Ich kann solche Kategorien kaum kritisieren denn wir sollten auch mal ehrlich sein: Es hat hier eh niemand die Deutungshoheit. Jeder schreibt sich die Genres so wie sie passen. Wir Gamer selber sind ganz vorne dabei was dumme Subgenres angeht.
Wie viele Arten von RPGs gibt es zum Beispiel? 10? 15? Das Problem dabei ist zudem das man bei einer Studie wie dieser eben nicht nur Game befragt und es bringt nichts einen Fragebogen mit 100 Genres zu entwerfen bei dem man dem zu befragenden ca. 90 erklären muss. Ein Begriff wie Social Game erschließt sich dagegen sofort, egal ob er uns normalen Gamern frei erfunden erscheint.
Allgemein: Ergebnisse der Studie "Gaming in Deutschland"
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Re: Allgemein: Ergebnisse der Studie "Gaming in Deutschland"
Dann kennst Du seeeeeeehr entspannte und relaxte BotanikerSpookyNooky hat geschrieben:Trotzdem hat sich das nunmal in der Umgangssprache so etabliert und kein Botaniker, den ich kenne, fängt an, Leute zu verbessern.
Abgesehen davon ... Sprache entsteht immer jeden Tag neu in einem Spannungsfeld aus vorher bestehenden Definitionen und neuen Interpretationen dieser Definitionen oder gar ganz neuen Bedeutungen. Da kann man nicht einfach hergehen und ALLE Definitionen jeden Tag aufs Neue in den Wind schiessen, weil wir uns dann nicht mehr miteinander unterhalten könnten. Ebenso unklug ist es, ums Verrecken auf bestimmten, althergebrachten Definitionen zu beharren, weil dies ebenso zur Kommunikationsunfähigkeit führt, weil man zwar eine fest definierte Sprache hat, diese aber überhaupt nicht mehr zur sich veränderten Realität passt.
Von daher erlaube ich mir in diesem Zusammenhang den Part des Traditionalisten einzunehmen, der Casual als Genre-Bezeichnung aufs Schärfste verurteilt! So, basta!
Zuletzt geändert von Kajetan am 19.08.2013 15:24, insgesamt 1-mal geändert.
- SpookyNooky
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Re: Allgemein: Ergebnisse der Studie "Gaming in Deutschland"
Ja. Vielleicht hatte ich bisher auch nur Glück.Kajetan hat geschrieben:Dann kennst Du seeeeeeehr entspannte und relaxte BotanikerSpookyNooky hat geschrieben:Trotzdem hat sich das nunmal in der Umgangssprache so etabliert und kein Botaniker, den ich kenne, fängt an, Leute zu verbessern.
@ Wulgaru: Unterschreibe ich so.
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Re: Allgemein: Ergebnisse der Studie "Gaming in Deutschland"
Um Gottes WillenWulgaru hat geschrieben:Das Problem dabei ist zudem das man bei einer Studie wie dieser eben nicht nur Game befragt und es bringt nichts einen Fragebogen mit 100 Genres zu entwerfen bei dem man dem zu befragenden ca. 90 erklären muss.
Ohne Frage. Dennoch ist es ja nicht verkehrt, solche Begriffe - und vor allem den Ort, an dem sie auftauchen (hier: Frage nach den favorisierten Genres) - mal kritisch zu hinterfragen. Vielleicht mag man dann ja feststellen, dass der Begriff "Social" doch viel eher Fragen nach dem favorisierten Spielort (z.B.Facebook) und der favorisierten Spielumgebung berührt, während "Casual" eher Fragen nach der favorisierten Spielehäufigkeit und vielleicht auch dem bevorzugten Schwierigkeits- und Komplexitätsgrad betrifft. Und beides nicht unbedingt "Spiele-Spielarten" sein müssen, aber im Fragebogen in einer Reihe eben so genannt werden. Hinterfragen darf man ja mal kurz, bevor sich das dann wahrscheinlich sowieso als vom Marketing-Sprech übernommene Selbstverständlichkeit festsetzt.Wulgaru hat geschrieben:Ein Begriff wie Social Game erschließt sich dagegen sofort, egal ob er uns normalen Gamern frei erfunden erscheint.
- SpookyNooky
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Re: Allgemein: Ergebnisse der Studie "Gaming in Deutschland"
Ich würde weniger die Genre-Bezeichnungen hinterfragen, als deren Bedeutung. Und hinterfragen kann man fast jedes Genre. Das sind doch nur Richtlinien, keine definierten Begriffe. Ich finde die Genre-Auflistung so okay.Lord Hesketh-Fortescue hat geschrieben:Ohne Frage. Dennoch ist es ja nicht verkehrt, solche Begriffe - und vor allem den Ort, an dem sie auftauchen (hier: Frage nach den favorisierten Genres) - mal kritisch zu hinterfragen.
Wieso, wie viele Genres wurden denn abgefragt? Sehe ich nirgends stehen, nur die "beliebtesten" Genres werden gelistet. Fehlt Genre XY? Stand vielleicht auch auf dem Fragebogen zum Ankreuzen.Lord Hesketh-Fortescue hat geschrieben:Man muss ja nicht gleich von einem Extrem ins andere fallen.
- Lord Hesketh-Fortescue
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Re: Allgemein: Ergebnisse der Studie "Gaming in Deutschland"
No problem with that. Ich werde jetzt auch nicht mit ner Petition wutschnaubend gegen diese Auflistung zu Felde ziehen, oder soSpookyNooky hat geschrieben:Ich finde die Genre-Auflistung so okay.
Dazu müssten wir den Surveybogen mal in die Finger bekommen. Ich tippe aber mal ins Blaue, dass das die meisten Vorschläge doch schon waren (zumal sie sich bei der geschlechterspezifischen Auswertung ebenfalls so wiederfinden, wenn auch mit leicht verändertem Wortlaut und lediglich mit Fitnessspielen als neuer Posten, siehe Originalquelle S.5), denn ansonsten müssten zumindest Rollenspiele, Adventures und vor allem Shooter doch EIGENTLICH so häufig in D-land vertreten sein, dass sie dort zumindest bei den Herren der Schöpfung auftauchen müssten. Bleibt aber alles vage Spekulation.Wieso, wie viele Genres wurden denn abgefragt? Sehe ich nirgends stehen, nur die "beliebtesten" Genres werden gelistet. Fehlt Genre XY? Stand vielleicht auch auf dem Fragebogen zum Ankreuzen.
- Wulgaru
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Re: Allgemein: Ergebnisse der Studie "Gaming in Deutschland"
Das bleibt Spekulation denke ich. Die werden sich auch vorher Gedanken um den Fragebogen gemacht haben und nicht völlig abstruse Antwortmöglichkeiten ausgewählt haben....wenn es denn nur ein Fragebogen war, wovon ich bei der Art der Ergebnisinterpretation allerdings ausgehe (ich recherchier da jetzt nicht hinterher)
Wie gesagt verwirren zu viele Antwortmöglichkeiten auch wenn 100 natürlich übertrieben ist. Ich glaube allerdings das bereits zwanzig oder nur fünfzehn schon zu viel wären. Was das dann für Möglichkeiten sind bleibt völlig willkürlich. Niemand hat hier die wissenschaftlich etablierte Deutungshoheit.
Aus der Sicht eines Gamers macht der Begriff Shooter völlig Sinn, aber ein Nicht-Gamer kennt ihn nicht unbedingt. Da ist Action viel naheliegender und nur weil jemand einen Shooter spielt, kennt er diesen Begriff nicht zwangsläufig. Man muss keine Gamingzeitschriften lesen um ein Spiel zu kaufen und zu spielen.
Wie gesagt verwirren zu viele Antwortmöglichkeiten auch wenn 100 natürlich übertrieben ist. Ich glaube allerdings das bereits zwanzig oder nur fünfzehn schon zu viel wären. Was das dann für Möglichkeiten sind bleibt völlig willkürlich. Niemand hat hier die wissenschaftlich etablierte Deutungshoheit.
Aus der Sicht eines Gamers macht der Begriff Shooter völlig Sinn, aber ein Nicht-Gamer kennt ihn nicht unbedingt. Da ist Action viel naheliegender und nur weil jemand einen Shooter spielt, kennt er diesen Begriff nicht zwangsläufig. Man muss keine Gamingzeitschriften lesen um ein Spiel zu kaufen und zu spielen.
