Der Sinn meines Posts war ja, dass die amerikanischen Kriegsfilme wie James Ryan zur Vereinfachung tendieren, sich dabei aber meistens in Grenzen halten. Wobei das Ausgangszenario doch ein wenig lächerlich harmlos war. Mehr hätte man die Mission nicht weichkochen können :wink:Obstdieb hat geschrieben:Würde ich so nicht unterschreiben. Der Film ist sicherlich kein Antikriegsfilm, aber ein Stück Patriotische Filmgeschichte defintiv auch nicht. Da fand ich zb. Argo deutlich schlimmer. Aber ein bisschen Patriotismus in Film oder Serie ist nun nicht zwangsläufig schlecht. Generation Kill von HBO zeigt einige krasse Sachen aus dem Iragkrieg, und zeichnet generell ein gutes Bild vom Krieg, und den Gestalten die da rumirren ab, aber trotzdem findet man auch hier einen gewissen "Stolz" wieder.Temeter hat geschrieben:
Das ist in Russischen Medien aber nicht besser, im Gegenteil. Amis stehen in Filmen wie "Der Soldat James Ryan" (eher zweite hälfte^^) als Helden dar, weil sie hauptsächlich das schlimme ausblenden. Und nicht zu vergessen, diese Haltung ist allgemein bekannt, deswegen wird diese Einseitigkeit oft kritisiert und die Filmemacher gestehen diese Vereinfachung sogar ein.
Patriotismus in Kriegsfilmen ist imo aber keine gute Eigenschaft, dadurch wird der Film meistens zu einer skurilen, irreführenden Lügengeschichte, wenn man es auch nur ein wenig mit realen Geschichten abgleicht. Black Hawk Down z.B. war ein bedrückender Film, hat (afair) aber zum Beispiel laut Studien die Bereitschaft für Kriegseinsätze im nahen Osten erhöht..
Beim Chauvinismus stimme ich dir zu, bei den Filmen gibt es aber eine interessante Reihe von Ausnahmen, in vorderster Front amerikanische Vietnamfilme. Obwohl es da natürlich auch widerlichen Hurra-Patriotismus gab, blieben vor allem Filme wie Apocalypse Now der Full Metal Jacket im kulturellen Gedächtnis. Ich schätze mal vor solchen Filmen muss sich ein Publikum erst mal selbst die Realität des betreffenden Krieges eingestehen, dann akzeptieren sie auch verstörendere Darstellungen.Auch wenn ich persönlich der Meinung bin, dass Chauvinismus gefährlich ist, und das eindeutig falsche denken ist, verwundert es mich nicht, dass soviele Leute dem nacheifern. Gerade Medienproduktionen brauchen irgendwo auch einen bestimmten Anteil jenes Stolzes, um überhaupt Geld für die Produktion zu bekommen. Das es Ausnahmen gibt, ist offensichtlich aber einen bestimmten Restbestand wird man immer finden.
