Allgemein: Ergebnisse der Studie "Gaming in Deutschland"

Hier findet ihr die entsprechenden Kommentare - inkl. Link zur News!

Moderatoren: Moderatoren, Redakteure

Benutzeravatar
Wulgaru
Beiträge: 29391
Registriert: 18.03.2009 12:51
Persönliche Nachricht:

Re: Allgemein: Ergebnisse der Studie "Gaming in Deutschland"

Beitrag von Wulgaru »

Ich kann solche Kategorien kaum kritisieren denn wir sollten auch mal ehrlich sein: Es hat hier eh niemand die Deutungshoheit. Jeder schreibt sich die Genres so wie sie passen. Wir Gamer selber sind ganz vorne dabei was dumme Subgenres angeht.

Wie viele Arten von RPGs gibt es zum Beispiel? 10? 15? Das Problem dabei ist zudem das man bei einer Studie wie dieser eben nicht nur Game befragt und es bringt nichts einen Fragebogen mit 100 Genres zu entwerfen bei dem man dem zu befragenden ca. 90 erklären muss. Ein Begriff wie Social Game erschließt sich dagegen sofort, egal ob er uns normalen Gamern frei erfunden erscheint.
Benutzeravatar
Kajetan
Beiträge: 27139
Registriert: 13.04.2004 10:26
Persönliche Nachricht:

Re: Allgemein: Ergebnisse der Studie "Gaming in Deutschland"

Beitrag von Kajetan »

SpookyNooky hat geschrieben:Trotzdem hat sich das nunmal in der Umgangssprache so etabliert und kein Botaniker, den ich kenne, fängt an, Leute zu verbessern.
Dann kennst Du seeeeeeehr entspannte und relaxte Botaniker :)

Abgesehen davon ... Sprache entsteht immer jeden Tag neu in einem Spannungsfeld aus vorher bestehenden Definitionen und neuen Interpretationen dieser Definitionen oder gar ganz neuen Bedeutungen. Da kann man nicht einfach hergehen und ALLE Definitionen jeden Tag aufs Neue in den Wind schiessen, weil wir uns dann nicht mehr miteinander unterhalten könnten. Ebenso unklug ist es, ums Verrecken auf bestimmten, althergebrachten Definitionen zu beharren, weil dies ebenso zur Kommunikationsunfähigkeit führt, weil man zwar eine fest definierte Sprache hat, diese aber überhaupt nicht mehr zur sich veränderten Realität passt.

Von daher erlaube ich mir in diesem Zusammenhang den Part des Traditionalisten einzunehmen, der Casual als Genre-Bezeichnung aufs Schärfste verurteilt! So, basta!
Zuletzt geändert von Kajetan am 19.08.2013 15:24, insgesamt 1-mal geändert.
Benutzeravatar
SpookyNooky
Beiträge: 2260
Registriert: 19.10.2007 14:52
Persönliche Nachricht:

Re: Allgemein: Ergebnisse der Studie "Gaming in Deutschland"

Beitrag von SpookyNooky »

Kajetan hat geschrieben:
SpookyNooky hat geschrieben:Trotzdem hat sich das nunmal in der Umgangssprache so etabliert und kein Botaniker, den ich kenne, fängt an, Leute zu verbessern.
Dann kennst Du seeeeeeehr entspannte und relaxte Botaniker :)
Ja. Vielleicht hatte ich bisher auch nur Glück. ;)

@ Wulgaru: Unterschreibe ich so.
Benutzeravatar
Lord Hesketh-Fortescue
Beiträge: 867
Registriert: 26.04.2013 22:40
Persönliche Nachricht:

Re: Allgemein: Ergebnisse der Studie "Gaming in Deutschland"

Beitrag von Lord Hesketh-Fortescue »

Wulgaru hat geschrieben:Das Problem dabei ist zudem das man bei einer Studie wie dieser eben nicht nur Game befragt und es bringt nichts einen Fragebogen mit 100 Genres zu entwerfen bei dem man dem zu befragenden ca. 90 erklären muss.
Um Gottes Willen :mrgreen: Man muss ja nicht gleich von einem Extrem ins andere fallen. Natürlich haben wir einen Genre-Wald aus schwammigen Überlappungen, wilden Bastarden und irgendwelchen schrägen Sub-Sub-Subgenres, den man bitte in so einer Umfrage NICHT abfragen sollte. ^^
Wulgaru hat geschrieben:Ein Begriff wie Social Game erschließt sich dagegen sofort, egal ob er uns normalen Gamern frei erfunden erscheint.
Ohne Frage. Dennoch ist es ja nicht verkehrt, solche Begriffe - und vor allem den Ort, an dem sie auftauchen (hier: Frage nach den favorisierten Genres) - mal kritisch zu hinterfragen. Vielleicht mag man dann ja feststellen, dass der Begriff "Social" doch viel eher Fragen nach dem favorisierten Spielort (z.B.Facebook) und der favorisierten Spielumgebung berührt, während "Casual" eher Fragen nach der favorisierten Spielehäufigkeit und vielleicht auch dem bevorzugten Schwierigkeits- und Komplexitätsgrad betrifft. Und beides nicht unbedingt "Spiele-Spielarten" sein müssen, aber im Fragebogen in einer Reihe eben so genannt werden. Hinterfragen darf man ja mal kurz, bevor sich das dann wahrscheinlich sowieso als vom Marketing-Sprech übernommene Selbstverständlichkeit festsetzt.
Benutzeravatar
SpookyNooky
Beiträge: 2260
Registriert: 19.10.2007 14:52
Persönliche Nachricht:

Re: Allgemein: Ergebnisse der Studie "Gaming in Deutschland"

Beitrag von SpookyNooky »

Lord Hesketh-Fortescue hat geschrieben:Ohne Frage. Dennoch ist es ja nicht verkehrt, solche Begriffe - und vor allem den Ort, an dem sie auftauchen (hier: Frage nach den favorisierten Genres) - mal kritisch zu hinterfragen.
Ich würde weniger die Genre-Bezeichnungen hinterfragen, als deren Bedeutung. Und hinterfragen kann man fast jedes Genre. Das sind doch nur Richtlinien, keine definierten Begriffe. Ich finde die Genre-Auflistung so okay.
Lord Hesketh-Fortescue hat geschrieben:Man muss ja nicht gleich von einem Extrem ins andere fallen.
Wieso, wie viele Genres wurden denn abgefragt? Sehe ich nirgends stehen, nur die "beliebtesten" Genres werden gelistet. Fehlt Genre XY? Stand vielleicht auch auf dem Fragebogen zum Ankreuzen.
Benutzeravatar
Lord Hesketh-Fortescue
Beiträge: 867
Registriert: 26.04.2013 22:40
Persönliche Nachricht:

Re: Allgemein: Ergebnisse der Studie "Gaming in Deutschland"

Beitrag von Lord Hesketh-Fortescue »

SpookyNooky hat geschrieben:Ich finde die Genre-Auflistung so okay.
No problem with that. Ich werde jetzt auch nicht mit ner Petition wutschnaubend gegen diese Auflistung zu Felde ziehen, oder so :Häschen:
Wieso, wie viele Genres wurden denn abgefragt? Sehe ich nirgends stehen, nur die "beliebtesten" Genres werden gelistet. Fehlt Genre XY? Stand vielleicht auch auf dem Fragebogen zum Ankreuzen.
Dazu müssten wir den Surveybogen mal in die Finger bekommen. Ich tippe aber mal ins Blaue, dass das die meisten Vorschläge doch schon waren (zumal sie sich bei der geschlechterspezifischen Auswertung ebenfalls so wiederfinden, wenn auch mit leicht verändertem Wortlaut und lediglich mit Fitnessspielen als neuer Posten, siehe Originalquelle S.5), denn ansonsten müssten zumindest Rollenspiele, Adventures und vor allem Shooter doch EIGENTLICH so häufig in D-land vertreten sein, dass sie dort zumindest bei den Herren der Schöpfung auftauchen müssten. Bleibt aber alles vage Spekulation.
Benutzeravatar
Wulgaru
Beiträge: 29391
Registriert: 18.03.2009 12:51
Persönliche Nachricht:

Re: Allgemein: Ergebnisse der Studie "Gaming in Deutschland"

Beitrag von Wulgaru »

Das bleibt Spekulation denke ich. Die werden sich auch vorher Gedanken um den Fragebogen gemacht haben und nicht völlig abstruse Antwortmöglichkeiten ausgewählt haben....wenn es denn nur ein Fragebogen war, wovon ich bei der Art der Ergebnisinterpretation allerdings ausgehe (ich recherchier da jetzt nicht hinterher)

Wie gesagt verwirren zu viele Antwortmöglichkeiten auch wenn 100 natürlich übertrieben ist. Ich glaube allerdings das bereits zwanzig oder nur fünfzehn schon zu viel wären. Was das dann für Möglichkeiten sind bleibt völlig willkürlich. Niemand hat hier die wissenschaftlich etablierte Deutungshoheit.

Aus der Sicht eines Gamers macht der Begriff Shooter völlig Sinn, aber ein Nicht-Gamer kennt ihn nicht unbedingt. Da ist Action viel naheliegender und nur weil jemand einen Shooter spielt, kennt er diesen Begriff nicht zwangsläufig. Man muss keine Gamingzeitschriften lesen um ein Spiel zu kaufen und zu spielen.