und was soll dann Casual bitte bedeuten?

Überhaupt müsst ihr mir mal erklären, was "core" und "casual" denn bitte bedeuten und wie sie sich unterscheiden.

Nach meiner Auffassung gibt es diese Grenze nämlich nicht.
Nach deiner Auffassung... eigentlich könnte ich da schon wieder abbrechen mit einem Erklärungsversuch, aber ich tue es trotzdem mal.

1. diese Grenze zwischen Casual und Core ist keine Grenze wie eine Mauer, es ist eine ziemlich fließende Grenze und daher kann man nicht eindeutig sagen "bis hier hin ist man Casual, darüber Core".

2. ein Core Spieler spielt mehr aus Leidenschaft und zieht daraus seinen Spaß, d.h. ihn stört es nicht, wenn er mal versagt, wenn er sich mal richtig die Zähne an einem Spiel ausbeissen muss, wenn ein Spiel ihn so richtig in Rage bringt weil es so schwer / komplex ist (nicht weil es schlecht programmiert wurde, das ist wieder was anderes). Ein Core Spieler würde niemals sagen "ist ja nur ein Spiel".

3. ein Casual spielt mehr aus reinem Spaß an der Freude, sprich er braucht ständig das Gefühl Belohnt zu werden und kann sehr leicht das Interesse verlieren, wenn ihn auch nur Kleinigkeiten frustrieren, weil er spielt ja nur um Spaß zu haben und hat kein Interesse daran sich diese großartig erarbeiten zu müssen.

Nochmal: diese Erklärungen sind jeweils die Extremen, die Grenze ist fließend, daher kann man etliche Spieler weder richtig in die eine noch in die andere Schublade stecken, weil sie sich irgendwo dazwischen befinden, aber meist ist doch eine klare Tendenz zu erkennen.

Darum ist es z.B. Blödsinn Handy Spiele grundsätzlich als Casual Spiele abzutun, es gibt auch komplexe und schwere Handy Spiele die eher für Core Spieler sind und dennoch auf den ersten Blick eher wie ein Casual Spiel anmuten.

Das ist jedenfalls die Definition, die ich mir über die Jahre gebildet habe und die für mich auch am meisten Sinn ergibt. Da die Begriffe oft missbraucht werden ist eine klare Definition nicht immer so einfach.
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King Rosi
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Re: The Elder Scrolls Online: Setzt auf ein Abo-Modell und U

Beitrag von King Rosi »

Suppression hat geschrieben:Oha, damit hätte ich nicht gerechnet. Aber allein durchs Abomodell wird es schlagartig interessant für mich. Sehr erfreulich, dass tatsächlich wieder einige Anbieter zu diesem System greifen, statt mit hirnrissigen Mikrotransaktionen und "convenience Items" jegliche Immersion zu vernichten.
/sign
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Wigggenz
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Re: The Elder Scrolls Online: Setzt auf ein Abo-Modell und U

Beitrag von Wigggenz »

Und woher kommt dann deine feindselige Haltung gegenüber "Casuals" (diese Begriffe verwende ich immer noch nicht, da sie eher meiner Definition von "normalem" Videospieler und "Hardcore-Gamer" entsprechen würden), die sogar soweit geht, dass du ihnen verbieten möchtest, bestimmte Spiele zu spielen?

Es gibt auch etliche "Casuals" die z.B. CS spielen, und einfach wieder aufhören, wenn es ihnen nicht gefällt, denn CS wird nicht angepasst. Sollen die sich einfach von MMOs fernhalten, auch wenn sie dessen Gameplay (nur halt abgesehen von den sie störenden Aspekten) eigentlich mögen, nur weil das Risiko besteht, dass die Entwickler das Spiel an sie anpassen und dabei vielleicht "Cores" verärgern?

Schiebe deinen Hass auf die Entwickler, die es nicht riskieren wollen, einige Spieler zu verlieren, aber lass bitte jeden spielen was er spielen will.
unknown_18
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Re: The Elder Scrolls Online: Setzt auf ein Abo-Modell und U

Beitrag von unknown_18 »

Das hat eben NICHTS mit Casual und Core zu tun, in beiden Lagern gibt es Spieler, denen gewisse Genres einfach nicht liegen. Hattest du schon mal ein Genre, dass du gerne spielen würdest aber gemerkt hast, dass das einfach nicht dein Ding ist? Bei mir sind das Strategiespiele, ich würde gerne, aber ich bin einfach zu schlecht dafür und ich hab es schon etliche male mit unterschiedlichsten Titeln seit der 90er Jahre probiert und erst vor ein paar Jahren wieder. Ich käme aber nie auf die Idee zu verlangen, dass dieses Genre so verändert wird, dass ich es auch erfolgreich spielen kann, das wäre gegenüber den Spielern nicht fair, denen das Genre liegt und ihren Spaß damit haben. Es gibt auch noch andere Genres die mich interessieren und die mir auch Spaß machen, weil die auch was für mich sind.

Nun stell dir vor dein liebstes Genre wird komplett so ausgelegt, dass es nicht bloß Casuals auf Anhieb spielen können, sondern auch jene Spieler wie ich, für die das Genre einfach nichts ist. Wie toll fändest du das? Und richtig, es geht hier nicht bloß um ein Spiel aus dem Genre sondern um das gesamte Genre. Du spielst ja keine MMORPGs und daher kannst du es wohl sicher auch nicht ganz so nachvollziehen, aber unter den MMORPGs der letzten Jahre ist NICHTS mehr für Core Spieler und selbst Casuals langweilen sich inzwischen schnell, weil wie gesagt.. die Spiele des Genres sind inzwischen auf Spieler ausgelegt, denen das Genre eigentlich nicht liegt, die Grundsätzliche Mechaniken des Genres nicht mögen. Und natürlich geht mein Hass auch gegen die Firmen, aber auch gegen die Spieler selbst, denn die Jammern in den offiziellen Foren der Art laut und anhalten rum, bis sie ihren Kopf durchgesetzt haben, weil die Entwickler schon Angst kriegen dass das MMORPG deswegen überall einen schlechten Ruf kriegt, weil ja so viele so laut heulen. So etwas gibt es in keinem anderen Genre in dieser Art, weil nur MMORPGs mit dem Release immer noch derart ständig weiterentwickelt und angepasst werden.

Wenn du es jetzt immer noch nicht verstanden hast, weiß ich auch nicht mehr wie ich es noch erklären könnte. ^^
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Wigggenz
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Re: The Elder Scrolls Online: Setzt auf ein Abo-Modell und U

Beitrag von Wigggenz »

Zufällig habe ich so ein Genre, auf die deine Beschreibung perfekt passt: MOBAs (DotA usw.).

Ich habe vor Jahren mit dem Original angefangen, da aber jämmerlich drin versagt, obwohl es mir viel Spaß gemacht hat. Dann habe ich ein paar Jahre ausgesetzt, und auf einmal gab es da noch LoL und HoN. Mittlerweile gibt es ja die Spiele wie Sand am Meer, auch DotA 2 von Valve. Aber schau mal: es können normale und Hardcorespieler friedlich koexistieren. Wem DotA 2 zu schwer und komplex ist, der spielt einfach LoL, was auf viele Elemente verzichtet, die DotA (2) auszeichnen und komplex machen.

Ich selber bin momentan wieder auf den Geschmack gekommen und versuche mich in DotA 2 einzuspielen. Falls mir das misslingt, werde ich einfach wieder mit LoL weitermachen. Jedenfalls solange, bis mich die (aber in allen MOBAs gleiche) widerliche Community mit ihrem Verhalten wieder rausekelt :D

Es muss nicht immer so enden, wie du es beschreibst, dass direkt alle Vertreter eines Genres völlig abflachen und bis aufs simpelste vereinfacht werden. Valve haben auch in dem Bewusstsein, dass Original-DotA vielen zu schwer war, trotzdem im Wesentlichen die Komplexität beibehalten, auch in dem Wissen, dass sie bei Vereinfachung evtl. in LoL-Gewässern wildern könnten.

Doch nein, man hat eine Art Idealsituation. Es gibt ein Spiel für diejenigen, die es einfach mögen, und für die, die es kompliziert mögen. Dass das in anderen Genres nicht funktioniert, liegt ausschließlich an den Publishern, die mit ihrer Geldgier direkt alle Spieler einkassieren wollen, nicht bestimmte Teilen gefallen wollen.
unknown_18
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Re: The Elder Scrolls Online: Setzt auf ein Abo-Modell und U

Beitrag von unknown_18 »

Und eben genau das ist der Punkt: es gibt nur noch LoLs unter den MMORPGs, keine DotAs.

Die einzige Ausnahme bei den MMORPGs ist EVE Online, aber das ist eine Art von MMORPG das nicht Jedem zusagt, auch wegen dem SciFi Setting.

Jeder MMORPG Entwickler guckt heute was die anderen MMORPGs vor ihm gemacht haben und kopiert. Macht der eine Entwickler z.B. ein MMORPG nach ein paar Monaten schneller spielbar, sprich beschleunigt das Leveln, kommt das nächste MMORPG bereits genau so beschleunigt auf den Markt, dann beschleunigt der es nach Monaten noch mehr und prompt kommt wieder das nächste MMORPG so beschleunigt auf den Markt, bis mal aus Jahren Spielzeit Monate wurden und inzwischen wenige Wochen. Und das echt bei jedem neuen MMORPG. Oder WoW führt den Dungeon Finder ein, weil die Server zu leer sind, das nächste MMORPG kommt gleich mit Dungeon Finder auf den Markt... ein weiteres Beispiel... Und das sind nur zwei Beispiele von schier unendlich vielen, die ihr hier noch aufzählen könnte, so geht es seit Jahren ab und so sind alle neuen MMORPGs in sehr sehr vielen Punkten gleich, die Unterschiede machen kaum mehr etwas aus, alles ist inzwischen auf Casual ausgelegt und darum guckt man als Core Spieler von Jahr zu Jahr mehr in die Röhre.
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Aurellian
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Re: The Elder Scrolls Online: Setzt auf ein Abo-Modell und U

Beitrag von Aurellian »

Suppression hat geschrieben:Oha, damit hätte ich nicht gerechnet. Aber allein durchs Abomodell wird es schlagartig interessant für mich. Sehr erfreulich, dass tatsächlich wieder einige Anbieter zu diesem System greifen, statt mit hirnrissigen Mikrotransaktionen und "convenience Items" jegliche Immersion zu vernichten.
Ganz so weit würde ich nicht gehen, aber ich sehe zumindest nicht das Problem mit den Gebühren. Wenn Bethesda es schafft, einen ordentlcihen Gegenwert durch Updates zu bieten, ist das ok. Von daher werde ich nach Release wohl ein bisschen warten und mir dann mal irgendwann angucken, wie es aussieht - ob sie Arena-Net folgen wollen mit viel Blabla und wenig dahinter, oder ob sie wieder Erwarten tatsächlich große Updates in angemessener Zeit liefern.
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Re: The Elder Scrolls Online: Setzt auf ein Abo-Modell und U

Beitrag von Giggalomaniac »

SectionOne hat geschrieben:Schon witzig, sonst wird F2P immer verteufelt und als Untergang des Abendlandes bezeichnet und wenn dann mal wieder ein Anbieter wagt ein Abo zu verlangen um allen Spielern den vollständigen Content zu liefern und vor allem auch regelmäßig auszubauen dann wird plötzlich nach dem F2P Modell geschriehen... Den Spielern von heute kann man wirklich gar nichts mehr recht machen!
Du musst beachten das ein Abo-Modell hier wegen der mangelnden Besonderheit des Spiels nicht viel bringen wird, und das ganze nach nem knappen Jahr zwangsläufig auf F2P setzt. Und dann wäre das Spiel nahezu tot. Das beste wäre eine klassische Einmalzahlung nach GW-Vorbild gewesen. Allein wegen der hohen Beliebtheit der TES-Reihe würde man das Geld für die weitere Entwicklung schnell reinbekommen. Jetzt wird man, den Foren nach zu urteilen, 50% der interessierten Kunden verlieren (unter anderem auch mich), was, wie ich denke, die Abo-Einnahmen nicht ausgleichen können. Ich sage nur: schade, Potenzial verschenkt...
unknown_18
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Re: The Elder Scrolls Online: Setzt auf ein Abo-Modell und U

Beitrag von unknown_18 »

Und da muss ich mich fragen wieso man deswegen das Interesse verliert, ein MMORPG bietet immer noch mehr Spielzeit als die meisten normalen Spiele, also selbst wenn man nur den Freimonat spielt und Spaß hat, hat man mehr von als von einem normalen Spiel. Und mit B2P nimmt man vielleicht zum Release mehr ein, aber davon muss man auch die nächsten Monate leben.
johndoe1544206
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Re: The Elder Scrolls Online: Setzt auf ein Abo-Modell und U

Beitrag von johndoe1544206 »

Trotz abogebühren wird es mikrotransaktionen geben. Das wars für mich mit TESO. Da warte ich lieber wieder 5-8 Jahre auf TES VI und erkunde den neuen Bereich Tamriels dann dort.

http://www.gamestar.de/spiele/the-elder ... 27014.html
SectionOne
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Re: The Elder Scrolls Online: Setzt auf ein Abo-Modell und U

Beitrag von SectionOne »

Solange es sich nur um Kosmetischen Schnick Schnack und Accountservices (welche bei allen MMOs extra kosten) handelt, wäre es noch vertretbar. Allerdings kann man diesen Shop nun auch so auslegen das Zenimax seinem Abomodell selber nicht über den Weg traut und schon mal vorsorgt :roll:
johndoe724410
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Re: The Elder Scrolls Online: Setzt auf ein Abo-Modell und U

Beitrag von johndoe724410 »

SectionOne hat geschrieben:Solange es sich nur um Kosmetischen Schnick Schnack und Accountservices (welche bei allen MMOs extra kosten) handelt, wäre es noch vertretbar. Allerdings kann man diesen Shop nun auch so auslegen das Zenimax seinem Abomodell selber nicht über den Weg traut und schon mal vorsorgt :roll:
sieht n bissle so aus
Fiddlejam
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Re: The Elder Scrolls Online: Setzt auf ein Abo-Modell und U

Beitrag von Fiddlejam »

Balmung hat geschrieben:2. ein Core Spieler spielt mehr aus Leidenschaft und zieht daraus seinen Spaß, d.h. ihn stört es nicht, wenn er mal versagt, wenn er sich mal richtig die Zähne an einem Spiel ausbeissen muss, wenn ein Spiel ihn so richtig in Rage bringt weil es so schwer / komplex ist (nicht weil es schlecht programmiert wurde, das ist wieder was anderes). Ein Core Spieler würde niemals sagen "ist ja nur ein Spiel".

3. ein Casual spielt mehr aus reinem Spaß an der Freude, sprich er braucht ständig das Gefühl Belohnt zu werden und kann sehr leicht das Interesse verlieren, wenn ihn auch nur Kleinigkeiten frustrieren, weil er spielt ja nur um Spaß zu haben und hat kein Interesse daran sich diese großartig erarbeiten zu müssen.
Zwei massive Denkfehler:
a) Definition Spaß. Nicht jedes Spiel liefert dem Nutzer Spaß. Besserer Begriff: Befriedigung, Unterhaltung. Beispiel: Wenn du eine Komödie anschaust, hast du wahrscheinlich Spaß. Wenn du eine Tragödie anschaust, hast du keinen Spaß, aber dennoch ein, sagen wir "gutes Gefühl" dass die Betrachtung lohnenswert macht.
b) Es geht nicht um permanent Spaß oder Nicht-Spaß, es geht um die Quelle des Spaßes (bzw. der Unterhaltung). Der Core-Gamer nimmt seine Unterhaltung aus der Überwindung des Hindernisses selbst. Das was du als Casual-Gamer bezeichnest, ist die Konzentration auf ein Ziel. Metaphorisch gesprochen: Wenn ein Kuchen hinter einen hohen Mauer liegt, so wird es dem Core-Gamer darum gehen, die Mauer zu überwinden, dem Casual darum, den Kuchen zu bekommen.

Du unterscheidest hier also nicht Casual- und Core-Gamer, du unterscheidest lediglich Spieler die intrinsische (Überwindung des Hindernisses) oder extrinsische (Erreichung des Ziels) Belohnungen bevorzugen.
Und es ist zwar korrekt, dass Core-Games eher zu intrinsischen Belohnungen und Casual-Games eher zu extrinsischen tendieren, du machst jedoch den Fehler das mit dem benötigten Zeit/Fähigkeitsaufwand gleichzusetzen.
Casual-Games überschütten den Spieler nicht mit Belohnungen, im Gegenteil, denn dann würden dieses Belohnungen langweilig, ergo unbefriedigend. Darum sind Casual-Games meist ein gewaltiger sinnloser Grind um den nächsten Skin etc. freizuschalten, kurz, virtuelle Güter die keinen eigenen Wert abgesehen von dem Zeitaufwand, den man benötigt um sie zu erlangen, besitzen.

Um es kurz zu machen, es gibt:
- extrinsische Belohnungen, deren Wert durch ihre Seltenheit bestimmt ist, welche wiederum durch den benötigten Zeitaufwand bestimmt wird.
- intrinsische Belohnungen, deren Wert durch den Aufwand an Talent, den der Spieler erbringen musste, definiert werden.

Hier dürfte dir auch auffallen, warum man die beiden nicht einfach stur in Casual- oder Core teilen kann, da diese Systeme immer wieder miteinander verknüpft werden.
Beispiel: Ein Boss in einem typischen MMORPG. Zunächst bietet das Töten dieses Bosses intrinsische Belohnungen. Droppt dieser Boss seltenen Loot anhand eines Zufallssystems, bietet er jedoch zusätzlich extrinsische Belohnungen. Ist dieser Loot nun beispielsweise eine sehr mächtige Waffe, so ermöglicht er die Beschaffung weiterer intrinsischer Belohnungen (Besiegen noch stärkerer Gegner) und so weiter und so weiter. (Das Thema "MMORPG und instrinsische/extrinsische Belohnungen" ist eigentlich ein ziemlich faszinierendes. Bei den meisten anderen Genres kann man klar anhand der "finalen" Belohnung sagen, ob es ein eher extrinsisches oder intrinsisch belohnendes Spiel ist. Die meisten Core-Games enden intrinsisch (im Überwinden des Endbosses, der Entwirrung der Story, etc.), die meisten Casual-Games eher extrinsisch (mit "Gratulation, drei Sterne auf allen Leveln") Da MMORPGs de facto kein Ende haben, kann man jedoch nicht feststellen, mit was für einer Belohnung sie enden. Jeder Boss droppt nur noch stärkeres Equip, und wenn man irgendwann keine unbesiegten Bosse mehr hat, werden noch mehr hinzugefügt, die noch stärkeres Equip brauchen, usw.)

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Back to topic.

Ich verstehe ehrlich gesagt nicht, wie heute (oder überhaupt jemals) jemand denken konnte, dass ein Abo-Modell sich lohnen würde.
Betrachten wir es doch mal so:
- In einem f2p kann ich den Content mehr oder weniger voll auskosten. Bestenfalls lässt sich jeder Gegenstand, für den man Echtgeld zahlen muss, auch ingame erwerben. Wenn es rein kosmetische Gegenstände sind, fehlen mir halt dort gewisse Auwahlmöglichkeiten. Sind es spielentscheidende Gegenstände, ist es a) sowieso ein unbalanciertes Spiel und b) habe ich immer noch den gesamten restlichen Content komplett kostenlos. (Ich beziehe mich hier nur auf Einmalzahlungsmodelle. Spiele mit Abo-Premiumaccounts sind der selbe Dreck wie Abo-Spiele an sich.)

- In einem p2p wird mir der GESAMTE Content vorenthalten, solange ich nicht zahle, mehr noch, mir wird alle vorenthalten, was ich bereits erreicht habe. Das ist doch ein totales Suchtprinzp. Ich zahle um im Spiel voran zu schreiten, wenn ich im Spiel voranschreite, wird mein möglicher Verlust (sowohl bezüglich erbrachter Spielzeit/erlangten Erfolges als auch bezüglich des bisher bereits investierten Geldes) durch ein Zahlungsende größer, also zahle ich noch mehr, schreite weiter voran, der mögliche Verlust steigt noch weiter, also zahle ich noch mehr, und so weiter und so weiter.
Man investiert immer mehr Geld, um zu verhindern, dass ein immer größerer Berg an investiertem Geld wertlos wird. oO
Und da nenne noch mal einer f2p Abzocke...
unknown_18
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Re: The Elder Scrolls Online: Setzt auf ein Abo-Modell und U

Beitrag von unknown_18 »

@Fiddlejam: ok, deine Casual Core Ausführungen klingen interessant, das muss ich mir mal näher durch den Kopf gehen lassen, aktuell ist es zu spät dafür. ^^

Bei deiner Betrachtung von F2P und P2P stellen sich mir allerdings die Haare zu Berge.

In den meisten F2P kommt man ohne Geld zu investieren nicht weit, ist ja auch verständlich, wer echt so naiv ist Firmen würden Spiele für völlig lau anbieten, weil sie ja was zu verschenken haben, der hat sie nicht mehr alle. Natürlich wollen die Firmen Geld verdienen und in F2P Artet das zu oft in P2W oder andere Abzocke aus.

Deiner P2P Ausführung kann ich so gar nicht folgen... ich spiele seit 10+ Jahren nur P2P MMORPGs und hab viele Angefangen und auch wieder aufgehört und bis heute hatte ich niemals das Gefühl was du hier beschreibst. Ich hab aufgehört und gut war, natürlich vermisst man seine Chars und so, das ist ja völlig normal so lange wie man mit ihnen zusammen Spaß gehabt hat. Aber dieses Verlust Gefühl, dass alles investierte Geld verloren wäre... das hatte ich niemals, nicht einen Bruchteil einer Sekunde lang. Aber vielleicht liegt das auch nur an meiner Einstellung, die heutige Spieler gar nicht mehr nachvollziehen können, nämlich der, dass ich dafür zahle spielen zu können, nicht um irgendwas zu erreichen was ich für immer habe.

Dem Spieler gehört sowieso im Grunde gar nichts...

Mit dem Kauf des MMORPGs hat man nicht den Client gekauft sondern nur ein Nutzungsrecht, die Software bleibt Eigentum des Entwicklers, wie bei allen Spielen (oder auch wie bei jeder Software). Dazu gibt es dann einen Monat Nutzungsrecht des Servers. Den Char, den man erstellt, und alles was man mit diesem Erspielt bleibt ebenso Eigentum des Entwicklers und gehört zu keiner Zeit dem Spieler. Das Abo zahlt man nur dafür auf dem Server spielen zu dürfen, den Support nutzen zu dürfen und immer wieder neu Inhalte zu bekommen, Events u.a. Das ist ein Fakt, kannst gerne die AGBs der Betreiber lesen.

Wie also passt da deine Sicht der Dinge da rein?

Ich käme daher nicht mal auf die Idee Jahre lang ein MMORPG zu spielen, aufzuhören und dann dem ausgegeben Geld hinterher zu trauen. Im Grunde ist ein MMORPG zu spielen doch nicht viel anders als ein Kinobesuch. Es geht darum was man in dem MMORPG erlebt und erreicht, dafür gibt man das Geld aus, wie eben für einen Film im Kino. Wenn ich aus dem Kino gehe wars das dort doch auch, das Geld ist weg, den Gegenwert habe ich bekommen: eine Filmvorführung in entsprechendem Ambiente.

Wenn du also echt meinst du hättest Geld umsonst ausgegeben, nur weil du aufhörst zu zahlen und nicht mehr spielen kannst als Konsequenz daraus, dann würde ich dir raten lass entweder die Finger von solchen Spielen, denn irgendwann wird jedes MMORPG eingestellt oder denke um und mach dir selbst klar für was du zahlst und das es keine Geldverschwendung ist. Mal ehrlich... ich zahle für einen Kinobesuch in 3D so viel für ein Monats Abo eines MMORPGs und hab weit mehr als 2-3 Stunden Spaß.

Und was ist nun an F2P besser? Das ich, wenn ich Geld investiere, den ganzen anderen Spielern, die mit Absicht kein Geld ausgeben, die Server-, Support- und Weitentwicklungskosten finanziere, sprich also den ganzen Betrieb des MMORPGs? Denn gäbe es keine Spieler die Geld investieren könnten die ganzen Schmarotzer nicht für völlig lau das MMORPG spielen.

Dazu dann noch der P2W Shop, in dem dann nicht der bessere Spieler gewinnt sondern der, der tiefer in den eigenen Geldbeutel greift. Und das oft für Verbrauchsitems, für die man mehr Zeit investiert sie zu kaufen als sie zu benutzen.

Mein Hauptgrund für P2P sind daher die zwei F2P Kritikpunkte aber vor allem auch noch ein anderer: P2P ist ein Prima Deppen Filter, in F2P treiben sich oft genug Idioten rum denen es mehr darum geht anderen das Spiel zu vermiesen als das Spiel zu spielen. Davon abgesehen ist es in F2P wesentlich leichter zu botten und zu cheaten, wird ein Account gesperrt, egal, ein neuer ist ja schnell gemacht. Und darum werde ich F2P immer verabscheuen, ich hasse Online Cheater über alles und möchte mit diesen nichts zu tun haben und in P2P bleibe ich noch am ehesten von diesen verschont, vorausgesetzt der Betreiber kommt seiner Arbeit nach und kümmert sich um diese, was leider schon länger auch nicht mehr so selbstverständlich in P2P MMORPGs ist und mit ein Grund wieso P2P immer öfters scheitern. P2P funktioniert nämlich wunderbar, hat es viele Jahre lang bevor der ganze F2P Mist anfing, nur erwartet man bei P2P eben auch mehr Qualität als man in F2P vorfindet und genau das ist das heutige Problem: viele P2P MMORPGs sind qualitativ kaum noch besser als F2P Titel, das ist auch schon der einzige Grund wieso sich P2P heute so schwer tut.
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Skippofiler22
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Re: The Elder Scrolls Online: Setzt auf ein Abo-Modell und U

Beitrag von Skippofiler22 »

Also, solange die Updates ihr Geld auch wert sind und auch das Spiel gut ausbalanciert ist, habe ich nichts dagegen, wenn ich mal 20 Euro weniger am Ende habe. Gut, natürlich gehe ich davon aus, daß TES-Online, so wie alle Spiele der Elder-Scrolls-Reihe recht "fair" sind, was die KI und die Angriffsbalance der Gegner angeht. So gesehen könnte es eine Überlegung wert sein, wenn nicht noch ein besseres MMOG mit genauso guter Grafik und ohne Abo-Gebühren bzw. sogar frei, wenngleich mit einem "Pay2Win"-System kommt.