Suckisuck hat geschrieben:
Die Spielesparte ist so ein kleines Licht im Gesamtkonzern MS das es überhaupt keinen relevanten Schaden für "den Konzern" gäbe. Die Entertainment Division ist so ein kleines Licht im Gesamtkonzern, gegenüber Windows, Office und Serverbereitstellung, das es kaum für Belang für die Gesamtbilanz ist. Ich hab jetzt keine Lust die Zahlen noch mal rauszusuchen, ich hatte sie schon mal gepostet, aber macht euch ma frei davon das sich sowas auf das MS Kerngeschägt auswirkt.
Eben drum. Das ist doch genau mein Argument.
Ein Vertrauensverlust durch Wendehalspolitik trifft eben nicht nur die Marke XBox, sondern den Konzern Microsoft.
Auf XBox kann Microsoft sehr gut verzichten, das fällt in der Bilanz kaum auf (etwas überspitzt formuliert). Ich bin der Meinung, dass man sich durch diese Kehrtwenden einem viel größeren Risiko aussetzt, als wenn man die ursprüngliche Vision durchziehen würde.
Es ist eine Sache, mit der ursprünglichen Vision der neuen XBox ins Klo zu greifen und ein paar Millionen Dollar Verlust zu machen, eine ganz andere Sache ist es, dem Namen Microsoft den Anstrich der Planlosigkeit zu geben.
Was signalisiert diese Firma denn momentan?
"Wir haben so wenig Vertrauen in unsere Produkte und in unsere langfristige Unternehmensstrategie, dass wir bereit sind, jahrelange Planungen on-the-fly zu ändern, je nach dem, was die Umfragen gerade so ergeben."
So klingt kein Unternehmen, dass ein Ziel, einen Plan, eine Vision hat.
Möchte man da als Investor oder Aktionär sein Geld in eine Firma investieren, die sich ihrer selbst so unsicher ist? Und möchte man als Kunde einer solchen Firma sein Vertrauen schenken?
Ich befürchte, dass der Markt, der Kunde, die Öffentlichkeit nicht zwischen XBox und Microsoft unterscheiden wird und das sich Microsoft damit auf Dauer einen Bärendienst erweist.
Menschen sind vergesslich. Stimmt. Wenn aber die X1 Microsoft´s Elchtest ist, liegt da noch eine ganze Menge Reparaturarbeit vor denen.